Beiträge von Snaily

    Zitat von tomz188

    Momentan hab ich die Nadel komplett hoch gehangen. Läuft so am besten.

    Ist bei mir genau so. Nadel in der höchsten Position und wenn ich auch nur die U-Scheibe unterm Klip wegnehme ruckelts leicht beim Beschleunigen im Teillastbereich. Nadelclip in der Mitte und es ist mehr Rodeo als Fahren.
    Schwimmerstand habe ich überprüft und der passt eigentlich gut. Da man das Leerlaufgemisch auch einstellen kann (und somit mE da nichts verstopft ist), würde mich nun schon interessieren wo der vermeintliche Fehler liegt. Vielleicht stimmt ja auch was mit der Nadel nicht? Mir erscheint sie im unteren Bereich relativ dick.

    Zitat von Jörg

    Ich habe 3 RVFK .Bei allen waren die gleichen Probleme vorhanden-das Schwimmerventil ! Erst ein 20er DDR-Ventil brachte in jedem Falle Abhilfe .Den Stift ca. 1mm eingekürzt und die Starterdüse in der Wanne leicht angeschrägt ,bringt dem Schwimmer deutlich mehr Arbeitsweg und einen stabiles Kraftstoffniveau .Achtung -Stift nie zu weit kürzen ,sonst versäuft der Motor auf unebener Strecke !
    Hier wurde das sogenannte Prüfgehäuse benannt,die beste Erfindung für BVF oder deren Nachbauten überhaupt...
    Der RVFK ist für mich die Alternative zum Mikuni ,wenn der ordentlich eingestellt ist und funktioniert hat man viel Freude.

    Aufgrund sporadischen Ruckelns bei Volllast habe ich gestern auch mal das Ventil gegen ein BVF getauscht. Und siehe da - Ruckeln ist weg und zieht schön durch :)

    Vielleicht sollte RZT dem Vergaser eine "Troubleshooting" Anleitung beilegen. Ein paar Sachen kommen da ja schon zusammen ....

    Zitat

    Das ist auch überhaupt nicht aufwändig. Da der Belag so weich ist, muss man die gesamte Ankerplatte mit der mitlaufenden Spitze direkt aufs Planfutter drücken. Der Span beträgt ja auch nur wenige Zehntel. Danach ist es rund und bremst genial.

    Habs gestern mal per Hand, bzw Bandschleifer probiert die Beläge anzupassen und am Ende den Kram in die Tonne geworfen. Ok - vielleicht hatte ich auch nicht genug Geduld.

    Kannst Du das mit dem Einspannen mal näher beschreiben?

    Wenn man ein wenig sucht, kann man zB das finden:

    Schwalbe Bremse
    - Einen guten Bremszug verwenden. Originale sind in der Regel besser als Nachgefertigte, wie bei allen Sachen. Der Zug sollte gut geölt sein - dazu mit Hilfe einer Tülle oben so lange Öl reinlaufen lassen bis es unten wieder rauskommt, anschliessend austropfen lassen. Der Zug darf keine Knickstellen haben, muss grade verlegt sein und einigermassen leichtgängig.
    - Die Plastik- Brems- und Kupplungshebel sollte man durch solche aus Metall ersetzen. z.B. Art.-Nr 31561 bei Zweirad-Schubert.de
    - Die Bremsbeläge sollten noch ordentlich was draufhaben, im Zweifel erneuern oder Zwischenlagen rein. Nachgefertigte Bremsbacken sind von der Passgenauigkeit der Bohrungen her eine Katastrophe... wer neue kaufen will sollte Versuchen eine bessere Qualität zu bekommen z.B. von EBC, auch wenn die natürlich viel teurer sind. Schliesslich halten die ja dann auch ewig.
    -Gebrauchte Bremsbeläge mit Schleifpapier anschleifen; oft sind die auf der Bremsfläche regelrecht "verglast".
    -Auch die Trommel kann man mal mit Schleifpapier was anrauhen...
    - Der Bremszug hat vorne eine Scheibe drin, die den eigentlichen Anschlag darstellt. Die muss vorhanden sein.
    -Die ganze Bremse immer gut mit Bremsenreiniger sauberhalten. Die Laufflächen vom Bremsnocken im Schild und an den Backen mit Kupferpaste bestreichen.
    - Die Trommeln sind bei Simson ja irgendwie immer unrund aber wens zu schlimm ist evtl. neue besorgen oder mal hinten-vorne tauschen... hinten ist das geruckel nicht grade so schlimm wie vorne

    So, das wären schonmal die Grundvoraussetzungen für eine gute Bremse. Wer das an seiner original-Schalbenbremse macht.....
    ...hat immer noch eine ganz besch***ene Bremsleitung ! Aber nötig isses trotzdem!

