Re: Vereinheitlichung der Regelwerke Simson Cross
Sicher klingt alles plausibel. Es scheint vorteilhaft im Reglement Dschungel etwas einheitliches zu haben. Damit könnte man noch mehr Rennen besuchen mit einem Fahrzeug und selben Motor. Soweit ist der Gedankengang gut wenn man es drauf anlegt an noch mehr Rennen teilzunehmen und dabei ein Auge zudrückt. Von der Seite betrachtet kann es Fahrerfelder anreichern. Ob in der Praxis dann wirklich mehr Fahrer an mehr Rennen teilnehmen hängt aber auch davon ab wie groß die Bereitschaft ist entferntere Strecken und dann quasi jedes Wochenende Rennen zu fahren. Das sind übrigens auch höhere Kosten. Bei Jan ist das kein Problem. Da besteht Sponsoring oder nicht? Ob den Aufwand auch andere Fahrer mitmachen die nicht im Rennteam sind ist fraglich. Wenn man die angestrebte Diskusion verfolgt kommt man drauf das nicht alles auf dem Boden von Wohltätigkeit für Rennsport wächst. Im nächsten Jahr kann man lesen wir haben Rennen so und so gewonnen. Wer viel fährt der viel holt. Was machen aber andere Fahrer die nicht den Geldhahn im Rücken haben und schon deshalb nicht überall mitfahren können? Das wäre ein feiner Rennsport für alle. Dazu wäre gut mal die Augen für die umliegende Praxis auf zu machen. Nicht nur immer wie man Regelements selber gerne hätte.
Muss man wirklich mit der Brechstange in der Hand versuchen auf Reglements einzuwirken? Alljährlich neue Diskussionen anfachen als würden Veranstalter beim Regeln festlegen Fehler machen? Mal abgesehen davon das die zu guter Recht Regeln aufstellen wie sie wollen was eben auch beliebte Vielfalt ergibt. Das ist nichts schlechtes aber wird hier in der Disskussion wie ein Mangel hingestellt.
Im Gegensatz Regelwerke beeinflussen das am Ende reduzieren und festhalten an Technik auf kleinem Nieveau herauskommt ist auch nicht der Bringer für beliebten Rennsport. Wie ein Wunder entsteht damit was einzelne Firmen in Massenfertigung bauen. Mit Alltagsmotoren Rennen zu fahren kann man als günstig deklarieren. Nur ist das wirklich Rennsport? Oder ist es auch ohne großen Aufwand an Material, Maschinen und Leute gut verdienen? Wäre der technische Maßstab bei angestrebten Regeln vornherein höher angesetzt hätten mehr Leute was davon. Fahrer, Veranstalter, alle. Nicht vergessen, einheitliche Regelwerke begraben leider auch unzählig andere spannende Rennmöglichkeiten. Nur als Beispiel, gibts dann noch eine 70er oder 80er Klasse? Wer den Hubraum fährt wo fährt er dann?
Klassen begrenzen auf einheitlich technische Dinge ist okay. Aber das damit ganze Klassen der Einheitlichkeit wegen weg fallen?
Das Schlimmste ist aber wenn Rennen über das ganze Jahr laufend mit neue Regeln bestückt werden nur weil jemand unablässig neue Regeln anregt. Das verunsichert und treibt Fahrer davon statt sie anzuziehen. Die ganze Rennveranstaltung wird damit sowas von abstoßend das man sich anderweitig umsieht und sich anderswo austobt. Einmal eingestiegen wechselt man dann auch nicht mehr so schnell. Lassen sich Veranstalter erst mal auf ein Änderungs Chaos ein wird es schwer die Geister wieder los zu werden die man herein gelassen hat. Da vergeht das Jahr und immer wieder tauchen Gerüchte auf die nur verunsichern.
Was in der Politik so gesagt wird, der Markt regelt das. Hier für Veranstaltungen kann man sagen die Technik selbst regelt das. Man muss wirklich nicht Veranstalter auf die Sprünge helfen Regeln zu ändern. Den Gesamtmarkt fördern kann man am besten indem sich Firmen aus Reglements heraus halten. Oder schafft Eure eigenen Veranstaltungen mit eigenen Klassen und Regeln. Das wäre eine Bereicherung am Markt. Es macht Arbeit und erfordert Aufwand. Ihr seht dann aber wieviel mehr dahinter steckt als nur anderen mit Diskusionen Regeln aufzutragen.
Eigentlich muss keiner diskutieren denn im Prinzip läuft alles auch ohne künstliche Diskusion seinen Gang.
Nicht das Ihr jetzt denkt ich wär anti auf euch eingestellt.
Es geht nur nicht um Firmen sondern um etwas das Veranstalter regeln.
Jeder seine Zuständigkeit.