Hi,
Es folgt eine etwas längere aber durchaus sehr lustige Geschichte

Das war ein Tag heute...
Um 14 Uhr sind wir zu 7. auf 6 Mopeds losgefahren. Unser Ziel war der Bergsee Ratscher bei Schleusingen.
2-3km vorm Ziel, ich überhole innerorts ein Auto, gleich danach geht mein Moped bööööh und aus, also Zeichen dass es keinen Sprit mehr bekommen hat, oder eben viel zu viel.
Kumpel hat Werkzeug dabei gehabt. Zündkerze war in Ordnung und war nicht nass, also hab ich schonmal ausschließen können dass er zu fett lief und evt. die Hauptdüse locker gewesen sein könnte. Er lief also eindeutig zu mager.
Wollte nicht mehr anspringen und auch mit anschieben gings nicht.
Naja, ich schaute erstmal ob der Benzinhahn vielleicht verstopft ist, mache den Benzinschlauch vom Vergaser runter und den Hahn auf. Kam Benzin, das konnte es also nicht sein. Auf einmal seh ich, dass am Benzinschlauch der ganze Stutzen vom Vergaser auf den der Schlauch gesteckt wird mit am Schlauch dran hängt, das heißt dass es den Stutzen aus dem Vergaser gerissen hat, denn der ist ja nur eingepresst. Ich dachte ich hätte das Problem gefunden. Als ich den Stutzen nämlich wieder in den Vergaser drückte und den Benzinhahn öffnete, sabberte das Benzin an dem Stutzen raus. Ich dachte das wäre die Ursache warum er zu mager läuft und unten in der Schwimmerkammer evt. nichts mehr ankommt.
Naja, ich klingel an ein paar Häusern und frag nach Sekundenkleber... eine nette Frau hat mir auch eine Tube gegeben, mit der ich dann den Stutzen "fixiert" habe. Natürlich ist das Zeug ewig nicht getrocknet.
Dann hab ich mich mitsamt Moped am Rucksack von dem der bei nem anderen aufm Moped mitfährt festgehalten und bis zum Bergsee ziehen lassen, das heißt den sein Moped hat da 3 Leute und 2 Mopeds gezogen ^^ Ging sogar im 2. Gang.
Naja, nachdem wir am Bergsee unseren Spaß hatten (Baden und Grillen usw.) sind wir wieder zu unseren Mopeds. Der blöde Kleber an meinem Stutzen war natürlich immernoch nicht getrocknet, egal, Benzinhahn auf gemacht und siehe da, es war dicht!
Moped angemacht, zu früh gefreut, hat garkein Gas angenommen, ging wenn man bissel mehr als standgas gegeben hat nur böööh und aus. Mit Choke gings besser als ohne.
Meine Theorie war dann, dass ich durch den Kleber aus Versehen den ganzen Benzinschlauchstutzen zugeklebt hatte und somit kaum noch Benzin in den Vergaser gelaufen ist. Auf jeden Fall musste ich dann die ganzen 35km heim nur mit der einen Gasstellung (knapp über Standgas) und gezogenem Choke fahren, hab ich mehr Gas gegeben gings böööh, hab ich weniger gegeben gings aus.
Ihr glaubt nicht was ich daheim für einen Krampf in der Hand und vor allem im Daumen hatte (wegen Choke ziehen die ganze Zeit)
Daheim Vergaser aufgemacht, Benzinschlauch auf den Stutzen gesteckt, Hahn aufgemacht, es floss einwandfrei Benzin durch... Ich dachte das kann doch nicht sein, woran liegts denn sonst?
Ich lauf mit dem Vergaser in der Hand bissel umher, auf einmal fällt was auf den Boden und was finde ich? Natürlich die Vergasernadel... und logischerweise war die Kerbe der Nadel wo das Blättchen war total abgenutzt, das heißt die Ursache des Problems lag einfach nur darin, dass die Nadel aus dem Blättchen gerutscht war und die ganze Zeit lose bis unten hing, kein wunder dass das ding total abgemagert ist wenn ich Gas gegeben habe...
Jetzt läuft die Karre wieder wie ne 1 und nebenbei hab ich sogar rausgefunden warum mein Vergaser immer so gesifft hat

(wegen dem Benzinstutzen)
Hier noch 2 Fotos von unseren Mopeds aufm Parkplatz am Ratscher, meins ist das mit dem Stummellenker.


MfG,
Daniel