    So, als nächsten Schritt besorge man sich nun ein hinteres Bremschild von einer S51 und dazu dann den Hebel für das vordere Bremsschild von der S51. Wenn man das ganze einbaut hat man endlich einen aussenliegenden Bremshebel am Schild, d.h. man kann den Bowdenzug wie an der S51 von aussen an- und abbauen. Ausserdem ist der Hebel etwas länger was der Bremswirkung zu gute kommt. Nebenbei kann man so vorne einen Bremslichtschalter nachrüsten, aber das macht man besser noch anders... ist aber jetzt nicht Thema.

    Jedenfalls, die Bremswirkung ist jetzt wie an einer gut gepflegten S51, also...
    ... immer noch sehr bescheiden. So bin ich monatelang rumgefahren und war mit meinem Latein am Ende.

    Wer seine Bremse soweit hat ist kurz vorm Ziel! Von hier ab gibt es noch die 2 Entscheidenden Schritte zu tun: (Jetzt wirds auch für die S51-Fahrer interessant):


    Tuning-Massnahme Nr. 1 ist die Bearbeitung des Bremsnockens. (Edit: Das ist vor allem bei nachgefertigten Bremsnocken wichtig. Ich habe die Originalen an dieser Stelle nicht ausprobiert. Evtl. kann man die originalen so lassen, bei den Nachfertigungen hat es aber unheimlich viel gebracht) Man baue den Nocken aus dem Schild aus. Bei einem Orininalteil ist die Kante, die über die Fläche an der Bremsbacke läuft, abgerundet. Bei Nachfertigungen ist an der gleichen Stelle höchstens eine schlecht ausgeführte anfasung dran. So oder so: Das Teil kommt ab in den Schraubstock! Mit einer ordentlichen Feile werden an den beiden Kanten erstmal vernünftige Rundungen angebracht! Müssen aber absolut gleichmäßig sein und gerade! Die Original-Rundung hat einen radius von ca. 2mm, der "getunte " Nocken sollte nachher eher 3mm haben! Aber blos nicht übertreiben das ganze! Ist hauptsächlich wichtig das das nicht über ne scharfe Kante läuft wie bei den nachfertigungs-Nocken, der grössere Radius der Rundung bringt einen besseren Druckpunkt, weniger wiederstand und günstigere Hebelverhältnisse - man merkt das schon beim ausgebauten Bremsschild, der Hebel lässt sich viel leichter bewegen!
    Falls die Rundungen nicht 100% gleich ist - kein Problem, die Ecke die jetzt näher an der Mitte des Nockens liegt sollte nachher im Bremsschild innen sein - So begegnet man der Tatsache das die innnere Kante ja ohnehin die Backe weiter bewegt als die äußere (siehe dazu diesen Fred hier, binfords Beitrag)
    Wenn die Rundung schön satt und glatt ist, bremst die Bremse jetzt schon viel besser. Wenn die Bremsbeläge mal so 5000 Km eingefahren sind kann man damit leben

    So die letze Maßnahme bringt dann den Kick und bringt die vordere Bremse auf das Niveau der hinteren. Das es soviel bringt hätte ich auch net gedacht, is aber so.
    Der Zug wird am Hebel an der Trommel ausgehängt. Den Hebel richtet man am Nocken so aus, das er (nicht die Schlaufe wo der Zug reinkommt sondern der Hebel selber) rechtwinklig auf den Zug trifft - also viel näher in Richtung Zuggegenhalter als bisher. (Der Zug muss dann rechtwinklig auf den Zug treffen wenn die Backen an der Trommel fest anliegen, nicht im entspannten zustand!)
    Jetzt wird klar das der Bremszug viel zu lang ist. Zug am Lenker aushängen (zumindest die Aussenhülle, weil sie sich sonst meist mitdreht und so der ganze Zug schwergängig wird) und die Einstellschraube erstmal fast ganz reindrehen. Dann ungefähr absehen wie lang der Zug wirklich sein muss - das sind so 4-5 cm kürzer als original (!!!!). So, das was zuviel ist abkneifen mit nem ordentlichen Seitenschneider. Von dem abgekniffenen Stück den Nippel ablöten und an das neue Zugende wieder drauflöten. Das hat bei mir wunderbar mit der CampingGas-Lötlampe und Lötzinn aus der Elektrokiste geklappt. evtl. muss man den Zug etwas anschleifen damit er das Zinn annimmt. Die Lötstelle muss 100%ig sein, es geht schliesslich um die Bremse. Ist nicht schwer wenn man mit löten etwas erfahrung hat kann man das. Ein 30-Watt-Elektronik-Lötkolben wird dafür vermutlich zu schwach sein. Zum Verlöten von Bowdenzugnippeln gibts irgendwo im Net ne Anleitung ich glaube bei louis oder so. So, Bremszug überall einhängen , oben schön einstellen (dabei gucken das sich der Aussenzug nicht mitdreht!!!) alle Schrauben festmachen und ausprobieren!!!

