Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

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Duoje
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Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#1 Beitrag von Duoje » 30 Mai 2017, 20:48

Hallo,
bis zum letzten Herbst waren zwar immer wieder Reparaturen angesagt, z.B. Dämpfungszug erneuern, aber das Fahren ging so einigermaßen. Die letzte Herbstfahrt war somit ganz entspannt bis es plötzlich kurz klingelte. Auf der Straße lag nichts und der Motor lief normal. Ein Kilometer später war der Motor fest. Der Lüfter war abgefallen. Natürlich hatte ich mein Handy zuhause gelassen und durfte somit 7Km auf der Landstraße nach Hause schieben.
Nun begann der Ärger.
Ich schickte den Motor im Frühjahr zu einem in der Bucht werbenden Instandsetzer. Klärte mit ihm ab, auch den Vergaser zu erneuern und die 12 Volt Vape Versorgung einzubauen. Nach 2 Monaten hatte ich den Motor wieder. Irgendwann hatte ich Zeit und baute den Motor wieder ein. Das Verdrahten auf 12 Volt nahm zwar Zeit in Anspruch war aber kein Problem. Im nun aufkommenden Renovierungsrausch tauschte ich auch die Kette gegen eine stabilere. Da das Rad schon fast hinten am Schutzblech schliff kürzte ich Sie um ein Glied. Nun mußte ich natürlich die Stabilisationsstange lösen, diesen 10ner Baustahl in V Form, der vorn mittig am Rahmen angeschweißt ist und in Richtung Radachsen geht.
An den Schwingen ist er innen durch eine Schraube geführt, welche mit einem 24 iger Schlüssel bedient wird. Nun steht das Baustahlende auf der Kettenseite ca 15mm weiter raus als auf der Beifahrerseite. Ich hatte alles gelöst und versucht das gleichmäßig hinzubekommen. Schaffe ich aber nicht. Mittlerweile habe ich aufgrund des Lesens hier, eine Vorspur von 5mm eingestellt. Auch die Spurstange erneuert. Die Gabel, welche die Lenkung auf das Rad überträgt, gereinigt, gefettet und gangbar eingesetzt. Das Lager, welches an der Spurstange sitzt und die Enden des Dämpfungszuges aufnimmt von jedem Spiel befreit. Aber:
Wenn ich fahre und Gas wegnehme, macht es einen gewaltigen Satz nach rechts. Auch beim Lenken über 30KMH (laut Tacho) schwingt es sich auf und ist kaum auf der Straße zu halten. Den Dämpfungszug hatte ich locker bis stramm getestet, ohne Änderung.
Hat jemand eine Idee?
Wie stellt man die Flucht der Kette ein? Man sieht sie ja nicht. Ich habe das Antriebsrad jetzt nach dem Kotflügel mittig gestellt und das andere Rad nach diesem Rad.

Für Tipps wäre ich dankbar. Das der Motor nur mit schieben anspringt und Ölt und jetzt auch noch der dritte Gang imer rausspringt ist erstmal n icht so wichtig.
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Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#2 Beitrag von Elektromensch » 30 Mai 2017, 21:21

Hört sich nicht so toll an, was Du da zu Deinem Motor erzählst. Wenn die Gänge nicht 100 % eingestellt sind, läßt sich das akzeptieren. Aber was gar nicht geht, ist der Ölverlust - zumindest, wenn der Motor vorher das Öl gehalten hat! Wenn Du Glück hast, liegt es nur an der Dichtung der Ölablaßschraube. Hast Du Pech, ist das Gehäuse verhunzt und es saut zwischen der Mitteldichtung raus.
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Duoje
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Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#3 Beitrag von Duoje » 30 Mai 2017, 22:00

Hallo Elektromensch,
danke für Deine Antwort.
Der Motor nervt schon etwas. Ich hatte lange versucht den Original Vergaser einzustellen (Biegen des Schwimmers). Aber Anspringen war immer Glücksache. Dann hatte mich ein Händler beraten und einen Bing Vergaser zugeschickt. Der hatte was das Einstellen betraf eine andere Klasse. Aber wenn der Motor kalt war, musste ich immer anschieben. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und vor dem Vergaser ein T-Stück in den Benzinschlauch gesetzt. Nun konnte ich mithilfe eines kleinen Hahns Benzin in die Beruhigungskammer leiten. Wenn ich die richtige Füllmenge traf, sprang er an. Irgendwann baute ich wieder den original Vergaser ein. Den hatte ich mittlerweile schon mit Epple gedichtet. Aber das Anspringverhalten war genauso wie mit dem Bing.
Der Motorüberhohler sagte, der Motor läuft grundsätzlich nur mit dem DDR Vergaser. Also bat ich ihn um einen Neuen bereits eingestellten.
Damit hatte ich dann schon das Problem den Bowdenzug einzufädeln. Trotz Ausbau aus dem Gasdrehgriff war die Länge nicht gegeben und nur mit Trick einwürgbar. Aber das ist erst die nächste Baustelle. Erstmal das Fahrverhalten. In den letzten Monaten habe ich 500,-€ reingesteckt. Mal sehen wo das endet. Meine Frau macht schon neckische Andeutungen über Sinn und Unsinn über das "lebensgefährliche Stinkding".
Mut macht mir, dass ich vor 3 Jahren einen "Rennwagen" aus Schrott mit einem Herkules Motor zusammen mit meiner Tochter baute. Der Motor hatte ein wunderbares Startverhalten und ließ sich am Vergaser exakt einstellen. Der Motor war vom Schrott und älter als das Duo. Deshalb denke ich, das der Duo Motor doch auch laufen sollte.

