Beiträge von M_i_c_h_a

    Die Dämpfer von Schwarz hatte ich heute per Post bekommen und gleich eingebaut. Fährt sich viel sanfter. Der alte DDR-Plattenweg fühlte sich gleich ganz anderes an, zuvor war es wie Rodeo und nun ist nur ein sanftes Hoppeln.

    Ich bin aber noch am überlegen, ob ich doch noch ein bisschen weichere LT MX Federn wähle, ich habe den Eindruck, zu weich sind die jetzigen auch noch nicht. Wäre schade, wenn ich da nicht alles raushole, was geht.

    Was denkt ihr, erstmal ein paar Hundert Kilometer rumfahren und wenn der Winter vorbei ist, sind die von Schwarz auch noch ein Stück weicher?

    Und könnte ich die Feder von LT einfach schwarz lackieren oder hält auf Federn kein Lack? Pulverbeschichten wird wohl mit dem grauen Lack drauf nicht gehen oder?

    Du kannst aber auch die weicheren MX Federn von LT verwenden, könnte nur mit Soziusbetrieb zu weich sein

    Hab' mit Schwarz gesprochen und er meinte, die progressiven Federn wären härter als die Standard Federn. Ich hab' mich jetzt erstmal für die Standard entschieden und falls die noch zu hart sein sollten, dann ist Dein Tipp ja noch eine schöne Lösung. Vielen Dank dafür.

    Hier mal gleich der Link, falls später jemand den Thread liest:

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    Schön, dann ist die Richtung der Feder wohl nur von geringer Bedeutung.

    Mein Eindruck beim Telefonat mit Schwarz war, dass er nur eine progressive Feder im Angebot hat. Da wäre dann auch die Frage, wo die am Ende rauskommt, ob sie am oberen Ende einer harten oder weicheren Feder entspricht. Einem schwerem Fahrer würde eine recht weiche progressive Feder nicht viel nützen, wenn er damit hauptsächlich am oberen Ende der Kurve unterwegs ist.

    Für mich könnte eine progressive Feder noch aus einem anderen Grund interessant sein. Mit E-Antrieb fahre ich gern mit recht harten Reifen damit die Reichweite gut ist. Wäre schön, wenn die progressive Feder auf normaler Straße die kleinen Unebenheiten besser wegbügelt, die normalerweise ein weicher Reifen aufgenommen hätte. Das beste wird wohl Ausprobieren sein.

    Ich bekomme diese Aussage mit mit meiner Vorstellung von der Feder nicht zusammen. Das Material und die Drahtstärke ist über die gesamte Länge gleich. Wir haben bei einer bestimmten Kraft je Windung die gleiche Nachgiebigkeit, z.B. 1mm. D.h. das bei dem dichter gewickelten Bereich mehr Bewegung drin ist, was auch logischer ist, denn dieser Teil gilt als weicher.

    Wenn wir sagen, der weiche, dicht gewickelte Bereich wird stärker komprimiert, dann würde er oben angebracht dafür sorgen, dass der steife Teil sich stärker bewegt als wenn der weiche Teil unten wäre. Wer will kann sich das auch mit einer ganz weichen Feder mit viel Bewegung und einer extrem harten Feder fast ohne Bewegung vorstellen.

    Und jetzt zurück zum Federbein. Wenn der weiche Teil der Feder unten ist, dann könnte der obere harte Teil nahezu unbewegt ruhen, während zunächst hauptsächlich der untere weiche Teil nachgibt. Also dynamisch betrachtet wird so weniger Masse bewegt.

    Ich wollte mal schauen, wie die Windungen so aussehen, ob sie allgemein recht dicht gewickelt sind und die feinere Wicklung am oberen Ende nicht auffällt ... . Es gibt bisher anscheinend keine Fotos der progressiven Federbeine von Schwarz.

    Ausprobieren ist etwas aufwendig, weil ich gern schwarze Federn verbauen will und diese Sonderanfertigung sind. Ich müsste halt erst mal Chromfedern ausprobieren, dann alles wieder zurücksenden ... .

    Hi,

    ich habe einfache schwarzen Enduro-Federn und fahre damit immer in der "Solo" Einstellung. Trotzdem sind sie mir zu hart, sie reagieren zu schwach, selbst mit Sozius. Gut, ich wiege nur 70kg und meine Sozia noch weniger.

