Beiträge von nu!

    Wir haben zu dem Kurzschluss der Nebenauslässe mit dem Überströmer auch schonmal Tests an 2 verschiedenen Motoren gemacht. Einmal mit Kobo Stöpsel und dann ohne. Das Ergebnis war entweder genau gleich oder -0,1 PS. Das sehe ich eher noch als Messtoleranz. Das kleine Fenster was auch nur den Bruchteil einer Sekunde geöffnet ist und dann auch noch sehr verwinkelt ist hat kaum irgendeinen Einfluss. Wenn du dir deswegen trotzdem Gedanken machst, kannst du dir aus PEEK ja gerne Stösel drehen. Bilder dazu hatte ich mal irgendwo hochgeladen. Die LT- Clipser halte ich für nicht so schön.

    Zur Vergaserbedüsung würde ich mir keine großen Gedanken machen.

    Wenn du schon sowas fragst, wird das nix gescheites mit der Zündkurve. Am besten du gehst zu jemanden, der sich damit auskennt und schon viele Zündkurven auf dem Prüfstand rausgefahren hat. Mit mal paar Daumenwerten kommt man dort nicht weit. Wichtig ist, dass immer bei der selben Temperatur gemessen wird und so die Zündkurve Stück für Stück aufgebaut wird. Übrigens kann man mit einer fertigen zündkurve dann keine Komponenten mehr tauschen- z.b. neuer Auspuff=> neue Zündkurve; mehr Verdichtung=> neue Zündkurve usw.... Daher macht man eine Zündkurve erst zum Ende der Abstimmung.

    Bei meinen Sprintmotoren gebe ich unten raus sogar 35° drauf. Aber wie RZT schon sagte, kommt es dann auf den Fahrer an.

    Ich vermute einfach das der Zylinderradius größer ist und es gibt sereienmäßige Luftgekühlte 125er au cden 70ern die auch statisch mit 23 oder 24 Grad laufen. 26 Grad bei 5500rpm wären vielleicht ganz gut. Aber klar muss man alles spezifisch testen.

    Zum Thema Zündzeitpunkt muss man immer anschauen, wie das Gesamtsystem gebaut ist. Wenn dort ein halbwegs arbeitender Auspuff dran steckt, geht das mit 24° nicht lange gut. Damals ging das, weil insgesamt das System so dumpf gebaut war (wenig Verdichtung, schlechte Spülung, Kopfkontur?, und vor allem ein stark gedämpfter Druckimpuls durch den Auspuff).


    Zündung ist ein heikles Thema, wenn man nicht weiß, was man dort macht, hat man sogar auf dem Prüfstand ruck zuck einen Schaden. Außerdem hab ich mir dort das temperaturgenaue Messen angewöhnt.

    Wir haben am Prüfstand zur Zwischenversorgung unserer undefiniert geformten Körpern Döner gegessen. Daraus entwickelte sich eine Idee den Abgang eines AOA Auspuffs damit zu verschließen. Das hat ziemlich gut funktioniert, weswegen diverse Firmen dafür jetzt auch Stöpsel anbieten.:/

    In der Zeit als noch großvolumige Zweitakter mit Vergasertechnik über die Autobahnen gejagt worden sind, wurde die Powerjet-Funktion wortwörtlich missbraucht, um die Motoren dauervollgasfest zu bekommen. Hier stand der Fokus weniger auf Feinabstimmung, mehr auf Innenkühlung. Die Idee ist ein alter Hut.

    Solche Werbetexte gibts überall. Manche Getränkehersteller werben damit, dass ihre Getränke "flügel verleihen" oder dass Schuhe beim abnehmen helfen. Früher wurde Heroin auch als Hustenmittel verwendet- heute weiß man das besser.

    Naja wenn ich von einem Renommierten Tuner einen vergaser kaufe auf dem Geprüft steht gehe ich davon aus das das passt👍

    Eine teure Erfahrung, aber es handelt sich immernoch um Zweitakter. Je mehr Literleistung so ein Motor hat, desto mehr wird aus einer Kolbenmaschine eine Strömungsmaschine. Desto mehr wird so ein Motor "wetterfühlig". Da reicht es schon, wenn man bei 30°C abstimmt und dann am nächsten Tag nach dem Regen sind es nur noch 15°C- da magert der Motor schon ab- kann reichen. Wie soll das der Versender der Vergaser wissen? Auch an welchen Motor das ganze gesteckt wird, ob ein Luftfilter vorhanden ist, welche Membran verbaut ist... An einem Tuningmotor gibts kein zusammenstecken und schon funktionierts. Das geprüft wird sich meiner Meinung nach eher auf die Vollständigkeit beziehen. Wie außerdem schon beschrieben wurde, haben viele PWK´s ein zu kleines Nadelventil. Vermutlich um Spritpumpen verwenden zu können. Das muss ganz oft nachgearbeitet werden.

