Garage kaufen - Erfahrungen?

Bla... Bla... halt

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Elektromensch
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Garage kaufen - Erfahrungen?

#1 Beitrag von Elektromensch » 04 Nov 2017, 23:11

Schaue mir morgen eine Garage in einem kleinen Garagenhof an, da ich einen Unterschlupf für meine Pappe brauche.

Hat einer von Euch schonmal eine Garage gekauft (typische DDR-Garage) bzw. kann von Erfahrungen berichten? Da gibt es ja einiges zu beachten, z.B. Grundstückspacht. Der Kündigungsschutz ist generell für solche Bauten schon 1999 ausgelaufen, der Grundstückseigentümer könnte also jederzeit den Pachtvertrag kündigen und mich zu 50 % an den Abrißkosten beteiligen, wenn der Abriß innerhalb eines Jahres erfolgt. Dann steht man also dumm da, hat jede Menge Geld für eine Garage hingblättert und darf dann auch noch den Abriß und ggf. teure Entsorgung für Asbest (Eternit) bezahlen. Auch wenn ich es für sehr unwahrscheinlich halte, daß der Garagenhof in absehbarer Zeit abgerissen wird...
Wie ich gelesen habe, sollte ein dreiseitiger Vertrag abgeschlossen werden (Verkäufer, Grundstückseigentümer und Käufer), sonst geht die Garage automatisch in das Eigentum des Grundstückseigentümers über, wenn er dem Verkauf nicht zustimmt.

Ein paar wichtige Fragen/Stichpunkte an den Verkäufer habe ich mir notiert, würdet Ihr was ergänzen?
- Grund des Verkaufs
- Eigentumsverhältnisse/Pachtvertrag (Garagenverein?)
- Warum wurde anliegender Strom abgeklemmt?
- Pacht, Nebenkosten?
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lasernst
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#2 Beitrag von lasernst » 05 Nov 2017, 08:35

Wichtig: Wer steht im Grundbuch, zur Zeit werden die garagenhöfe von Städten an Privsre verkauft, wenn diese alles kaufen.
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#3 Beitrag von guidolenz123 » 05 Nov 2017, 09:32

Elektromensch hat geschrieben:Schaue mir morgen eine Garage in einem kleinen Garagenhof an, da ich einen Unterschlupf für meine Pappe brauche.

Hat einer von Euch schonmal eine Garage gekauft (typische DDR-Garage) bzw. kann von Erfahrungen berichten? Da gibt es ja einiges zu beachten, z.B. Grundstückspacht. Der Kündigungsschutz ist generell für solche Bauten schon 1999 ausgelaufen, der Grundstückseigentümer könnte also jederzeit den Pachtvertrag kündigen und mich zu 50 % an den Abrißkosten beteiligen, wenn der Abriß innerhalb eines Jahres erfolgt. Dann steht man also dumm da, hat jede Menge Geld für eine Garage hingblättert und darf dann auch noch den Abriß und ggf. teure Entsorgung für Asbest (Eternit) bezahlen. Auch wenn ich es für sehr unwahrscheinlich halte, daß der Garagenhof in absehbarer Zeit abgerissen wird...
Wie ich gelesen habe, sollte ein dreiseitiger Vertrag abgeschlossen werden (Verkäufer, Grundstückseigentümer und Käufer), sonst geht die Garage automatisch in das Eigentum des Grundstückseigentümers über, wenn er dem Verkauf nicht zustimmt.

Ein paar wichtige Fragen/Stichpunkte an den Verkäufer habe ich mir notiert, würdet Ihr was ergänzen?
- Grund des Verkaufs
- Eigentumsverhältnisse/Pachtvertrag (Garagenverein?)
- Warum wurde anliegender Strom abgeklemmt?
- Pacht, Nebenkosten?
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Ich habe 2 Garagen auf städtischem Grund gekauft schon vor Jahren.
Rechtl. sicher ist heutzutage das Ganze nicht wirkl..
Das Risiko von Kündigung und Co aber bei kommunalem Grund bei Garagen-Komplexen ,die noch intensiv genutzt werden , recht gering...würde politisch bei den nächsten Kommunal-Wahlen schlecht aussehen für Bürgermeister und "Helferlein"..

Grund des Verkaufs ist meist , dass die Nutzer sie zB aus Altersgründen nicht mehr brauchen..(war 2x bei mir so).

Man muss zwingend mit dem Grundeigentümer einen Pachtvertrag abschließen. Da hilft es ,wenn man vorher mit dem Garagenbesitzer einen Kaufvertrag über die Garage aufgesetzt hat, der erst wirksam wird (aufschiebende Bedingung) , wenn die zB Gemeinde dem Pachtwechsel zustimmt.
Damit kann die Garage nicht an den Grundstückseigentümer (Kommune etc) fallen, weil der Vetrag mit dem Gargenbesitzer erst wirksam wird, wenn der Verpächter des Grundes der Pachtvertragsänderung auf Dich zustimmt.
Strom wird meist abgeklemmt, weil sich keiner mehr um die Orga der Bezahlung kümmert, oder viele nicht bezahlen. Da kommt der Stromanbieter und dreht iwann den Saft ab...kann immer mal geschehen...

