Beiträge von Blumentopf

    Hi Leute,

    Kurze Erfahrung gekoppelt mit ner Frage.

    Fahre den LT60 Reso in einer 51/2L. Hatte anfangs Probleme, s. S. 253 ff. Nach langem rumliegen ist der Motor regeneriert. Mit dem RVFK 16 CS kam ich nicht so richtig klar, nach kürzerer Zeit Vollgas ging sie aus. Wahrscheinlich hing der Schwimmer an der Wanne innen fest. Vielleicht probier ich's nochmal irgendwann, Standgas, teillast, gasannahme war eigentlich top. Fand aber die Lösung mit dem rumbaumelnden Schlauch unbefriedigend, vorerst ist wieder ein 16N1-12 drin (vermute Nachbau). Damit Standgas und Durchzug etwas schlechter, aber sonst keine Probleme.

    Setup aktuell: LT60 Reso mit dem beschichteten ZT-Kolben, M541 4-Gang 6V E-Zündung, ZZP 1,5 vor OT (glaub ich, schon 1 Jahr her), Ansaugtrakt unverändert, 16N1-12 mit 215er Düsenstock mit 2x Durchgangsbohrung, 09er Nadel auf 3. Kerbe von oben, 72er HD, Krümmer ungekürzt, Auspuff Sachsenmoped mit original Gegenkonus, Doppelschalli, Endrohr geweitet. Übersetzung Standard.

    Springt noch schlecht an und hält das Standgas schlecht, da muss ich nochmal ran. Zieht aber im Betrieb gut durch, schneller als Tacho 70 bin ich noch nicht gefahren, bisschen geht vielleicht noch. 60 ist in jeder Lebenslage eigentlich drin, steilere Berge im 3. Gang. Bin bisher ca. 50 km Testgefahren. Soweit, so gut.

    Kerzenbild ist relativ hell. Somit zur Frage, da ich nur begrenzt Erfahrung hab. Was haltet ihr davon, zu mager (s. Bild)?

    Hallo liebe Leute,

    folgendes Problem bei der Motorregeneration. Das Axialspiel KW rechts beträgt mit einer Ausgleichscheibe von 0,5 mm (zwischen Ölleitscheibe und Sicherungsring) derzeit ca. 0,2 bis 0,25 mm. Eine 0,6 mm Scheibe war nicht erhältlich, ich habe hier noch eine 0,2 mm Scheibe. Wenn ich diese zusätzlich einsetze (also 0,7 mm insgesamt), geht der Sicherungsring noch in die Nut, allerdings bekomme ich nichteinmal die 0,05 mm Fühllehre dazwischen.

    Also: lieber 0,2 mm oder lieber 0,0 mm Axialspiel? Oder ist nichts akzeptabel?

    Danke euch!

    Mal wieder sehr interessant. Also, für mich geht es ja darum, einen neuen Kolben mit einem quasi neuen Zylinder (100km) zu paaren, der nicht sauber gehont werden muss. Die Frage ist also: Kann man davon ausgehen, dass die MZA Reso Kolben entsprechend ihrer Bezeichnung immer exakt das gleiche Maß haben? Denn falls ja, könnte ich in den "neuen" B-Zylinder ja einfach einen neuen B-Kolben stecken.

    Wenn man diese Diskussion als Außenstehender betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass es mehrere Meinungen gibt. Von "man kann sich überhaupt nicht auf die Maßhaltigkeit von MZA-Kolben verlassen" über "MZA-Kolben sind in Ordnung, es sollte aber (evtl. bereits im Neuzustand) vermessen werden und der Kolben nach Laufspiel ausgewählt werden" bis hin zu "einfach passenden MZA-Kolben nachwerfen".

    Die sicherste und mit am wenigsten Risiko behaftete Möglichkeit scheint mir zu sein, alles zu vermessen und danach den passenden Kolben auszuwählen. Da ich selbst aber nicht messen kann, muss das jemand anderes für micht tun, der dann anschließend den passenden Kolben für mich auswählt, ob das nun ein MZA- oder ZT- oder Barikit-Kolben ist. Barikit ist mir momentan unsympathisch, da Zylinderbearbeitung nötig (und teurer). Also ZT oder MZA. Leider fehlen scheinbar zu diesem ZT-Kolben jegliche Erfahrungen und niemand hat den mittlerweile ausprobiert. Ich wüsste allerdings auch nicht, was dagegen sprechen sollte. Wo könnte ich denn den Zylinder abgeben, um nach Messung einen Reso-Kolben zu bekommen?

