Posts by nu!

    Bei meinen beiden Tüv Mopeds musste ich 96 dB Standgeräusch einhalten. Scheinbar misst das aber jeder Prüfer etwas anders. Das Geräusch wurde bei ca. Leistungsdrehzahl gemessen. Interessanterweise hatte ich da mit dem Zweizylinder garkeine Probleme und auch nur 86dB. Mein 94er hat volle 96dB gebraucht :ph34r:

    Ich weiß allerdings nicht, ob diese Geräuschwerte außerdem noch von einem bestimmten Baujahr abhängen.


    Übrigens werden deshalb bei MX Motorrädern (2T) die Auspuffe sehr gerne auf die beiden Seiten aufgeteilt. Bspw. Blase links- ESD rechts. Da immer auf Höhe des Endschalldämpfers gemessen wird. Größere Hubräume haben es da generell schwerer die Vorschriften einzuhalten- daher dieser Kunstgriff.


    Manche haben sogar einen Doppelmantel-Reso der mit Wolle ausgegleidet ist.

    Danke HerrSchmidt ;)


    Früher waren das die Tuningzylinder auf dessen Basis man weitere Fräßarbeiten daran vorgenommen hat. Aus der Kiste (zumindest noch vor ca. 10 Jahren) hatten diese sehr geringe Steuerzeiten und eben noch 2 zusätzlich reingebohrte Wurmkanälchen. Ob die Jackmotorszylinder da anders sind, weiß ich nicht. Die genannten 6PS halte ich für fragwürdig.


    Die Zylinder sind definitiv auch mit 19mm Vergaser oder sogar mit 21mm Vergaser sauber abstimmbar und werden damit super funktionieren. Ich würde wenn der Motor so abgesoffen ist vielleicht erstmal die Luftfiltermuffe hinter dem Vergaser abziehen und damit erstmal im Stand mit Gasstößen das Gemisch aus dem Kurbelgehäuse loswerden.

    Falls der Motor nicht hochdrehen will, kannst du mal mit dem Daumen paar Sekunden den Entlüftungsstutzen zuhalten. Damit magert der Motor ab und sollte erstmal auf Touren kommen.


    Ich hab weder irgendwelche nachteiligen Sachen gemerkt noch je einen Unterschied gemessen, ob das Blech hinter der Filterpatrone bearbeitet war oder nicht. Allerdings kommt es bei ungepflegten Mopeds öfters mal vor, dass der Luftfilter zugesetzt ist. Den sollte man reinigen. Schau auch mal, ob in dem Trichter vom Herzkasten (endet unter der Sitzbank) irgendwas drin steckt.


    Wenn du dort einen 16er Vergaser dran baust, hättest du dir auch den Umbau auf den anderen Zylinder sparen können :sorry:

    Die Arbeit von Langtuning auf YouTube trägt langsam Früchte.


    Würde dir für Wheelies auf alle Fälle einen Langtuning Zylinder empfehlen. Siehst in jedem zweiten Video wie Jan damit schöne Wheelies zieht. Geht besonders gut in der Stadt wo jeder zuschauen und jubeln kann 👍

    Wasn wurde dir das Sponsoring seitens LT gestrichen? Erst warst du doch noch ein glühender Verfechter von LT 8o

    Welche Nachteile ergeben sich daraus für den Altagsbetrieb oder überwiegen sogar die Vorteile?

    Vorteile:

    Weniger Reibbelag und weniger Federkraft notwendig


    Nachteile:

    Hohes Trägheitsmoment

    Muss gewuchtet werden

    Verstärkung vom Schleppmoment

    Axiale Krafteinwirkung auf die Kurbelwelle beim Kuppeln


    Die Kupplungskonstruktion bei den 250/300 Motoren ist leider aus der Not geboren um Kupplungsbelag zu sparen. Auch die Umlenkung mittels Schnecke ist nicht die beste Lösung und ergibt entweder hohe Kupplungskräfte (z.B. ES Motoren) oder beschissene Schleifpunkte (z.B. ETZ). Da ist eine Mopedkupplung eine Erlösung dagegen.


    Allerdings finde ich die Kupplung der 125/150er MZ Motoren auch nicht schön. Durch die Primärkette hat man Geräusche und eine ungewöhnlich hohe Verlustleistung. Die Kupplungswelle ist dünner, als die von einem S51 und die Kupplungsbeläge haben auch nur die Hälfte der Nasen wie beim Moped (haben aber sonst die selbe Bauform- bis auf die Dicke). Außerdem lösen sich gerne mal die Nieten vom KK.

