Kr 51/2 funktioniert wunderbar, aber es wird mal Zeit die ganzen Macken zu beseitigen

  • Moin moin

    Als ich mich das letzte mal gemeldet habe, war mein Problem ständiges Verkoken der Zündkerze bei langsamer Fahrt.
    Es hat sich herausgestellt, die Leerlaufluftschraube war fast komplett zu. Habe den Leerlauf neu eingestellt (die Schraube steht jetzt völlig wo anders) und es ist jetzt besser.

    Dafür ist ein Haufen gesammelter Mist am Vogel...

    Nach längerem stehen wurde der Simmering an der Schaltwelle undicht. Es scheint nach etwas fahren wieder weniger zu sein. Komisch.
    Sollte neu.

    Der Tacho fing vor kurzem an laut zu kreischen (ekelhaft - ich dachte erst Motorschaden) und zu Pendeln von 0 -100 - ist dann ganz ausgefallen. Er zeigt ca. 12000 an und ist noch Original.

    Die Batterie ist eingetrocknet und tot, noch vom Vorbesitzer - die ganze Hilfselektrik geht also nicht.

    Das Rücklicht ist sehr schick aber ganz sicher falsch und bestimmt unzulässig, sowie an das Hauptlicht anstatt an die Bremskontakte angeschlossen.

    Rückspiegel kaputt - Scheiss Randalierer...

    Der Vorbesitzer hat ein optisch ansprechendes, gut fahrendes Fahrzeug hingebastelt - aber die Elektrik is totaler Käse und ein bisschen Verschleiss hat mich jetzt auch eingeholt.

    Fragen :

    1. Allgemeine Ersatzteile - nix Tuning. Welcher Shop ist durchschnittlich am günstigsten. Google und das Forum kennen sehr viele.

    2. Tachos: Ich habe hier gelesen das die von AKA gerne Pendeln und die von MBA sehr träge sind. Der Originaltacho war bis zum Tode super.
    Kann man die Tachos - Drehbank, Fräse, Löten, Erfahrung mit Kleinteilen bekannt und vorhanden - reparieren ?
    Wenn nein, würde ich zu Tachometer Ø 48mm für KR bis 80 km/h Simson Ersatzteile Tachometer und Drehzahlmesser
    tendieren. Sieht ziemlich Original aus und Träge finde ich weniger Schlimm als nervig .
    Über die Einbauregeln bei MBA in Punkto Länge des Antriebsviekantes bin ich bereits informiert.
    Meinungen ?

    3. Elektrik. Wenn ich als fast fertiger Elektro-ing die Schaltpläne von der Schwalbe sehe, dann gruselt es mich.
    Klar, man kann eine Vape einbauen - will ich nicht.
    Diese komische Ladeschaltung - Ekelhaft.

    Mir schwebt ein Schaltregler vor, welcher von der Ladespule aus in Elkos Vollwellengleichrichtet und mit einem Schaltregler eine Konstant-Ausgangsspannung erzeugt. In der DRR natürlich undenkbar.
    Heute aber Elektrotechnischer Kindergarten. Für sowas gibt es heute sogar extra ICs.
    Falls eine Batterie benötigt wird weil die Spule den Spitzenstrom nicht packt - bitteschön, dann kann ich zumindest die Ladung so einregeln, dass die Batterie in keine Richtung gequält wird.

    Meinungen ?

    Gruß
    Max

  • Ja mit der Elektrik habens die meisten nicht so. Scheinbar der Vorbesitzer deines Mopeds auch nicht.
    Am besten also mal alles neu und dabei auch richtig machen.
    Deine Idee mit einem besseren Regler find ich persönlich gut, wäre ich besser bewandt in Elektrotechnik wäre das mal was Gutes zum selberbauen. Mit sowas könnte man sicher die Ladespannung unter 7,2V halten und auch noch mehr Ladestrom realisieren.

    Was den Tacho angeht, so sieht der doch gut aus. Mit Nachbauteilen hab ich allerdings keine Erfahrungen.

    Und ja, AKF ist als Shop für gute Preise und schnelle Abwicklung bei mir bekannt, Ostoase ist aber auch nicht schlecht, sicher trifft das auch noch auf zig andere zu, da musst du scheinbar selbst mal vergleichen was die Teile, die du jetzt brauchst wo insgesamt kosten, meist nimmt sich das nur wenig.

    Das Leben ist zu kurz für Unterbrecherzündungen.

  • Zitat von Zonkotron;2819274

    3. Elektrik. Wenn ich als fast fertiger Elektro-ing die Schaltpläne von der Schwalbe sehe, dann gruselt es mich.
    Klar, man kann eine Vape einbauen - will ich nicht.
    Diese komische Ladeschaltung - Ekelhaft.