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Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#4 Beitrag von Elektromensch » 30 Mai 2017, 22:04

Hört sich für mich so an, als ob der Startvergaser nicht funktioniert. Geht denn der Motor sofort aus, wenn Du den Schock ziehst (Motor warmgefahren)?

Aus welcher Ecke bist Du? Vielleicht kann Dir jemand aus Deiner Nähe persönlich helfen.
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Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#5 Beitrag von Duobus68 » 31 Mai 2017, 10:10

Hallo Duoje,
Bing hab Ich auch drauf, läuft gut und besser als der alte.
Flattern der Lenkung kann an gerissenen Schwingenträger, unten an den Aufnahmen liegen, weshalb die beim Duo verstärkt wurden.
Aufschaukeln könnte durch neue Buchsen verringert werden, da empfiehlt sich gleich die besseren Polyamid-Buchsen zu nehmen.
Auch würde Ich schauen ob die richtigen Dämpfer mit der 5mm Feder (3,5mm Schwalbe) drin sind.
Und 500,-€ ist schon mal ein guter Anfang ;-)

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Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#6 Beitrag von Duoje » 31 Mai 2017, 11:00

Hallo Elektromensch,
habe ich noch nicht getestet. Danke für den Tipp.
Ich wohne nahe Bad Segeberg. Ca 40Km nördlich von Hamburg, ca 35 Km westlich von Lübeck.

Hallo Duobus68,
Schwingenträger? Meinst Du den Rahmen wo die Hinteradschwingen hängen. Also das Duo ist noch Original von 1982.
Das Duo lief garnicht schlecht, bis ich den Motor rein/raus baute und die Hinterräder neu einstellen musste. Kann das mit der Kettenflucht zusammenhängen. Wie stellt man die ein?
Wo sitzen die Polyamid-Buchsen? Die Lenkung ist mechanisch spielfrei. Wobei ich den Bolzen, der durch den vorderen Kotflügel geht und die Gabel hält sehr schwer durch gefädelt bekam. Da sind 2 Buchsen die jeweils in einer Gummihülse stecken drinnen, die nicht gut aussahen.
Der Bing Vergaser passte zwar auf den Ansaugstutzen aber nicht auf das Beruhigungsgefäß. Das hatte ich mit einem Schlauch realisiert.
Momentan suche ich Ersatzteile zusammen die ich demnächst bestellen werde. Es läuft Benzin aus dem Auspuffanschluß/Zylinder. Die Ablaßschraube ist undicht. Den Dämpferbowdenzug, sicherheitshalber. Aber ich warte noch etwas mit dem Bestellen. Vorerst werde ich mir heute Abend mal den Rahmen genau ansehen.

Danke und schönen Tag
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Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#7 Beitrag von Duobus68 » 31 Mai 2017, 12:24

Duoje, Bilder sagen mehr als 1000 Worte ;-)
Das ist der Schwingenträger (vorn) rechts verstärkt. Wenn die Aufnahme Risse hat, dort wo der Bolzen durch gesteckt wird, muß der Träger einneuert werden.
Du hast 6 Gummibuchsen. je 2 pro Schwinge.
BildBild

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Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#8 Beitrag von Duobus68 » 31 Mai 2017, 17:10

So sollte es nicht aussehen Bild

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Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#9 Beitrag von Elektromensch » 31 Mai 2017, 18:16

Oh, na da laß das mal ordentlich schweißen!
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Re: RE: Re: Das Duo ist kaum auf der Straße zu halten

#10 Beitrag von Duobus68 » 31 Mai 2017, 18:49

Elektromensch hat geschrieben:Oh, na da laß das mal ordentlich schweißen!
Meiner ist der oben (vorhet/nachher) unten ist Beispielbild ;-)

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