Beiträge von keokeo

    Zwischenzeitlich kam das Ronge 2-6 Gang und gleich eine neue Kurbelwelle, da kann ich die "alte" später ohne Zeitdruck auf Rundlauf prüfen.

    Heute lief der Zylinder schon mal warm mit den Eckdaten:

    0,8mm Qk

    PVL auf 1,3mm vor OT eingestellt im Standgas

    Hd 120 (metrisch) im 24er Mik

    Auspuff mit 18mm Engstelle und 20mm Endrohr (Innendurchmesser, nich 22mm)

    22er Innendurchmesser an einem 50er:hammer: mein lieber Scholli. Dort bleibt Leistung liegen und wird auch nicht dein Problem sein. Bau doch lieber um auf Drosselhülsen am Gegenkonus, als auf ein undefiniertes Endrohr zuzugreifen.

    Hattes du den Zylinder "nur" bearbeitet und bist ihn dann gefahren, oder hast du ihn zwischendurch nochmal schleifen lassen? Hintergrund ist der, dass sich die Zylinder gerne mal nach dem bearbeiten verformen. Beim ersten warm werden, werden die Spannungen dann frei und der Zylinder verzieht sich extrem. Das kann man durch "Tempern" und anschließendem neu schleifen aber in den Griff bekommen. Wenn man nur paar Steuerzeiten rein fräst, passiert das nicht, aber bei einigen zusätzlichen Öffnungen passiert das gerne mal. Wenn du nix machst und weiter fährst, klemmt der bestimmt auch nochmal. :sorry:

    Ähm..ich habe nach wie vor eine 18mm Engstelle...worauf das 22er Rohr folgt. Und an der Trennstelle kann ich weitere Engstellen plazieren, wenn ich dann mal dazu komme.

    Der Zylinder wurde nach dem Buchsen getempert, nach dem Bearbeiten ebenfalls.


    Rein aus Interesse,

    siehst du die Verkettung von ungünstigen Parametern (Hauptdüse, ZZP und Endrohrdurchmesser) als Grund für den Schaden oder lässt sich das konkret auf eine Ursache zurückführen?

    Phu, was ich persönlich sagen kann, ist das wohl der ZZP zu früh war auf jeden Fall. Der Vergaser ist von der HD her sehr fett. Beim Endrohr bin ich wie gesagt skeptisch, habs aber halt geändert damit es nicht daran liegen kann.

    Möchtest du weiterhin am 2-Ring Kolben festhalten? Viel Erfolg das es bis zu den ersten Rennen läuft und dann funktioniert.

    Ich will ihn "verbrauchen" und dann auf Einring wechseln beim nächsten Schliff.

    Es wäre wichtig zu differenzieren. Die Engstelle (Venturi) ist gut mit 18mm...sogar etwas zu groß. Das Endrohr selber stellt das Problem dar. Ein langes Endrohr mit D18mm innen erzeugt durch die große Oberfläche Reibung im Rohr, welches das Abgas am ausströmen hindert. Gut wäre da z.b. nur das Endrohr auf 20mm ID zu vergrößern und den Venturi bei 18mm zu belassen.

    Genau, das Endrohr soll ein Problem darstellen. Das ist 18mm Innendurchmesser und das hatte ich auch am Renn-85er 2017 verbaut ohne Probleme.

    Ich habe es nun auf 22mm geändert.

    Nach ein paar Nachtschichten war das Fahrwerk soweit erstmal "fertig" für die ersten Fahrversuche, passend dazu hatte ich letzten Freitag Gelegenheit in Mülsen auf die Kartbahn zu kommen. Im nachhinein war das doch alles etwas stressig und es haben sich Fehler eingeschlichen.

    Donnerstag wollte ich die PVL abblitzen, die Lampe ging aber nicht, eine kurze Probefahrt bescherte mir noch einen Klemmer. Den habe ich Freitag Mittag noch weg bearbeitet und machte mich auf den Weg zur Strecke. Nach einer Runde sachtem fahren, einer Pause und dem beenden der 2. Runde blockierte das Hinterrad im 4. Gang auf der Start-Ziel-Geraden. Zufällig waren ein paar Mitarbeiter von LT anwesend und gaben mir noch Tipps. Endrohrdurchmesser größer und ZZP später.

    Wenn ich das jetzt hier so wiedergebe, kann ich nur über meine Voreiligkeit den Kopf schütteln :lol:

    Hd 230 im 24er Mik

    ZZP wie von LT im Video eingestellt auf 1,7

    Engstelle 18mm im Auspuff


    Am nächsten Tage ging es ans wieder herrichten, Natronlauge hat das Alu aufgelöst und meine China Honale hat 1/100 Material rausgekratzt, damit ist die Oberfläche wieder schön.


    Ich hatte damals einen 2/100 größeren Kolben als Ersatz...bzw für solche Fälle besorgt, diesen habe ich nachgemessen und über dem Kobo abgedreht bis 25/100mm unter Nennmaß im Ringbereich. Nun ists ein Rennkolben mit 2 Ringen.


