Tuningworkshop?

  • Hallo allerseits!

    Nach längerer, stressbedingter Pause kam ich nun wieder ein bischen dazu mit dem Junior an der S50 zu schrauben.

    Er will sich jetzt unbedingt an einem der ausgelutschten 50er Motoren, die im Keller rumliegen, probieren.

    Jetzt zu meiner Frage:

    Giebt es irgendwo sowas wie einen "Tuningworkshop" oder "Simsonworkshop"? Wär doch mal was!

    Ein oder zwei erfahrene Schrauber, die Anfänger anleiten wie der Motor fachmännisch überholt wird und denen beim Arbeiten auf die "Finger" schauen. Müßte natürlich eine geeignete "Werkstatt" mit ausreichend Platz organisiert werden. Die Motoren sollten die Teilnehmer selbst mitbringen, sowie geeignetes Werkzeug.

    Bei entsprechender Teilnehmeranzahl und realistischem Teilnahmebeitrag wärs vielleicht für beide Seiten interessant?!?

    Der Schrauberneuling präsentiert anschließend stolz seinen "selbstgemachten" Motor und die "Workshopleiter" hätten ja auch was davon. Die Idee wär nicht neue Tunerkonkurrenz heranzuzüchten, sondern, daß die Simmen, die ja sehr oft in die Hände "Unerfahrener" gelangen erhalten bleiben und nicht von denen zu Tode geschraubt werden.

    Bevor ich die Idee weiter ausspinne - was haltet Ihr davon?

    Grüße aus Tirol

    Gregor

  • Re: Tuningworkshop?

    Hervorragende Idee! Hatte ich selbst vor einem Jahr im Schwalbennest angeregt. Die Resonanz war allerdings mehr als mager. Leider hatten die fähigen Leute leider keinen Bock auf die Aktion. Vielleicht findet sich ja hier jemand. Ich wäre jedenfalls dabei.

  • Re: Tuningworkshop?

    Hi!

    So schnell die erste Reaktion - hätt ich nicht erwartet!

    Vielleicht hätten die fähigen Leute mehr Bock, wenn die Kohle paßt! Wenn der Teilnahmebeitrag entsprechend ist, könnte man bei z.B. 10 Teilnehmern an einem Samstag ganz nett Taschengeld zuverdienen. Außerdem wäre es ein nettes Treffen!

    mfG

    Gregor

  • Re: Tuningworkshop?

    Ist von der Sache her ne feine Idee nur die Umsetzung wird schwierig. Dazu sind die Leute die sich noch mit Simson befassen einfach zu weit verstreut als das sich der "Aufwand" lohnt. Es gibt zwar Hochburgen im Raum Thühringen Sachsen und Sachsenanhalt aber ich denke es ist für den Laien besser sich gut zu informieren und grundlegende Arbeiten wie die Grundüberholung eines Motors in wirklich (!!!) fachkundige Hände zu geben. Ich lasse das auch lieber machen weil es eigentlich günstig ist und mir zeit und passendes Werkzeug fehlt.

    (!!!) damit ist gemeint das es zwar viele Werkstätten gibt die einen Simsonmotor regenerieren können sich aber mit Spezialitäten wie Wuchtung von Kurbelwellen...Lagerauswahl...Zylinderanpassungen....gutem Motortuning einfach nicht auskennen ...sie halten sich wenn überhaupt an Werkvorgaben die beim Tuning aber schnell an die Grenzen stoßen.

    MFG

  • Re: Tuningworkshop?

    Es würde mir schon genügen, mal einen Motor unter "Aufsicht" und mit Anleitung zu zerlegen und wieder zusammen zu bauen. Superprofessionelles Tuning muss erstmal gar nicht sein..

    Es wäre wirklich ne feine Sache. Allein schon wegen dem Spaßfaktor wäre so ein Treffen interessant. Ich würde sogar einige hundert Kilometer Fahrt hier von Bayern in die Hochburgen wagen, um am Workshop teilzunehmen.

    Es müsste sich nur einer dafür begeistern können, der WIRKLICH was kann, genug Platz, ein Wochende Zeit und die Lust hat als Motorcoach zu fungieren.

  • Re: Tuningworkshop?

