Epoxydharz/Zement

  • Moin Leute!

    Ich hab mal ne Frage an die GFK-Experten unter euch:
    Wenn ich mein Epoxydharz mit Goldband/Rotband, also Kies-Zement mische, quasi Fülle, hab ich denn so eine Art Spachtelmasse oder ist das totaler Quatsch?

    Wegen Gewicht ist egal: will nur das Epoxydharz beim Formenbau etwas Strecken, weil ich große Löcher ausfüllen muss..

    Viele Grüße

    huj

    SIMSON: Präzision in jedem Detail.

    S51/1B SB@50ccm
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  • Re: Epoxydharz/Zement

    Hi,

    Das Beimischen von Zement oder Quarzsand macht man bei Epoxi eigentlich nur im Baubereich um Risse zu verfüllen, oder Beschichtungen durchzuführen.

    Zum Löcherfüllen nimm lieber eine richtige Spachtelmasse, da bekommst du dann auch eine vernünftige Oberfläche hin.

    Und wenn du mit Epoxidharz arbeitest... Denk dran am besten die gefertigten Teile tempern, sonst kann es passieren, das du keine richtige Steifigkeit in das Material kriegst.

    Diese Sig. ist zensiert... :)

    Viele Grüße

    Selkeracer

  • Re: Epoxydharz/Zement

    gibt doch spezielles Füllmaterial dafür
    oder auch ein eindickungsmittel (Trioxiermittel oder so ähnlich :thumbup: )

    How do you like your twostroke, angry or really angry?

  • Re: Epoxydharz/Zement

    ja schon.. aber die Tüte Goldband steht schon im Keller^^
    Mir gehts da auch nicht so um die Oberfläche.. die Frage war halt, wird es hart und fest ;)
    Ist ja erstmal nur Formenbau ;)

    Viele Grüße

    huj

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  • Re: Epoxydharz/Zement

    :D :D probiers... ich kann mir nicht vorstellen, das es für Formenbau geht und hart wird, aber jetzt bin ich neugierig... :D

    Falls es nicht für die Form geht, kannst du immer noch eine Wand ``wasserdicht
    verputzen. :showpics:

    Ich frag heute mal Tom, der macht ja auf Arbeit nix anderes als nur mit solchen Zeug hantieren, aber, das die Goldband für ihre Flugzeugformen nehmen... ich denke eher nicht.

    Diese Sig. ist zensiert... :)

    Viele Grüße

    Selkeracer

  • Re: Epoxydharz/Zement

    Quetsch ihn aus, Jens! :thumbup:

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  • Re: Epoxydharz/Zement

    Grüße!

    Also ob das mit deiner Mischung hinhaut kann ich dir nicht sagen, Ist warscheinlich bissl arg grob, auf so eine Idee würde ich niemals kommen ;)! Für normal gibt es da folgende Methoden:

    Wenn du Füllmaterial für wirklich harte Oberflächen brauchst dickst du das ganze mit Aluminiumpulver an, gibt es direkt zu kaufen z.B. hier http://shop.r-g.de/Fuellstoffe/Fuellsto ... rfoermige/
    Problem: Das wird schweine Hart, mit dem schleifen bekommt man dann ein Problem weil die Umgebung weicher ist als der Füllstoff!
    Gleich daneben bei R&G siehst du auch noch etwas feines, Talkum, geht auch einfach Puder oder Talkum aus der Drogerie oder wo auch immer man das herbekommt! Wenn man z.B. beim planschleifen einer Oberfläche in die Fasern geschliffen hat bekommt man viele feinste Löcher, die gehen wunderbahr mit einem Talkum-Epoxidharzgemisch zu schließen.
    Toxitropiermittel würde ich nicht unbedingt nehmen, wird teilweise klumpig und leicht porös, nix für ne Forminnenfläche!

    Für den Formenbau weiß ich jetzt natürlich nicht so ganz welches Harz du für deine Abformschicht verwendet hast die du da wohl ausbessern willst. Normalerweise nimmt man da ja Formenharz, son schwarzes Zeug. Das kann man dann mit dem Alupulver versetzen wenns besonders hohen beanspruchungen standhalten soll. Teilweise gibt es auch schon Formenharz mit Alubestandteilen, glaub auch mit schwermetallischen Bestandteilen ( Eisen ) wenn es noch härter sein soll.
    Wenn wir in Modellbauformen Löcher, bzw. Löchlein in der Form haben bessern wir die einfach mit den Formenharzen aus und überschleifen das ganze dann. Wenn man saubere Kanten braucht, z.B. an der Trennebene nimmt man Tesa und klebt das auf die Innenseite der Form und füllt dann dahinter auf. Z.B. für ausgebrochene Kanten.
    Prinzipiell sollte das aber mit deiner Rotband Harz mischung hart werden, ist aber halt wie gesagt sehr porös und vorallem wirst du ein haufen Harz benötigen könnte ich mir jetzt vorstellen. Ist auf garantie nix für eine Abformebene!