    Inzwischen habe ich den modifizierten 83G+ mit überdrehtem MZA Kolben von JW-Sport erhalten und bin gestern das erste Mal damit gefahren. Am Ansaugtrakt habe ich nichts geändert, also ein 35mm Schlauch vom ASGD hinter das Beinschild mit einem K&N Filter im Dreieck zwischen den Unterzügen platziert. So fällt er nicht direkt ins Auge wenn man die Motorabdeckung abnimmt und zudem sitzt er dort ein bisschen geschüzter als direkt unten am ASGD.
    Auf den Zylinder habe ich meinen 21er BVF (105er HD / schlanke Nadel) gesteckt, der auch von Jeffrey empfohlen wurde. Dazu einen AOA3 Auspuff mit sehr kurzem Krümmer. Auch eine Empfehlung von Jeffrey um den Ausstoss von Gemisch aus dem Vergaser zu minimieren. Zudem hat mir Jeffrey für meine Schwalbe geraten das zweite Loch im Einsatz des Auspuffendstücks (zum Endrohr hin) wieder zu verschießen.

    Dieses Setup hat mit einem ZZP von 1.5mm vom Start weg sehr gut funktioniert. Zieht schön von unten raus durch und lässt ich auch schön niedertourig im 5. durch die Stadt fahren, ohne dass ich übermäßig Gemisch in der Muffe ansammelt und der Motor zu stark anfettet. Bezogen auf den Topspeed kann ich nicht sagen, da ich gestern nicht schneller als 70/75 gefahren bin. Zur Zeit habe ich 15/34 montiert, werde aber demnächst 14/34 testen, da ich langen Primär und 5. Gang habe und ich mir vom 14er mehr Durchzug verspreche ohne das Drehzahl zu sehr ansteigt.

    Zitat

    Oha die Übersetzung ist echt heftig.

    Das habe ich auch gedacht. Ich habe primärseitig das gleiche Setup aber mit 15/35. Und Jeffrey meinte dazu schon es könnte etwas zu lang sein.

    Praktische Erfahrungen kann ich aber leider erst beisteuern wenn ich meinen Zylinder erhalten habe.

    Zitat

    Dem Land der goldenen Lambos

    Also meine Farbe wär's nicht ...

    Zitat

    Könnte man nur pobieren alle ÜS auf gleiche Höhe zu bekommen, möglichst ohne die SZ noch weiter zu erhöhen. Den Zylinder unten am Fuß n halben bis ganzen mm abzudrehen, den Auslass leicht anheben und den langen Barikit Kolben von RZT zu fahren, um die ESZ etwas runter zu bekommen. Quetschspalte im Kopf erhöhen um das Maß was man am Fuß weggedreht hat, fährt der Kolben dann zwar leicht oben raus, aber naja...

    Klingt mir zu aufwändig. Da werde ich eher einen Neuen bei Jeffrey bestellen und diesen in der Bucht verscheuern. Aber trotzdem danke, dass Du einen Weg das Ding zu verbessern beschrieben hast.

    Bin aus dem Land der aufgehnenden Sonne wieder heimgekehrt und "Reich"e nun mal die Fotos nach:

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    Zitat

    Mit einer Nachbearbeitung können Dir hier viele helfen,
    auch wenn man die Steuerzeiten nicht kleiner machen kann...

    Das ist das Problem. Unabhänig von der Funktion dieses Zylinders ist er nicht das was ich haben wollte. Daher tendiere ich eher dazu diesen loszuwerden und einen Neuen zu kaufen der besser auf mein Anforderungsprofil abgestimmt ist. Zu der gesamten hier geschlilderten Problematik hatte ich ein interessantes Gespräch mit Jeffrey von JWSport. Für mich klang das Gesagte nachvollziehbar und ich überlege mir von Ihm einen auf den Ansaugtrakt der Schwalbe modifizierten Zylinder anfertigen zu lassen.

