Beiträge von M_i_c_h_a

    Ich habe mittlerweile eine einfache Erklärung, warum mir die LT MX Feder für Simson Enduro Stoßdämpfer holpriger vorkam als die originale – dadurch, dass die Feder 2.5cm länger ist wird das Heck zunächst weiter angehoben. Ohne Fahrer ist das Federbein voll ausgestreckt bis Anschlag. Wenn nun ein leichter Fahrer recht weit vorn auf der Sitzbank sitzt, taucht das Federbein nicht die üblichen 30% ein. Somit kommt man beim Ausfedern schneller an den oberen Anschlag, was sich holprig anfühlt.

    Es ist eigentlich logisch, dass eine Feder immer zum Fahrergewicht passen muss, vor allem wenn sie stark vorgespannt wird. Optimal wäre ein Eintauchen von etwa 3cm wenn der Fahrer draufsitzt. Die MX Feder ist anscheinend für Fahrer mit viel mehr als 70kg besser geeignet. Ich habe mittlerweile ein neues paar MX Federn, welches ich durch Erwärmen für mich Leichtgewicht noch ein wenig weicher gemacht habe (1h 130°C + 1h 160°C), aber ohne die Länge durch Pressen zu verkürzen. Jetzt habe ich etwa die drei Zentimeter Eintauchtiefe in Ruhestellung mit Fahrer und das Fahren fühlt sich nicht mehr holprig an.

    Eine weichere Feder nimmt beim vollen Eintauchen weniger Kraft auf und der Anschlag ist bei großen Bodenwellen schneller mal erreicht. Aber kein Problem, eine Innenfederung bringt etwas Progression rein. So habe ich eine optimal auf mich abgestimmte Federung. :)
    (Die Gummischeiben verhindern ein Klappern der Federn und halten diese in der oberen Position.)

    Ich denke nach etwas längerer Überlegung, dass die Viskosität für die Kompression keine Rolle spielt, Flüssigkeit lassen sich allgemein nicht nennenswert komprimieren. Wahrscheinlich nimmt das Öl zu wenig Kraft weg, wenn es durch die kleinen Öffnung gepresst wird und die komprimierte Luft schafft einfach nicht mehr Kraft wegzufedern. Ich werde wohl etwas Standardöl hinzufüllen, das macht das Öl dicker und das finale Luftpolster wird kleiner und damit härter.

    Hi,

    ich fahre die Gabel mit Motul SAE2.5, weil sie so Unebenheiten angenehm wegdämpft und nicht mehr den Lenker so nach oben knallt, wenn z.B. mal ein Gullideckel zu weit aus der Straße schaut. Heute in der Kiesgrube fiel mir auf, dass im Extremfall die Gabel aber ziemlich hart an ihr Limit kommt. Was kann ich da tun, außer wieder dickeres Öl zu nehmen? Etwas mehr Öl einfüllen? Einen Gummianschlag verbauen?

    -Micha

    * Vorsicht bei Nässe bei Fahrbahnmarkierungen, die weiße Farbe wird glatt und gibt dem Reifen weniger Haftung. Besser daneben bleiben und dort bremsen.

    * Vor/bei einer Vollbremsung wenn möglich auch noch in den Rückspiegel schauen. Ich hatte mich letzten Sommer an einer Ampel doch noch für's Bremsen statt Drüberfahren entschlossen, weil ich doch zu sehr in die Rotphase reingekommen wäre. Ein großer SUV schlitterte quietschend hinter mir und kam zum Glück noch zum stehen. Der wollte wohl noch bei komplett Rot über die Kreuzung fahren.

    * Lenkimpuls. Hab ich erst nach 30 Jahren Moped/Motorrad letztes Jahr für mich entdeckt. Damit kann man bei schneller Fahrt noch spontan an Hindernissen vorbeifahren, wie im Actionfilm. Hab' das Lenken mit Lenkimpuls an Gullideckeln auf der Straße geübt, in dem ich versucht habe, so kurz wie möglich davor auszuweichen. Nach einiger Zeit klappt das schon intuitiv. Mir macht diese Art des Lenks viel Spaß und im Notfall hilft es vielleicht.

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    * Wenn Du vorn 'ne Trommelbremse hast, dann kann ich nur empfehlen diese optimal einzustellen, dann geht die fast wie eine Scheibenbremse.
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    Lerne mit der Vorderbremse zu bremsen. Entwickle ein Gefühl für nasse und rutschige Fahrbahnen, so dass das Vorderrad nicht blockiert und wegrutscht. Wenn's sehr glatt ist, dann eher hinten Bremsen. Bei trockener Fahrbahn bringt aber die Vorderbremse die meiste Bremskraft und verhindert so im Notfall gerade noch ein Auffahren, was mit der Hinterbremse allein nicht machbar gewesen wäre. Am besten mit beiden Bremsen bremsen, aber vorn bringt am meisten.

    Fahre immer mit Licht, wenn möglich nimm H4 mit erhöhter Lichtleistung. Gesehenwerden ist für's Überleben wichtig.

    Oder wolltest Du nur Tipps zum Einfahren des Motors?

    Alles klar, die 38km für einen 50km Akku können auf der Landstraße hinkommen. Allgemein kann ich jedem nur empfehlen, die maximal verfügbare Kapazität zu nehmen. Jahreszeit, Alterung, Fahrstil usw. machen mit mehr Kapazität einfach mehr Spaß. Also beim neuen Kit von SR sollte man schon die 4kWh nehmen.