    Ein direkter "Tuning"Workshop wird wohl nie zustande kommen. Erstens ist das Thema einfach zu komplex, um an einen Tag den Teilnehmern alles einzutrichtern. Zweitens werden sich die Sachkundigen da auch schwertun, ihre Kniffe und Erfahrung einfach jederman kundzutun. Nächstes Problem ist das passende Werkzeug. Die Teilnehmer werden ja nicht alle die Grundausrüstung in Form von Dremel und Fräsern parat haben, und da als Veranstalter die 10fache Menge des Eigengebrauchs bereit zu stellen ist zu kostspielig. Am Ende wird das Werkzeug ein- zweimal benutzt, dann liegt es rum oder geht bei eBay zu Spotpreisen raus. Außerdem wird man an einem Tag nicht die nötige Fingerfertigkeit erwerben, um danach perfekt Zylinder zu fräsen.

    Der "leichtere" Teil, also die Motorenregeneration, ist da einfacher umzusetzen. Aber auch hier benötigt man Heizgerät und De-/Montagewerkzeug. Wieder besteht das Problem der mehrfachen Ausführung, wenn auch nicht 10fach. Und wenn man da jedesmal eine halbe Stunde aufs Werkzeug warten muss, vergeht schnell der Spaß und die Lust.
    Mit handwerklichem Geschick und dem Simson-Lehrvideo kommt man aber auch selbst zurecht, habs ja auch nicht anders gelernt.
    Lager, Kupplung, Kurbelwelle und Zylinder könnte man ja alles gegen Neuteile tauschen, bloß das kostet (okay, zumindest die Lager sollten natürlich neu sein), aber der Rest kann, wenn nicht zu stark beschädigt, auch wieder gängig gemacht werden. Bloß Kurbelwelle wuchten oder Zylinder schleifen ist da auch nicht drin, für das wuchten brauch man Erfahrung und Fachkenntnis, die auch wirklich bei den Amateurtunern (wie mir) nicht vorhanden sind, das muss man also machen lassen, genauso wie das schleifen. Und das ist an einem Tag einfach nicht drin, die zuständigen Firmen haben ja auch zu tun und sind auch nicht immer genau in der Nähe, das ist zeitlich nicht unterzubringen.

    Ich will hier niemanden den Spaß oder die Euphorie verderben, aber organisatorisch ist das eben wirklich ein Heidenaufwand. Da steckt einfach zu viel dahinter, als das man das ein paar lernbegierigen Rookies im Handumdrehen beibringen kann.

    Und zu guter letzt wie immer der Kostenfaktor. Da steht als erstes die Anreise, wenn ich da Tirol lese, ist es ja schon ein gutes Stück bis in die "Hochburg" Ostdeutschland. Dann braucht man den passenden Raum, oder besser gesagt eine Halle. Denn wessen Werkstatt ist schon groß genug für 10 Leute ? Ich arbeite beim Motor reggen auf 2qm² Küchenplatte, das mal 10 + passende Tische + genug Platz, damit man sich nicht in die Quere kommt. Dann noch das Werkzeug und die Neuteile, sowie die Provision für den "Seminarleiter". Da würde eine sehr stolze Summe zusammenkommen, für die man sich auch einige Motoren regenerieren lassen kann. Ob das nun lohnt ? Na ich weiß nicht.

    Der Gedanke an sich ist ja ganz nett, jedoch sind die Hintergründe dazu einfach nicht Kundenfreundlich umzusetzen.

  • Re: Tuningworkshop?

    Die Organisation ist eine Herausforderung, aber nichts Unmögliches. Wenn ich ausreichend Erfahrung mit Motorbearbeitung hätte, könnte ich die Organisation locker hinbekommen:

    1.) Eine größere Halle zu finden sollte möglich sein. Wäre ja nur für ein Wochenende. Es gibt in jedem Ort leerstehende Hallen, Schuppen, Häuser, etc. Mit etwas Geschick kann man mit dem Eigentümer sicherlich eine Einigung finden. Übernachtungsmöglichkeit, sei es nur ein Stück Grünfläche zum Zelten, sollte auch bedacht und organisiert werden.

    2.) Man könnte eine Mindest- bzw. eine Höchstteilnehmerzahl festlegen, damit sich der Aufwand lohnt, bzw. der Workshop nicht im Chaos endet.