  • Re: Epoxydharz/Zement

    Danke für die Mühe diesen Beitrag zu verfassen :)
    Hat mein Wissen wirklich erweitert^^

    Ich werde diesen Versuch lieber sein lassen und auf die Form eben nur Harz verstreichen, so dick wie nötig um durch Schleifen Unebenheiten auszubessern, sodaß ich danach das Trennwchs aufbringen kann.

    Viele Grüße

    huj

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  • Re: Epoxydharz/Zement

    Nur zum Verständniss, wir sprechen hier also von einer Urform bzw. einem Urmodell aus dem eine Form entstehen soll? Denn das was ich geschrieben habe gilt eher für eine Negativ Form, also die Form aus der ich schlussendlich alle meine Teile herstelle.
    Für Oberflächenbearbeitung von Urmodellen macht man das wieder anders...das läuft dann eher auf Kfz-Spachtel und Spritzfüller hinaus, Epoxidharz ist da fast zu schade...und das viele Füllmaterial... :cry:
    Wenn man genauer wüsste was du da machst und was dein Untergrund ist könnte man dir da bestimmt besser weiterhelfen...

  • Re: Epoxydharz/Zement

    Wir sprechen gerade vom positiv Urmodell.

    Das habe ich "erzeugt" indem ich Bauschaum in einen Karton aufgeschäumt habe und diesen anschließend zurechtgeschnitzt habe. Da Bauschaum ja etwas "löchrig" ist, habe ich diesen mit Epoxydharz bestrichen und mit zurechtgestückelten Glasfasermatten (also die Fasern sind nicht verwoben sondern nur kreuz-und quer irgendwie gebunden) belegt. Dadurch habe ich jetzt eine Glasfaseroberfläche,
    die durch die Glasfasern etwas "rauh" ist.
    Diese wollte ich jetzt nochmal mit Harz bestreichen, um etwas mehr Glätte zu bekommen, sodass ich das Trennwachs aufpolieren kann.

    Auf dieses Postiv wollte ich dann wieder auflaminieren um eine Negativ-Form zu bekommen.
    Diese Negativform muss dann innen wieder geglättet (sodenn sie es nicht ist) und mit Trennwachs behandelt werden.
    Darein wird dann das fertige Bauteil laminiert.
    Dazu wollte ich 2-3 Kohlefaserschichten reinlegen (habe so ca. 0,5qm) wobei ich hier das Problem sehe, das wirklich faltenfrei hinzubekommen :strange:
    danach dann eben noch ein paar Schichten leichters, und später auch etwas schweres Glasfasergewebe, damit auch die nötige Schichtdicke und Festigkeit zustande kommt.

    Joa, soweit die Vorgehensweise.. ist das richtig?

    Der ganze Aufwand kommt nur zustande, weil ich ursprünglich die postiv Form in Gibs bzw. Gold/Rotband abformen wollte um gleich darein zu laminieren. Dann hab ich mir aber sagen lassen, dass dadurch das abformen "etwas" schwierig wird, da man da wohl kaum Trennwachs reipolieren kann, da die Oberfläche einfach rauh, nicht hart genug und saugfähig ist..
    Wegen dem Mischen Harz/Goldband hab ich nur gefragt, weil ich im Bauschaum natürlich nen paar Löcher hab und ich gehofft hab, die so ohne unendlich hohen Materialaufwand verschließen zu können, bzw. das Zeug dann als eine Art Spachtelmasse verwenden zu können ;)