    @Mr. Eyeballz: Wo bekommt man denn diesen TKM-Kolben und muss da irgendwas bearbeitet werden? Ich hoffe, die Osteosynthese ist letzten Endes zu deiner Zufriedenheit erfolgt.

    Danke für weitere Meinungen. Punkt 2 von ZT fällt bei mir raus, da der Zylinder 100km gelaufen ist.

    1. Unter der Annahme, dass die Maße immer korrekt sind, wäre es also die einfachste und schnellste Möglichkeit, einen B-Kolben nachzukaufen (Warum zur Hölle beschriften die mit Buchstaben und nicht mit dem Maß, wie alle anderen auch?).

    2. Unter der Annahme, dass der ZT-Kolben von guter Qualität ist und von den weiteren Maßen her zum Zylinder passt, wäre es die sicherere Variante, den Zylinder hinzuschicken und sich den passenden liefern zu lassen, kostet halt mit Versand hin und zurück 10€ mehr (ich gehe mal davon aus, das für das Messen ohne Honen nichts dazu kommt, wenn ich schon nen Kolben kaufe). Zudem wäre hier das Laufspiel "besser" (sofern 0,07 in irgendeiner Weise "schlechter" sind).

    3. Wohl bewährt, mit Zylinderbearbeitung, aber dafür am teuersten wäre wohl die RZT-Variante. Sind dann schon 50€ mehr. Danach kann ich aber nur noch die Barikit-Kolben von RZT fahren.

    Alles klar, danke für die Meinung. Mein Reso kam mit B-Kolben. Ich hatte gedacht, vielleicht hat den Kolben schon jemand ausprobiert oder weiß genau, welche Beschichtung das ist. Kenne mich zu wenig aus, um das beurteilen zu können. Zudem wird ja immer das Laufspiel von 0,07 mm bemängelt, dem man mit Umarbeitung diverser Kolben und des Zylinders (z.B. Barikit durch RZT) beikommen kann. Bisher gab es ja, wenn ich richtig informiert bin, nur einen einzigen Kolben, der direkt und ohne Umarbeitung passt, und zwar der originale Reso-Kolben. Nun scheint mit diesem ZT-Kolben ja einen zweiten zu geben, der ohne Anpassung passt (laut Beschreibung, daher die Frage nach Erfahrung). Neben der Beschichtung könnte man also auch das Laufspiel verbessern, oder? Und damit ich weiß, welcher von diesen ZT-Kolben rein müsste, sollte man den Zylinder vielleicht mal ausmessen. Oder kann ich davon ausgehen, dass der Reso-B-Kolben immer 41,97 hat?

    Die eigentlichen Fragen sind also: Kann dieser ZT-Kolben Vorteile haben und kann man damit das Laufspiel verbessern und haben die Reso-Kolben immer genau das gleiche Maß, sodass man einfach den gleichen wieder nehmen kann?

    Unabhängig davon: Immer wieder nur B-Kolben nachwerfen und nur nach Honen dann C-Kolben, verstehe ich das richtig?

    Hallo liebe Leute,

    Hat jemand Erfahrungen mit folgendem Kolben von ZT, ist das sinnvoll oder kann ich genauso gut einen Standart Reso-Kolben verwenden?
    https://zt-tuning.de/ZT-42-mm-Kolbe…-f-Alu-Zylinder

    Hintergrund: "Gewindestangenaktion" Seite 255 ff. Der Kolben hat bereits einige Riefen, habe ihn gerade nicht hier, werde aber nocheinmal ein Bild hochladen. Nachdem das Projekt über ein Jahr brach lag, habe ich jetzt mal den Motor gespalten. War wohl noch nie auseinander, alles noch DDR, also vermutlich höchste Zeit für ne Regeneration. Da ich befürchte, dass der Kolben verzogen sein könnte, würde ich lieber einen neuen nehmen. Es wurden ja schon diverse (allerdings auch teurere) Möglichkeiten diskutiert, die u.a. das große Laufspiel ausgleichen, scheinbar gab es da den ZT-Kolben aber noch nicht. Ich überlege also, so einen zu nehmen (und dann den Zylinder hinzuschicken zum Vermessen). Ich kenne nicht alle Maße des Reso Kolbens, weiß oder hat die jemand, ist das vergleichbar? Alternativ: Kann man einen B-Kolben 1:1 gegen einen B-Kolben ersetzen (ohne nachzumessen) oder variieren die Maße hier zu stark? Was meint ihr?

