Wie hast Du das eig gemacht? Und was hat sich subjektiv verändert?
Ich hatte das Gefühl, die MX Feder bringt mir keinen Vorteil gegenüber der Feder von Schwarz, sie gab mir Unebenheiten der Straße gefühlt stärker weiter. Mein Eindruck, die MX Feder mag zwar bei starker Belastung weicher sein, aber durch die Vorspannung ist sie zunächst erstmal härter. Kann sein, dass das eigentlich nicht geht, aber fühlte sich so an.
Also wollte ich die MX Feder von 290mm wieder runter auf 260mm bringen. Im Internet stieß ich darauf, dass man in der Auto Tuning Szene schon seit Jahren Federn "presst". Es gibt auch Firmen, die das anbieten. Unter Wärme werden die Federn gesetzt. Kritiker sagen, dass bringt auch die Lebensdauer runter und sie kann brechen. Dazu fand ich keine Erfahrungswerte. Aber trotzdem soll es nicht unerwähnt bleiben.
Zunächst habe ich die Federn auf 190mm gepresst und 2h bei 220°C gebacken. Danach war sie etwas 1cm kürzer. Dann habe ich sie auf Block gepresst, was den Vorteil hat, dass sie bei maximaler Verspannung nicht seitlich ausbricht. Wichtig war beim Pressen Kupferpaste für die Gewinde und unter der Schraube zu verwenden, so ging das Schrauben super. Die auf Block gebrachten Federn habe ich auf 190°C hochgeheizt, dann aber recht bald wieder rausgenommen und abkühlen lassen, da ich befürchtete, sie könnten zu kurz werden. Ergebnis: etwa 265mm. Kein Ahnung, ob die Feder allein durch das Erwärmen schon weicher geworden ist, jedenfalls ist sie nun so weich, dass ich sie nicht weicher benötige. Wie oben geschrieben, wird der Federweg nun maximal genutzt. Kann sein, dass auch ein bloßes Backen ohne Pressen eine Feder etwas weicher macht.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Dämpfung meiner Federbeine noch etwas straff ist, kleinere Unebenheit fühlen sich noch etwas zu gut übertragen an. Aber andere Dämpferöle probiere ich erst, wenn wieder sommerliche Temperaturen sind. Nicht das zur Zeit die Dämpfung durch den Winter nur etwas straffer ist.