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    Vom Motorrad (SLR650) früher bin ich gewöhnt, dass Stöße nicht so durchgegeben werden, könnte aber auch an der größeren Masse des Motorrad gelegen haben. Ich suche nun was komfortables, wobei ich aber gern im Simson-Original-Design bleiben möchte. Ich fahre viel, meist Straße, gern aber auch mal Feldwege.

    Wie sind Eure Erfahrungen mit den Enduro Federbeinen von Schwarz progressiv vs. standard? Was sind die Vor- und Nachteile? Hat einer Fotos von den Dämpfern mit progressiver Feder?

    Grüße,
    Micha

    Na von der Scheibe wird schon keiner zurückrüsten wollen, es ist doch eher nur für die mit Trommel interessant, die mit der Bremsleistung unzufrieden sind. Und wenn messen, dann richtig und nicht nur mit Schrittezählen. Ich glaub' ja nicht, dass mich die Langeweile packt und ich mit dem Messband losziehe. Aber man weiß ja nie ... . :)

    Deine Punkte mögen schon richtig sein, doch praktisch kann ich Dir sagen, es ist ein himmelhoher Unterschied von vorher und nachher.

    Und ich hatte vor zwei Wochen das Bremsschild erneuert, weil ich mal schauen wollte, ob ein neues Bremsschild vielleicht auch ohne Modifikation gut bremst, vielleicht war mein altes ja auch auf unbekannte Weise verschlissen. Weit gefehlt, das katastrophale Bremsverhalten war zurück, statt eines satten Stopps ein lebensmüdes Verlangsamen. Wieder den modifizierten Nocken eingebaut und alles war gut.
    Wer's genau wissen will kauft sich einfach für ein paar Euro 'nen zweiten Nocken, feilt ihn nach der Anleitung und probiert es auf einer Strecke ohne Verkehr bei Trockenheit aus.

    In bergiger Gegend sollte man dann wohl auch mehr die Hinterradbremse nehmen, um die Geschwindigkeit zu halten und sich die Vorderradbremse für intensive, kurze Bremsungen aufheben.

    Bei der E-Simme habe ich mit der Rekuperation eine ganz gute Motorbremse, was ich auch recht viel nutze, und die Vorderbremse nehme ich nur wenn diese nicht reicht.

    Ich hatte ein Video gedreht und hatte zwar noch überlegt, es noch mal zu drehen, aber ich hab's mal hochgeladen. Ich find's für eine Vollbremsung ideal, ein leichtes Blockieren und ein leichter Stoppi. Musste mich schon etwas anstrengen auf dem Bock zu bleiben.

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    Wie soll man das beschreiben? Bin vor der Simson Motorräder mit Scheibenbremse gefahren und als ich auf Simson umgestiegen bin dachte ich nur, dass solche schlechten Bremsen verboten sein sollten. Jetzt, nach dem Nockentuning, fühlt sich das Bremsen wieder so an, wie es sich gehört und ich bremse meist nur mit zwei Fingern. Die Verzögerung scheint mit sinkender Geschwindigkeit stärker zu werden und führt am Ende zu einem angenehm abrupten Stopp mit eintauchender Gabel. Es fühlt sich nach einem "auf den Punkt bremsen" an und nicht nach einem Schleifen der Bremse bis das Moped irgendwann mal zu stehen kommt. Beim Bremsen mit hoher Geschwindigkeit und trockener Fahrbahn hört man ein schmatzendes Geräusch und ich vermute, es sind die Klötzchen des Profils die gequetscht werden und sich wieder entspannen. Wenn man Schrittgeschwindigkeit fährt und die Bremse abrupt zieht, dann bleibt das Vorderrad sofort stehen und die Gabel taucht fast gegen den Anschlag. Das war vorher nicht zu machen.

    Ich würde sagen, da wird kein großer Unterschied zur Scheibenbremse sein. Ich habe in meiner Jugend mal gehört, dass ein Vorteil der Scheibenbremse sei, dass sie weniger zum Blockieren neigen, wahrscheinlich weil es keinen selbstverstärkenden Effekt gibt wie bei auflaufenden Bremsbacken. Vom Blockieren war ich vor dem Abfeilen aber sehr weit entfernt. Jetzt muss ich bei feuchter Fahrbahn schon aufpassen, also Druckpunkt suchen und mit Gefühl bremsen.

    Hier sieht man das "Bremsen auf den Punkt" ganz gut, dass Fahrzeug stoppt, die Gabel tauch stark ein und im Moment nach dem Stopp drückt es die Maschine zurück. Vor dem Abfeilen war das nur ein Immer-langsamer-werden, ohne das kleine Vortauchen und Zurückspringen am Ende.

