Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

  • Hallo,

    ein Freund von mir ist Philosoph und etwas Internetscheu. Er hat mich gebeten
    ein paar Zeilen von ihm reinzustellen und Meinungen zu erfragen. Also
    wenn Ihr dazu eine Meinung habt und dazu mitteilen wollt, nur zu,
    ich werde sie weiterleiten :)

    ---
    Wir Menschen erkennen unsere Umwelt durch die Sinne: Hören, Fühlen und Sehen.
    ( Schmecken & Riechen klammern wir einmal aus )

    Nur das Spektrum, welches uns die Umwelt wahrnehmen lässt, ist enorm klein:

    Hören = 15 - 20000 Hz
    Sehen = 380nm - 750nm
    Fühlen = ca. -30° - 100°C

    Doch wie breit ist das jeweilige Spektrum?

    Hören = 1 Hz - 1.000.000.000.000 Hz ( Billion, Terahertz )
    Sehen = 0,01nm - 1km ( Wellenlänge )
    Fühlen = -272°C 15.000.000°C ( Sonnenkerntemperatur )

    Wie breit ist unser Bereich in % von 100%, indem wir die Umwelt wahrnehmen können?

    Hören = 0,000.002%
    Sehen = 0,000.000.037%
    Fühlen =0,133.333%

    Es ist wirklich ein Witz, durch was für ein klitze kleines Fenster wir die Welt erfassen und glauben, es entspräche der Realität.
    Wenn wir uns in der Münchner Allianz Arena befinden würden und nur einen Quadratmillimeter erfassen könnten, dann ist das vielleicht der Ausschnitt unserer bekannten Welt, die wir gerade wahrnehmen können!

    Das muss auch erst einmal rein ins Bewusstsein!
    ---

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Hi,
    beim sehen, was soll das nm heißen? Edit: ach so ja, Nanometer..

    Also worum es euch geht hab ich soweit glaube verstanden, aber wie wurde das Spektrum festgelegt? Das versteh ich nicht so ganz, könnt ihr dazu noch was sagen?

    mfg tomz

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    nm = nanometer
    Nanometer = 10-9 Meter

    Tja, ich gebe zu, jetzt wo ich es gelesen hab bin ich natürlich erstaunt
    aber der alltag wird mich dazu bringen es schnell wieder zu vergessen, es ist leider so, aber der mensch scheint so aufgebaut zu sein

    man kann jetzt auch drüber nachdenken vom verhältnis mensch = universum
    usw usw...

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Mh ja zum Nachdenken stimmt das ganze schon!

    aber mal sollte auch mal folgendes bedenken:

    wenn wir alles sehen/hören/fühlen könnten, das wäre die pure Hölle!

    allein schon wenn man alle Wellen erfassen könnte, würden wir die ganze Welt nur schwarz sehen, so stark sind wir von ihenn umgeben! also ich bin froh so wies ist :D

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Was will er damit zeigen ?

    Mit den puren Zahlen kann man da glaube nichts anfangen.
    Welches Lebewesen ist schon in der Lage, Bereiche der Sonnentemperatur wahrzunehmen ?

    Wenn dann sollte man die Wahrnehmungsbereiche vom Mensch mit anderen Lebewesen vergleichen. Dann hätte man brauchbarere Anhaltspunkte.

    Hierzu fällt mir Wilson ein:
    " Was immer der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen".
    Und ich denke hier soll die Beschränkheit des Menschen gezeigt werden, oder ?

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Wenn wir alles sehen könnten, würden wir glaube ich nichts mehr richtig erkennen können.
    Würden wir dann nicht auch die Luft sehen? Und jedes andere Gas? Es wäre sicher schrecklich.

    Beim Hören ist es ähnlich, was wäre das wohl für ein Durcheinander.