    Mahlzeit zusammen,

    mich erinnert der Zylinder an die Zündapp Supertherm Zylinder- zumindest äußerlich. Die hatte ich schon vor 15 Jahren in der Hand. Passen zufällig recht gut auf den M53 Motor und die gibts auch mit Membraneinlass.

    Manchmal denke ich mir bei solchen Preisen, dass ich im falschen Film bin:sorry: 500€ für einen luftgekühlten Simson Zylinder mit einer verunglückten Spülung. Macht ja scheinbar nix- wird ja trotzdem gekauft. Vielleicht bin ich bei sowas auch einfach zu lange raus. Das dort die Leistung kommt, liegt auf der Hand. Es sind ja immerhin auch 90ccm. Mit bissl Drehzahl und nicht ganz unpassendem Auspuff kommt doch da die Leistung schon. Was man ZT aber zu gute halten muss, ist, dass die angegebene Leistung eigentlich immer drin oder machbar ist- nur doof, dass diesmal keine offizielle Leistung angegeben ist:heuldoch:. Die 320 PS/L kann ich nicht nachvollziehen. In dem auf der ersten Seite gezeigtem Diagramm sind das 26PS Motorleistung d.h. korrigiert! Das sind für mich bei 90ccm 289PS/L korrigiert.

    Die Beschichtung sieht mir ähnlich aus, wie bei den anderen Zylindern.

    Noch ein Wort zu den Vergasern. Jemand hatte geschrieben, dass der Zylinder klingelt. Dann sind aus meiner Erfahrung raus die Zylinder auch kurz vorm klemmen. Auf die Kerzenbilder würde ich mich beim Abstimmen nicht vorrangig verlassen. Gerade bei solchen Anzeichen wie klingeln muss man doch auch mal fetter bedüsen. Und noch ein Satz zum Powerjet. Dieser ist nicht dafür da, dass der Motor oben raus extrem abgefettet wird. Nach der Resonanz braucht das der Motor auch gar nicht mehr (sogar das Gegenteil ist der Fall). Der Powerjet ist eher dafür da, damit die Lastbereiche besser getrennt werden und man so ein paar Nachteile der Vergasertechnik ausgleicht. Ansonsten hat man "nur" eine Leerlaufdüse für das Standgas und eine Hauptdüse für das Vollgas. Dazwischen wird ein bisschen mit der Nadel interpoliert. Mit Powerjet kann man aber die Hauptdüse kleiner machen und erreicht damit eine bessere Abstimmung, die sich auch im Fahrverhalten äußert. Warum die billigen China Vergaser manchmal keinen Powerjet haben weiß ich nicht. Vermutlich um die Leute nicht mit noch einer Düse zu verwirren und weil es auch ohne geht- nur nicht so schön.

    Hallo zusammen,

    mir ist da bei einer Trödelaktion was besonderes zugelaufen- ist aber mehr was für die Vitrine, als zum fahren. Vielleicht kennt das jemand und kann mehr dazu sagen?

    Steuerzeiten und Flächen sind soweit Serie. Meiner Info nach war das eine private Entwicklung um den Trabant leiser zu machen und bessere Heizleistung zu erhalten.

    Interessant wäre auch zu wissen, wer sich hinter "GK" versteckt. Vom Guss her würde ich sagen, dass dort vermutlich die originalen Zylinder umgossen wurden mit dem Kühlmantel.

    22er Innendurchmesser an einem 50er:hammer: mein lieber Scholli. Dort bleibt Leistung liegen und wird auch nicht dein Problem sein. Bau doch lieber um auf Drosselhülsen am Gegenkonus, als auf ein undefiniertes Endrohr zuzugreifen.

