Zündzeitpunkt MZ ?

Es gibt noch weit mehr DDR/IFA-Fahrzeuge, wie z.B. MZ RT, MZ TS, MZ ETZ, IWL Troll, und EMW. Findet sich hier ein nicht DDR/IFA-Fahrzeug ein, dann ist es auch nicht schlimm. Immer rein damit und vorgestellt.

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comfortdriver
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Zündzeitpunkt MZ ?

#1 Beitrag von comfortdriver » 19 Apr 2020, 11:52

An die MZ Fahrer... ;-)


Weiß jemand zufällig warum bei MZ der ZZP eigentlich mit so einer großen Toleranz angegeben wird , im Falle der ETZ ist er ja 2,5mm vor OT +0,5.
sprich von 3- 2,5mm kann man einstellen wie man will. Warum wird die Angabe nicht exakt gemacht wie bei Simson zb. auch? Zumal man ihn ja mit Messuhr auf 1/10 genau einstellen kann.
Das gleiche Spiel beim Quetschmaß auch dort geht es von 0,9-1,2mm und das hat deutlichen Einfluss auf das Laufverhalten des Motors ect. :idea:

Gibt es in dem Zusammenhang einen Wert der sich als besonders günstig rausgestellt hat? Ich fahre aktuell 2,6 vor OT mit orginal Electroniczündung bei der 150er und 0,9 QM.
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Sie läuft damit recht ordentlich neigt aber obenrum leicht zum Klingeln >vielleicht gibt es andere Erfahrungswerte :ask:
Was für ZZP fahrt ihr so in Verbindung mit welchem Quetschmaß ,weil das beeinflusst sich ja auch gegenseitig.
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Re: Zündzeitpunkt MZ ?

#2 Beitrag von CrazyMechanic » 28 Apr 2020, 22:27

Ich lese mal mit, das Thema werd ich bei meiner ETZ auch irgendwann mal anreißen müssen^^
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Der Motor stöhnt, der Kolben schreit, zwei Takte bis in Ewigkeit :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers:
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Re: Zündzeitpunkt MZ ?

#3 Beitrag von xHansx » 29 Apr 2020, 11:25

comfortdriver hat geschrieben:
19 Apr 2020, 11:52
Weiß jemand zufällig warum bei MZ der ZZP eigentlich mit so einer großen Toleranz angegeben wird , im Falle der ETZ ist er ja 2,5mm vor OT +0,5.
sprich von 3- 2,5mm kann man einstellen wie man will.
Weil die MZ-Ingenieure nach dem Leitsatz "So genau wie nötig - und nicht so genau wie möglich" gearbeitet haben.
Es ist bei einer Standard-MZ, die im Alltag bewegt wird, einfach nicht erforderlich, den ZZP so genau einzustellen.
Die Nennleistung wird immer erreicht, egal ob 2,5 oder 3mm.
Bei 3mm geht sie untenrum minimal besser aber hat ein schlechteres Überdrehverhalten.
Bei 2,5mm geht sie untenrum minimal schlechter aber überdreht etwas williger.
Real wirst Du kaum einen Unterschied merken.
Außerdem muss man einen gewissen Toleranzbereich angeben, da sonst die Nachstellintervalle der Unterbrecherzündung sehr kurz werden würden.
Schließlich verändert sich der ZZP zwischen den Nachstellintervallen durch den Verschleiß am Unterbrecher.
Wenn Du es bei einer kontaktlosen Zündung ganz genau machen willst, dann nimm halt genau die Mitte des Toleranzfeldes.
Also 2,75mm.
Und wenn Du es noch genauer machen willst, dann nimm ein Stroboskop und schau Dir den ZZP in Abhängigkeit der Drehzahl an.
Du wirst sehen, dass der bei stehendem Motor eingestellte ZZP nicht dem ZZP bei höheren Drehzahlen entspricht.
Bei einer U-Zündung wandert der ZZP leicht von früh nach spät durch die Trägheit des Unterbrechers.
Bei kontaktlosen Zündungen ergeben sich unterschiedliche Zusammenhänge, je nachdem um welche Zündung es sich genau handelt.

Die Quetschkante soll innerhalb der angegebenen Toleranz so gering wie mit den verfügbaren Dichtungsstärken möglich eingestellt werden.
So sagt es das Handbuch.
Du sollst also die 0,9mm anstreben aber nicht unterschreiten.
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Re: Zündzeitpunkt MZ ?

#4 Beitrag von xHansx » 29 Apr 2020, 11:27

Wenn sie bei hohen Drehzahlen klingelt und das Geräusch keine mechanischen Ursachen hat: Etwas größere Hauptdüse und/oder etwas weniger Frühzündung.

Was sagt denn das Kerzengesicht?
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comfortdriver
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Re: Zündzeitpunkt MZ ?