    Ich hab tatsächlich auch 2 Stück zum testen da. Der 50er ist bei mir auch wesentlich zu eng (klemmt im unteren bereich). Der 60er war mit 3/100 auch relativ eng, funktionierte damit aber ohne Geräuse oder Klemmen. Ich hab den auf einem Testmotor verbaut gehabt und mit verschiedenen Auspuffen durchgemessen. Die Lauffläche sah nach den Tests nicht mehr so gut aus (doch zu eng- hatte Schlieren in der Oberfläche) Beim nächsten Mal müsste man den nochmal durchhohnen lassen. Ich würde dort schon 4-5/100mm Laufspiel machen.

    Hier sind übrigens die Diagramme davon:

    Das Rote ist der GST60 mit AOA3,5+ und 21er BVF und die schwarze Kennlinie ist der PZ Allday mit den selben Anbauteilen. Beides nicht mit Kampfabstimmung.

    Der Nulldurchgang in der Motorkurve ist noch ein Softwarebug- das wird noch geändert. Ein Diagramm ist Motorleistung und eins Radleistung.


    Wollte ich hier nur mal teilen, da die Zylinder hier eh mal angesprochen wurden.

    Was bedeutet bei einen MZA Gehäuse die dicke Stelle mit den 2 kleinen Gewindebohrungen ?


    Gibt es auch Nachbau Motorengehäuse in Originaloptik ?

    Das sind die Halter für den Anlasser. Die Gehäuse sind auch sonst anders: Vorne rechts ist für den Anlasser die Rippe noch ausgefräßt und im Gehäuse sind die Angüsse für die Ölpumpe vorhanden. So wie eben der letzte Stand der Gehäuse war.

    Klar gibt es auch "normale" Gehäuse. Ich weiß, dass Sachsenmoped welche hat- die nehme ich auch für meine Umbauten. Andere Firmen haben die aber bestimmt auch.

    Ich hab das an meinem Zweizylinder mit einem Hallsensor von Harley (Schande auf mein Haupt😅) gebaut. Siehe Bilder.


    Verwendet hab ich nur 1 "Kontaktfahne". Im normalen Einsatz funktioniert das gut, aber sollte ich das nochmal machen, würde ich gleich auf 3 Fahnen erweitern um die Auflösung zu verbessern.

    Auf 48mm hub passen auch zt95g, zt100n, der Samo 94 (mit anpassungen), Almotzylinder mit Distanzplatte (z.b. LT85) und Bearbeitung, RZT uvm . Es gibt eine Menge Zylinder die da drauf passen.

    Vom RZT Zylinder bin ich persönlich leider nicht überzeugt. Das erreichbare Drehmoment ist im Vergleich doch eher mau.

    Ansonsten lass dir doch einfach deinen "weggeklemmten" Zylinder schleifen. Ist im Endeffekt die günstigste Variante.

    nu!

    Du hast in deinem Post im MZ Forum geschrieben, dass du den Auslass verengt hast. Wie hast technisch umgesetzt, dass das haltbar ist und der Hitze widersteht. Kann man da mit JB Weld arbeiten und vielleicht ein passendes Stück Alu? Schrauben?

    Ich hab den Kanal ein Stück zugeschweißt an der Unterseite. Da ich mit dem Wig Brenner nicht weit genug rein kam, hab ichs mit Alu- Elektroden probiert. Das funktioniert allerdings echt beschissen. Hat aber im Endeffekt dann doch noch gereicht und wurde zum Schluss noch schick gefräßt. JB Weld hält an der Stelle leider nicht.

    An meinen Trabi Zylindern hatte ich nur ein Stück Alublech reingeheftet und zusätzlich mit einer Schraube fixiert. Das hält auch.


    Das mit der Kante im Auslass kann man übrigens bei fast allen Zylindern mit richtig Literleistung sehen.

    Ja da bist du auf einem guten Weg. Man will eigentlich ein geringes Auslassvolumen haben (nicht so wie beim MZ Tuning- da wird immer alles riesig gefräßt).

    Ein kleineres Auslassvolumen gibt einen stärkeren Druckimpuls, was wiederrum den Auspuff besser arbeiten lässt.


    Wenn man größer fräst, dann schwächt sich der Impuls ab, man bekommt eine Menge Spülverluste und die Bandbreite bricht extrem ein. In der Spitzenleistung fehlt dann auch was.


    Übrigens kann man zum Auslassvolumen auch zylindrische Krümmer dazu zählen. Das einzige, was die Strömungstechnisch bewirken ist eine Dämpfung der Druckwelle.

    Gab es mittlerweile Versuche auf Simsonbasis wo sich die Veränderung/Vergrößerung der Schränkung positiv (in Anbetracht auf die erreichten Leistungswerte)auswirkt?

    Ja es gab mal einfache Versuche dazu. Keine Schränkung (0mm) hatte dabei die geringste Leistung. Die Schränkung in positive oder negative Richtung hatte einen kleinen minimalen Einfluss auf die Leistung (wurde etwas mehr). Die Richtung war bei dem Versuch egal. Allerdings unterstützt man damit natürlich den Verschleiß an der Anlageseite des Kolbens. Je nach Drehrichtung oder Ausrichtung des Auslassfensters.

