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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Richtig Lackieren
BeitragVerfasst: 15.04.2008, 22:21:22 
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Fahranfänger
Fahranfänger
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Registriert: 24.12.2003, 2:12:58
Beiträge: 313
...schreib ich auch mal noch meinen Senf dazu:
Zitat:
Schritt 1: Einleitung
Schritt 2: Schleifen
Schritt 3: Vorbereitung vor dem Lackieren
Schritt 4: Haftgrund/Filler Auftragen
Schritt 5: Der eigentliche Lack


Schritt 0:
- Begutachten des Lackzustandes, d.h. ist a) Untergrund fest und nur stellenweise eine Abplatzung bzw. Roststelle, dann weiter mit Schritt 2.b)
- ist der Untergrund lose, großflächig verrostet, schwer zügänglich weiter mit Schritt 2.a)


Schritt 1:
Also ihr Braucht
!Geld & Zeit!
- Spachtel, wenn keine Karosseriearbeiten anstehen reicht ein handelsübliche Dose Feinspachtel

! Haftgrund mit Filler(Füller)
! Lack in der Gewünschten Farbe
! Klarlack
! Schleifpapier 120/180/240er Körnung
- siehe Punkt 2
! Und natürlich die zu Lackierenden Flächen :strange: :mrgreen:


Schritt 2:

2.a)
- Sandstrahlen, es geht auch anders, allerdings steht Zeitaufwand und Sinn in keinem Verhältnis
- der beste Weg ist es nach industriellen Metallbuden mit Sandstrahlgedöns Ausschau zu halten
- nach Sandstrahlen umgehend mit Verdünnung abreiben & Grundieren


2.b)
- die Teile mit festem Untergrund (sprich Altlack) oder die nach dem Sandstrahlen grundierten Teile Anschleifen mit NASSSCHLEIFPAPIER(K360/400) oder SCHWINGSCHLEIFER(K120-240)
- mit Verdünnung abreiben -> gilt nur für die nicht gesandstrahlten Teile an dieser Stelle
- Spachteln
- richtig aushärten lassen
- gespachtelten Stellen nur mit Schwingschleifer bearbeiten (händisch wird es eine Endlosaufgabe)
- Grundieren
- Kontrolle auf Dellen
- ggf. Nachspachteln und anschließenden Nacharbeiten

2.c)
- ist alles plan wird nass geschliffen bis so ca. K600/ 800
- je nach Dünken, kann nochmals dünn grundiert werden und mit 800er/ 1000er sanft angeschliffen werden (die Grundierung soll als deckende Oberfläche bestehen bleiben)


[delete]Nun werden die Flächen Abgeschliffen, erst mit 120er, dann mit 180er und dann mit 240er dies dürfte reichen, es ist darauf zu achten das wenn irgendwo Lack abgeplatzt ist, müsst ihr Spachteln (Da dies nicht mit Füller aus zu gleichen ist.)
Nach dem Schleifen [/delete]



Schritt 3:
[delete]Bevor Ihr nun den Haftgrund/Füller auftragt, müsst ihr die zu Lackierenden Flächen gründlich mit Verdünnung und einem Lappen reinigen. [/delete]

Nun zur eigentlichen lackier stelle:
Ihr müsst euch eine Stelle suchen, wo es relativ Windstill ist und keine Bäume in der nähe sind (Pollenflug etc.).[delete] Ideal ist auch ein Heizungskeller oder eine Garage.
Jedoch wählte ich ein Selbst gebasteltes Zelt aus [/delete]

Wichtig ist:
- windstill
- HELL - !tageslichthell!
- staubfrei
- genügend Platz zum Bewegen und ATMEN
- mit Petrus ein Bier trinken und zum Nachtisch 20°C bestellen

Wenn man kein Pedant ist, kann man beruhigt im Freien lackieren, da hier für den Privatmann die besten Lichtverhältnisse sind.
Ansonsten Garagevorbereitung:

- 1Tag vorher muß alles saubergemacht wurden sein (durchkehren, abhängen, wegräumen)
- ca. 2 oder 3h Stunden vornweg geht man die Garage gießen...
- Für genügend passive Zu- und Abluft sorgen!
- Räume mit viel Sonnenlicht suchen - !Keller sind zu meiden!


Schritt 4:
Nun zum Lackieren Selbst:
Die Vorarbeit ist das Wichtigste am Lackieren, deshalb müssen auch Lackierer (so weit ich weiß) im ersten Lehrjahr nur schleifen und spachteln
Das lackieren selber ist nicht schwer, wenn man weiß wie.

Ich merk grad hier gehts um Spraydose, naja ...