#5 Beitrag von comfortdriver » 03 Mai 2020, 20:08

ich weiß das insbesondere die E Zündung einen sehr großen Toleranzbereich hat, da kann man die Geberplatte ins Nirwana stellen und sie fährt noch ;-)
wie gesagt bin mit 2,6 v.OT und 0,9er Quetschmaß eigentlich voll im grünen Bereich , stelle das jetz auch zwangsläufig nicht ständig hin oder her - sie läuft ja soweit recht gut bis auf:

Wenn sie bei hohen Drehzahlen klingelt und das Geräusch keine mechanischen Ursachen hat: Etwas größere Hauptdüse Was sagt denn das Kerzengesicht?
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bin grade eine große Runde gefahren 220km,
Kerzengesicht sagt ein richtig schönes trockenes Rehbraun, allerding hängt das ja auch vom Öl ab, man muss auch dazu sagen der Motor ist neu hat nun 1400km gelaufen , Hauptdüse hab ich zum testen schon eine 105er verbaut (auch nachgemessen) & alles mögliche probiert.... Nadel hoch oder runter, 1:50 sonst 1:60 mit TeilsyntÖl (Mannol2TPlus) ,Normal Sprit & Ultimate , Ansaug und Abgasanlage ist komplett dicht und Orginal.
Das Knistern kommt aber zuverlässig bei 6000u/min immer wieder. An sich ist es nicht tragisch, bei 6000 schalte ich halt und im 5.Gang läuft sie knapp 90 ohne voll ausquetschen und das reicht mir auch.
Aber komisch ist es trotzdem, der total ausgenudelte alte Zylinder/Motor mit 27.000 hat das nicht gemacht, da konnte ich letzten Sommer bei 30°C das Gas Vollast stehn lassen 10min. und da stand sogar die Zündung komplett falsch irgendwo bei "1,8" jedenfalls viel zu spät.


Abgesehn von alledem kann ich nur jedem raten : bringt Geduld mit bei MZ(!) die Zschopauer lässt sich nicht ganz so leicht in den Griff bekommen wie Simson, ne kleine Winterüberholung nach 30 Jahren mit Neulack ect. ist schnell gemacht-denkste...
was mich extrem gestört hat sie pisst wirklich überall raus, Bremszange oder Tankdichtung sind noch das kleinere Übel...
ohne Silikondichtmasse verteilt der Kupplungsdeckel mit jeder erhältlichen Dichtung das Getrieböl, der Krümmer ist auch so ein Spezialfall... ohne Aluring und exakte Ausrichtung + Anzugreihenfolge hat man ständig nassen Hauptständer , gleiches trifft auf den Vergaser zu den ich nun endlich nach 2 Wochen "Papierversuchen" mit einer selbstgeschnittenen Gummidichtung trocken habe.
Als ob das alles nicht reichen würde kennt auch das Kettenfett nur einen Weg...nach draussen :wallknocking: , völlig entnervt hab ich gestern dank eines Forentipp neue Kettenschläuche der 251er verbaut, die biegen sich zwar in alle Richtungen aufgrund der Länge , lassen sich aber über den Deckel schieben & klemmen wie Sau. Zumindest heute war vorerst alles trocken... :rolleyes: :blink:
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Re: Zündzeitpunkt MZ ?

#6 Beitrag von xHansx » 04 Mai 2020, 11:56

Warum fährst Du eine 105er Hauptdüse?
Laut Datenblatt gehört in den 24er BVF-Vergaser der 150er ETZ eine 120er Hauptdüse.
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comfortdriver
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Re: Zündzeitpunkt MZ ?

#7 Beitrag von comfortdriver » 04 Mai 2020, 12:39

oh jetz sehe ichs...sorry sorry hab ich oben falsch geschrieben is ne 125er (!) mit 22er BVF :-o
für mich is das im Kopf immer ne HUFU sorry :blink:
und bevor die Frage nach den Aufklbern kommt....ja genau deshalb...
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Re: Zündzeitpunkt MZ ?

#8 Beitrag von xHansx » 04 Mai 2020, 13:15

Vlt. zieht sie Nebenluft.
Betätige doch mal den Choke, wenn sie klingelt.

Ggf. ist es auch ein mechanisches Geräusch (Kolbenkippen, Kolbenringe...).
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comfortdriver
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Re: Zündzeitpunkt MZ ?

#9 Beitrag von comfortdriver » 04 Mai 2020, 17:23

mit dem Choke das habe ich auch schon gemacht sprich leicht angefettet, ändert aber nichts.
Vlt. zieht sie Nebenluft.
nein , das hab ich sogar mit Rauch nachkontrolliert (!), der Ansauggummi ist dicht und nicht porös, Luffilter neu und das Moosgummi vom Ansaugdeckel auch, hab oben rein geblasen und ne Platte am Vergaserflansch gemacht ist 100%tig


Mit der 105er läuft sie ja im Prinzip schon leicht fetter als Serie und als der Motor ausgenudelt war gings ja auch mit der 100er.
Kolben & Zylinder sind org. DDR nur eben ausgeschliffen
Es ist wirklich ein "Knistern" und dann dreht er auch kaum weiter. Fahre jetz nochmal 1000km drauf die nächsten Wochen und gucke ob es sich gibt evtl. nochmal Zündung versuchen, möchte halt ungern den Zylindern wieder aufmachen zumal sich dann ja die Stellung ändert. ansonsten bin ich mit dem Latein am Ende :unsure:
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