    Viele Grüße

    huj

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  • Re: Epoxydharz/Zement

    AHA! Das wird dann jetzt wohl wieder etwas länger :D

    Also das Ding mit dem Urmodell ist folgendes, die Oberflächengüte deiner späteren Modelle richtet sich nach der Oberflächengüte des Urmodells. Das sagt uns, dass die Oberfläche des Urmodells am besten arsch glatt sein sollte. Wie machen wir das? Ganz einfach als erstes sollte man die Glasfaser so verschleifen das man die Kontur hat. Danach grobe Unebenheiten verspachteln, am besten mit Kfz Spachtel. Da gibt es aber unterschiedliche...gibts z.B. von Nigrin glaub ich im Baumarkt, die lässt sich gut verarbeiten und hinterher auch noch gut schleifen. Dann gibt es sone total kranke 2K Kfz Spachtel die wird so hart die geht nur noch maschinell zu verschleifen. Letztere würde ich also nicht empfehlen. Die Baumarktspachtel gibts z.B. im BAHR bei den Autosachen. Die gibts als Grobspachtel und Feinspachtel...Grob ist mit Fasern angefüllt für wirklich grobe Unebenheiten oder Dellen die gefüllt werden müssen und Fein ist etwas für Löcher und tiefere Kratzer. Du kannst natürlich auch Harz nehmen, aber wenn das richtig ausgehärtet ist schleifst du dich da auch dumm und dämlich, außerdem wäre das für mich zu teuer...je nach dem was du für Harz hast! So wenn du den ganzen Klimm Bimm verspachtelt hast gehts wieder ans schleifen...danach sieht man ob noch etwas gespachtelt werden muss...das Ganze geht so lange bis du der Meinung bist das die Oberfläche jetzt "regelmäßig" ist, also ohne grobe Schnitzer.
    Jetzt sollte man mit einem Spritzfüller fortfahren. Beim Spritzfüller bitte keinen 1K sondern nur 2K! 1K enthält Lösemittel die beim Aushärten verdunsten, ergo kann man damit nicht wirklich Unebenheiten ausbessern weil das "Füllmaterial" beim aushärten verloren geht und du soz. nur die Oberfläche nochmal nachbildest. 2K Füller dagegen schrumpft nicht so sehr, kann also auch zum Auffüllen von kleinen bis mittleren Kratzern verwendet werden. Wenn du das Teil gefüllert hast siehst du auch so Sachen wie feinste Löcher. Die verschließt der Füller nicht, aber du kannst sie im nachhinein mit Spachtel oder Harz auffüllen. Danach kommt das beliebte Spiel wir Schleifen so viel wie möglich wieder runter. Das alles wird so lange wiederholt bis die gefüllerte Oberfläche Fehlerfrei ist, der letzte Schliff sollte dann mit Körnung 600 oder feiner Nass erfolgen. Das schleifen des Füllers ist aus Erfahrung Nass generell besser.
    So jetzt haben wir es fast geschafft! Für eine astreine Oberfläche sollte man jetzt einen Lack aufziehen, am besten gleich einen 2K Lack. Das ganze ggf. noch mit 1000 oder feiner verschleifen, natürlich Nass, polieren und fertig.
    Danach Trennwachs auf das Ding. Bei einem Urmodell sollte man schon 6 mal Wachsen! Nicht das es dann nicht zu entformen geht. Zu empfehlen ist das Trennwachs von EMC Vega. Das ist ein flüssiges Wachs und muss nicht so lange ablüften zwischen den einzelnen Schichten. Ansonsten nehmen wir noch Mirrorglaze das ist aus so ner Dose ein Hartwachs, muss aber jeweils um die 12h ablüften!
    Danach kommt der eigentliche Spaß! Formenbau. Dazu ist einfach folgender Aufbau zu empfehlen. Erste Schicht bildet ein sog. Formenharz. Je nach Beanspruchung ggf. angereichert mit Aluminium oder anderen Materialen. Das trägt man dünn auf, nicht zu dick da sonst Blasen entstehen können. Danach lässt man das ganze zirka 30 min angelieren damit die Oberfläche nicht mehr weich ist. Darauf kommt dann als sog. Koppelschicht ein Harz-Baumwoll-Glasfaserschnipsel-Gemisch. Damit werden starke Ecken ausgeglichen und die komplette Form damit eingestrichen. Die Konsistenz ist dabei entscheidend, es darf nicht zu flüssig und nicht zu fest sein, man sollte es mit dem Pinsel soz. Auflegen können. Wer das mal gemacht hat weiß wovon ich rede. So ist alles schön eingestrichen und die Ecken verrundet, kommt der eigentliche Glasfaseraufbau. Entweder nimmt man Formenbaugewebe mit 390g/m² oder 500g/m² oder man bedient sich solcher Fasermatten. Lagen sollten mindestens so 6-8 sein, da geht ein Haufen Harz dabei drauf! Alternativ kann man noch Fasermatten in Keramik tränken und aufbringen, geht sehr schnell, wird auch gut hart, braucht aber etwa eine Woche bis die Feuchtigkeit raus ist. Zu empfehlen ist Zahnartzkeramik ( Für Zahnmodelle ) hat eine geringe Schwindung und ist noch relativ günstig im Gegensatz zu Formenbaukeramik von R&G zum Beispiel.
    So das wars, den ganzen Schrott hart werden lassen und entformen. Danach wieder so 6 mal wachsen und die Form ist einsatzbereit. Man kann das ganze auch noch bei ca. 60°C tempern um die maximale Festigkeit zu bekommen, muss man aber nicht.
    Jetzt noch was zu deinem Cfk-Geweben. Das mit dem Faltenfrei hängt von deinem Gewebe ab. Zum einen Ist es ein UD ( Unidirektionales also in eine Richtung ) oder BI-Direktionales ( in 2 Richtungen 0° 90° ) Gewebe und was ist es für eine Bindung? Es gibt Leinwand, Körper und Atlas Bindung. Die Drapierbarkeit ist bei Atlas am besten und bei Leinwand so gut wie nicht vorhanden. Für gewöhnlich bekommt man Körperbindung erst ab 160g/m² Gewebe alles was leichter ist ist Leinwandbindung. Ich weiß ja nicht was es später mal werden soll, aber wenn man 3 Cfk-Schichten mal angenommen 160g/m² aufbringt und die Form vllt. noch etwas gewölbt ist hält das wie Atze!
    Ich könnte jetzt noch mehr über die Gewebe erzählen aber ich glaube mal das reicht fürs erste!
    :sorry: für den vielen Text!

