Eigentlich wollte ich keinen Rennbericht schreiben, aber da sich hier schon so viele zu Wort gemeldet haben, kann ich natürlich nicht still bleiben
Als erstes möchte ich den Jungs von Sachsenbike ein riesen fettes Kompliment aussprechen. Die Veransttaltung war Top durchorganisiert, alles hat gepasst. Transpondertechnik war auch erste Sahne.
Nun zum Wochenende: Ich bin am Samstag gegen 15:00 in Weißig eingetrudelt. Es goss wie aus Eimern. Zu meinem Entsetzen war der Asphalt auf der Start/ Zielgeraden wie Schmierseife. Nach der Anmeldung wurde uns die Box zugeteilt, welche erst mini erschien, aber wir haben trotzdem alles unterbekommen.
Am Fahrzeug selbst haben wir bis in die späten Abendstunden noch gebastelt.
Ich bin dann noch drei Mal die Strecke abgelaufen und hatte kein wirklich gutes Gefühl im Bauch. Mein einziger Gedanke: Wie um alles in der Welt soll ich die Karre nur um diese Kurven kriegen! Es war wie gesagt Samstagabend. Strecke klitschnass, teilweise standen Pfützen auf der Piste, Gullideckel waren überall und dann diese ekeligen Bordsteinüberfahrten. Die Nacht habe ich nicht wirklich gut geschlafen.
Am nächsten Morgen Training. Jeder 20 Minuten gefahren. Da ging die Strecke schon heilwegs.
Aufs Rennen will ich nur mit ein Paar Details eingehen. Mit der Strecke an sich kam ich wirklich gut zurecht, ganz anders als gedacht. Gegen Mittag begann das Getriebe im 1. und 2. Gang Geräusche zu machen. Kurze Zeit später fing auch der dritte Gang an zu meckern. Ich gab meinen Jungs zu verstehen, dass der Motor in den nächsten zwei Stunden die Hufe hoch reißen wird. Tatsächlich hielt er bis knapp zwei Stunden vor Schluss. Mittendrinn hatte einer unserer Fahrer plötzlich keinen Bock mehr und meinte: Wir sollen doch alleine weiterfahren (waren noch gut 6 Stunden). Ich war ziemlich vor den Kopf geschlagen, da meine Kräfte auch langsam schwanden. Ich hatte mir beim Sturz das Handgelenk geprellt und noch Paar Andere Blessuren zugezogen. Als mir dann der Motor hoch ging hatte ich echt die Schnauze voll. Ich sagte zu den Leuten: Ich wechsele keinen Motor und fahren tue ich auch nicht mehr. Aber unser Schlussfahrer sagte dann zu den letzten Turn alleine durchzufahren und als Spaßbremse wollte ich auch nicht dastehen. Also wechselten wir in 10min. den Motor. Zusätzlich noch die Batterie und ein Paar Andere Sachen und weiter ging es.
Nach ein Paar Runden kam er rein mit verbogener Schaltung und einer fetten Beule im Tank aber weiter ging es. So kam es am Ende, dass wir von Platz 4 auf Platz 8 und schließlich auf der 10. Position gelandet sind. Dieses Ergebnis ist für mich mehr als zufriedenstellend! Zwar wollten wir TeaminTeamII hinter uns lassen, aber die Zeit für einen Motorwechsel fährt man nicht eben mal schnell wieder rein, zumal sich die Plätze oft nur um eine Runde unterschieden.
Beim fahren gingen mir mitunter so Sachen durch den Kopf wie: Was passiert, wenn es dir jetzt die vordere Felge ausspeicht, hast ja gar keinen Ersatz dabei. Wie lange muss ich denn noch fahren? Wer ist hinter mir? Hält das Wetter wirklich? Hoffentlich hält mein Motor usw. Ihr kennt das ja sicher
Es war ein geiles Wochenende nicht zuletzt weil das Wetter so gut mitgespielt hat.
Ich werde demnächst noch Bilder vom ledierten Moped reinstellen und vom Motor, wenn ich das Getriebe offen habe.
Nochmals Glückwunsch an alle die auf dem Treppchen stehen durften und natürlich auch den Rest der Teams, die sich tapfer geschlagen haben.