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Eigentlich habe ich diesen Bereich garnicht angesprochen. Lieber mal ein Teil neu als stur alt einbauen ist eigentlich bei mir täglicher Plan. Dazu aber 2 Aber und eine zusätzliche Bemerkung.
1. Wenn es Kleinteile sind werden diese beinahe unbemerkt neu eingesetzt ohne das sie extra kosten. Also eine Gabe gratis. Nicht selten das Teile wie Druckstangen oder Zuganker fehlen und einfach so neu mit eingebaut werden ohne später auf der Rechnung zu stehen. Wie man sieht also, längst nicht so heiß wie gekocht wird.
2. Ist das Prüfen alter (größerer) Teile manchmal zeitaufwendiger als gleich neu nehmen. Ein typischer Vertreter sind Kurbelwellen und Reibbeläge. Manche halten 10 Jahre, manche sind erst 1 Jahr drin. Was machen, generell neu, auch wenn nicht muss? Der eine liebt diese Vorgehensweise, der andere mag sie nicht. Dem einen sind Neuteile gegen Aufpreis recht der andere mag lieber sparen. Wie aber unterscheiden wer was mag? Fragen ob man es billig mag? Hellsehen? Beides ist seltsam. Seltsam auch das es verlangt wird.
Nun die Anmerkung welche auf den Geschäftsmann deutet. Es könnte gut sein man nimmt generell neu. Zum Beispiel Primärtrieb, Kupplungspaket, Schrauben, Kickstarterwelle + Mitnehmer, Ritzel usw. Also auch Dinge die selbst Firmen mit ausgeprägt gutem Geschäftsmann an der Spitze nicht einbauen, allerdings einbauenswert wären. Wo soll man, an welchem Teil eine Grenze ziehen?
Nun zur Anmerkung. Selbstverständlich ist es eine Leichtigkeit die gesamte Palette neu einzubauen. Von Beginn an den Preis entsprechend höher kalkuliert. Weniger Arbeit, weniger riskantes, durchweg nur Gutes. Am Ende ein Lobgesang auf die Qualität. Wirklich nur durchweg Gutes? Spätestens am Preis beginnt dann erneut Diskusion. Hand aufs Herz und mal ehrlich nachdenken. Die Wirklichkeit sieht doch so aus das heutzutage der Preis gleich mit oben an steht, beinahe noch wichtiger als das Produkt selbst. Zumindest ist diese Mentalität ziemlich weit verbreitet. Ich stelle sogar fest das mitunter der Preis dermaßen Wichtigkeit hat das er sogar darüber entscheidet ob anstelle des gewünschten 70er dann doch nur ein 60er genommen wird, auch wenn es nur 20,00€ Unterschied sind. Zugegeben, wenige Fälle sind so aber es gibt sie. Da ich persönlich noch nicht über den Wolken schwebe und meine Familie selbst weiß wie es ist wenn man den Cent 2 x umdrehen muss, so versuche ich mit meinen Angeboten oftmals den Preis eher gering als künstlich hoch zu halten. Ist dieses noch auf dem Boden der Tatsachen stehen eine schlechte Eigenart eines Geschäftsmannes? Allerdings sehe ich das Entgegenkommen über die Jahre gesehen nicht mehr gefragt ist. Zumindest ist es im Stellenwert verdrängt worden und kann sich für einen gut bezahlt machen der strikt auf Neuteile setzt. So zumindest scheint es mir vereinzelt. So bin ich gerne bereit mich dem neuen Trend anzupassen. Sprich Neuteile, weniger Zeitaufwand, höherer Preis und Gewinn.
Hier komme ich nun zum eigentlichen Anliegen was ich ursprünglich meinte. Es geht darum das ich mir oftmals Arbeiten aufhalse die ich nicht machen müsste. Oft auch in Verbindung damit das ich mich eines Problemes annehme was sonst kaum jemand annimmt. Zum Beispiel kauft sich jemand bei Ebay einen mega dicken Zylinder. Sieht heftig aus, muss er haben. In Gedanken schon die brutale Wirkung beim Rennen vor Augen. Davor jedoch steht die Tatsache das auch noch eine passende Kurbelwelle oder sonstiges ausgetüftelt werden muss. Es ist bekannt das ich sicherlich für sowas Lösungen finde und schon werde ich besucht. (So gesehen trifft es zu wenn man meint ich würde auch aus Sch... noch was brauchbares machen.) Ohne vorherigen Kontakt ist dann auf einmal Besuch in meiner Werkstatt. Die Maschinen laufen, ein Zeitplan ist zu halten. Das ist jedoch in dem Moment alles verloren zu Gunsten der Hilfsbereitschaft. Ich machs gerne, vor allem wenn am Ende auch was konkret brauchbares raus kommt. Ein Teil das den Wünschen UND Erfordernissen entspricht.
