• Hallo,

    Mein Motor wurde neu gelagert und neu gedichtet, hat eine neue Übersetzung für den 4. Gang bekommen und wurde für 70ccm aufgedreht! Als er wieder zusammengesetzt wurde drehte er sich auf einmal schwerer, als man am Kubblungskorb drehte, als im auseinader gebauten Zustand. (Also nur die Hälfte mit Schaltung und Getriebe) Ist das normal? Könnte es sein das dies die neuen Lager sind und das kein Getriebeöl vorhanden ist und sich das ganze erst neu schmieren muss?

    MfG
    Clostridien

  • Also mir is bekannt, das im zusammengebauten Zustand die Kurbelwelle ein wenig straffer läuft wenn der Motor frisch regeneriert ist! Aber das Gebtriebe muss immer locker laufen!

    Wenn ihr neu übersetzt habt, schaut mal, ob ihr auch die richtigen Ritzelpaare habt! Ansonsten gucken, ob ein Lager schief sitzt.

    Wie ging denn das auffädeln der Ritzel bei der Kupplungswelle? Schwer oder leicht? Wenn schwer, bei welchen Ritzel?

  • hier ein kleiner exkurs in die welt der kurbelwellenlager.

    wenn man den kühnen plan gefasst hat den geliebten motor mit neuen lagern zu versehen geht man folgender maßen vor:

    als erstes (am besten einen tag vorher) packt man die lager aus, tut sie in einen gefrierbeutel und verstaut sie über nacht in muttis eisschrank.

    wenn die kurbelwelle ausgebaut ist kann man die auch gleich mit reintun.
    aber nur wenn man sicher ist das sie auch gerade läuft. sonst hat es keinen sinn die einzubauen.

    am sauberen motorgehäuse wird nun der lagersitz vermessen. ungleichheiten mit der lagerstärke werden mit diesen dünnen federringen ausgeglichen.

    nun erwärmt man das gehäuse auf ca 100 grad. dann nimmt man ein kaltes lager und setzt es in den lagersitz. wenn man alles richtig gemacht hat fällt das lager in den sitzt und liegt spannungsfrei darin.

    jetzt kann man beide lager leicht erwärmen und die kalte kurbelwelle in das eine warme lager stecken und mit etwas beeilung die andere motorhälfte montieren.

    so vorgegangen hat zum reultat das sich die welle wunderbar leicht dreht und die lager länger halten.


    schönen gruß

  • anmerkung: selbst wenn alles ordentlich gemacht wurde kann es sein, dass sich die welle anfangs etwas schwerer dreht, wenn man doppellippige Simmerringe verwendet. Also die braunen Viton ringe bkommt man ja manchmal nur als Doppellippe (ist also nicht so, dass ich danach gefragt hätte). bei denen dreht sich die KW anfangs schwerer. nach ein paar km geht das dann aber in der regel wieder gut.

    "Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart." - Curt Goetz

  • meine Lösung: ich nehm nen großen Ringschlüssel, damit du ne runde Auflagefläche hast, dann kannste den wunderbar reindrücken. Sollte es schwerer gehen, einfach mit einem gummihammer nachhelfen.

  • Also, der Motor is jetzt verbaut! Er hatte ne verdammt üble Kompression und ließ sich verdammt schwer antreten, von schieben gar keine Rede! :twisted:

    Es sind die braunen Simmeringe, könnten glaube sogar doppellippig sein! Aufjedenfall läuft der Motor einwadfrei und ich bin zufrieden! Schien also doch daran zu liegen das er regeneriert wurde.

  • Zitat von Clostridien

    Er hatte ne verdammt üble Kompression und ließ sich verdammt schwer antreten, von schieben gar keine Rede! :twisted:


    könnte eher an der schwergängigen KW liegen :wink:

  • tach

    Zitat

    anmerkung: selbst wenn alles ordentlich gemacht wurde kann es sein, dass sich die welle anfangs etwas schwerer dreht, wenn man doppellippige Simmerringe verwendet. Also die braunen Viton ringe bkommt man ja manchmal nur als Doppellippe (ist also nicht so, dass ich danach gefragt hätte). bei denen dreht sich die KW anfangs schwerer. nach ein paar km geht das dann aber in der regel wieder gut.


    und wenn sich die welle ohne simmerringe schwer dreht......?


    schönen gruß

  • ach, iwo, einer wird immer kommen und sagen: funktioniert trotzdem.
    ausnahmen bestätigen die regel :wink:

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