    Mir schwebt ein Schaltregler vor, welcher von der Ladespule aus in Elkos Vollwellengleichrichtet und mit einem Schaltregler eine Konstant-Ausgangsspannung erzeugt. In der DRR natürlich undenkbar.
    Heute aber Elektrotechnischer Kindergarten. Für sowas gibt es heute sogar extra ICs.
    Falls eine Batterie benötigt wird weil die Spule den Spitzenstrom nicht packt - bitteschön, dann kann ich zumindest die Ladung so einregeln, dass die Batterie in keine Richtung gequält wird.

    Na ja, sieh das mal nicht so streng. Eine geregelte Ladeschaltung löst man ganz anders, orientiere Dich mal am ELBA-Schaltplan: Dort wird ein Thyristor durchgeschaltet, solange die 7 V bzw. 13,8 V Batteriespannung nicht überschritten ist. Du mußt bedenken, daß die Lima keine Spannungs-, sondern eher eine Stromquelle darstellt.

    R.I.P. Flori

  • Die Frage ist, was man will.

    Die Ladespule erzeugt eine Art Wechselstrom. Dann ist da noch eine Drossel in Serie um den Ladestrom zu begrenzen und ein Einweggleichrichter.
    An diesem Punkt ist das ganze in der Tat eine weiche Spannungsquelle - und sowas wird oft auch zurecht als "Stromquelle" bezeichnet.

    Ich möchte keinesfalls behaupten das die Generatorspule selber eine harte Spannungsquelle ist, ganz bestimmt nicht. Aber ganz sicher auch nicht besonders weich - sonst wäre da keine Drossel nötig.

    Die nächste Frage ist die Leerlaufspannung. Ohne jede Last. Wenn die extrem hoch ist, wäre das Unschön. Mal davon ausgegangen dass sie bei 10-20V liegt.

    Die Elba ist ein einfacher Thyristorregler. Das ist eigentlich wo ich sie mir jetzt so ansehe.....eine wirklich nette Schaltung.
    Ander kann man das nicht sagen. Besonders gefält mir die Ansteuerung des Transistors, welcher den Thyri zündet.

    Aber da war doch was.....wenn ich es recht erinnere und dann nochmal in den Schaltplan sehe. Die ELBA läuft doch nicht bei tiefentladener Batterie - bzw OHNE Batterie. Der Regler hat dann nämlich gar keine Spannung zu Selbstversorgung.

    Also müsste man auf jeden Fall eine Vorrichtung für Trickle Start vorsehen - ein Anlauf des Reglers aus der Eingangsspannung.

    Dann ist es immer noch ein Thyristorregler der nur eine Halbwelle ausnutzt und die Batterie zur Spannungsstabilisierung verwendet.
    Da die Frequenz ja auch nur bei 50-150 Herz liegen dürfte (oder hat das Schwungrad mehrere Magnetpole - dann natürlich ein Vielfaches des genannten)
    bräuchte man einen relativ großen Elko um die Batterie zu ersetzen und zu vermeiden dass die Ausgangsspannung extrem unsauber ist.
    Mir geht es ja darum die Batterie zu eliminieren. Standlicht....pffff.....unnötig.

    Man kann natürlich argumentieren dass eine unsaubere Spannung bei Glühlampen, Relais und anderen Dingen dieser art keine Rolle spielt - sie sind so träge dass sie eh nur den Effektivwert des "Mülls" "sehen".

    Man könnte aber auch Argumentieren dass die Elba veraltet ist. Mit einem Brückengleichrichter und einem Mosfet Tiefsetzsteller brauche ich auch nicht mehr Platz, kann beide Halbwellen ausnutzen und viel sauberer Regeln. Mit Schottky Brückengleichrichter wären die Schaltung sogar nicht mal ineffizienter als die Elba.
    Ein Ausgangangselko fällt bei 50 kHz Takt bereits sehr viel kleiner aus als bei 150 Hz :-).

    Man könnte auch Argumentieren dass es völliger Overkill ist, und ja - Das Stimmt !

  • Ohne Batterie Blinker und Hupe versorgen? Ich wünsche Dir viel Erfolg! Mit einem mickrigen Elko wirste da nicht weit kommen, ganz einfach, weil die Lima bei 1500 Umdrehungen kaum Leistung abgibt. Und jetzt sage nicht, Du stehst an der Ampel und blinkst bei 5000 Umdrehungen Standgas...

    Übrigens arbeitet im 12-V-Bordnetz die ELBA mit beiden Halbwellen (vorgeschalteter Brückengleichrichter). Zur Ladung der Batterie ist das mehr als ausreichend.

    R.I.P. Flori

  • Richtig, es gab die Elba auch in Kombination mit einem Gleichrichter, das nutzt mehr vom Wechselstrom.