Ein anderer besucht mich nahezu täglich mit neuer Wunschvorstellung nach einem Übermotor. Tägliches darauf eingehen und tägliches am Ende nichts konkretes herauskommen. Naja dann nächsten Tag wieder. Hilfsbereitschaft rund um die Uhr. Auch wenn man abends um 10 von zu Hause geholt wird, noch einen Rennmotor durch sieht damit am nächsten Morgen das Rennen gefahren werden kann. Selbst wenn dann trotzdem nicht zum Rennen gefahren wird, ich habe geholfen. Nun aber meine Frage. Muss es wirklich sein das man so eingespannt wird, beinahe schon verschwenderisch mit der Zeit die mir zur Verfügung steht? Ich bin gerne für alles bereit. Jedoch habe ich auch manchmal vereinzelt das Gefühl das meine Bereitschaft ziemlich ausgenutzt wird. Wenn Projekte anstehen wie Schubkarren oder Gartentüren schweißen dann denke ich ganz besonders daran. Vor allem auch daran ob man mich wirklich zur besten Arbeitszeit mit genau diesen Dingen ansteuern muss. Bei aller Freundschaft, in dem Moment kommt es mir wie Ausnutzen vor. Besonders wenn ich wie gewohnt mit Gegenleistungen kaum rechnen kann. Dann macht man irgendwann mal dicht und sagt sich, jetzt kann kommen wer will. Jetzt ist zuerst die Arbeit dran die hier ansteht. Prompt findet sich sogleich der nächste der diesen Zustand nicht versteht. Prompt findet sich eine Meinung dann öffentlich. Nicht in einer mail an mich, nein öffentlich. Um dies nun zu verstehen sollte man die Gesamtheit betrachten. Diese welche hier täglich passiert ist. Es war einmal.
Aus meinem Freundeskreis höre ich regelmäßig ich wäre zu gutmütig. Das sagen ca. 20 Leute. Wenn man im Laufe der Jahre da hinein wächst kann man den schleichenden Werdegang kaum selbst noch spüren. So wunderte ich mich selbst immer wenn man mir das sagte. Ohne Rücksicht auf den eigenen Schlaf oder Gesundheit, fast immer in Arbeitssachen. Nur der Sonntag heilig und selbst an diesem wieder stundenlang mails. Genau genommen gehört noch mehr mit rein. Etwas austüfteln und nicht absichern, Formeln und Wissen an alle Welt gratis verschenken, einfach so ohne etwas dafür als Gegenleistung zu erwarten. Auch wenn dadurch Nachbau noch leichter gemacht wird bis hin zu immer neueren Anbietern. Bis hin dazu das ich angeblich in 105er zu große Spülkanäle einbaue. Gesagt von Leuten die selbst keine 105er bauen oder sonst kaum Neukonstruktionen vorweisen können. Keine Versuchstests damit gemacht weil auch nicht erfunden aber trotzdem meinen bis hin zu urteilen, verurteilen. Gut das es Freunde gibt oder zumindest verständnisvollere Menschen denen ein gewisser Klarblick und Dankbarkeit nicht abhanden gekommen sind. Für Freunde bin ich eingetreten, massiv beistehen bis zum Endstadium und darüber hinaus. Im eigenen Bedarfsfall dann kein Freund bis zum Ende da, gegen mich gewandt. Um am Ende gesagt zu bekommen, beim Geld hört die Freundschaft auf.
Im letzten Jahr begann ich etwas auf grausige Art zu spüren. Es ist grausig wenn beim täglichen Abschied zur Arbeit der Sohn (4) beginnt zu weinen. Er hat recht denn ich schneide zu viel Zeit von der Familie zu Gunsten der Arbeit ab. Genauer betrachtet zu Gunsten der Überhilfsbereitschaft für Gartentüren und Co. Er war für mich letztlich der wichtige Punkt der mich zum nachdenken brachte. Auf ganz natürliche Weise wird somit der Geschäftssinn wieder auf Vordermann gebracht. Nicht höhere Preise oder Gewinn als Primärziel. Nein das kaputt machende wird eingedämmt. Alles im noch andauernden Umbruch aber es wird. Vielschichtig ist es aber es wird.
