Ich bin grad dabei einen (hoffentlich) hochwertigeren Kolben als die MZA-Dinger in den Originalzylinder zu bauen. Da das Kolbenbolzenauge insgesamt etwas tiefer sitzt als beim Originalkolben, ist der Luftspalt zur Kurbelwelle momentan gleich null. Der Kolben stößt demnach leicht auf den Kurbelwellenwangen auf. Das Problem lässt sich auch leicht lösen, indem man die Ecken an den Aussparungen für die Überströmer etwas verrundet - das bekomme ich problemlos hin ![]()
Was mich aber mehr verwundert hat:
Der Kolben ist nur mit einem Kolbenhemd auf der Kurbelwelle aufgeschlagen. Daraus lässt sich schließen, dass die Hubbewegung (als grade gesehen) nicht genau senkrecht durch die Kurbelwellenmitte verläuft!
Um genau zu sein möchte ich damit sagen, dass der Zylinder leicht nach hinten geneigt auf dem Motor steht.
Eine Erklärung für diese Bauart - falls sie denn beabsichtigt ist - habe ich auch schon gefunden:
Unter Berücksichtigung der Drehrichtung ergibt sich aus dieser Zylinderstellung eine etwas größere Hebelkraft, die auf die Kurbelwelle, was demnach zu minimal erhöhtem Drehmoment führen sollte. Ein Nachteil hat diese Stellung jedoch, da so der Zeitraum, in dem die beschleunigende Kraft auf die Kurbelwelle wirken kann, verringert wird.
Nun würde mich interessieren, ob das schon längst bekannt war und ich Nase nur noch nichts davon gelesen habe, oder ob diese minimal schräge Zylinderausrichtung noch nicht aufgefallen ist...
Eventuell ist dies aber auch ein Produktionsfehler des Motorgehäuses.
Wie seht Ihr das?
mfG Felix