    Ich möchte dann noch was zur Wechselstromfrequenz sagen, diese ist dreifach der Drehzahl.
    Der Herr Moser argumentiert das mit drei Spulen, ich sehe das anders. Da die Spulen ja alle verschiedene Stromkreise versorgen bringt jede ihre Frequenz in den eigenen Stromkreis. Die verdreifachung der Drehzahl kommt meiner Ansicht nach daher das man es mit 3 Magnetpaaren im Polrad zu tun hat.

    Das Leben ist zu kurz für Unterbrecherzündungen.

  • Zitat von Elektromensch;2819368

    Ohne Batterie Blinker und Hupe versorgen? Ich wünsche Dir viel Erfolg! Mit einem mickrigen Elko wirste da nicht weit kommen, ganz einfach, weil die Lima bei 1500 Umdrehungen kaum Leistung abgibt. Und jetzt sage nicht, Du stehst an der Ampel und blinkst bei 5000 Umdrehungen Standgas...

    Übrigens arbeitet im 12-V-Bordnetz die ELBA mit beiden Halbwellen (vorgeschalteter Brückengleichrichter). Zur Ladung der Batterie ist das mehr als ausreichend.

    Gut das wir drüber gesprochen haben...
    Werde ich wohl mal schauen müssen. So ein Mist aber auch.

    Elba 6V 2x 21 W 8871.10 Simson S51, SR50 Simson Ersatzteile Elektrik ELBA und Blinkgeber
    Ok - Preis geht ja noch....wobei objektiv eigentlich nicht...an der Elba ist wirklich mal garnichts dran.....aber so sind halt manche Ersatzteile.

    Kleiner Hinweis:
    Gleichrichter Simson S51, SR50 Simson Ersatzteile Elektrik Elektronikteile
    Geht mal garnicht. Angemessener Verkaufspreis ist so ca. 1.50€ (bei Reichelt, Pollin etc. - irgend ein Standardgleichrichter tut es - ich hab noch 100 aus ner Fehllieferung rumliegen :D )

    Dann brauche ich schon mal eine Batterie. Hilft ja nix.
    Schön wäre dann immer noch ein Laderegler welcher in jedem Betriebszustand versucht die Batterie zu laden - auch wenn die "ein bisschen tot ist".
    Aber das kann ich mal nachrüsten, dann werde ich erstmal die normale Ladeschaltung wieder anklemmen.
    Danke für die Tipps

    @ Ed : Danke für die Aussage. Deine Ansicht ist richtig.

  • Zitat von der_Ed;2819447

    Ich möchte dann noch was zur Wechselstromfrequenz sagen, diese ist dreifach der Drehzahl.
    Der Herr Moser argumentiert das mit drei Spulen, ich sehe das anders. Da die Spulen ja alle verschiedene Stromkreise versorgen bringt jede ihre Frequenz in den eigenen Stromkreis. Die verdreifachung der Drehzahl kommt meiner Ansicht nach daher das man es mit 3 Magnetpaaren im Polrad zu tun hat.

    Sehr richtig. Polzahl (Rotor) = 6, Polzahl (Stator) = 2, demzufolge Polpaarzahl p = 3. Bei 6000 1/min = 100 1/s hätten wir also die dreifache Frequenz, also 300 Hz.

    R.I.P. Flori

  • Gut, noch eine "Summenfrage" .
    Ich habe jetzt auf meiner Liste :

    Rückspiegel
    Batterie
    Getriebeöl
    Dichtungen für Schaltwelle
    Tacho
    Rücklicht muss ich mal sehen
    Ersatzzündschlüssel
    Vorderradbremse verliert langsam an Bremskraft - muss ich sehen ob ich noch unterlegen kann oder ob neue Beläge fällig sind. (Die Stellschraube oben ist jetzt ausgereizt)
    Gummipuffer - Sitzunterseite fehlt einer oder so
    Ersatzlampen - habe nur fürs Hauptlicht

    Was sollte ich mir noch so mitbestellen ?

    Chokegummi ?
    Bowdenzüge könnten mal neu (Ummantelung teilweise kaputt- gehen aber noch gut ) Sinnvoll ?
    Tacho-Antriebswelle ?
    Zündkondensator ?
    Zündkontakte ? (Wobei die Zündung eig. gut funktioniert )
    Gibt es irgend welche Verschleissteile die man häufiger wechseln muss ? (Und die nicht in meiner Liste stehen)

    Gruß
    Max

  • Hi erstma
    Wenn du die Dichtung für die Schaltwelle machst mach auch gleich die anderen mit!
    Die lassen meist nicht lange auf sich warten !bevor du den Motor wieder zerlegen musst, bestell die gleich nen kompletten Satz ! Dann bist du Safe
    MfG Static ;)

    KR 51/2 E L

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