    3.) Jeder sollte eigenes Werkzeug mitbringen. Man kann als Organisator eine Liste mit unbedingt benötigtem Werkzeug erstellen. Auch Spezialwerkzeug sollte von jedem Teilnehmer mitgebracht werden. Motorspannvorrichtungen, Motorspalter, Kurbelwellenabzieher, Primärritzelhalter etc. kann man bei Ebay kaufen. Wenn der Organisator richtig fähig ist, kann er auch dieses Werkzeug im Vorfeld bauen und an die Teilnehmer für einen fairen Preis anbieten.

    4.) Auf Spezialarbeiten und Profiaktionen wie Kurbelwellenwuchten und Motorblockumschweißen kann man ja verzichten. Es genügt ja, wenn beispielsweise die Teilnehmer eine gute, regenerierte oder besser eine neue KW mitbringen, oder? Ein wenig was mit dem Dremel in den Kanälen vorfräsen könnte der Organisator als Vorführung zeigen.

    5.) Lohnen würde sich das für beide Seiten, wenn es gut organisiert ist. Auch wenn Anfahrtsweg, Anschaffungen für Werkzeuge und Teile Geld kosten, nehmen die Teilnehmer Wissen und Erfahrungen mit, die sie weder mit dem Lehrvideo, noch durch Beauftragung von Werkstätten sammeln können. Und der Organisator würde bei 10 Teilnehmern und 20 Euro "Gebühr" schon 200 Euro an einem Wochenende verdienen, was doch nicht schlecht ist, oder? Ich würde sogar 30 oder 40 Euro zahlen, wenn es sein müsste.

    Wie gesagt, könnte ich einen Motor professionell bearbeiten, würde ich sofort einen Workshop organisieren. Zum einen könnte ich das leicht und schnell verdiente Geld gut brauchen, zum anderen wäre es schon witzig mit ein paar Simsonfreunden ein Schrauberwochende zu verbringen..

  • Re: Tuningworkshop?

    @ beaver!

    Die Idee kam mir spontan, weil ich eben gestern mit dem Junior geschraubt hab.

    Vielleicht war ich zu voreilig sie gleich ins Forum zu stellen.

    Was den "Tuning"-Workshop anbelangt - da müßte den Teilnehmern ja nicht gleich an einem Wochenende das komplette Tuningwissen eingetrichtert werden.

    Wer wirklich interessiert wäre, investiert sicher in nen Dremel und Fräser und treibt einen Zyli auf, den er dann beim Workshop bearbeiten will. Man könnte ja im Voraus schon festlegen, was für ein Zylinder das in dem betreffenden Workshop werden soll und da wird dann z.B. eine Tuninganleitung gemeinsam umgesetzt. So hatte ich mir das gedacht. Schon klar, daß es kompliziert wird, wenn jeder ne andere Tuninganleitung umsetzen will und dann zig verschiedene Zylinder aufgebaut bzw. bearbeitet werden sollen. Aber wenns funktionieren würde, gäbe es eben mehrere Workshops wo dann eben jedesmal eine andere Tuningvariante umgesetzt wird.

    Was das Motorüberholen angeht, jeder der selber schrauben will, wird sich wohl oder übel das dafür notwendige Werkzeug zulegen müssen. Wer dann an dem Workshop teilnehmen will, muß eben mit der Grundausstattung an Werkzeug anreisen. Daß nicht der Motor komplett überholt wieder mit nach hause fährt ist mir klar - Zyli-schleifen geht nicht - Kurbelwelle überholen auch nicht - im Zuge des Workshops. Hab ich im ersten Beitrag falsch formuliert. Aber jeder hat den Motor selber zerlegt und wieder zusammengebaut, kennt Kniffe und Tricks und man kann gleich eine Bestandsaufnahme machen. Dann weiß man, was an Neuteilen zu bestellen ist, oder was man zum Überholen beim nächsten Instandsetzungsbetrieb abgeben muß und kann sich den Motor SELBER machen.

    Außerdem hatte ich an den Spaßfaktor bei einem solchen "Treffen" gedacht.

    Für den Motor von Juniors S50 hab ich bereits jemand aus dem Forum gefunden, der den überholt. Aber da er selber auch an Motoren rumschrauben möcht, hab ich eben gedacht - ich rege sowas mal an...

    Eine Anreise aus Tirol würde mich nicht unbedingt abschrecken!

    MfG

    Gregor

  • Re: Tuningworkshop?

    Ich währe dem Ganzen nicht abgeneigt,würde da auch mitmachen.
    Ich könnte 3 Zylinder mitbringen,die andere dann versuchen könnten zu bearbeiten.

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