  • Re: Epoxydharz/Zement

    Das Carbongewebe was ich hier hab, ist 240g/m² schwer und zwar in Körperbindung.
    Es ist schiebeverfestigt, ich weiß nicht ob si hdas auf die Drapierbarkeit auswirkt?

    Das soll halt der Höcker für mein Rennmoped werden^^
    Hier mal nen Foto, wo das Urmodell aufm Moped liegt:

    [Blockierte Grafik: http://s7b.directupload.net/images/090706/temp/6w78tr2h.jpg]

    Nochmal zurück auf Urmodell: wenn ich jetzt noch ne Schicht Harz aufbringe und das festwerden lassen um es dann glattzuschleifen: könnte ich auch darauf das Wachs aufbringen oder ist es zwingend erforderlich nochmal zu lackieren (gesetzt dem Fall mein Harz gleich Spachtelmasse aus und es bereits glatt genug)?
    Ich hab noch nen halben Liter ebay Harz, welches eh nicht die tollen Festigkeitswerte erreicht, was ich denn dafür verwenden wollte. So komm ich billiger bei weg (1 Liter 15 E) als wenn ich jetzt losgeh und mit 2k Spachtel hol (700gramm 10 €).

    Zum Formenbau: Ist dieses Formenbauharz eher "dicker" wie Spachtelmasse? Warum muss das unbedingt so fest sein?
    Ist diese Kopplungsschicht unbedingt notwendig? was macht die überhaupt?