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    Beim Zentrieren richtest Du den Mittelpunkt zwischen den Backen auf die Achse aus. Wenn Du auf einer Seite ein dickeres Blech unterlegst, wandert der Mittelpunkt einmal ein wenig zur Seite doch die Nockenkanten haben immer noch den gleichen Hub wie zuvor. Beim Zentrieren verschiebst Du diesen Mittelpunkt auf die Radachse und beide Backen haben wieder den gleichen Ausschlag beim Bewegen. Der dynamische Hub hat sich ja durch das einseitige Unterlegen nicht verändert, denn die Auslenkung der Nockenkanten ist ja unverändert z.B. 1mm nach links und rechts. Beim Abfeilen ist das anders, es bewegen sich nicht mehr beide Backen gleich stark sondern die auflaufende lenkt stärker aus als die ablaufende. Auch nach dem Zentrieren bewegt sich die eine Backe stärker als die andere, der Nocken macht nach links 1mm und nach rechts nur noch 0.2mm.

    Nehmen wir für's leichtere Verständnis noch den Extremfall, Du feilst so viel ab, dass die ablaufende Backe auf einer Nockenseite mit konstantem Radius liegt und sich gar nicht mehr auslenkt. Du ziehst die Bremse leicht an, zentrierst und schraubst die Achse fest, dann drückst Du die Bremse stark und die auflaufende Backe bewegt sich doch die ablaufende Backe bleibt stehen.

    CrazyMechanic Optisch gefallen mir Duplex Bremsen nicht so richtig, das Rad bekommt ein unruhiges Erscheinungsbild, es sieht Steam Punk mäßig gebastelt aus. Aber davon abgesehen habe ich auch kein Youtube Video gefunden, welches einen Bremsvorgang mit Duplex Bremse zeigt, wo die Gabel beim Bremsen abrupt richtig stark einsinkt und das Moped auf den Punkt zum Stehen kommt. Es ist mir ein Rätsel, warum zwei auflaufende Backen nicht immer ein sattes Bremsen erlauben, theoretisch sollten sie ideal abbremsen.

    Icybear Nur Zwischenlagen zu nehmen hatte ich auch versucht, aber es hat bei mir nicht viel gebracht. Mit den Zwischenlagen erreichst Du nur eine grundlegende Verschiebung des Mittelpunktes der Bremse und beim Zentrieren der Bremse wird das zum Großteil wieder rückgängig gemacht. Durch Abfeilen bekommst Du aber einen schwächeren Hub der ablaufenden Backe, woran auch das Zentrieren nichts ändert.

    Beide Nockenkanten lenken im Normalfall gleich aus, aber die Nockenkante der ablaufenden Backe liegt näher zum Drehpunkt der Backe und lenkt sie damit normalerweise stärker aus. Die schwache Backe liegt somit eher an, nimmt die Kraft auf und kann damit nicht so richtig was anfangen. Jetzt nimmt man da ein wenig weg, es sind nur theoretisch ~0.2mm, und beide Backen werden gleich ausgelenkt. Doch auch das bringt noch nicht viel. Wenn der Nocken jedoch stärker abgefeilt wird, die ablaufende Backe nur noch eine stützende Funktion hat, kommt die auflaufende, selbstverstärkende Backe so richtig zum Zuge. Ich hätte auch erwartet, dass weniger genügt, aber bei meiner schmierigen Trommel scheint es das zu brauchen. Die ablaufende Backe trägt nun wohl nur noch wenig zum Bremsen bei, ist mehr so eine Notreserve und Gegenstütze.

    Übrigens, mit EBC Backen wäre ich vorsichtig, bei der Ostoase sind in den Bewertungen einige Backenbrüche zu finden. Ich finde, so etwas darf so gut wie nie vorkommen. Ich tippe darauf, dass dies daran liegt, dass die Bremsbeläge über die gesamte Backe gehen (wie in meiner vereinfachten Skizze) und dass das Alu etwas brüchig ist. Ich stell mir vor, dass wenn der Bremsbelag nahe des Drehpunktes zuerst anliegt, eine zu starke Hebelwirkung auf die Backe wirkt. Alle anderen Backen die ich kenne haben den Bremsbelag nur über den mittleren Bereich, gut zu vergleichen im Screenshot aus einem Video bei Youtube, da liegt eine klassische Backe im Hintergrund. Ich würde bei EBC Backen den Bereich beim Drehpunkt wie bei den anderen üblich freifeilen.