    Grüße

    Danke für die ausführlichen Tipps. Heute Zündung abgeblitzt auf 1,6 mm vor OT bei mittleren Drehzahlen. Im Leerlauf wandert der ZZP schon fast zu der Ori-Markierung, also 1,8... aber scheint ja normal zu sein. War jedenfalls nötig, vorher war er fast bei 1,4 schätze ich. Dann mal wieder paar Meter gefahren. Rasselt ziemlich. Ich habe mal was hochgeladen, kann man sich hier anhören (sorry fürs wackeln, hab mich aufs Gas konzentriert):

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Zylinder dann abgezogen, einige Spuren schon sichtbar (nach ca. 5 gefahrenen Kilometern insgesamt). Siehe Bilder unten, was haltet ihr davon? Kolben steckt gerade noch drauf. Bekomme den Bolzen per Hand tatsächlich nicht rausgedrückt. Muss ihn also mit der gleichen Methode wieder entfernen, wofür ich mir allerdings noch Material besorgen muss. Zum "ausziehen" brauche ich ja ein Gegenstück, was einmal durch die komplette Kolben-Bohrung reicht und etwas dünner im Durchmesser ist. Zum Eindrücken haben da 3 Beilagscheiben gereicht. Zugegeben, diese Gewalt-Aktion war nicht wirklich schlau. Trotzdem ärgert es mich, dass ich ein sog. "Set" bestelle und der Bolzen dann einfach nicht durch den Kolben geht. Wenn die Qualität stimmt, hat man solche Probleme ja gar nicht. Wie kann das sein?

    Ich lade dann nochmal Bilder vom Kolben hoch, wenn er ab ist. Ist übrigens Toleranzmaß B. Leider habe ich keine Ahnung, welches Maß der Kolben dann genau hat. Und auch nicht, ob der obige LT-Barikit-Kolben mit 41,95 mm dann überhaupt passt. Welche Alternativen habe ich also?

    1. Mit Kälte/Wärme/Reibahle den "alten" Kolben inkl. neuem Nadellager wieder montieren, wenn es denn daran lag.
    2. Neuen MZA Reso Kolben montieren (50€) und hoffen, dass diesmal die Bohrung passt und sich der Kolben normal montieren lässt.
    3. Den Zylinder zu RZT schicken, bearbeiten lassen und mit Barikit-Kolben fahren.

    Zu 1.: Kann man evtl auch mit einem anderen Bolzen Glück haben oder gibt es da kaum Toleranzen?
    Zu 2.: Weiß jemand, ob die Kolben mit gleichem Toleranzmaß auch exakt die gleichen Maße haben? Denn der müsste ja dann zum quasi neuen Zylinder passen. Und: Hab ich da ein Montagsmodell erwischt und passen die normalerweise schon oder kann ich diese Möglichkeit eh vergessen, weil MZA nur Schrott liefert?

    Ich würde es eher vermeiden wollen, viel Kohle auszugeben. Also wenn ich den Kolben ausbaue und sehe, dass das Nadellager Schrott ist, versuche ichs vielleicht nochmal mit dem selben Kolben. Ansonsten... 2. oder 3.? Und nochmal zum LT-Barikit-Kolben: Abdrehen lassen müsste ich den Zylinder da ja auch..?

    Gut, danke euch. Ich hab mir jetzt ne Stroboskoplampe bestellt. Werde erst mal die Zündung korrekt einstellen. Dann werde ich Zylinder und Kolben nochmal demontieren. Ich sehe es irgendwie kommen, dass der Kolben wieder schwer raus und danach auch wieder schwer reingeht, wüsste nicht, warum sich da was ändern soll. Aber was soll ich sonst machen... ich probiere es mal mit Kälte (Bolzen) und moderater Wärme (Kolben), um da weniger Gewalt anwenden zu müssen.