    Hattes du den Zylinder "nur" bearbeitet und bist ihn dann gefahren, oder hast du ihn zwischendurch nochmal schleifen lassen? Hintergrund ist der, dass sich die Zylinder gerne mal nach dem bearbeiten verformen. Beim ersten warm werden, werden die Spannungen dann frei und der Zylinder verzieht sich extrem. Das kann man durch "Tempern" und anschließendem neu schleifen aber in den Griff bekommen. Wenn man nur paar Steuerzeiten rein fräst, passiert das nicht, aber bei einigen zusätzlichen Öffnungen passiert das gerne mal. Wenn du nix machst und weiter fährst, klemmt der bestimmt auch nochmal. :sorry:

    Hatte ich auch mal vor einiger Zeit gebaut. Allerdings mit RZT Welle und 90er Pleul. Damit kam man ganz ohne Spacer aus (49mm Kolben).

    Das Moped hatte ich für meine Mutter gebaut, daher nur sehr niedrige Steuerzeiten und nur AOA Auspuff. Es war also nicht das Ziel Leistung zu machen. Lässt sich so richtig toll und unangestrengt fahren. Sogar mit 4 Gang (geht nur kaputt wenn man das zu grob behandelt). Hier auch mal ein älteres Diagramm dazu. Ich würde immer wieder ne 44er Welle einbauen- Das Drehmoment im S50 ist echt toll.

    Hast du die Zeitquerschnitte für den Zylinder mal gerechnet? Also mir wären die Steuerzeiten zu hoch. Du hast immerhin nur einen 2 Kanal gebaut, der gar nicht so viel Füllung bringen kann, dass du so hohe Querschnitte bräuchtest. Ich bin mir sicher, dass man die angestrebten Ziele auch mit 5° weniger im Hauptauslass schaffen kann- und damit würde der Motor unanstrengender zu fahren sein. Er soll ja nicht nur auf der geraden gehen, sondern auch aus der Kurve raus fahren. Aber gut, für einen ersten Test wirds erstmal gehen. Außerdem würde ich die Nebenauslässe noch ein Stück weiter zurück setzen. Du hast jetzt 4° weniger Steuerzeit (2° auf eine Bewegung)- Peil mal eher so 6-8° (3-4°) an. Das macht den Motor untenrum weniger tot, ohne, dass du in der Spitze viel verlierst.

    Zu dem Volumen im Überströmer kann ich noch anmerken, dass dieses Volumen zum Kurbelgehäusevolumen dazu kommt. Mehr Volumen bedeutet auch oft mehr Dämpfung, aber auch mehr Volumen was durch den Diffusor "abgesaugt" werden kann. Es kommt dort denke ich auf das Auspuffkonzept an- da du ja einen schlitzgesteuerten Einlass hast, der nicht verzögert schließen kann. Was willst du dort für einen Auspuff nutzen?

    Zum Vergaser- du willst einen 24er Vergaser nutzen. Das ist für dieses Konzept sicherlich die richtige Größe. Falls du dich mal irgendwann entscheidest einen Zylinder mit mehr Strömerfläche zu bauen, kannst du auch auf einen 28er wechseln. Das ist eine gebräuchliche Größe für schnelle 50er.

    Zum Einbauspiel- da hätte ich auch 5/100 gewählt. Klar kann das auch mit 4/100 gehen, aber dann muss man beim Einfahren und Abstimmen mehr aufpassen. Das wichtigste ist, dass der Ring ordentlich dicht wird, da ist das Einbauspiel fast egal. Du kannst ja vor der Montage mal das Stoßspiel kontrollieren. Bei der kleinen Bohrung würde ich da irgendwas in Richtung 0,2mm anpeilen.

    Zum Handwerklichen kann ich nur sagen Chapeau! Sehr schön gemacht. :)

    Hallo zusammen,

    mein Satz Pleule für den Trabant ist endlich fertig :)

    Ist jetzt soweit bereit und Einbaufertig. Laufspiel unten hab ich jetzt 40µm und oben 20µm. Ich denke, das sollte passen.


    Edit: Ich hab mein Prüfstandsmoped für den Trabantmotor fertig gestellt. In meinem ersten Beitrag hatte ich ja vermutet, dass der Motor mit den Boxauspuffen ganz gut gehen könnte. Das ist leider nicht ganz so. Ich denke das Konzept der Spülung und der ganzen Gestaltung rings rum ruft nach einem Reso. Auch kann ich sagen, dass der Trabantmotor mit dem normalen VSD so gut wie garnicht auf verschiedene ZZP reagiert. Das liegt am fehlenden Gegenkonus- wenn es keine aufladende Welle gibt, brauche ich auch die Abgastemperatur nicht verschieben. Wir haben bisher nur ein paar grundsätzliche Tests damit gemacht, daher kann ich noch keine Ergebnisse dazu liefern. Der allererste Test mit Boxauspuff lag bei nur 36PS- da kommt aber definitiv noch was (-; es ist eher die Zeit, die fehlt

    Ich kann nix zu den Venandi Wellen sagen, aber oftmals haben z.b. SKF Lager ein kleines bisschen weniger Passmaß (sind größer) als z.b. SNH oder ähnliche. Wenn das allerdings schon klappert, dann kann man das durch andere Lager eher nicht hinbekommen.