    Kurbelwelle werde ich noch prüfen auf Schlag und dann werde ich mal abblitzen um zu sehen mit welcher Einstellung ich unterwegs war am Freitag


    Und noch eine Erfahrung reicher bin ich: Das Ronge 2-6Gang ist gekauft, mit einem normalen 5Gang mit langem 1. Und sonst kurzer Übersetzung fährt es sich nicht so spritzig.

    Das Schaltgestänge sieht ja wild aus. :/

    Bist Du damit schon mal so gefahren?

    Nein bin ich nicht, flog vorher schon raus ^^

    Das war eine frühe Idee, als es beim Rahmen schweißen so aussah, als müsse ich innen lang mit dem Gestänge. Aber das war schon beim händisch Schalten zu weich und nachgiebig.

    Schalten mit weichen Anschlag. Das wird auch ziemlich schnell brechen.

    Ein Kaufargument, weicher Anschlag 8o


    Hier das neue Gestänge.


    Gestern Abend war dann der erste provisorische Startversuch, uhh war ich glücklich!! :cheers:

    Video:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Frage zum Kopf: Welchen Quetschflächenanteil hast du und warum die niedrige Verdichtung?


    Ja den Kopf habe ich nochmal angepasst und komme nun auf 12.5:1 theoretische Verdichtung.

    Den Quetschflächenanteil müsste ich mal ausrechnen, hab dazu ein Screenshot vom Drehbankvideo gemacht.


    Zur Zeit bin ich stark am üben, den Auspuff fertig zu bekommen.

    :rockz:

    So heute war Verlobung und Hochzeit.

    Gestern wurde der Zylinder samt Kopf noch Glasperlengestrahlt und danach gut gereinigt.

    Mit 0,5mm Fußdichtung lande ich bei 0,6mm Quetschspalt. Mit 2T Öl ausgelitert passen 5mL in den Brennraum bis das Kerzengewinde erreicht ist (Kolben ist OT)

    In die Kerze passen 0,3mL, die ist in den Kopf geschraubt bündig mit der Brennraumkuppel.

    Also grobe 5,3mL Brennraumvolumen bei 49,9mL Hubraum. Addiert ergibt das 55,2mL

    55,2/5,3= 10,4 theoretische Verdichtung

    Das passt auch fürs erste, also noch Dämpfungsgummis geschnitten und alles fest gezogen, dann erfolgte der Einbau in den Rahmen und ein erstes Roll Out des Rennmopeds! :rockz:

    Okay mit der Fußdichtung kann ich das Quetschmaß noch optimieren, das stimmt. Donnerstag bau ich den Zylinder auf den Rumpf und ermittle die entsprechenden Dichtungen für ein kleineres Quetschmaß.

    Das würde ich nicht machen. Mir fällt für den Rennzweck nicht ein Vorteil ein. Aber die Nachteile die mit sich einherkommen.....

    Welche Nachteile wären das? Mir fällt da nichts ein, was mich am Rennen fahren hindert mit dem Kolben, außer das es natürlich entsprechend beworbene Kolben mit einem Ring gibt und eine angepasstere Kolbenkontur für Rennmotoren.

    Wenn du durch eine etwas dünnere Dichtung runterkommst, würde ich das noch machen, mit ohne Kolbenhemdkürzen dann. Paar Zehntel wären schon was.

    Wird gemacht, morgen strahle ich den Zylinder noch und Donnerstag mach ich mich an den Zusammenbau.

    Hast du die Zeitquerschnitte für den Zylinder mal gerechnet? Also mir wären die Steuerzeiten zu hoch. Du hast immerhin nur einen 2 Kanal gebaut, der gar nicht so viel Füllung bringen kann, dass du so hohe Querschnitte bräuchtest. Ich bin mir sicher, dass man die angestrebten Ziele auch mit 5° weniger im Hauptauslass schaffen kann- und damit würde der Motor unanstrengender zu fahren sein. Er soll ja nicht nur auf der geraden gehen, sondern auch aus der Kurve raus fahren. Aber gut, für einen ersten Test wirds erstmal gehen. Außerdem würde ich die Nebenauslässe noch ein Stück weiter zurück setzen. Du hast jetzt 4° weniger Steuerzeit (2° auf eine Bewegung)- Peil mal eher so 6-8° (3-4°) an. Das macht den Motor untenrum weniger tot, ohne, dass du in der Spitze viel verlierst.

    Nein habe ich nicht berechnet :ph34r:

    Tatsächlich gehen die Meinungen mit den Steuerzeiten recht stark auseinander, auch von den NA's. Das ist wirklich interessant!!

    Da ich zeitnah noch zum Fahren kommen will , wird es erstmal so gelassen und geschaut, wo ich lande.

    Was willst du dort für einen Auspuff nutzen?

    Zum Vergaser- du willst einen 24er Vergaser nutzen. Das ist für dieses Konzept sicherlich die richtige Größe. Falls du dich mal irgendwann entscheidest einen Zylinder mit mehr Strömerfläche zu bauen, kannst du auch auf einen 28er wechseln. Das ist eine gebräuchliche Größe für schnelle 50er.

