Hi,
schoener, sauberer und alternativer Sekundaerantrieb, aber ohne entsprechende Aenderung der Randbedingungen hat er an einer Simson bestimmt keine ausreichende Lebensdauer!
Mal ein paar Vorueberlegungen:Da waeren als erstes die wichtigsten Punkte, die
Rundlaufgenauigkeit sowie die
Spannung waehrend des Betriebes. Erstere ist gerade am Ritzelausgang der Ziehkeilwelle sowie am Hinterradmitnehmer nicht gerade berauschend...wer das schon mal bei einem offenen Kettenantrieb ohne Kettenkasten & Schlaeuchen in Aktion erlebt hat, weiss warum. Grund ist folgender, das das hintere Kettenrad nur ein Lager hat und der Gummiruckdaempfer auch nicht sonderlich der Rundlaufgenauigkeit dient. Also am besten wie bei einer 250er MZ durch ein 2tes Lager die Freiheitsgrade einschraenken oder bspw. einem aus PVC exakt nachgefertigten Ruckdaempfer ersetzen. Vorne wuerde es gehen, wenn die 2 angefraesten Planflaechen beidseitig den gleichen Abstand vom Mittelpunkt sowie auch in axialer Richtung exakt gleich sind. Wenn man scon mal bei ist, sollten die Gummisilentbuchsen der Schwinge auch gleich durch welche aus PVC, besser Nadellager ersetzt werden. Kettenspanner koennen verbannt werden, den dazu dien ja die im Anschluss erwaehnte Spannrolle.
Die
Spannung sollte
(wie bei Harley, Buell, Suzuki LS650 Savage, BMW 650 Scarver etc.) durch eine Spannrolle realisiert werden, denn die ist aeusserst wichtig fuer die Lebensdauer...und abhaengig vom Ritzel-Schwingendrehpunktabstand. Je groesser dieser ist
(Buell XB12R=19cm, Honda VFR 9cm, Simson=steht @home), desto zwingender ist eine Spannrolle.
Auch zu beachten ist der
Umschlingungswinkel, gerade vorne am Getriebeausgang. Dort ist man aufgrund der geringen Platzverhaeltnisse auch in seinem Arbeitsraum eingeschraenkt...denn je geringer dieser ist, desto kleiner wird das Pully und desto staerker werden die Aramid-/Kevlar-/Kohlefasern im Riemen beansprucht. Zudem muss der Riemen im unteren Riementrum durch einen
Schutz abgeschirmt sein, da sich sonst Steinchen zwischen Riemen und Riemenscheibe setzen koennen -> gefaehrlich!
Die Riemenscheiben selbst muessen eine
gehaertete Laufflaeche aufweisen, insbesondere das Hintere aus Alu...also am besten anodisieren
oder hartverchromen
(erhoeht die Haerte und den Korossionschutz). Ist dies nicht der Fall, kommt es zu Materialabtragungen des Alus
(Tribologie -> Pitting)...und was dann passiert, wisst ihr ja.
Die
Zahnriemenbreite (Buell 27mm) muesste man, wenn es um eine genaue Auslegung gehen soll, errechnen. Also anhand der verbauten Komponenten (Zylinder, Primaerubersetzung sowie Getriebe) die Zugkraft am Ausgang der Ziekeilwelle in Abhaengigkeit des vewendeten Riemenritzeldurchmessers...dann den Riemen nach Profil (HTD, GT) und Breite sowie Material bspw. bei der Firma Gates
(Erstausruester Harley, Buell) aussuchen sowie danach die Riemenscheiben dimensionieren.
...nur mal so zum Nachdenken
Regards, b_k2