Auch wenn man nun 2 mal lesen muss, ich denke jedoch das man aus Deiner Einschäzung das Wort "strukturiert " durchaus ersetzen kann weil im eigentlichen ein umfangreicherer Denkprozeß dazu gehört. Einfach nur anders planen geht nämlich nicht wenn täglich unplanbares zur Tür herein kommt. Nimmt man es mit dran ist die Zeit für anderes dahin. Nimmt man es nicht mit dran steht dann öffentlich Kritik hier. So oder so wird man immer schön schuldig gesprochen. Man hätte sich negativ verändert. Wirklich?
Einen Umschwenk auf die Alt gegen Neu Frage gehe ich begrenzt ein. Wenn ein absolutes Konzept fest steht was regelt welche Teile wie sein sollten so werde ich sofort dieses anwenden. Es existiert jedoch kein festes Konzept denn jeder Motor ist anders, jeder Kundenwunsch und Erwartungen dazu auch. Aus dem Grunde habe ich einige Edition vorbereitet. So kann jeder selbst entscheiden ob alles neu rein soll oder doch auch gebrauchtes was noch weiterhin geht. Bereits am Preis wird man merken was anders ist und ich bin gespannt was von beiden eher angenommen wird. Ich habe jetzt mal so geantwortet als wenn ich direkt an Roving schreibe ohne Öffentlichkeit. Ich habe nichts zu verbergen.
Allerdings werde ich hier in diesem Forum nicht mehr so zeilenreich schreiben. Anfangs habe ich noch gerne ausführlich Wissen bereit gestellt und mehr erklärt als kaum sonst jemand. Ich glaube auch das durch meine Arbeit und meine Art einige Impulse in der Simsonszene eingeflossen sind welche man noch heute hier und da wieder finden kann. Was und vor allem wie jedoch hier manchmal umgegangen wird, wie schnell man schießt und verurteilt wird, so schnell kann man garnicht Fragen beantworten. Ich werde mich somit etwas mehr ins Simsonforum.info zurück ziehen. Dort ist es ruhiger weil auch relativ neu. Ich hoffe nicht das dort ähnliche Kriegszüge statt finden die mal heute den und morgen einen anderen aufs Korn nehmen. Man bemerkt kaum noch das aufs Korn nehmen Alltag geworden ist, dabei ginge so vieles im aufeinander zu gehen ohne Streit. Eigentlich sogar besser und schneller. Das Forum selbst trägt kaum Schuld daran. Leider sind jedoch unter dem Begriff Meinungsfreiheit auch ab und an welche dabei die es als Schimpffreiheit zum Anprangern verwenden. Manche durchaus auch permanent wenn man über die Jahre auf Usernamen achtet. Was auch immer gerade anstand, Schimpfer fanden sich immer. Dazu ein weiterer und noch mehr. Gegenstimmen der Vernunft sicherlich auch. Wer hinterließ allerdings mehr Wirkung? Mitunter sind Neueinsteiger gerne als Ziel gesehen worden. Ich erinnere mich an meinen eigenen "Einstieg". Da wurde das Bild meines Webmasters aus dem Netz gezogen und gemeint das ist der Reich, der mit seiner Firma neu im Internet ist. Das ich Jahre zuvor schon Motoren kunstruierte war auf einmal ungültig. Man wurde an den Haaren herbei gezerrt, präsentiert und beschimpft nur weil man jetzt auch online war. Da haben halb so alte wild und respektlos durcheiander geschnattert. Welch ein grandioser Empfang. Seltsam das ich dennoch anschließend mein Wissen teilte, so garnicht Geschäftsmann und andere Geschäftsmänner Nutzen erkannten. Noch heute profitieren viele von dem was ich einmal sagte. Wie ein Schwamm wurde in diesen Tagen der Regen aufgesaugt und es regnete viel. Nach mir kamen Neue mit ebenfalls grandiosen Empfang. Es ist also die Regel. Sind Regeln nicht zum brechen da?
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