Nebenkosten neben Pacht sind minimal Grundsteuer (vlt ja nach dem 10-20 Euro im Jahr) und Strom...mehr meist nicht...

Wichtig:
Ist das Dach dicht , die Mauern nicht feucht und wird genau bei diesem Komplex gern aufgebrochen oder eher nicht...rumfragen, oder die anderen Garagen auf Einbruch-Spuren überprüfen.
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#4 Beitrag von SternExp » 05 Nov 2017, 09:35

Da sind schon viele mit auf die Nase gefallen. Ich würde mir keine Garage auf fremden Grund kaufen.
Irgendwann kommt der richtige Investor und dann geht's meißt recht schnell.

In meiner Heimatstadt (8000 Einwohner, über ein paar Ecken kennt man so ziemlich jeden) hat auch nie jemand dran geglaubt und plötzlich mussten alle raus.
Bei Kleinanzeigen ließt man auch immer mal wieder von Werkstatträumungen wegen Besitzerwechsel.
Hat man da nicht relativ flink Aussicht auf Ersatz siehts düster aus.
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#5 Beitrag von Elektromensch » 05 Nov 2017, 12:07

Sieht soweit ganz gut aus. Was mich gewundert hat, ist eine angebliche Vorschrift, daß angeblich xxx m zu einer Bahnstrecke nichts (neu?) bebaut werden darf. Also hätte der Grundstückseigentümer nix davon, wenn er die Garagen abreißen ließe.
Zu dieser Vorschrift konnte ich bislang aber nix finden.

Parkplatzsituation ist hier extrem angespannt, teilweise findet man erst mehrere 100 m weiter eine Lücke. Stellplatz kostet meist 35,-, Garage mindestens 45,- (teilweise werden gar 75,- verlangt) im Monat.
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#6 Beitrag von guidolenz123 » 05 Nov 2017, 13:12

Elektromensch hat geschrieben:Sieht soweit ganz gut aus. Was mich gewundert hat, ist eine angebliche Vorschrift, daß angeblich xxx m zu einer Bahnstrecke nichts (neu?) bebaut werden darf. Also hätte der Grundstückseigentümer nix davon, wenn er die Garagen abreißen ließe.
Zu dieser Vorschrift konnte ich bislang aber nix finden.

Parkplatzsituation ist hier extrem angespannt, teilweise findet man erst mehrere 100 m weiter eine Lücke. Stellplatz kostet meist 35,-, Garage mindestens 45,- (teilweise werden gar 75,- verlangt) im Monat.

Müssten dann wohl eher lokale Vorschriften sein..
Guckst Du hier:

Mal die Größe heraufsetzen...dann kann man es lesen... ;-)


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Allgemeines Eisenbahngesetz gibt wohl nix her für Mindestabstand...
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#7 Beitrag von Sperbär 50 » 05 Nov 2017, 20:00

Ich hatte mir auch eine DDR- Garage auf Eigentumsland mit Stromanschluß gekauft. Vorher hatte ich mich beim städtischen Bauamt und Kreisbauamt erkundigt, ob dort in absehbarer Zeit etwas geplant ist. War nicht der Fall. Gekauft, Grundbucheintrag, Strom umgemeldet. Bei einen Garagenkomplex in der Nähe wurden Garagen auf Pacht und Eigentum sehr günstig angeboten. Kein Wunder: die sollen alle abgerissen werden.... Gr.
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#8 Beitrag von Elektromensch » 05 Nov 2017, 20:46

Moment. Müssen Eigentumsverhältnisse von Garagen im Grundbuch eingetragen werden? Die Garagen und das dazugehörige Grundstück sind ja zwei Paar Schuhe. Oder hast Du gleichzeitig das Grundstück gekauft, auf dem sich Deine Garage befindet?

Der Grundstückseigentümer in meinem Fall vermietet Garagen auf besagtem Hof. Man könnte schlimmstenfalls annehmen, daß er den Garageneigentümern kündigt, den Komplex für halbe Kosten abreißt und sich eine Bude hinsetzt. Kündigt er lediglich den Pachtvertrag und vermietet trotzdem selbst weiter, stünde mir zumindest eine Entschädigung zu. Dazu müßte er aber dem Kauf erstmal zustimmen (anders wird unser Vertrag auch nicht zustandekommen).
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#9 Beitrag von Sperbär 50 » 05 Nov 2017, 22:10

Ich habe die Garage mit dem Grundstück gekauft. Falls die Baubehörden etwas "vorhaben" mit den Grundstücken die auch in Privater Hand sind, dann können die einen bei öffendlichen Interesse auch "Zwangsenteignen". Wie bei den Kommunisten....Gr.
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Re: Garage kaufen - Erfahrungen?

#10 Beitrag von Elektromensch » 05 Nov 2017, 22:24

In einer "Kommune" arbeiten auch nur "Kommunisten". ;)
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