Kupplung und gänge verhalten sich seltsam

  • Moin moin,
    Ich habe in den letzten tagen einen s51 motor wieder zum laufen gebracht. Nun treten zwei Probleme auf:
    1. Die gänge treffen nicht richtig. Ich habe sie schon nach der youtube-anleitung eingestellt, jedoch habe ich jetzt das Problem das sie erstens nicht richtig runter schalten, was bedeuten würde die Mutter eine halbe Umdrehung nach rechts zu bringen und zweitens die gänge nicht richtig hochschalten, was eine halbe Umdrehung nach links bedeuten würde. Jetzt komm ich auf einen Dissens ^^ was könnte ich noch machen?
    2. Meine Kupplung funktioniert zwar, klingt jedoch wie ein Sägewerk. ^^ nach Einbau der druckplatte hat der Korb auch einen mm Spiel, was mir nicht wirklich gefällt. Sollte Das so sein, bzw. Was kann man gegen dieses Spiel machen? Und wie erklärt sich das Geräusch?
    Danke Schonmal im voraus :)

  • @ zülinda
    Zur Schaltung:
    Die Schaltwalze wird durch einen Sicherungsring gesichert. Unter/hinter diesem Sicherungsring befindet sich eine Anlaufscheibe. Die Schaltwalze darf horizontal (rein raus) im verbauten Zustand nur minimales Spiel haben! Ist dieses Spiel zu groß, bringt ein Einstellen am Lagerwinkel (über die Schlitzmutter) keine Wirkung.
    In vielen Fällen ist auch der innere Schalthebel verschlissen.
    Zur Kupplung:
    Das "Axialspiel" der Kupplung muß (bei festgezogenem Mitnehmer) 0,2 mm betragen! Das Axialspiel zwischen Kupplungszahnrad/Kupplungskorb u. Mitnehmer muß 0,3 mm betragen!! Bei dir ist es aber 1 mm.
    Bei der Montage der Kupplung wird eine Anlaufscheibe 28 mm Drm., 1 mm dick auf die Kupplungswelle gesteckt. Kupplungszahnrad auf Kupplungswelle stecken u. nun eine weiteren Anlaufscheibe (Dicke nach Bedarf) auf die Kupplungswelle stecken. Zwischen Kupplungsmitnehmer u. Kupplungszahnrad auf ein Axialspiel von 0.3 mm ausgleichen.
    Beim Festziehen der Mutter des Primärritzels u. Kupplungskorb muß ein Primärtriebhalter verwendet werden. Wenn man (beim Festziehen dieser Muttern) die Schrägverzahnung des Primärtriebes mit einem Schraubendreher o.ä. blickiert, beschädigt man die Schrägverzahnung u. Wellen. Es ist keine genaue Flucht der schräg verzahnten Ritzel mehr gegeben. Dadurch wird der Primärtrieb zum Sägewerk! Auch eingelaufene Lagerbuchsen des Kupplungszahnrades u. abgenutzte Laufflächen der schräg verzahnten Ritzel lassen den Primärtrieb laut werden.
    Die schlechte Nachricht ist; Einmal laut, immer laut.
    Abhilfe schafft nur eine neue Kupplung mit richtigem Werkzeug für die Montage.

    mfG jason

  • Ja, der innere Schalthebel zeigt dann an seiner äußeren Stirnfläche (wo die Kickstarterwelle austritt) Ölnasen. Der O-Ring der Kickstarterwelle ist dann auch abgenutzt.
    Dass passiert dann, wenn das Gelenk des inneren Schalthebels (wo die Schaltklinkenfeder sitzt) ausgeleiert ist. Dadurch wird das Führungsrohr, wo die Kickstarterwelle innen geführt wird, immer wieder bei Schaltversuchen in Schräglage gebracht. Dadurch verkanntet die Schaltklinke u. greift nicht mehr exakt mittig in die Stege der Schaltwalze.

    mfG jason

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