Beiträge von M_i_c_h_a

    Hab' die Tage diese Sattlerei aus Freiberg im www entdeckt, welche Erfahrung mit Simson Sitzbänken hat. Für Sonderwünsche bestimmt ein guter Ansprechpartner.

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    Ich find's auch klasse, wenn eine Simson im Aussehen noch der Philosophie der Entwickler und Designer folgt. Ist wie ein Lob für die Alten. Und dass sich die inneren Werte verbessert haben, das ist ganz normal. Das hätten die Suhler auch gemacht. :thumbup:Das Foto mit der Simme im originalen Look und diese Berge dahinter ... in meiner Kindheit undenkbar. Schön, dass es möglich ist, echt schönes Foto.

    Ich bin gespannt, ob ich irgendwann einen Nachteil finde, der den Vorteil überwiegt. Krass finde ich, wie der Gummibalg arbeitet. Statt eines Schlages im Lenker höre ich bei hohen Gullideckeln nun zwei zischende Geräusche, wie es die Luft rausbläst und wieder reinsaugt. So ein Hindernis, welches den Vorderbau hochriss, fühlte sich immer unsicher an und nun spüre ich hauptsächlich nur das Arbeiten der Mechanik und das Fahrzeug hält so halbwegs sein Höhe. So gefällt mir das gut.

    Ich denke, eine genügend starke Feder braucht man, um bei längeren Bodenwellen keine Durchschlag zu bekommen. Die Dämpfung soll ein Schwingen verhindern. Ist sie zu stark, dann werden jedoch Impulse von kurzen Unebenheiten verstärkt durchgeleitet. Mal schauen, ob ich das Optimum für mich gefunden habe. Jetzt spüre ich aber auch besser was die Federbeine hinten tun, da scheint die Dämpfung noch etwas zu straff zu sein. Da werde ich bei der nächsten Gelegenheit mal dünneres Öl probieren. Aber erst mal beobachte ich das Ganze eine Weile.

    Ich fahre auch gerne mal Feldwege oder durch die Botanik: hinten K42 und vorn K35. Ich hab' vorn kein K42 weil das mir zu sehr nach Traktor ausschaut und nicht so ganz zum Straßen/Stadtmoped passt. Hintern ist der K42 recht unauffällig und arbeitet klasse. Der K35 im gemäßigten Klötzchen-Look passt ganz gut für Straße und leichtes Gelände. Der K42 hat etwa 10000km gehalten, wobei ich mit 5.5PS und erhöhtem Drehmoment fahre, im Sommer auch viel mit Sozius. Bin selbst verwundert, dass der solange mitmachte. Der K35 vorn ist schon länger drauf und wird wohl vor dem nächsten Herbst fällig.

    Ich hatte mir das Motul SAE 2.5W bestellt, heute kam es an und da ich heute auch noch Zeit hatte, hab' ich's doch gleich mal probiert. Ich dachte mir, wenn es zu dünn sein sollte, dann ist jetzt im Winter doch die beste Zeit es zu probieren. Ergebnis: ich bin begeistert. Das Ansprechverhalten der Telegabel ist um Welten besser. Bin gleich mal 'ne größere Runde gefahren, hab' kein Schlagloch, keinen Gullideckel ausgelassen und bin Feldwege langgeheizt. Einfach klasse, wie die Gabel die Unebenheiten wegbügelt. So habe ich mir das immer vorgestellt. Wo es vorher einen kräftigen Schlag in den Lenker gab gibt es nun nur noch ein moderates Anheben. Nachteile habe ich keine gespürt, kein Durchschlagen, kein lästiges Schwingen. Bin gespannt, wie sie sich im Sommer bei 30°C fährt. Bei 3°C funktioniert das Öl schon mal super, zu dünn kommt es mir da nicht vor.

    Vermutlich werden Stoßdämpfer lieber etwas zu straff verkauft, denn wenn er bei einem kräftigen Fahrer durchschlägt gibt es eher Beschwerden, als wenn das Ganze sich bei einem leichten Fahrer zu straff anfühlt.

    (Das Originalöl war nach zwei Jahren und etwa 13tkm nur noch eine schwarze Brühe. Das neue ist überraschend durchsichtig und klar.)

    Ich denke ja, ein hohes Gewicht verlangt ein starke Feder (sonst sackt das Fahrzeug ja zu sehr ein) und eine starke Feder verlangt nach ... ? Vermutlich braucht man mit starker Feder auch eine kräftigere Dämpfung. Deswegen ist meine Logik: Feder schwächen (wenn möglich) und dünneres Öl. Hinzu kommen noch der angestrebte Fahrstil und die persönlichen Vorlieben. Ich find's jedenfalls hilfreich zu wissen, dass ein leichter Fahrer mit SWH Gabel mit leichtem Öl zufrieden ist. Das mal auszuprobieren ist gut machbar. Ob's mir dann gefällt, werde ich ja sehen. Ich probiere gern mal was aus, wenn's nicht viel kostet. Dank schon mal an alle für Ihre Hinweise.

    Mein Erfahrung ist, dass wenn ich auf einen hochstehenden Gullideckel fahre einen gefühlt zu starken Schlag verspüre wo ich mehr ein Nachgeben erwarte. Wenn ich die Telegabel im Stand voll eintauche, kommt sie auch gefühlt zu langsam zurück.