    Bevor du was anderes Kaufen musst, kann man bei solchen Sachen auch mal Loc***e Fügen Welle- Nabe nutzen. Achte dann aber drauf, dass nicht komplett alles eingeklebt wird. Es gibt immer ein Fest- und ein Loslager.

    Heute mal was eher untypisches für mich gebastelt. Das ist ein elektronischer Umsetzer von 0-5V Analogsignal auf PWM Servo- Stellsignal inkl. 2 Kanälen und integrierter Spannungsversorgung.

    Das Gerät ist dafür da an einer Ignitech bis zu 2 Servomotoren anzusteuern und dafür handelsübliche Modellbauservos zu nutzen. Die originale Variante der Servoansteuerung an der Ignitech ist leider überhaupt gar nicht zufriedenstellend.

    Das Gehäuse hat leider noch einen kleinen Druckfehler. Ich hab die Einstellungen nochmal angepasst und drucks nochmal. Den USB Anschluss brauche ich zur Feineinstellung oder evtl. Umprogrammierung. Damit das Vibrationsfest ist, vergieße ich die Elektronik noch.

    Moin zusammen,

    ihr fragt euch vielleicht, was in der Zwischenzeit so weiter gegangen ist. Das Winterwetter hat es mal zugelassen, dass ich an meinem Prüfstandsmoped weiter schraube.

    Ich hab leider kein besseres Bild davon. Das Moped besteht zum Großteil aus alten/ Schrottteilen. Der Rahmen war mal ein TS150 Rahmen, der vorne aufgesägt wurde. Die Schwinge ist von der ETZ250 und die Radnabe und der Kettenantrieb vom Moped (hinten 31 Zahn vom Roller). Das Getriebe hätte es im echten Leben schon lange hinter sich, für das Moped reicht das aber wahrscheinlich noch jahrzehnte. Auch der Anlasser ist eigentlich fertig. Der Mopedtank stammt von einem alten Crossmoped und hat überall Dellen. Das Rad hinten habe ich neu einspeichen lassen, aber auch nur, weil ich nix passendes da hatte. Ich hab bewusst die Übersetzung so lang wie möglich gewählt, um die Beschleunigungszeit auf dem Motorradprüfstand irgendwie in "normale" Verhältnisse zu bringen. Außerdem reduziert man so die Kräfte auf den Antrieb.

    Das gute ist, dass man bei dem Moped recht gut an alles ran kommt. Den Auspuff kann man schnell wechseln. Das Mittelrohr und den ESD werde ich erst auf dem Prüfstand montieren. Als Zündung dient meine alte Ignitech Rennzündung vom Drehschieber mit einer Doppelzündspule. Es sind jetzt noch ein paar Kleinigkeiten zu tun: Gasbowdenzug in den Gasgriff bauen, Getriebe abdichten und Kupplungspedal dran bauen.

    Ich denke, da kann ich gegen nächster Woche mal auf die Rolle und schauen, was es als erstes zerreist=O

    Interessant finde ich folgende Tests:

    - verschiedene ZZP und Zündkurven

    - verschiedene Auspuffanlagen

    - verschiedene Ansauglängen und Durchmesser (evtl. anderen Luftfilter) => hier habe ich großes Interesse dran, ich kann den Trabanttypischen Einlass dahingehen noch nicht richtig einschätzen

    - Bedüsung wird noch bestimmt- ist noch ziemlich fett

    Da der Motor zwangsgekühlt ist, werde ich mir auch die Temperaturen anschauen, damit wir auf einem gleichbleibenden Temperaturniveau messen können.

    Gibts sonst noch Ideen für weitere Tests?

    Ja, Teufel! Der lausige Dilettant vermurxt die Gussauslegung und dann kriegt er noch nicht mal seinen verdammten Steiger in den Griff!? Gott, hätte ich doch bloß vorher gefragt. Denn das scheint gerade hier in der wohlwollend hilfsbereiten, mit Detailknow-how grundsätzlich nie sparsam um sich werfenden jungen Tuning-Szene das Mittel der Wahl, wenn man mal nicht mehr weiter weiss 😂.