    Um ehrlich zu sein: Keine Ahnung, wie alt der Motor ist. Ich dachte immer, der Zylinder sei original, hat sich aber als 60ccm Nachbau herausgestellt beim Ausbau. Lief eigentlich nie schlecht, 65 waren drin, Anzug ok... Hat aber gegen Ende gut gerasselt und der Kolben war zur Hälfte schwarz, da hats wohl ordentlich vorbei gepfiffen. Motor wurde wohl durch den Vorbesitzer mal gemacht. Lief bisher 2000km komplett ohne Geräusche (bis auf das Rasseln am Ende), Undichtigkeiten oder sonstige Probleme. Auf dem Tacho stehen 4500 km (kein Plan ob original). Hatte daher erstmal keine Regeneration geplant. Außerdem meine ich, das Geräusch recht gut am Zylinder lokalisiert zu haben. War im Leerlauf noch kurz weiter hörbar, bevor es sich wieder eingestellt hat, hab mein Ohr mal hingehalten.

    @ ckich, leider verstehe ich den letzten Nebensatz nicht wirklich :D

    Danke erstmal! Ich nehme an, du meintest das Lehrvideo zum Thema Zündung (nicht das verlinkte von "Simson Werkstatt"). Ich versuche gerade, die Marterie zu verstehen.. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege. Messuhr habe ich. Wenn ich mit der Stroboskoplampe sehe, dass Abriss Polrad und Markierung Motorgehäuse übereinanderstehen, dann weiß ich, dass 1,8 vor OT eingestellt sind, weil werksseitig eben eine Markierung für 1,8 vor OT angebracht wurde. Wenn ich jetzt 1,6 mm vor OT haben will, dann muss ich am Motorgehäuse dort eine Markierung machen, wo sich bei 1,6 vor OT die Abrissmarkierung am Polrad befindet (also etwas weiter oben). Durch verdehen der Grundplatte (im Uhrzeigersinn) verändere ich dann den Zündzeitpunkt und kann anschließend mit der Stroboskoplampe überprüfen, ob meine Markierungen am Polrad und am Motor auch übereinanderstehen. Allerdings brauche ich ja IRGENDEINEN Anhaltspunkt, um wissen zu können, wie weit ich die Grundplatte verdehen muss. Daher Mitte Pollücke und Mitte Geber (oder eben Abriss Polrad und Markierung Grundplatte). Mit diesen Markierungen würde ich den Zündzeitpunkt einstellen und dann mittels Strobo anhand Polrad- und Motormarkierung überprüfen. Soweit korrekt?

    Zum Kolbenbolzen: Die Bohrung im Kolben war offensichtlich zu eng, der Bolzen ließ sich hier nur sehr schwer durchdrücken, hatte ihn mit Öl bestrichen. Per Hand nicht zu machen. Allerdings ist der Kolben am Pleuel sehr gut beweglich, der Bolzen scheint also nicht zu dick für Pleuelauge und Nadellager zu sein. Zudem: Das Ganze kommt ja als sogenanntes "Set", bei dem man davon ausgehen kann, das die Teile zueinander passen. Ich frage mich, wie ich besser hätte vorgehen sollen.. das Ganze zurückschicken? Oder irgendwie am Kolben rumpfuschen? Ich sollte den Zylinder vielleicht tatsächlich nochmal demontieren, nur: was mache ich, wenn der Bolzen dann wieder nicht leicht reingeht? Hab ihn bei der Montage mit Öl bestrichen.

    Was ich mich jetzt frage: Kann die mangelnde Leistung inklusive komischer Geräusche alleine vom ZZP kommen? Und könnte ich probeweise mal den vorher funktionierenden ZZP einstellen (einfach 3 Markierungen übereinander, also vermutlich ungefähr 1,8 vor OT) oder risikiere ich damit zu viel Hitze? Die Hauptdüse mag noch nicht passen, aber damit lässt sich ja eigentlich nicht die auch untenrum mangelnde Leistung erklären..

    Naja, bei 1,8 vor OT fluchten alle 3 Abrissmarkierungen und mit dem alten Zylinder lief sie da gut. Bei der Einstellung nach meinen angebrachten Markierungen (Mitte Geber - Mitte Pollücke) stehen übrigens auch die Abrissmarkierungen von Polrad und Grundplatte genau übereinander. Sollte also passen. Und noch etwas: Wenn ich mit der Stroboskoplampe überprüfe, ob die Einstellung stimmt, dann sehe ich ja nur, ob im Betrieb zum Zündzeitpunkt die Markierungen wirklich exakt übereinanderstehen oder nicht. Aber ob die Abrissmarkierungen überhaupt korrekt angebracht sind, sehe ich damit doch auch nicht, oder?