    Zum Beispiel ist es bei Endurofahrten im Wald vor einem kleinen Hindernis doch üblich, kurz Gasgeben->Vollbremsung-> Gabel taucht ein und kommt zurück -> man nutzt den Impuls des Zurückkommens und gibt Vollgas, das Vorderrad geht hoch und rüber über den Baumstamm. Das ist mit meiner Gabel nicht mal ansatzweise denkbar. Ich würde sagen: überdämpft. Unterdämpft wäre, wenn die Front etwas weiter als Ruhelage hochkommt und dann erst wieder auf Ruhelage absinkt. Das habe ich nicht.

    Ich habe meine SWH Gabel Anfang 2024 gekauft, ist also noch Version 1. Ich empfinde sie als ein bisschen hart und würde sie gern optimieren. Lässt sie sich einfach aufschrauben und der Rest ist selbsterklärend? Und welches Öl wäre angebracht, damit sie etwas leichter anspricht?

    Wie hast Du das eig gemacht? Und was hat sich subjektiv verändert?

    Ich hatte das Gefühl, die MX Feder bringt mir keinen Vorteil gegenüber der Feder von Schwarz, sie gab mir Unebenheiten der Straße gefühlt stärker weiter. Mein Eindruck, die MX Feder mag zwar bei starker Belastung weicher sein, aber durch die Vorspannung ist sie zunächst erstmal härter. Kann sein, dass das eigentlich nicht geht, aber fühlte sich so an.

    Also wollte ich die MX Feder von 290mm wieder runter auf 260mm bringen. Im Internet stieß ich darauf, dass man in der Auto Tuning Szene schon seit Jahren Federn "presst". Es gibt auch Firmen, die das anbieten. Unter Wärme werden die Federn gesetzt. Kritiker sagen, dass bringt auch die Lebensdauer runter und sie kann brechen. Dazu fand ich keine Erfahrungswerte. Aber trotzdem soll es nicht unerwähnt bleiben.
    Zunächst habe ich die Federn auf 190mm gepresst und 2h bei 220°C gebacken. Danach war sie etwas 1cm kürzer. Dann habe ich sie auf Block gepresst, was den Vorteil hat, dass sie bei maximaler Verspannung nicht seitlich ausbricht. Wichtig war beim Pressen Kupferpaste für die Gewinde und unter der Schraube zu verwenden, so ging das Schrauben super. Die auf Block gebrachten Federn habe ich auf 190°C hochgeheizt, dann aber recht bald wieder rausgenommen und abkühlen lassen, da ich befürchtete, sie könnten zu kurz werden. Ergebnis: etwa 265mm. Kein Ahnung, ob die Feder allein durch das Erwärmen schon weicher geworden ist, jedenfalls ist sie nun so weich, dass ich sie nicht weicher benötige. Wie oben geschrieben, wird der Federweg nun maximal genutzt. Kann sein, dass auch ein bloßes Backen ohne Pressen eine Feder etwas weicher macht.

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Dämpfung meiner Federbeine noch etwas straff ist, kleinere Unebenheit fühlen sich noch etwas zu gut übertragen an. Aber andere Dämpferöle probiere ich erst, wenn wieder sommerliche Temperaturen sind. Nicht das zur Zeit die Dämpfung durch den Winter nur etwas straffer ist.

    Ich meinte, für eine Comfort Feder wäre es gut, wenn die Progression nicht erst am Ende aktiv wird. Ideal wäre eine weicher Teil mit variablem Windungsabstand, also mit recht schmalen Abständen beginnend und sich kontinuierlich weitend. Aber was soll's, wir haben ja keine Wahl bei den Enduro Federn. Somit erreiche ich mit meiner aufgeweichten MX Feder und vielleicht noch einer zweiten Feder im Inneren mein Ziel schon ganz gut.

    Im MZ Forum geht es viel um die Dämpfung, aber interessant ist, dass man bei MZ 120mm Nennhub hat. Wir haben nur etwa 90mm.

    Ich habe noch ein wenig rumgerechnet und es scheint echt so zu sein, dass die progressive MZ Feder erst bei etwa 100mm Hub um Faktor 3 straffer wird. Das ganze ist nur ein Schutz vor Durchschlagen am Ende des Hubs. Diese Feder bringt kein progressives Verhalten in der Simson, ist aber wahrscheinlich als weiche lineare Feder verwendbar.

    Und bei Simson? Man braucht nur den Abstand der dichten Windungen mal Gesamtwindungszahl multiplizieren und man hat die Eintauchtiefe ab welcher eine progressive Feder härter wird. Zum Beispiel diese hier, mit 7mm Drahtdurchmesser wohl hart/mittel. Sagen wir, die feinen Windungen fangen nach 3mm an auf den Block zu gehen, dann muss sich die gesamte Feder vorher um 15 mal 3mm -> 45mm stauchen. Das wäre ja nicht schlecht. Falls es aber 4mm sind dann beginnt das Versteifen erst bei 60mm. Alle Windungen mit mehr als 6mm tragen nicht zur Progression bei, denn 15 x 6mm sind 90mm Hub und da ist schon Schluss.

    Eine weiche Comfortfeder mit Progression nicht nur am Ende des Hubs scheint es aber für die Simson Enduro Dämpfer nicht zu geben. Dagegen die progressiven YSS Federbeine sehen so aus, als würden sie das bieten.