    Hab' die Tage diese Sattlerei aus Freiberg im www entdeckt, welche Erfahrung mit Simson Sitzbänken hat. Für Sonderwünsche bestimmt ein guter Ansprechpartner.

    Simson Sitzbank Tuning: Neue Bezüge, zwei Designs – ein Ziel: Individualität + Komfort - TimlessTrim
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    timeless-trim.de

    Ich find's auch klasse, wenn eine Simson im Aussehen noch der Philosophie der Entwickler und Designer folgt. Ist wie ein Lob für die Alten. Und dass sich die inneren Werte verbessert haben, das ist ganz normal. Das hätten die Suhler auch gemacht. :thumbup:Das Foto mit der Simme im originalen Look und diese Berge dahinter ... in meiner Kindheit undenkbar. Schön, dass es möglich ist, echt schönes Foto.

    Ich bin gespannt, ob ich irgendwann einen Nachteil finde, der den Vorteil überwiegt. Krass finde ich, wie der Gummibalg arbeitet. Statt eines Schlages im Lenker höre ich bei hohen Gullideckeln nun zwei zischende Geräusche, wie es die Luft rausbläst und wieder reinsaugt. So ein Hindernis, welches den Vorderbau hochriss, fühlte sich immer unsicher an und nun spüre ich hauptsächlich nur das Arbeiten der Mechanik und das Fahrzeug hält so halbwegs sein Höhe. So gefällt mir das gut.

    Ich denke, eine genügend starke Feder braucht man, um bei längeren Bodenwellen keine Durchschlag zu bekommen. Die Dämpfung soll ein Schwingen verhindern. Ist sie zu stark, dann werden jedoch Impulse von kurzen Unebenheiten verstärkt durchgeleitet. Mal schauen, ob ich das Optimum für mich gefunden habe. Jetzt spüre ich aber auch besser was die Federbeine hinten tun, da scheint die Dämpfung noch etwas zu straff zu sein. Da werde ich bei der nächsten Gelegenheit mal dünneres Öl probieren. Aber erst mal beobachte ich das Ganze eine Weile.

    Ich fahre auch gerne mal Feldwege oder durch die Botanik: hinten K42 und vorn K35. Ich hab' vorn kein K42 weil das mir zu sehr nach Traktor ausschaut und nicht so ganz zum Straßen/Stadtmoped passt. Hintern ist der K42 recht unauffällig und arbeitet klasse. Der K35 im gemäßigten Klötzchen-Look passt ganz gut für Straße und leichtes Gelände. Der K42 hat etwa 10000km gehalten, wobei ich mit 5.5PS und erhöhtem Drehmoment fahre, im Sommer auch viel mit Sozius. Bin selbst verwundert, dass der solange mitmachte. Der K35 vorn ist schon länger drauf und wird wohl vor dem nächsten Herbst fällig.

    Ich hatte mir das Motul SAE 2.5W bestellt, heute kam es an und da ich heute auch noch Zeit hatte, hab' ich's doch gleich mal probiert. Ich dachte mir, wenn es zu dünn sein sollte, dann ist jetzt im Winter doch die beste Zeit es zu probieren. Ergebnis: ich bin begeistert. Das Ansprechverhalten der Telegabel ist um Welten besser. Bin gleich mal 'ne größere Runde gefahren, hab' kein Schlagloch, keinen Gullideckel ausgelassen und bin Feldwege langgeheizt. Einfach klasse, wie die Gabel die Unebenheiten wegbügelt. So habe ich mir das immer vorgestellt. Wo es vorher einen kräftigen Schlag in den Lenker gab gibt es nun nur noch ein moderates Anheben. Nachteile habe ich keine gespürt, kein Durchschlagen, kein lästiges Schwingen. Bin gespannt, wie sie sich im Sommer bei 30°C fährt. Bei 3°C funktioniert das Öl schon mal super, zu dünn kommt es mir da nicht vor.

    Vermutlich werden Stoßdämpfer lieber etwas zu straff verkauft, denn wenn er bei einem kräftigen Fahrer durchschlägt gibt es eher Beschwerden, als wenn das Ganze sich bei einem leichten Fahrer zu straff anfühlt.

    (Das Originalöl war nach zwei Jahren und etwa 13tkm nur noch eine schwarze Brühe. Das neue ist überraschend durchsichtig und klar.)

    Ich denke ja, ein hohes Gewicht verlangt ein starke Feder (sonst sackt das Fahrzeug ja zu sehr ein) und eine starke Feder verlangt nach ... ? Vermutlich braucht man mit starker Feder auch eine kräftigere Dämpfung. Deswegen ist meine Logik: Feder schwächen (wenn möglich) und dünneres Öl. Hinzu kommen noch der angestrebte Fahrstil und die persönlichen Vorlieben. Ich find's jedenfalls hilfreich zu wissen, dass ein leichter Fahrer mit SWH Gabel mit leichtem Öl zufrieden ist. Das mal auszuprobieren ist gut machbar. Ob's mir dann gefällt, werde ich ja sehen. Ich probiere gern mal was aus, wenn's nicht viel kostet. Dank schon mal an alle für Ihre Hinweise.