    Im Übrigen:

    Die Erde bewegt sich mit 6000km/h durchs Universum. Meint ihr nicht auch, dass das vielleicht einen Höllen Lärm machen muss? Dieser Lärm nennt sich für uns vielleicht Stille... Nur wir bekommen ihn nicht mit, da wir ihn gewohnt sind. Genau wie auch jedes Messgerät nur auf die "Stille" geeicht sein kann und somit solch einen Lärm garnicht erfasst?

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Zitat von chechen


    Wenn wir uns in der Münchner Allianz Arena befinden würden und nur einen Quadratmillimeter erfassen könnten, dann ist das vielleicht der Ausschnitt unserer bekannten Welt, die wir gerade wahrnehmen können!

    ---

    das stimmt so nicht ganz. Wir sehen alles was vor uns liegt, es ist nur eine Reflektion der Lichtstrahlen, die unserer Auge in der Lage ist zu erfassen. Würden Strahlen anderer Wellenlängen von uns erfasst werden, würde sich die Gestalt des Gegenstandes nicht verändern. Maximal die Farbe: schwarz würde es nicht mehr geben. Von daher nehmen wir schon annähernt alles wahr.
    Beim Hören siehts in der Tat schon etwas anders aus, da sind wir im Vergleich zu anderen Lebewesen ziemlich schlecht. Aber wer will schon Radiowellen hören?
    Der Vergleich mit dem Temperaturfühlen hinkt etwas. Wenn der Bereich unserer Temperaturrezeptoren aufhört beginnt der Schmerz, dessen Intensität ein Maß für die jeweilige Temperatur ist. Temperaturen die jenseits unserer physischen Belastbarkeit liegen, spielen aber eh keine Rolle mehr.

    Zitat von Luftpumpe

    Die Erde bewegt sich mit 6000km/h durchs Universum. Meint ihr nicht auch, dass das vielleicht einen Höllen Lärm machen muss? Dieser Lärm nennt sich für uns vielleicht Stille... Nur wir bekommen ihn nicht mit, da wir ihn gewohnt sind. Genau wie auch jedes Messgerät nur auf die "Stille" geeicht sein kann und somit solch einen Lärm garnicht erfasst?

    Was ist Lärm? Ein Geräusch ist nichts anderes als durch einen Erreger angeregte Schwingungen, die über ein Medium übertragen werden. In unserer Atmosphäre ist das i.d.R. Luft oder Wasser. Nur mit so einem Medium kann ein Geräusch übertragen werden. Dein Beispiel befindet sich im Weltraum. Hier herrscht Vakuum. Ich brauch nicht weiter zu erklären...

    Interessant ist allerdings die Frage, ob nicht die Erde durch ihre Bewegung sich Schwingungen selbst induziert. Diese müssten im Bereich der Eigenfrequenz der Erde liegen. Aufgrund von der beachtlichen Masse, wird diese Frequenz verschwindent gering sein. Dies wäre vernachlässigbar klein.

    mfg,
    Nr_5

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    die betrachtung ist wohl vortrefflich philosophisch. womöglich ist das seine abschlussarbeit?

    ähnlich "einfache" beispiele könnte man bringen, wenn man die zählbaren lebewesen auf der welt in ihrer population erfasst und auf einer skala von 1 bis 1 fantastlliarde darstellt. da stünde der mensch dann aber wohl ganz gut da (mal abgesehen von einzellern) ;)

    ich glaube mit philosophie ist es wie mit kunst. als mensch mit hang zur rationalität kann man das wohl nie so wirklich nachvollziehen. und am ende ist es vielleicht doch nur geschwafel und weil viele es glauben wird es eben kunst oder ein toller philosopischer ansatz. so wie einem eben ein film im kino gefällt oder nicht ;)

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Zitat von Nr_5

    Interessant ist allerdings die Frage, ob nicht die Erde durch ihre Bewegung sich Schwingungen selbst induziert. Diese müssten im Bereich der Eigenfrequenz der Erde liegen.

