Hallo,
Ich habe nun seit gut einem halben Jahr das Problem das mein Moped bei 10000-10500Umin wie vor eine Wand läuft. Ich hole mal ein wenig aus. Mein Moped fährt die meiste Zeit mit einem 85 G+ von Jw, mit G85 Premium, Vm20 und Vape, dieses Setup funktioniert sehr gut, alles wie es sein soll. Anfang des Jahres habe ich mir dann noch einen Membran Motor zugelegt, 85Rm von Jw, Fatlady 4, Vm26 und Vape. Alles war neu und ich habe die erste Fahrt unternommen, dort lief alles gut, also mal Gas auf und mitten in der Resonanz staucht es mir die Arme, eine Wand aus dem nichts bei etwa 10500u (laut Digital DZM mit Induktion am Zündkabel). Dann ging es los, Benzinhahn habe ich aufgebohrt (jetzt über 450ml), Seitendeckel leicht geöffnet und voll geöffnet, kein Unterschied (Filtersystem im Anhang). Zündspule getauscht, Masse zum Motor 3mm mit Ringöse gelegt, Zündung auf 1,4 , 1,5 , 1,6mm vOT probiert kein Unterschied.
Dann habe ich erstmal aufgegeben und den anderen Motor wieder eingebaut, weil ich mir dann natürlich diese Wand bekannt war, wollte ich schauen ob der Motor auch bei dieser Drehzahl so etwas verursacht, also los zu einem steilen Berg und zack auch hier eine Wand, es ist nicht wie ein Begrenzer der vor eine Drehzahl schießt, sondern ein abrupter Stop, dann sinkt die Drehzahl rucklig und dann wieder davor und das in kurzen Abständen. Natürlich könnte ich beim G+ damit Leben weil es weit außerhalb des Bandes ist aber eigentlich wollte ich den anderen Motor mit kleinerem Auspuff wieder fahren.
Beide Motoren haben jeweils eine Grundplatte und einen Rotor, Herstelldatum liegt weit über ein Jahr auseinander ( A70-3 ), auch die getauschte Zündspule ist über ein Jahr älter (Z71). Ich habe mich vor einigen Wochen wieder Intensiver mit dem Thema beschäftigt, so habe ich den Elektronenabstand (Ngk 9es bzw. hs) auf 0.5mm verringert, kein Unterschied. Es wurde natürlich auch verschiedene Kerzen probiert. Kerze steht nicht in den Brennraum, sieht aber etwas kalt und belegt aus. Ich habe die ganzen Vape Stecker überprüft, die die mir zu lose erschienen, da habe ich die weiblichen Stecker leicht nachgebogen, die sitzen straff. Ich habe das ganze Zündssystem autarkt gestaltet, also Regler Stecker ab, AC Strom ab und den Zündspulen Kill Schalter von Klemme 2 abgemacht. Dann ist das Moped schlecht abgetourt, wahrscheinlich weil kein Lichtstrom produziert wurde. Jedenfalls war die Wand noch. Dann habe ich mal die Batterie durchgemessen, Aus war 13,6V, Standgas 14,2V und bei Gas regelt der Regler bei 14,45V ab. Zündkabel wurde zweimal getauscht, Stecker verschiedene 1k und 5k Ohm versucht, alles nichts geholfen. Quetschspalt bei beiden Motoren 1mm. Gefahren wird Motul 800
Ich habe noch einen Vape Kabelbaum da, da wären aber nur die zwei Kabel der Zündspannung und des Impulses relevant, die anderen konnte ich ja ausschließen, von außen haben diese Kabel keine Beschädigungen. Eventuell sind es noch die Grundplatten, aber das kann ich mir nur schlecht vorstellen, die eine der beiden war ja Brandneu und beide sollen das gleiche Problem haben?
Ich habe eine PVL Zündung da, aber da sehe ich nicht so den Sinn die zu probieren, weil am Ende geht die Wand mit der Weg aber ich brauche Licht, dann weiß ich auch nicht viel mehr. Ein mechanisches Problem könnte ja sonst nur noch Motorlager und Kettentrieb sein, wobei ich denke, dass es mir die Kette schon lange um die Ohren geschossen hätte. Es ist einfach zu genau, dass es immer bei der Drehzahl ist als das es ein mechanisches Problem wäre. Die Zündungen wurden selbstverständlich abgeblitzt, keine Verstellung bis 12000, aber im Stand! Vielleicht vibriert sich beim Fahren die Zündung doch etwas hin und her und verstellt, dass es keine Kraft mehr hat, wobei doch dann in Richtung spät verstellt wird und das dreht doch weiter oder täusche ich mich? Jedenfalls weiß ich nicht wie ich das messen soll, eine bzw. zwei neue Grundplatten kaufen, sehe ich noch nicht so ganz.
Vielleicht hat einer von euch eine Idee oder hatte so etwas schon einmal, lasst es mich wissen.
MfG Christoph