Zeitquerschnitt vs. Winkelquers. // Pleulstangenverhältnis

  • Hallo,

    ich weiß, sollte lieber ins Twostrokes, aber hier gibts ja auch
    ne Menge heller Geister :)

    Ich steig einfach nicht dahinter:

    Nehmen wir mal den Auslass bei einem Liter Hubraum, 180°
    und 10000 Umdrehungen. Reich sagt

    Flächenquerschnitt Auslass = 11300 / 10000 * 10000 / 180 * 1 = 63 cm².

    und nennt es Winkelquerschnitt. Da er die Drehzahl einrechnet,
    kann es aber nicht der Winkelquerschnitt sein, da dieser
    drehzahlunabhängig ist.

    So, nun will ich diese 63cm² im Bönsch wiederfinden:

    [Blockierte Grafik: http://mitglied.lycos.de/zweitakter/s-101/Seite101.jpg]

    Bei 10000 haben wir in der Mitte des Auslassbereichs einen Fz von
    7,4 cm²s/L*10^-2, einen Fw von 8,8 °cm²/L*1000.
    Super Sache. :?

    Wie rechne ich diese Einheiten um? Ich denke um von °cm²/L*1000 auf
    cm² zu kommen, stelle ich so um: cm²=L*1000/°,
    also z.B. 8,8 *1000/180, ist aber auch Mist weil da 49 rauskommen.

    Bönsch erklärt das nicht gut finde ich, im Netz auch kaum was zu
    finden. Also was tun?

    ---

    Nochwas... Pleulstangenverhältnis. Steht im Netz immer was anderes,
    anscheinend Gottesgläubige und Agnostiker die sich um den Thron der
    Wissenschaft streiten. Bönsch sagt das es ca. bei 4 liegt, wobei seine
    verwendete Formel (S. 97) auch glaube ich falsch ist - es müsste
    Hub/2/Pleullänge sein, nicht Hub/2*Pleullänge.
    Also ich komm auf 22/85, also Lambda=0,25. Ähnliche Werte auch
    im Netz gefunden, entweder sagen die Leute das es um die 4
    oder um 1/4 liegt. :|
    Wat stimmt denn nu?

  • Re: Zeitquerschnitt vs. Winkelquers. // Pleulstangenverhältnis

    Also rein vom Gedanken her kommt mir deine Rechnerei etwas spanisch vor. Lass mal die Angabe von Reich außen vor und mach dir klar was der Winkel bzw. Zeitquerschnitt ist.


    Schau dir mal die Einheiten des Zeitquerschnitts an

    cm²s/L

    Es ist ein Produkt aus dem jeweiligen freien Schlitzquerschnitt und der zur Verfügung stehenden Zeit.

    In der Berechnung des Zeitquerschnitts ist somit der Einfluß der Drehzahl und des jeweilen Steuerwinkels schon berücksichtigt. Somit verstehe ich nicht warum du in deiner Berechnung nochmals mit einem Winkel rechnest.

    Du willst doch nur wissen ob dein Motor die Entsprechenden Flächen aufweist?

    Die Formel von Reich ist ein Rechenmodel wie er auf die notwendige Auslassfläche kommt und zwar in cm². Das ist ein Himmelweiter Unterschied.

    Um auf die Zahl von Reich zu kommen müsstest du daher die Zeitdauer des jeweiligen Steuervorganges kennen daher den Zeitquerschnitt nach Bönsch durch die Zeit in s teilen.

    Um die Zeit zu bestimmen die der Steuervorgang braucht musst du einerseits die Drehzahl kennen und andererseits die Kolbengeschwindigkeiten in jeder Kolbenstellung. Da wird es leider kompliziert.

    Man kann es aber grafisch lösen. Daher ein Diagramm basteln mit der x Achse 360° und der y Achse Hubweg zwischen UT/OT. Nun ordnest du jedem Winkel KW Drehung den entsprechenen Hubweg zu. Da dies abhängig von der Pleullänge und dem Kurbelwellenversatz ist, ist dies motorspezifisch und muss daher ausgemessen werden oder grafisch ermittelt werden über eine Konstruktion.

    Da der Winkel 360° einer KW umdrehung entspricht kann man ihn mit der Zeit(s) gleichsetzen die er für einen Umlauf benötigt. Nun lassen sich aus den zurückgelegten Hubwegen zugeordnet zu der Kolbenstellung Beginn Steuervorgang /Ende Steuervorgang aus dem Daiagramm die Zeitintervalle in Verhältnis zu einem Umlauf ablesen. Die Zeit für einen Umlauf erechnest du aus 60/Drehzahl rpm.

    Ich hoffe du verstehst was ich meine.

    MFG

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