    Was das nicht so, das etwas, dass in seiner Eigenfrequenz angeregt diese dann immer weiter und weiter verstärkt? Egal wie groß die Masse ist. Das war doch so. Beispiel ist dieses Video von einer Hängebrücke die so ganz extrem schwankt, weil Windböhen genau mit der selben Frequenz, wie die Eigenfrequenz der Brücke kamen.

    Zitat von Leerhuelle

    ähnlich "einfache" beispiele könnte man bringen, wenn man die zählbaren lebewesen auf der welt in ihrer population erfasst und auf einer skala von 1 bis 1 fantastlliarde darstellt. da stünde der mensch dann aber wohl ganz gut da (mal abgesehen von einzellern) ;)

    Äh, nein!
    Der Mensch stünde, genau wie so ziemlich alle Säugetiere verdammt schlecht da.

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Zitat von Columbo

    Was das nicht so, das etwas, dass in seiner Eigenfrequenz angeregt diese dann immer weiter und weiter verstärkt? Egal wie groß die Masse ist. Das war doch so.

    hmm...ich glaube du hast recht. es würde in dem fall zum resonanzfall kommen. naja egal...auf jeden fall würde die erregt frequenz sehr klein sein ;)

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    tach

    ihr geht mir die sache zu physikalisch an.

    die frage ist doch eine andere. nutzen wir denn überhaupt die sinne die uns gegeben sind voll aus?

    es ist einfach zu sagen "wär schon geil wenn ich infrarotstrahlung sehen könnte" können wir ja auch. mit hilfe von spezialkameras. aber was versprichst du dir davon?

    wie es schon im faust steht:

    Jetzt versteh ich was der Meister schreibt
    die Geisterwelt ist nicht verschlossen
    dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot

    noch ein einfaches beispiel. wie können wir z.b. einen holzbalken erfassen. wir können ihn aus verschiedenen perspektiven ansehen,riechen und fühlen.

    aber die wirkliche macht dieses balkens können wir nur erfassen wir wir uns an ihm zu schaffen machen. wenn wir ihn bearbeiten, aufs dach schleppen und einen dachstuhl zimmern. dann erleben wir diesen balken mit all unseren sinnen.

    und so hat uns die natur geformt. der philosoph der vor dem balken sitz und darübernachdenkt was man damit alles machen kann wird damit kein brot verdienen. der zimmerer braucht darüber nicht zu philosophieren. er packt an weil er weiß was man mit so einen balken machen kann.


    das sind meine gedanken dazu. schönen gruß

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Ich hab' jetzt mal ne Nacht drüber nachgedacht:

    Die Betrachtung der Frequenzbänder ist ja ein netter Ansatz, in meinen Augen aber nicht wirklich zielführend. Wir können uns ja heute bereits diese "erweiterte" Wahrnehmung durch Maschinen erschliessen, Infrarot und Ultraviolett-Kameras nur als winziges Beispiel.

    Viel spannender erscheint mir eigentlich ein Abstieg in die Tiefen der Quantentheorie: was ist überhaupt die Wellenfunktion von Materie, wieso nehmen wir diese Wellenfunktion/Wellenpakete "stofflich" war, wie passt die gesamte Quantentheorie überhaupt in unsere Makroskopische Welt. Denn das was wir stofflich sehen, ist eigentlich nur "wahrscheinlich" da - ebenso wie wir selbst.

    Das ist eine Art Meta-Ebene ausserhalb unseres uns bisher erschlossenen Wahrnehmungsbereiches, die ich für wirklich philosophisch interessant halt. GHz-Spektrum sieht man vielleicht nicht, aber leg' mal ne Hand in die Mikrowelle.

    Von Materiewellen merken wir höchstens in Grenzsituationen unserer Physikalischen Welt als schwaches Abbild etwas, zum Beispiel wenn wir Elektronen durch einen Goldspalt schiessen.