    Alles negative was geschrieben wurde kann ich auch nicht bestätigen. Ich hatte aber schon einige andere Probleme mit dem Motor und zur Zeit beantwortet er meine Mails nicht mehr. Obwohl ich ihn wegen der anderen Sachen wirklich nur leicht kritisiert habe. Aber das soll es dazu gewesen sein.
    Wenn der Zylinder das Problem sein sollte kaufe ich einen Neuen und gut ist. Auf weitere Tonnen von Mails mit Herrn R. habe ich einfach keine Lust mehr.

    So - jetzt ist das zweite mal Boarding und morgen bin ich hoffentlich im Land der aufgehenden Sonne.

    Gestern war ich doch zu sehr in Eile und hatte die Teile auch schon wieder weggeräumt. Also heute morgen in der Garage noch mal kurz nachgeschaut.
    Nun die Entwarnung: Der Kolben hat kein Fenster im Bereich des Einlasses. Lediglich an den Seiten im Bereich der Überströmer sind Fräßspuren zu sehen. Die Aussparung die ich gesehen hatte ist an der Laufbuchse im Bereich des Ringstoßes reingefräßt, hat also mit den SZ nichts zu tun. Sorry.
    Bilder reiche ich dann Ende nächster Woche nach. Vermutlich erkennt ihr dann wo das Ding her ist und eine andere bereits geführte Diskussion geht wieder los :)

    Zitat von RenaeRacer;2862892

    Erstmal Lob, gute Arbeit!
    Damit kann man was anfangen! Hast Du zufällig gesehen, ob der Kolben einlassseitig oder anderswo noch zusätzlich bearbeitet war?
    Von den Spezis bitte kein Kommentar zu dieser Vermutung bis er geantwortet hat...

    Danke. Es war nicht so ganz einfach, da die "Löcher" alles andere als gerade sind und zudem noch die Kanten teilweise sehr abgeschrägt sind. Ich habe versucht immer auf den Beginn der Schräge zu messen.

    Auf der Seite des Einlasses befindet sich unten am Kolbenhemd eine Art Fenster. Kann ich jetzt nicht mehr messen, aber ich würde sagen so 8x8mm. Das ist jetzt aber eine echt grobe Schätzung aus dem Gedächtnis heraus.

    Jetzt muss ich aber weiterpacken und sonst wird das mit meiner Reise nichts :)

    So - habe doch noch den Motor ausgebaut und den Zylinder runtergenommen.

    Die Kolbenkante ist im OT exakt auf einer Höhe mit der Kante der Buchse. Der "Rand" am Kopf ist 0,8mm hoch.

    Kolbenhöhe: 49mm
    Abstand Laufbuchsenoberkante / Oberkante Auslass: 24,0mm
    Abstand Laufbuchsenoberkante / Oberkante Überströmer: 33,1mm und 34,4mm (in der Mitte, da sie nicht ganz horizontal sind)
    Abstand Laufbuchsenoberkante / Oberkante Nebenüberströmer: 34.0mm und 33,9mm
    Abstand Laufbuchsenoberkante / Unterkante Einlass: 71,5mm
    Abstand Laufbuchsenoberkante / Oberkante Einlass: 55.5mm (nur für den Fall dass das Maß auch interessant ist)

    Jetzt bin ich mal gespannt ...

    Zitat von Mr. E;2862822

    Da ich einen KR1 Flansch schon einseitig abgesägt hier iwo rumfliegen hab, such ich den mal. Kann ich dir dann schicken, kannste dir die andere Seite abgeigen. Problem ist ich muss auch auf Dienstreise. ;)

    Danke für das Angebot. Komme ich gg nach noch drauf zurück. Viel "Spaß" auf der Reise ....

    Zitat von RenaeRacer;2862808

    Es reicht, wenn Du weißt wieviel unterhalb der Oberkante der Laufbuchse der OT ist.
    Danach baust Du den Zylinder ab und misst mit dem Messschieber die Kolbenhöhe und mit dem Tiefenmaß des Messschiebers ausgehend von der Laufbuchsenoberkante die Abstände zur Oberkante Auslass bzw. den Überströmern und den Abstand zur Unterkante Einlass auf eine Nachkommastelle genau.
    Dann gibst Du die Werte hier bekannt.
    Das reicht eigentlich schon.

    Ok mache ich.

    Da ich aber gerade für eine 2-wöchige Dienstreise packe, schaffe ich es heute vermutlich nicht mehr. Ich werde es aber versuchen, wenn nachher noch Zeit ist ....