MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

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uphill
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2851 Beitrag von uphill »

flymo hat geschrieben: 04 Aug 2022, 12:46 Die 4K machen es jetzt in dem Maße nicht aus, denn bei dir liegt das Einbauspiel ja schon fast bei 1/10. Mit dem 2-Punkt-Into zu Messen ist auch richtig aber es soll wohl welche geben die bringen hier 3-Punkt-Innenmessschrauben zum Einsatz.
korrekt. Man sollte über zwei Punkte an verschiedenen Stellen messen. Und das Into mit entsprechenden Einstellring und nicht mit der Bügelmessschraube einstellen. Da summieren sich schnell die Fehler.
Zum Thema 3-Punkt: Oben sind diese Zylinder meistens recht rund. Nach unten gehen sie dann in der Regel auf der Einlass- bzw. Auslassseite leicht auf. Also wenn man unbedingt über 3 Punkte messen will, dann bitte nur oben. Rein zur Bestimmung des Einbauspiels ist das bei den Zylindern schon möglich, weil die Abweichung in der Rundheit hier nur minimal ist. Rückschlüsse auf die Maßhaltigkeit der gesamten Bohrung kann man darüber dennoch nicht ziehen.

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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2852 Beitrag von Fussel-Fuchs »

uphill hat geschrieben: 04 Aug 2022, 13:43
flymo hat geschrieben: 04 Aug 2022, 12:46 Die 4K machen es jetzt in dem Maße nicht aus, denn bei dir liegt das Einbauspiel ja schon fast bei 1/10. Mit dem 2-Punkt-Into zu Messen ist auch richtig aber es soll wohl welche geben die bringen hier 3-Punkt-Innenmessschrauben zum Einsatz.
korrekt. Man sollte über zwei Punkte an verschiedenen Stellen messen. Und das Into mit entsprechenden Einstellring und nicht mit der Bügelmessschraube einstellen. Da summieren sich schnell die Fehler.
Zum Thema 3-Punkt: Oben sind diese Zylinder meistens recht rund. Nach unten gehen sie dann in der Regel auf der Einlass- bzw. Auslassseite leicht auf. Also wenn man unbedingt über 3 Punkte messen will, dann bitte nur oben. Rein zur Bestimmung des Einbauspiels ist das bei den Zylindern schon möglich, weil die Abweichung in der Rundheit hier nur minimal ist. Rückschlüsse auf die Maßhaltigkeit der gesamten Bohrung kann man darüber dennoch nicht ziehen.
Ich soll also nicht am Mikrometer als Feinwerkmechaniker den Innenfeinmesshebel einstellen nach dem Kolbenmaß sondern am (leider nur) 41mm Einstellring mich auf Verdacht verlassen das mein nicht geeichtes, sondern nur mit dem Lehrstab eingestelltes Mikrometer dann wirklich keinen Messfehler erzeugt?
Selbst wenn mein Mikrometer 3/10mm daneben ist, hab ich ja nur mein Innenmikrometer dran genullt.
Oder hab ich da jetzt den logischen Denkfehler?

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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2853 Beitrag von flymo »

Grundsätzlich ist das richtig aber das Problem ist die Meßkraft der Meßschraube, die beträgt 7N, die Kraft bringt aber der Into nicht auf. Daraus ergibt sich ein Fehler von ca. 1/100. Das spielt aber bei deinem extrem untermaßigem Kolben keine Rolle. Ausserdem läßt sich das Into mit einem Einstellring einfacher einstellen. Du kannst deine Meßschraube auch mit einem Endmaß einstellen, wenn es um das Absolutmaß geht. Aber als Feinmechaniker ist dir das ja geläufig.

Hast nun nochmal gemessen?

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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2854 Beitrag von Fussel-Fuchs »

Des Rätsels Lösung:
41.973mm Kolbengröße.
Anscheinend beim abziehen etwas enger gezogen, vergessen und hier alle verrückt gemacht.
Nochmal mit dem Into ergaben 4,5/100mm laufspiel.

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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2855 Beitrag von minimax0_8 »

Man sagt, Übung macht den Meister.
Grundsätzlich ist das richtig aber das Problem ist die Meßkraft der Meßschraube, die beträgt 7N, die Kraft bringt aber der Into nicht auf. Daraus ergibt sich ein Fehler von ca. 1/100.

Wenn sich der Kolben saugend durch die Bügelmeßschraube bewegen läßt, sollte das passen.

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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2856 Beitrag von flymo »

Die Meßkraft wird über die Ratsche (7N) definiert und ist daher wiederholbar und es wird nur ein Klick gemacht wie bei einem Drehmomentschlüssel und nicht 100. Bei Verwendung des Normals wird die gleiche Kraft aufgebracht, nur so ist ein genaues messen möglich alles andere ist Sterndeuterei und führt wie hier zu kontroversen Diskussionen.

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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2857 Beitrag von minimax0_8 »

Und wie handhabst du das mit den von dir beschriebenen Meßfehler?

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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2858 Beitrag von flymo »

Justage durch entsprechende Einstellringe. Wenn man 4/100 Einbauspiel wählt, spielt das alles keine Rolle, weil das eh viel zu groß ist. Bei 3/100 sollte es dann aber genau sein, denn wenn man in Realität dann durch Messfehler bei 2/100 ist könnte es dann Probleme geben.

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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2859 Beitrag von 2stroke fanatic »

flymo hat geschrieben: 05 Aug 2022, 08:22 Die Meßkraft wird über die Ratsche (7N) definiert und ist daher wiederholbar und es wird nur ein Klick gemacht wie bei einem Drehmomentschlüssel und nicht 100. Bei Verwendung des Normals wird die gleiche Kraft aufgebracht, nur so ist ein genaues messen möglich alles andere ist Sterndeuterei und führt wie hier zu kontroversen Diskussionen.
Bei der Bügelmesschraube wird ein Klick gemacht? Das hör ich zum Ersten mal. Außerdem stellt die Messkraft doch nur sicher, dass die Messflächen richtig anliegen, dass daraus ein Messfehler von 1/100mm am Into resultiert kann ich nicht bestätigen.
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2860 Beitrag von flymo »

Wenn dein Into eine Messkraft von 7N hat ist doch alles okay, ich kenne Keinen. Into einstellen über ein BMS ist nur ein Notbehelf für orientierende Messungen. Vergleichende Messungen über Einstellringe decken den Fehler auf. Manche vermuten ja die Ringe sind nur teure Briefbeschwerer für die Meisterstube.

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