    Habe jetzt mit Vergaseranpassung ne kleine Probefahrt gemacht (HD80, 09er Nadel 2. Kerbe von oben, Düsenstock 2 Bohrungen, 20er Einlassventil). Fährt sich in der Geraden etwas bessern, mit höher gehängter Nadel noch etwas besser im Teillastbereich. Nach wie vor: Mit Choke geht sie im Stand sofort aus. Und es fehlt spürbar insgesamt an Leistung. Beängstigend: Fahre ich einen steileren Berg im 2. Gang hoch (muss ich fahren, um auf eine Gerade zu kommen), dann sind bei größerer Last Geräusche zu hören, die irgendwo zwischen Nageln, Klopfen und Schaben liegen. Ist das kurz vorm Klemmer?

    ZZP werde ich auf jeden Fall nochmal mit Strobo überprüfen. Was haltet ihr sonst von der Sache? Ich würde mal noch auf originale Krümmerlänge rückbauen, vielleicht wird sie mit dem kurzen zu heiß oder hat deshalb kein Drehmoment... Weiter weiß ich nicht. Scheint irgendwie zu fett zu laufen (geht aus mit Choke), hat keine Leistung, stottert nicht, lässt sich auch nur ohne Choke ankicken und nimmt dann zunächst zögerlich Gas an; nach 2-3 Gasstößen läuft sie zumindest im Leerlauf normal. Ich hab aber Schiss, irgendwas Richtung magerer zu verändern, wegen der ominösen Geräusche.

    Hi Leute,

    kleines Update von mir und schon mal ein Hilferuf zur theoretischen Fehlersuche, da ich wegen Regen gerade nichts machen kann. Ist mein erster Zylinderwechsel überhaupt.

    Reso ist jetzt drauf, Kolbenbolzen ließ sich extrem schwer montieren, habe ihn mit einer Gewindestange eingezogen. Kühlrippe am Zylinderkopf abgesägt, sonst problemlose Montage. Habs mit einem seriennahem Setup versucht, änhlich wie Mr. E (s.S. 253):

    - 6V E-Zündung auf 1,6 vor OT (Methode: Mitte Geber und Pollücke markiert, danach eingestellt, nicht abgeblitzt mangels Zündlichtpistole)
    - ZK Isolator 260
    - Ansauganlage und Luftfilter original
    - BFV 16N1-12 (auf dem Vergaser steht nur 16N1- "nichts", hat aber den schrägen Anschluss)
    - Düsenstock 4 Bohrungen à 0,6mm, Schwimmernadelventil 15, 08er Nadel in 3. Kerbe von oben, Schwimmer 28 bzw 32,5 mm (alles wie original)
    - HD 76, Leerlaufdüse 35 (original)
    - Ritzel 15
    - AOA1 (Krümmer 6cm gekürzt, neuer Doppelrohreinsatz, Endrohr nur leicht geweitet, kein Bohrer und keinen passenden Dorn hier)
    - Quetschkante 1,1 - 1,2 mm (sollte ja noch gerade im Rahmen sein, habe hier keine andere Fußdichtung).

    Ließ sich damit nach einigen Versuchen ankicken, am besten gehts ohne Startvergaser und mit etwas Gas. Leerlauf stabil (Grundeinstellung 1 Umdrehung raus), direkte Gasannahme. Zieht man den Choke, geht sie nicht an und im Leerlauf sofort aus. Choke schließt auf jeden Fall. Ergo: zu fett im Leerlauf? Lieg ich richtig, dass ich die Gemischschraube weiter raus drehen muss? Nebendüse ist ja ori und HD hat keinen Einfluss. Also: Gemisch zu fett oder es kommt keine Luft an. Originaler Filter ist aber gereinigt und anschließend mit 2T-Öl benetzt.