    Zum Einbauspiel- da hätte ich auch 5/100 gewählt. Klar kann das auch mit 4/100 gehen, aber dann muss man beim Einfahren und Abstimmen mehr aufpassen. Das wichtigste ist, dass der Ring ordentlich dicht wird, da ist das Einbauspiel fast egal. Du kannst ja vor der Montage mal das Stoßspiel kontrollieren. Bei der kleinen Bohrung würde ich da irgendwas in Richtung 0,2mm anpeilen.

    Zum Handwerklichen kann ich nur sagen Chapeau! Sehr schön gemacht. :)


    Auspuff wird ein Eigenbau, stimmige Maße wurden mir da freundlicherweise mitgeteilt und dann sehen wir wo die Reise hin geht. :cheers:

    Tatsächlich habe ich heute früh das Stoßspiel kontrolliert, beide Male 2/10mm also passt das.

    Danke nu! ! :cheers:

    Soo die Zeit rennt und ich hab keine Lust mehr abzuformen etc, der Zylinder ist soweit fertig gefräst. Sz sind nun geworden:

    192° Hauptauslass

    188° Nebenauslässe

    128° Überströmer

    170° Einlass


    Das Kolbenhemd ist einlassseitig 2mm gekürzt (am Rand hat er noch 50mm Länge)

    Heute hab ich ihn testweise auf den Unterbau gesteckt und mich gefreut, es ist kein Spacer notwendig, ohne Dichtung ist der Kolben OT gleich Buchsenoberkante. Das bedeutet für meine Quetschkante reichen die Papierdichtungen aus.

    0,8mm soll sie betragen für mich bzw die Steuerzeiten ergeben sich damit.

    Für den jetzigen Schliff sind es 5/100 geworden für den 2 Ring Kolben. Ich will den gerne mal für Rennzwecke testen.


    Bei den späteren Schliffen werd ich ggf den Einring nehmen und 4/100 Einbauspiel.

    Wie gut der Kolben sich abstützen kann in der Buchse zeige ich sobald ich die Kanäle final gefräst habe. Die Höhen sind noch untermaßig und im Kanal werd ich noch glätten.

    Sind Überströmer mit so viel Volumen in Relation zu 50ccm eigentlich Konsens unter den Experten hier?

    Gute Frage :)


    Der Zylinder wurde nun am Fuß plan gedreht und die Buchse von 47mm auf 45,6mm verjüngt.


    Anschließend feingebohrt

    Von ca. 37,8mm wurde bis 37,98 rausgekratzt.


    Der Rest wird rausgehont.

    Der aktuelle Stand, morgen geht er endlich zum schleifen.

    Etwas stolz bin ich auf die auslassseitigen Kicker, die ihren "Kick" nicht erst auf die letzten mm im Kanal bekommen.

    Und hier verglichen zur ersten Abformung:


    Die Steuerzeiten habe ich vor dem Erstschliff noch untermaßig gelassen, der Hauptauslass hat knapp 190° , die Strömer 126° und den Einlass konnte ich auf 165° erweitern ohne Durchbruch.

    Final anpassen werde ich das nach dem Schliff, wenn man ein Kolben zum anreißen durchschieben kann;)

    Die Einlassfläche habe ich 20% größer wie die Vergaserfläche gewählt was ca. 540mm2 entspricht.

    Welchen Durchmesser hat der Bund am Zylinderkopf?

    Knapp 52mm ist der Zentrierbund dick.

    Eingebuchst habe ich den Zylinder im Januar, wie tief die Buchse sitzt hatte ich mir ja schon zurecht gemessen und errechnet sodas ich mich von innen langsam herangetastet habe an die Grenzen des Kühlkörpers.


    Ein neuer schlanker Winkelfräser von Borntec muss sich im 50er beweisen.

    Und nach 3 Wochen gelegentlichem Fräsen dachte ich mir...hm das kann jetzt eigentlich zur Schleiferei und dann mach ich den Rest:cheers:


    Aber zum Glück habe ich vorher mal abgeformt, denn was man da sieht..


    Schaut mal die schönen Kanten in den Strömern und an den Nebenauslässen :D


    Jedenfalls sind dort nun auch nochmal 3 Wochen vergangen und ich habe sicherlich 15x die Überströmer ausgegossen und 4x den Auslass. Die Stellen hat man nicht gesehen, wahnsinn.

    Oder geht es mit Cone Layout oder anderen Programmen einfacher ? Da müsste ich wissen was man bei Cone Layout eingibt damit die Längsnaht komplett innen ist und nicht an verschiedenen Stellen.


    Bei ConeLayout kannst du bei Phi "0" (null) eingeben dann ist der Stoß der Konen immer an der kleinsten Stelle, also weniger zu schweißen.


    Damit die Naht immer innen ist...phu das wird dann wohl für fast jeden Konus individuell