    Viele Grüße und danke für die ausgiebigen Erklärungen das hilft mir ungemein^^

    huj

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  • Re: Epoxydharz/Zement

    Also wenn dir die Oberflächenqualität deier Harzoberfläche ausreicht kannst du die natürlich nehmen, ma sollte aber eben bedenken je besser die Urform umso weniger Nacharbei hinterher. Der Vorteil einer absolut sauberen Oberfläche liegt auch darin das man dann direkt in die Form einlackieren kann, das spart Gewicht und die Oberfläche wird top ( wenn die Urformoberfläche top war... )! Wenn du aber eben auf deine abgeformten Modelle Lackieren willst muss die Oerfläche jetzt nicht so übergenau sein, da kann man Ungenauigkeiten dann nachher ausschleifen. Da das ja dann bestimmt eine Form wird die nicht so oft benötigt wird ist das vllt. auch besser wenn man es nicht übertreibt.
    Ansonsten zum Schiebeverfestigten Cfk Gewebe, warscheinlich von R&G, kann ich dir folgendes sagen, da ich auch erst letzte Woche damit das erste mal gearbeitet habe. Es hat den Vorteil, das es am rand weniger ausfranzt und man weniger Fasern verliert. Dass das gewärleistet ist verdankt das gewebe einer Tränkung bzw. eines Überzuges was es wie verklebt. Vorteil ist man behält die Faserorientierung gut bei, und kann das Gewebe im Trockenen Zustand mit einem Föhn schon in die ugf. Form bringen. Meiner Meinung nach ist das gut für Sichtcarbonstruckturen. Nachteil fand ich, das alle Bereiche die beim Harzen nicht getränkt sind steif sind und ein Drapieren verhindern. Das ist gerade an den äußeren Kanten schrott da muss man teilweise einschneiden. Am besten ist es sowieso das ganze dann im Vakuum ashärten zu lassen.
    Zum Formenharz das ist ein besonderes 2K Harz, das ungefüllte ist schwarz und es ist bei weitem nicht so Viskos wie normales Laminierharz. Auserdem wird es blasenfrei und ergibt ein absolut exaktes abbild der abgeformten Oberfläche, da sieht man jede Riefe des Urmodells drin. Das st höchste Qualität! Ich kenne das nur so, normales Harz nimmt man dafür meines Wissens nach nicht. Zu der Frage der Festigkeit weiß ich jetzt nicht auf was sich das bezieht? Wenn du die 6-8 Lagen meinst, dann hat das einfach etwas mit der Formsteifigkeit zu tun. Wenn man zu wenig Material hat kann es durchaus pasieren das sich die Form bei Hitze oder durch ungünstige Lagerung verzieht. Die Koppelschicht dient dazu Luftblasen direkt hinter dem Formenharz zu vermeiden, da diese bei erwärmung sich ausdehen und die Oberfläche zerstören würden. Deshalb werden auch alle scharfen Kannten damit verrundet weil das Gewebe nicht so drapierfähig ist um sich bspw. in eine 90° Ecke zu legen. Die Schicht gleicht eben alle Unebenheiten aus, so dass man möglichst wenige Einschlüsse in den unteren Ebenen hat. Es empfielt sich auch direkt über die Koppelschicht zu erst eine 25g/m² oder 50g/m² Körperbindungsschicht Glasgewebe aufzubringen weil man da die Luftblasen gut sehen kann und auch gut entfernen kann.

    So das waren glaube ich erst mal alle Fragen die es zu beantworten galt. Für weitere stehe ich gern zur Verfügung.

  • Re: Epoxydharz/Zement

    ich klink mich hier ma mit ein :thumbup:

    wie isn das dann mit der Trennung in der Form? Müsste man ja beim Höcker auch machen
    wenn man dann die Hälften zusammensetzt hätte man ja im Prinzip ne Kante, was denk ich ma verdammt scheiße aussieht. Da ich dann auch mit Sichtkohlefaser laminieren will,

    Oder macht man dann eine obere und eine untere Hälfte und nicht in der Mitte der Höckers vertikal durch???

    How do you like your twostroke, angry or really angry?

  • Re: Epoxydharz/Zement

    Also ich mach oben/unten statt links rechts ;)
    d.h. erstmal den oberen sichtbaren Teil, später dann nen Abdruck vom Obergut ähnlich wie
    den Sitzbankblech bauen. Beides kann man ja dann zusammenkleben^^

    GST: Danke fürs Angebot- Wenn noch ne Frage auftaucht, schreib ich sie hier rein^^

    Viele Grüße

    huj

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  • Re: Epoxydharz/Zement

    Hi, ich mache nachher mal ein Foto von unserer Form. Der Formenbau ist nicht so einfach, da du ja genau aufpassen musst, wo deine Trennebene ist.

    Aber mehr irgendwann heute Abend oder morgen früh.

    Wenn du deine Form vom Urmodell abgenommen hast, ist es wirklich am besten, wie GST schreibt, das die innen absolut perfekt von der Oberfläche ist. Das heisst auch dein Urmodell sollte schon sehr glatt und ordentlich sein.
    Wenn die Form dann fertig geschliffen und lackiert ist, kannst du in diese dein Tennmittel einbringen, trocknen lassen und dann auf das Trennmittel deinen Füller sprühen. diesen auch wieder trocknen lassen, GFK mit Epoxi tränken, einlegen, annrollen und zum Schluss beide Formenhälften zusammenschrauben und das GFK von Hälfte 1 und zwei verbinden. Nun tempern, dann Farmauseinanderschrauben und Heck entnehmen. Die Oberfläche sollte nun schon so perfekt sein, das du den Füller nur noch mal anschleift, evtl. Lufteinschlüsse spachtelst unddann deien Lackierfüller aufbringst. Dann noch lackieren und fertsch...
    Bei Sichtkarbon ist das etwas aufwändiger, du arbeitest hier nicht mit Füller, sondern von vornherein mit Klarlack. Da darfst du dann auch keine Lufteinschlüsse mehr haben... Spachtel geht nicht mehr... :D