    Größeres Problem taucht beim Fahren auf: In der Ebene fährt sie, hat aber im gesamten Drehzahlbereich keine Power. Leichte Steigung nur im 1. Gang, mit sehr viel Gas komme ich in den 2., dann ist Sense. Bin noch nicht weit genug gekommen, um Leerlauf einzustellen und das Kerzenbild zu beurteilen. Hab ne neue Kerze genommen (Elektrode überprüft), die sieht aus wie neu, also weder weiß noch schwarz, feucht. Als sich "komische Geräusche" einstellten, hab ich mal lieber heimgeschoben, vielleicht war das kurz vorm Klemmer, keine Ahnung. Ich habe das Gefühl (kann ich aber nicht begründen), es kommt einfach zu wenig Sprit an (Tank voll, also maximaler Druck von oben). Allerdings findet sich beim Gasgeben kein Stottern. Weiteres konnte ich noch nicht testen (z.B. Choke während der Fahrt).

    Folgendermaßen bin ich jetzt vorgegangen: Schwimmer nochmals kontrolliert und Vergaser nach LT umgebaut (Leerlaufdüse weiterhin 35, Düsenstock 2 Bohrungen à 0,8 mm, 09er Nadel in 2. Kerbe von oben, Schwimmernadelventil 20). Allerdings aus Einzelteilen von der Ostoase, nicht als Set von LT erworben. Außerdem habe ich doch mal ne 80er HD rein, ich düse mich doch lieber runter, als was zu riskieren. Nachdem Mr. E mit 75 fährt und wie ich Ori Luffi hat, sollte 80 als Start eigentlich ok sein. Damit werde ich mal fahren, wenns nicht mehr regnet. Was dauern kann.

    Denkt ihr, ich bin da auf dem richtigen Weg? Was wprdet ihr sagen? ZZP?

    Mr. E 97080 ist aber n Stück weg ;)

    Danke euch, wieder ein Stück schlauer. Da sollte ich mir wohl tatsächlich mal ein bisschen Literatur aneignen.. Beim 16er Vergaser passt der Ansaugweg ja dann oder fällt zumindest nicht zu sehr ins Gewicht. Ich fang mal langsam an, wenn ich mehr will, dann wahrscheinlich nicht mit dem Reso. Sicher kann man da noch was rausquetschen, aber für den Alltag scheint ja seriennah optimal zu sein und 19er o.ä. nicht viel zu bringen. Aber trotzdem, schon mal gut zu wissen! Falls mir mal ein VM20 in die Hände fällt oder so... :P

    Aus Interesse: Heißt das, wenn ich das Drehzahloptimum verschieben will, muss ich den Ansaugweg zwischen Einlass und Vergaser ändern? Den Vergaser selbst kann man ja schlecht verlängern oder verkürzen und alles was danach kommt spielt keine Rolle. Zurück zum Thema Reso: Hier deshalb am besten auch die dicke Flanschdichtung verwenden statt der auch existierenden dünnen, weil sich sonst die Charakteristik ändert? Oder fällt das nicht ins Gewicht?


    Edit: Ich lese gerade, dass die dicke rote Dichtung auch der Isolierung des Vergaser vom Zylinder dient.. Sonst könnte man wohl auch nur die dünne nehmen.

    Edit: da war jemand schneller ;)

    Alles klar, hätte mich auch gewundert. Gibt es denn irgendeinen Grund, warum so ein Lufi sinnvoll wäre und man bei Schlitzsteuerung einen kurzen Ansaugweg will oder ist das tatsächlich nur Geldmache?

    Ok, hat sich so angehört, als hättest du nen Laden ;) Bei euch ist halt mehr los als hier im schönen Franken.

    P.s. (offtopic) ZT bietet ja für die Schwalbe auch einen Filter an. Pilz, wird direkt an den Vergaser geschraubt, unter Ausschaltung von Ansauggeräuschdämpfer etc. Ich denke mir, es wird seinen Grund haben, dass die meisten Umbauten eher aufwändig sind.. Trotzdem klingt das ja verlockend einfach. Hat schon jemand eine Meinung dazu oder Erfahrung damit? Vermutlich wird der auch recht laut sein.

    http://zt-tuning.de/ZT-Tuningluftf…e-KR51-1-KR51-2

    Ok, danke euch beiden erstmal, hilft mir auf jeden Fall weiter. Der S50 Vergaser müsste ja ein 16N1-8 sein, der original eine 09er Nadel hat (also genau die, die LT empfiehlt). Ich vermute auch den gleichen Düsenstock, der muss ja zur Nadel passen.