    Ob das jetzt weiterhilft? :strange:

    Ich versuch' mal in die Werkstatt zu tunneln, da will noch eine Schwinge geschliffen werden :D

    Simson-Fotos - Stino fährt ne Schwalbe von Hamburg bis Kapstadt; getuned nur bis zum nächsten Prüfstand - Dakar hin oder her, die Simson... wurde doch verkauft, aber nur in der Familie ;)

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    ...hm, also ich meine:

    Ob dein Kollege oder dein Alter Ego hier der Philosoph ist - egal, denn...

    Zitat

    Doch wie breit ist das jeweilige Spektrum?

    Hören = 1 Hz - 1.000.000.000.000 Hz ( Billion, Terahertz )
    Sehen = 0,01nm - 1km ( Wellenlänge )
    Fühlen = -272°C 15.000.000°C ( Sonnenkerntemperatur )

    Ich seh das mal so bissel wie der K-H1. :D :strange:

    So kann ein von der Welt abgehobener Theoretiker nichts mit Genauigkeit beschreiben, was er nicht in irgendeiner Form physisch erfahren hat.

    Und umgekehrt wäre es auch schön schlimm wenn man zu einer physischen Erfahrung die man gemacht hat, sich keine theoretischen Rückschlüsse oder einfach Gedanken darüber macht.

    Jedoch ist die Spektrengeschichte, welche sich an Ordnungssystemen, die von Menschen mit darin beschriebenen engem Spektrum bedient, quasi ne Merkwürdigkeit an sich.

    @Threadersteller

    Wie wird man eigentlich Philosoph?

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Mh Problem ist, das alle pysikalischen Erklärungen, Modelle und was weiß ich was, nur vom Menschen "erdacht" wurden sind. Man kann doch nie beweisen das es wirklich so ist, das sind alles nur Theorien um uns Menschen eine Erklärung für das Unerklärliche zu geben, weil wir einfach für alles immer eine Erklärung brauchen --> das ist der dran des Menschen!
    Wer sagt den das Vakuum keine Wellen übertragen kann? Nur weil wir es nicht wahrnehmen können??


    Es ist halt doch alles relativ

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Zitat

    Wer sagt den das Vakuum keine Wellen übertragen kann? Nur weil wir es nicht wahrnehmen können??

    Ohje. Also das Vakuum "überträgt" ne Menge Wellen, nämlich alle Elektromagnetischen. Schallwellen jedoch nicht. Und zwar nicht nur, weil wir das nicht "Wahrnehmen" können, sondern weil eine Schallwelle per Definition nichts anderes ist als eine Druckschwankung in einem Medium (zum Beispiel Luft, Wasser). Wenn es aber kein Material gibt, wie im Vakuum, dann gibt's da logischerweise auch keine Schallwelle. Es ist ja nix da, was Wellen könnte.

    Die Definition von "Schallwelle" und "Vakuum" schliesst sich gegenseitig aus. Das hat nix mit Wahrnehmung zu tun, sondern mit Logik :)

    Muss ganz schön schlechte Physiklehrer geben :(

    Simson-Fotos - Stino fährt ne Schwalbe von Hamburg bis Kapstadt; getuned nur bis zum nächsten Prüfstand - Dakar hin oder her, die Simson... wurde doch verkauft, aber nur in der Familie ;)

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Toll von wem stammt den die Definition? Vom Menschen! wer sagt den das die menschliche Logik immer das richtige sein muss! Nur weil wir es nicht anders erklären könne, MUSS es auch immer gleich so sein! Und das ist der total falsche Ansatz!
    Wer sagt den das Licht/Schall über Wellen übertragen werden muss und das das nicht auch anders geht?

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    @ Rasor89

    Deine Position klingt aber verdammt konstruktivistisch...

    Alle erdachten Theoriegebilde, die wir irgendwelchen klugen Köpfen zu verdanken haben,
    gelten doch nur als richtig, weil sie mit der Wirklichkeit übereinstimmen,

    eine Aussage ist nämlich laut der Korrespondenztheorie der Wahrheit genau dann wahr, wenn sie mit dem empirischen Referenten (=die Wirklichkeit) übereinstimmt.