    Diese Sig. ist zensiert... :)

    Viele Grüße

    Selkeracer

  • Re: Epoxydharz/Zement

    Jo also die Trennebene würde ich auch oben und unten machen und nicht an den Rand, geht einfach mal einfacher zu machen. Das Wichtigste dabei ist eine scharfe Kante hinzubekommen genau dort wo beide Formenhälften aneinanderstoßen. Dafür gibt es eine Möglichkeit die aber nicht immer funktioniert. Man nehme eine Spahnplatte mit plastikoberfläche, möglichst glatt, lackiert geht auch, hauptsache glatt. Daraus sägt man mit leichtem Aufmaß die Form des Teiles raus. Dann possitioniert man diese Platte in der mitte des Urmodells und fixiert das ganze. Am besten die Platte liegt wo auf und das Modell wird an der Platte fixiert. Dafür reicht Plastelina meistens aus, im ofen schön warm gemacht hält ganz gut. Jetzt hat man für gewöhnlich noch einen Spalt zwischen Platte und Modell, diese wird jetzt mit der Feinspachtel komplett zugemacht, kann ruhig etwas erhöt über der Platte sein. Wichtig ist, das vorher das Modell gewachst wurde sonst bekommt ma das nicht mehr getrennt! Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ich glaube man hat die Spachtel hart werden lassen, dass ganze dann gelößt und überschliffen. Dadurch erhält man eine stabile und scharfe Kante. Dafür muss die Form aber nach links und rechts abfallend sein da man das sonst nicht mehr runter bekommt. Es kann auch sein das man das im noch nit völlig hartem zustand geschnitten hat...hmm
    Mit dem Sichtcarbon is das sone Sache! Wenn die beschriebene Kante wo die Formenhälften zusammenstoßen absolut scharf ist sieht man da nicht viel, wird aber in der Regel nicht möglich sein. Bei Sichtcarbon und geteilter Form am besten Formen zusammenmachen, Klarlack rein, dünne Schicht reicht aus wird nochmal geschliffen. Man kann auch ohne Klarlack direkt das Gewebe reinmachen. Man muss die Formen aber nicht einzeln laminieren und zusammenfügen geht direkt in beiden zu machen. Dann das Gewebe rein und am besten die erste Lage Cfk vllt. auch 2 Lagen einbringen und dann Vakuum ziehen. Abreißgewebe nicht vergessen! Das Vakuum bewirkt das sich das Cfk direkt an die Form anlegt und so gut wie keine Luftblasen mehr drinnen sein sollten. Bei Flächen ohne große Winkel funzt das eigentlich hervorragend. So das aushärten lassen unter Vakuum. Danach kann man das Abreißgewebe entfernen, geht bissl schwer, und ggf weitere Lagen aufbringen. Die kann man auch noch Vakuumieren muss aber nicht. Nach dem Aushärten entformen und die Trennlinie verschleifen. Wenn alles geglückt ist hat man ansonsten keine Lufteinschlüsse in der Oberfläche, wenn doch dann helfen die BASCO Clear Füller. Das sind für Sichtcarbon entwickelte Füller, die sind transparent, habe ich für einen Kunden gemacht geht astrein das Zeug! Oberfläche also Fehlerfrei machen und anschließend nochmal ne Schicht Klarlack drüber und fertig ist das Sichtcarbon Teil.

  • Re: Epoxydharz/Zement

    @ Stephan

    Die Trennung kann auch längs erfolgen. Dabei sollten die Zuschnitte aber sehr exat sein und man sollte eine 2-Teilige Form haben, die keinen geschlossenen Körper darstellt. Bei unserem "Kohle-Monster",genannt Arundo RS, haben wir das auch so gemacht. siehe hierzu den Link in meiner Signatur und da unter Multimedia/Bilder.

    huj: Wenn ihr 'ne gescheite Vakuum-Pumpe braucht, dann kommt doch mal wieder vorbei.

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