    Ich werde den Vergaser dann erstmal belassen, wie er ist. Falls es Probleme gibt, kann ich ja immer noch das LT-Set oder das RZT-Upgrade verbauen. Eher letzteres, da alle, die davon berichten, durchweg begeistert sind.

    Luftfilter werde ich dann auch erstmal nicht ändern, scheint ja zu funktionieren. Wenn das klappt, lasse ich alles wie es ist. Falls nicht und aus reinem Interesse: Sehe ich es richtig, dass ich die LT-Methode ungeachtet der Lautstärke erstmal zum "ausprobieren" nutzen kann? Ist ja schnell gemacht mit dem Strumpf. Wenn das dann besser ist, kann man ja auf einen aufwändigeren und leiseren Umbau umsteigen. Mibus Umbau habe ich so bisher auch noch nicht gesehen. Verstehe ich das richtig, dass du den Stutzen abschneidest und aufbohrst, an dem vorher der Ansaugschlauch war? Das Krümmerstück dient dann sozusagen nur der Pilzbefestigung? Der Luftweg durch den Ansauggeräuschdämpfer ist also der gleiche wie vorher, nur größerer Einlass mit Pilz davor und die ori Patrone weg?

    ZZP nehme ich mal 1,6 als Ausgangswert.

    Falls noch jemand Ratschläge hat zu LT60 Reso an der Schwalbe, bitte gerne!

    Grüße aus Würzburg

    Zitat von Mr. E

    And another one. KR51/2 Umbau auf 2L. S50 3Gang durch regenerierten M541 mit neuem Reso ersetzt. Umbau auf 12V Elektronik Zündung. Hab außer der QK nix vermessen oder überprüft. 75er HD im Original Vergaser, kein Luftfilterumbau, Krümmer 7cm gekürzt. Fährt butterweich und sahnig, im 4ten die steilsten Berge hoch.

    Bin auch dabei, ein Reso Setup zu planen, KR51/2L 6V E, am liebsten Auspuff AOA1 oder ori und Luftfilter ori. Bisher wenig Erfahrung. Hatte Sorgen wegen des Schwalbe-Luftfilters, Zitat Hubraumsuchti S. 244: "Schwalbe Oriluftfilter ist auch schrecklich. Ich bin damals mit 85er Sport mit 16er Vergaser gefahren, allerdings das Innenleben der Filterkartusche raus und nur eine Lage Filterflies rein. Und den schlauch ab." (https://www.simsonforum.net/viewtopic.php?p=1038133#p1038133). Weiter unten heißt es, man solle hinter dem Schutzblech Löcher bohren und mit Filtervlies auskleiden. Noch aufwändiger wäre Umbau nach MoSe. Ich würde auf solche Maßnahmen aber gern verzichten. Wenn man sich den kompletten Thread durchliest, wird klar, dass der Reso mit Ori Komponenten super rennt. Allerdings bezieht sich das fast immer auf S51 - anderer Ansaugweg. Zudem hat die Schwalbe original ja auch nur eine 67er HD und der -11er ne 72er, was ich darauf zurückführe, dass offenbar weniger Luft angesogen wird als bei der S51 (korrekt?). Jetzt schreibt Mister E., dass es auch mit ori Luftfilter klappt, wäre geil.

    Deshalb Frage an Mr. E zum Setup, alle anderen dürfen sich gerne beteiligen ;)

    1. Vergaser außer HD komplett Stino? 16N1-12 hat ja bspw. eine 08er Nadel und den Düsenstock mit 4 Bohrungen - LT empfiehlt 09 und 2 Bohrungen + 20er Einlassdüse, die bei anderen aber schlechter läuft. Toll soll auch das RZT-Update sein. Habe Sorge, den Teillastbereich nicht ordentlich abgestimmt zu bekommen, deshalb würds mich freuen, wenn der komplett Stino gut laufen kann (außer HD natürlich). Sonst irgendwelche Empfehlungen?

    2. Nur Krümmer gekürzt oder AOA1? Sieht auf dem Bild nach Spitztüte aus (mit Doppelrohr ESD?).

    3. ZZP? Man liest von 1,6 - 1,7 vor OT (im Gegensatz zu LT's 1,5).

    4. Ritzel 15?

    Danke schonmal ;)