    Bei meinem Eigenbauzylinder habe ich die Schränkung umgekehrt, weil dort der Zylinder ja andersrum sitzt.

    Die Laufbuchse ist "nur" 2mm vom originalen Mittelpunkt versetzt. Damit soll die Hebelwirkung nach der Zündung verbessert werden. Nachteil ist ein bisschen weniger Laufruhe. Eine Tabelle dazu ist weiter vorn im Fred. Da der Einzylinder sowieso schon stark viebriert sollte das nicht merklich schlimmer werden. Mal sehen ob es Drehmoment mäßig was bringt.

    Außerdem erhält der Kühlkörper dadurch auf der Einlassseite 2mm mehr Wandstärke für eine bessere Kanalgestaltung.

    Ja, aber "nur" 2mm Versetzt ergibt entweder 4mm Schränkung (Simson ist original schon 2mm versetzt) oder halt gar keine mehr- je nach Richtung (-;


    Durch die Schränkung bzw. Deachsierung des Zylinders ergibt sich außerdem noch ein zusätzliches Massenmoment bzw. Kippmoment.

    Genauso wie es im Text steht. Eine niedrige Quetschhöhe vermindert die Klopfneigung. Die Schwierigkeit besteht nur darin keine eingeschlossenen Volumen oder andere Klopfnester zu erzeugen.

    Wenn du es eh offen hast, kannst du ja auch die Bohrung, den Hubzapfen und die Nadeln einzeln messen.

    Es gibt einen Lagerkatalog von INA speziell für Nadellager an Kurbelwellen. Der ist auch ganz interessant und im Internet zu finden.

    Die Hondalager sind super und halten auch viel aus. Erfahrungsgemäß sind diese etwas enger als INA oder MZA (wo kommen die her?) Lager.


    Tante Edit:

    Die Hubzapfen sind in 99% der Fälle auf Null (=0) natürlich nur, wenn die neu sind. Diese werden sogar geläppt (nicht nur geschliffen). Die Lager sollten sehr genau gefertigt sein- da bleibt nur das Pleul übrig um das Laufspiel des Lagers herzustellen. Also in der Praxis kannst du das Pleulauge messen und damit Rückschlüsse auf das Laufspiel schließen.

    Ich bin mit meinem Prüfstand auch fast ran. Nur noch die Verschiebung vorn bauen, ne Absaugung und den Bildschirm an die Wand nageln, dann gehts los damit.

    p.s. ich hab einfach die Oberfläche gekordelt. Damit brauche ich kein Griptape.

    Mahlzeit,


    du schreibst, du hast ein Gehäuse aus Spanien, wie es von irgendwelchen Händlern vertrieben wird. Wo hast du es direkt her?

    Ich kenne die Thematik von Chinesen (Alibaba & Co.) auch. Da werden sehr günstige Sachen im Internet angeboten- nur leider sind das die Dinge, die bei Qualitätskontrollen schonmal durchgefallen sind.

    Ich hab meine aus C35 drehen lassen. Die Stähle gibts manchmal im Stahlhandel als Reststück zu kaufen. Mit irgendwelchen Umlenkrollen oder mit Beton ausgegossenen Rollen bringt man sich um. Lieber auf Nummer sicher gehen. Rundlaufen soll die ja auch.


    Bei Elektromotoren sind oftmals innen noch Kühlrippen/ Ventilationsrippen angegossen. Das beeinträchtigt die Qualität der Messung da der Widerstand mit der Drehzahl noch zunimmt. Außerdem sind Elektromotoren dieser größe oft Gleitgelagert. Sowas wirft man auch nicht einfach so in den Schrott. Die werden neu gewickelt und laufen wieder 30 Jahre.

    Die Maximale Drehzahl dieser Motoren ist auch nicht uninteressant. Die schnellsten mit 1 Polpaar schaffen knapp 3000min-1. Wenn man die allerdings schneller antreibt bin ich mir nicht sicher, ob der Läufer das lange aushält. Ansich ist das keine gute Basis.

    Wir haben noch nix nachteiliges Messen können, wenn der Auslass im OT offen steht. Sollte natürlich kein riesen Loch sein. Aber bei dem originalen Überlauf passiert nix.


    Ich hab tatsächlich mit viel Einlasssteuerzeit bis ca. 165° auch schon mehr Leistung gemessen. Das kommt auf bestimmte Faktoren drauf an.


    Ich fahre in meinem Alltagsmotor auch seit der Testphase des Zylinder mit dem Italkit rum. Der hat schon viel ausgehalten und läuft nach wie vor zuverlässig.