Eigengusszylinder bauen

Nur die Technik machts ... (Schweißen, Fräsen, etc.). Technische Probleme gehören in den Bereich Tuning oder Allgemein.

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RenaeRacer
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Eigengusszylinder bauen

#1 Beitrag von RenaeRacer » 28 Dez 2018, 23:34

Hallo zusammen!

Kurz vor Jahresende möchte ich euch noch mein Projekt für das Jahr 2019 vorstellen!
Ich knüpfe damit an dieses Thema an:
viewtopic.php?f=7&p=1081406#p1081406
Bilder vom Rohzustand inkl. Wärmebehandlung findet man in #302!

Es geht darum, ein Gemeinschaftsprojekt von SKT Engineering "Stud54" (Entwicklung, 3D-Druck, Support),
"DeLuXeOsSi" (Zylinderguss, Laserteile) und mir fertigzustellen.
Mein Anteil ist es, alle Zerspanungsarbeiten an dem Rohzylinder und die Prüfstandsarbeit zu übernehmen.

Der Zylinder hat "ab Werk" einen massiven Gusskern, einen Membrankasten (4K Metra/Malossi),
4 Überströmkanäle, einen Einlass- und einen Auslasskanal mit Nebenauslässen.
Vorgesehen sind 48mm Hub, 95er Pleuel mit 10mm Distanz, geschraubter Auslassflansch
und am Zylinderfuß separat verschraubter Zylinder in 95x55mm auf der Distanzplatte.
Der Kopf wird wie in Serie 50x50mm, allerdings M8 verschraubt.

Bei homogenem Gefüge (keine Lunker) wäre auch ein Zylinder mit Beschichtung denkbar.
Mindestens der erste jedoch wird mit 55er GG-Laufbuchse und 49er Bohrung gebaut.
Im ersten Anlauf soll das Ding erstmal irgendwie funktionieren, mit so wenig Fräsarbeit wie nur irgendwie möglich.
Die Flächen und Steuerzeiten (~A165/Ü120/E150) sind recht zahm, sodass man theoretisch jedes Konzept- und auch andere Hübe bedienen kann.

Ich benutze als Testobjekt für die Reihenfolge der Bearbeitungsschritte einen Fehlguss, der später als Muster zum Abtragen von Maßen bei dem ersten "echten" Zylinder dienen kann.
Zuerst mussten die überstehenden Enden des Kühlkörpers entfernt werden, da ich eine Graugussbuchse einsetzen möchte.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Eigengusszylinder bauen

#2 Beitrag von keokeo » 28 Dez 2018, 23:54

Es wird wieder interessant! :-)
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Re: Eigengusszylinder bauen

#3 Beitrag von RenaeRacer » 29 Dez 2018, 00:20

Als erstes habe ich dann den Zylinder auf meiner Fräse ausgerichtet um die Bohrung mittels Ausspindeln zu definieren und den Zylinder auf einem Dorn spannen zu können. Die M8- Kopfzugankergewinde konnte ich so auch direkt bohren.
Dann rüber zu Martin auf die Drehbank.
Leider konnte ich den Zylinderfuß nicht bis ganz außen planen, da der Auslasskanal (wie auch bei Serie) im Weg ist.
Also danach nochmal schnell auf die CNC- Fräse und den Rest wegfräsen.
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Re: Eigengusszylinder bauen

#4 Beitrag von uwe81 » 29 Dez 2018, 09:15

Wirklich Klasse was ihr da wieder auf die Beine stellt.
Der Kopf wird oben ins Alu geschraubt und der Zylinder separat durch Bohrungen von oben?
Was für ein Bolzenabstand ist für unten geplant?

Viele Grüsse und weiter so 😀
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Re: Eigengusszylinder bauen

#5 Beitrag von dhperformancegarage » 29 Dez 2018, 10:09

Sehr interessant, aber warum dieser Aufriss mit Kopf an Zylinder Schrauben und Zylinder mit anderem Stehbolzenabstand an den Motor?
Muss ja dann wieder einiges am Motor umgearbeitet und geschweißt werden, was wieder Aufwand und Fehlerquellen mit sich bringt.
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Re: Eigengusszylinder bauen

#6 Beitrag von M.R.K. Mopedgarage » 29 Dez 2018, 10:17

Möchtest du den Fehlguss zum Laufen bringen oder wird es nur ein Testobjekt für die Bearbeitungsschritte?
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Re: Eigengusszylinder bauen

#7 Beitrag von RenaeRacer » 29 Dez 2018, 10:37


dhperformancegarage hat geschrieben:Sehr interessant, aber warum dieser Aufriss mit Kopf an Zylinder Schrauben und Zylinder mit anderem Stehbolzenabstand an den Motor?
Muss ja dann wieder einiges am Motor umgearbeitet und geschweißt werden, was wieder Aufwand und Fehlerquellen mit sich bringt.
Die Stehbolzen müssen versetzt ausgeführt sein, da sie im Serienabstand volle Bude in den B-Strömern, bzw. in den Nebenauslässen stehen würden. Aus Langeweile mache ich das ja nicht.
Außerdem habe ich 2 Motoren mit passender Gehäusebearbeitung, die auch ohne versetzte Stehbolzen nötig wäre (Fußdichtfläche B-Strömer).
Lediglich die Gehäusebohrung muss noch von 54.2 auf 55.2 erweitert werden. Aber der Motor muss ohnehin geöffnet werden, um die 48er Welle einzubauen.

Uwe und Matthias, bitte den ersten Beitrag lesen!
Es steht alles drin.Bild
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Re: Eigengusszylinder bauen

#8 Beitrag von RenaeRacer » 29 Dez 2018, 12:32

Die Löcher für die Zylinderbefestigung haben wir auch gleich noch auf der CNC-Fräse gebohrt.

Wieder zu Hause angekommen, habe ich mich um die abgewinkelten Flächen gekümmert. Dazu wurde der Zylinder auf einen Rundtisch gespannt. Den Winkel der Planfläche für den Auslassflansch habe ich von einem Originalzylinder übernommen. Damit sollten später auch gängige Auspuffanlagen passen. 2 x M6 Gewindebohrungen sind auch schon eingebracht.
Andere Seite und aktueller Stand:
Die Membran passt leider nicht ohne weiteres. Am Kasten muss ich den Winkel bestimmen und das Innenleben ggf. etwas anpassen. Die Maße kann ich von einem vorhandenen Kasten abtragen. Im schlimmsten Fall muss ich- wie üblich- einen separaten Kasten verbauen.
Aber das begutachte ich in Ruhe bei der nächsten Sitzung.BildBildBildBildBildBildBild
Zuletzt geändert von RenaeRacer am 29 Dez 2018, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eigengusszylinder bauen

#9 Beitrag von DMT Racing » 29 Dez 2018, 12:40

6 Klappen Malossi verwenden, die könnten eher passen. Oder Kasten aufschweißen.
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Re: Eigengusszylinder bauen

#10 Beitrag von RenaeRacer » 29 Dez 2018, 12:50

Da muss noch reichlich runter, das kann schon noch reichen. Also noch keine Panik!

Gerade kam noch die Laufbuchse per Post!BildBildBildBild
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