MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

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2stroke fanatic
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2861 Beitrag von 2stroke fanatic »

Genau so hab ich das aber schon überprüft. Bin Werkzeugmacher in einem Sondermaschinenbau und dort haben wir eine QS Abteilung, 20°C temperiert und mit den üblichen Messmitteln, dort hab ich mit einem Lehrring gegen gemessen. Zwischen der digitalen Mitutoyo BMS und dem Lehrring gab es auf dem Into (Messuhr mit 1/100 Teilung) keinen Unterschied.
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minimax0_8
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2862 Beitrag von minimax0_8 »

Hier wird mal wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die meisten Hobby Schrauber werden keine Einstellringe besitzen. Die Ratsche dient dazu das Aufbiegen des Bügels zu verhindern. Die Sache mit dem "leicht saugend" hat sich seit 100 Jahren bewährt. Alternativ kann man das Kolbenspiel auch aus zwei Meßergebnissen berechnen und das Zylindergrundmaß an der Meßschraube einstellen.

flymo
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2863 Beitrag von flymo »

Also wenn ein Hobbyschrauber sich ein Into für paar hundert Euro in den Messmittelschrank legt ist es verständlich, dass unter Umständen das Budget für ein Einstellgerät bereits aufgebraucht ist, denn das kostet weitaus mehr als der Into selber und die Endmaße benötigt man auch noch aber für einen lappigen Einstellring sollten die finanziellen Mittel noch reichen, sonst macht die gesamte Investition keinen Sinn.

Wie ermittelt man denn den Sollwert für einen Kolben, wenn er mir physisch als Vergleichswert noch gar nicht zur Verfügung steht? Hier führt kein Weg an einem belastbaren Messergebnis vorbei.

Die o.g. Aussage zur Gefühlsschraube ist falsch, der bestimmungsgemäße Gebrauch der Rutschkupplung dient der Vermeidung von Messwertverfälschungen. Die Prüfkräfte sollen gleichbleibend und reproduzierbar gehalten werden, eine Messkraft von 5-10N hat nichts mit „leicht saugend“ zu tun, das gab es auch vor 100 Jahren nicht. Eine Überlastung der Messschraube (Aufbiegen) kann durch den Schnelltrieb dennoch erfolgen, ein hundertprozentiger Schutz ist hier nicht gegeben, weil es auch nur ein Nebeneffekt der Gefühlsschraube ist aber nicht deren Hauptfunktion. Wer analog noch genauer messen möchte (Kolbenkurve u. etc.) muss zu einem Passameter greifen, hier wird die Messkraft über eine Druckfeder generiert.

Bei einer regelmäßigen Messmittelüberprüfung ist die Messkraft mittels einer Messkraft-Prüfeinrichtung zu kontrollieren, erst danach erfolgt die Kallibrierung. Wer schon einmal in der Messmittelkontrolle tätig war, dem ist das geläufig.
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DMT Racing
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2864 Beitrag von DMT Racing »

Hier soll doch nur auf Hundertstel gemessen werden. Das bekommt man mit ner Bügelmesschraube und nen Innenmessgerät ausreichend gut hin, auch ohne großes Tam Tam.

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minimax0_8
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2865 Beitrag von minimax0_8 »

Hallo flymo,
was die Theorie betrifft hast du vollkommen recht.
Wie ermittelt man denn den Sollwert für einen Kolben, wenn er mir physisch als Vergleichswert noch gar nicht zur Verfügung steht?

In einer Motorradwerkstatt wie folgt: Als erstes wird die Meßschraube mit dem beiliegenden Endstück justiert. Dann wird das Zylindergrundmaß auf der Meßschraube eingestellt und die Meßuhr am Into entsprechend genullt. Bei einem frisch gehonten Zylinder wird dann das gewünschte Kolbenspiel vom kleinsten Meßwert abgezogen.
Wer analog noch genauer messen möchte (Kolbenkurve u. etc.) muss zu einem Passameter greifen, hier wird die Messkraft über eine Druckfeder generiert.

Für ein normales Meßprotokoll im Werkstattalltag reicht eine Meßschraube völlig aus.

flymo
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2866 Beitrag von flymo »

Du gehst von falschen Voraussetzungen aus, nur weil eine Messschraube einen Skalenteilungswert von 1/100mm hat, dass dieser Wert dann tatsächlich dem Einstellwert entspricht (Thema objektiver/ tatsächlicher Messwert). Hier spricht man von sogenannten Abweichungspannen. Wenn dann noch mit unterschiedlichen Messkräften gearbeitet wird erhöht sich der Messfehler noch weiter. Bei dem o.g. Ablauf spricht man von einem systematischen Messfehler, der nicht korrigierbar ist, weil beide Messgeräte mit unterschiedlichen Messkräften arbeiten und zu dem noch den gleichen Skalenteilungswert besitzen.

Eine Justage eines Messmittels kann nur mit einem System erfolgen welches genauer ist als das man justieren möchte. Also eine Messschraube mit einer Ablesegenauigkeit von 1/100 kann man mittels eins Endmaßes (1/1000) oder Messdornes (liegt der Messchraube bei) justieren, umgekehrt funktioniert das ganze natürlich nicht oder justiert man etwa eine Messschraube mit einer Innenmessschraube? Ebenso verhält es sich mit einem Innenmessgerät (1/100), welches sich mittels Einstellring (1/1000) genau justieren lässt, alles andere führt unweigerlich zu vermeidbaren Messfehlern, die sich noch mit Messunsicherheiten paaren.

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Hubraumsuchti
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2867 Beitrag von Hubraumsuchti »

Zurück zum Thema!
Möge ein Mod hier mal aufräumen

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lasernst
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2868 Beitrag von lasernst »

Also alles jenseits von Bügelmessschraube und Innenmesschraube halt ich für nicht angemessen für den Hobbybereich. Vielleicht sind ja auch Prüflehren eine Idee, das messen ist jedes mal zum KoXXen.

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minimax0_8
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2869 Beitrag von minimax0_8 »

Möge ein Mod hier mal aufräumen
Nach 287 Seiten muß auch mal ein bisschen OT sein. Bei der sogenannten Wissensdatenbank wäre aufräumen aber angebracht.

Meistens wird das Kolbenspiel bei der Motorüberholung gemessen um den Verschleiß beurteilen zu können. Dafür wird dann aber nicht das kleinste Zylindermaß herangezogen sondern das größte gemessene Zylindermaß. Bei einem Verschleißmaß von 0,1mm interessiert niemanden die 3. Stelle nach dem Komma. Alles andere ist dann für gewöhnlich ein Fall für den Zylinderschleifeier.

Wenn es darum geht den möglichst größten Kolben mit dem möglichst kleinsten Kolbenspiel einzubauen, machen zusätzliche Messmittel bestimmt Sinn. Bei Tuningzylindern mit verhältnismäßig höherer Temperaturbelastung als üblich wird ein Kolbenspiel von 0,04mm bis 0,05mm angestrebt.

flymo
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Re: MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest

#2870 Beitrag von flymo »

Es ging doch auch um ein neues Zylinderset, und da wurde schon objektiv 1/10 Laufspiel gemessen was sich im Nachhinein als grober Messfehler entpuppte.

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