    Ganz ruhig. Ich hab dich nicht angegriffen. Vielleicht denkst du ja nochmal drüber nach. Meine Trabantzylinder sind in einer ähnlichen Größenordnung und haben dort nicht so einen Schwamm. Klar musst du dich bei der Firma evtl. nicht um den Einguss und Steiger kümmern, aber man sieht ja die Ergebnisse. Vielleicht kannst du dort konstruktiv etwas ändern- ich hatte dir den Hinweis mit dem vielen Material an der Stelle ja schon gegeben. Vielleicht muss man dort auch Kühlstellen anbringen- Die Bohrung spindelst du ja sowieso nochmal durch. Eine zweite Meinung kann bei sowas manchmal nicht schaden. Ich denke man kommt bei so einem Gussteil auch ohne Hightec Gussverfahren aus- andere schaffen das ja auch.

    Zu der Oberfläche: Mir persöhnlich gefällt die Sandgussoberfläche. Kokillenguss sieht nach "Massenware" aus. Außerdem erreicht man eine bessere Kühlwirkung- aber kann ja jeder selber entscheiden. Wenn man das will, kann man solche Formen übrigens auch beschichten lassen- dann werden die Oberflächen deutlich feiner. Vielleicht redest du nochmal mit deinem Feingussmeister und überarbeitest dein Modell nochmal.

    Wahrscheinlich bekomme ich keine Antwort, aber fragen kostet ja nichts: Mich würde mal interessieren, wer diese Zylinder beschichtet. Hintergrund: mein Eigengusszyl. wurde (auch) nicht ge-hip-t (hot isostatic pressing) vor der Aushärtwärmebehandlung. Man sieht an den vielen Mikrolunkern oben, dass es hier nach dem Guss auch nicht passiert ist.

    Ich dachte damals -> ist auch gar nicht nötig und die Beschichtung hält vielleicht sogar besser durch eine Art „Einrasteffekt“, genauso wie das Öl. Pustekuchen. Aufgrund der Mirkolunker musste mein Zyl. ein zweites Mal beschichtet werden, was dann zwar letztlich auch qualitativ i.O. war, aber eben recht teuer insgesamt und ärgerlich. Zumal Versuch 2. Revaltec France fast die doppelte Summe aufruft im Vergleich zu Mitbewerb.


    Sah nach dem Bohren exakt aus wie weiter oben - daher die Frage. Professionelle Anbieter werden diese Fragestellung kennen. Ich weiß, dass es hier mehr um Werbung und dem Aufzeigen von Technologie und Fähigkeiten geht. Dennoch meine Frage auch als Hinweis für jene Mitmenschen, denen dieser Arbeitsschritt am Rohling auch noch bevorsteht.

    Diese Einschlüsse kommen von deiner Gussauslegung. Wenn das dort solche Fehlstellen gibt, stimmt was mit deinem Steiger nicht, oder dort ist zu viel Material... auf jeden Fall lassen sich solche Fehler vermeiden. Das ganze mit der Beschichtung zu überkleistern halte ich für problematisch. Hoffentlich hälts.

    uphill Ich hab in der Gießerei deine Zylinder liegen sehen- schon lustig, dass scheinbar alle aus er Szene die selbe Firma nutzen8)

    Weiter gehts:

    Die Pleule sind gestern bei mir angekommen. Bis jetzt bin ich wirklich sehr von der Qualität überzeugt. Die Oberflächen sind wie polliert, es gibt keine Rattermarken o.ä.

    Die vorgefrästen Maße stimmen- die Fertigmaße werden dann durch das Schleifen bestimmt. Nächste Woche schicke ich die Pleule zum härten. Falls ich nochmal welche machen sollte, werde ich noch an 2 Stellen etwas Material und damit Gewicht wegsparen. Auf den Bildern sieht man gut den Vergleich zwischen einem originalen und dem Nachbaupleul.


    Die gezeigten und selbstgemachten Titanpleuel mit hauchdünner Wälzlagerstahlbuchse laufen seit 11 Jahren unauffällig nachdem sie bei bei Westermann M. gehont und zusätzlich geläppt wurden.

    Die Pleule zu läppen halte ich für übertrieben. Die originalen waren auch nur gehont. Laut Lagerkatalog reicht eine gehonte Passung für Nadelkränze auch aus- das Lagerspiel ist allerdings entscheidend.