@racer
Das, was du meinst, haengt bestimmt nicht mit dem eigentlichen Motorengehaeuse zusammen. Da spielen andere Faktoren eine Rolle die unter den Sammelbegriffen "Fertigungsschwankungen" oder "Serienstreuungen", wie sie frueher sehr oft auftraten, fallen.
Wird ja, (wie du sicherlich weisst

), im Rennsport aufgrund des strengen Reglements auch so gemacht; da werden bspw. bei der Supersport-WM 5 Motoren zerlegt, und danach saemtliche Teile wie Kolben, Kurbelwellen, Nockenwellen etc. vermessen und gewogen. Und diejenigen, die das groesste Spiel/ den geringsten Gewichtsunterschied untereinander haben, verbaut. Somit schafft man eine Basis, eines Motors mit geringsten Vibrationen und hoechster Laufruhe bei gleichzeitiger spontaner Gasannahme aufgrund der geringeren Reibung.
Und genau da ist bei manchen Simson-Motoren der Teufel versteckt...du kannst 2 komplett identische Motoren aufbauen, die am Ende auf'm Dynojet voellig verschiedene Leistungs- / Drehmomentkurven generieren.
Wir hatten frueher auch Geschwindigkeitsschwankungen von teilweise 15km/h bei identischen, originalen 50cm³-Simson-Motoren...da kann man nichts machen, ausser Optimieren. Also Bearbeitungsrueckstaende entfernen, feinwuchten, radiales und axiales Spiel minimieren, Zuendung ueberpruefen (Gehaeusemarkierung etc.), Steuerzeiten ueberpruefen, Vergaser einstellen (Schwimmertonnen abwiegen) und das Ganze
in Ruhe spannungsfrei wieder zu komplettieren.
Best regards, b_k2