!0. Dosen in gut 40°C warmen/ heißen Wasser einlegen für ca. ne halbe Stunde!
1. Befolgt ihr alle Anweisungen auf der Dose, wegen Schütteln etc.
2. nicht zu nah ran gehen wie man es manchmal im TV sieht ( S.O.S. auf Prosieben oder ähnliches), lieber erst von weiter weg Sprühen
2. a) zunächst dünn drübergehen, dann systematisch immer mehr druffhalten - Abstand kann man nicht angeben, ist von Umgebungstemp. Feuchte etc. abhänigig - natürlich sind 5cm Abstand indiskutabel - Gefühl ist gefragt
3. [delete]Nicht die ganze zeit drauf drücken, sondern auch zwischen durch loslassen sonst verstopfen die Düsen und ihr Verliert nur unnötig Gas aus der Dose [/delete]
4. In der Ruhe liegt die Kraft, lieber etwas länger Trocknen lassen als zu wenig.

Schritt 5: Bei mir gings jetzt schon unter Punkt 4 um die Deckfarbe :strange: :mrgreen:

Nun geht es an die Deckfarbe
Dabei ist wieder Mals darauf zu machten das die ersten schichten max.3 vom weiten aufgetragen werden und erst die Letzte Deckfarben Schicht aus etwa 10-15cm Entfernung auf getragen wird, danach folgt im Gleichen abstand der Klarlack.
( Und dazwischen immer schön Trocknen lassen!)

Ich mach jetzt hier mal den Klarlack unter diesen Punkt :mrgreen:
- also Klarlack, für den Laien am Besten auf angetrockneten Decklack (ca. 1h-2h stehen lassen)
- zunächst wieder dünn rangehen, alles sanft besprühen
- Schicht für Schicht auftragen

- der Klarlack wird dann perfekt, wenn beim letzten Auftrag sich eine übers Bauteil komplett stehende glänzende Schicht einstellt

-> genau hier ist das Problem beim Spraydosenlack auf großer Fläche, dieser härtet oberflächlich schnell ab und es kommt zur Bildung von Bahnen durch Sprühnebel der nur noch oberflächlich antrocknet.


mit Spraydose lackierbar:
- S50/ S51

alles andere ist nach meiner Meinung was fürn Kompressor


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 Betreff des Beitrags: Re: Richtig Lackieren
BeitragVerfasst: 16.05.2008, 11:45:59 
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Fahrradfahrer
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Registriert: 25.10.2007, 14:03:51
Beiträge: 146
Hallo,
spraydosenlackierungen sind einfach nur schlecht. Wenn ihr was machen wollt dann bitte professionell. DA ich selber in einer Lackiererei arbeite, bekomm ich echt das Grauen was manche hier praktizieren. Dann kann man auch den originallack lassen, der wurde wenigstens vernüftig verarbeitet.
Und lackieren im freien etc. , das würd ich auch nicht machen. ja klar, nicht jeder hat eine lackierkabiene, aber dann soll man lieber paar euro sparen und es lackieren lassen.
Ich hasse solche durch den lack verunstaltete simsons. Sie sollen nicht nur beim ersten hingucken schön aussehen.

mfG.

_________________
Zitat von Ackergaul:
"Das Kurbelwellengehäuse ist da, wo die Kurbelwelle reingeht (das Teil an dem der Kolben festgemacht ist). " cool danke jetz weiß ichs au!^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Richtig Lackieren
BeitragVerfasst: 16.05.2008, 14:52:55 
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Simson-Schüler
Simson-Schüler
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Registriert: 28.06.2006, 18:12:16
Beiträge: 770
Nungut.

Wie du schon sagst hat nich jeder eine Lackierkabine.

Und unter "ein wenig sparen" verstehe ich nicht einen Unterschied im 2 stelligen bereich.

Ich finde man kann mit Dosen auch ein sehr gutes Ergebnis hinbekommen.
Natürlich liegt es im gesunden menschenverstand das es nicht so gut wie beim Lackeirer werden kann, aber für viele reicht es aus und die die gut mit der Dose lackieren können sollen es auch machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Richtig Lackieren
BeitragVerfasst: 17.05.2008, 0:51:16 
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Fahrradfahrer
Fahrradfahrer
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Registriert: 14.04.2008, 20:38:52
Beiträge: 119
Wohnort: Luth. Wittenberg
Jop...Dose ist billig, und man erzielt ein akzeptables Ergebnis, vorrausgesetzt, mann hat etwas Erfahrung....ich selber habe alles Zum Lackierer Gebracht^^

_________________
4 Takte sind 2 Takte zu viel ;)

--------------------------------

"Autonom und Militant, Nationaler W........."


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