    Und gerade in der Physik stimmen die Theorien(= Gesetze der Physik) der Wissenschaftler erstaunlich genau mit der Wirklichkeit überein.

    Wie kann man das beweisen? Ich nehme meine Theorie, berechne und bekomme ein Ergebnis.
    Stimmt dieses erwartete Ergebnis mit der Wirklichkeit überein, d.h. verhält sich die Wirklichkeit wie erwartet, kann man davon ausgehen, dass die Theorie richtig ist.
    Und genau das machen Wissenschaftler und deshalb weiß man, dass z.b. Schallwellen eben nicht (per Defintion) im Vakuum übertragen werden können.
    Das hat dann nichts mehr mit der Wahrnehmung einzelner (=Perzeptionswirklichkeit) zu tun, sondern ist sachlich fundiert.

    Viele Grüße

    huj

    </klugscheißEnde>

    SIMSON: Präzision in jedem Detail.

    S51/1B SB@50ccm
    AWO 250/0@WTF-Tuning
    Kr51/2 Stino
    Sr4-4@70/5 M in Kürze

  • Re: Was zum Nachdeknen: Spektrum menschlichen Wahrnehmens

    Ohje.

    Wie erklärt man das denn jetzt *kopfkratz*. Du hast natürlich recht, der Mensch hat es definiert - das bedeutet aber nur, er hat es *benannt*. Er hat dem Ding - hier dem Schall - einen Namen gegeben. Damit bezeichnet "Schall" ein ganz bestimmtes Verhalten der uns umgebenden Natur.

    Zunächst mal war da eine Wahrnehmung, nämlich: unser Gehirn "hört" etwas. Der Mensch hat dann gesagt, wenn unser Ohr etwas wahrnimmt, ist das "Schall". (Je nach Sprache auch anders benannt, aber der Sinn bleibt).

    Diese Definition ist ziemlich unumstößlich, und an der ist auch nicht zu wackeln nach dem Motto "aber was ist, wenn wir plötzlich irgendwas anderes als Schall bezeichnen" - das macht nämlich dann unsere ganze Kommunikation kaputt :)

    Genauso wird "Licht nicht durch Wellen übertragen". Licht ist ganz genauso ein bestimmtes physikalisches "Konzept", nämlich für eine ganz bestimmte Form von Energie (elektromagnetische). Man kann nicht einfach sagen "Licht könnte doch auch durch was anderes übertragen werden". Natürlich gibt es andere Formen von Energieübertragung, aber per Definition ist das kein Licht mehr, denn Licht ist genau das: Licht eben :)

    Frag' dich lieber mal was mit Materie ist. Da ist es nämlich wirklich etwas spannender, denn was Materie ist, haben wir noch nicht wirklich verstanden. Also, wir wissen was wir wahrnehmen, *klopfklopf*, aber was wirklich "dahinter" steckt - das ist noch unklar, da stoßen wir an eine Erklärungsgrenze.

    Schall ist aber Schall, und Licht ist Licht. Schall wird über eine Materiewelle übertragen, und Licht ist eine elektromagnetische Welle in einem bestimmten Frequenzbereich. Daran ist nix zu rütteln, denn wenn es irgendwas anderes ist, dann ist es eben kein Schall, und kein Licht. Natürlich kann man alles mögliche Umwandeln. Mittels eines Mikrofons zum Beispiel wird über eine bewegte Membran mit Magnet aus der Schallwelle (Dichteschwankung der Luft) ein Wechselstrom, den wiederum kann man auf eine elektromagnetische Welle modulieren (Amplituden- oder Frequenzmodulation, ist mir egal), und hinten kann man das mit einem Empfänger (Radio) und Wiedergabegerät (Lautsprecher, Membran mit Magnet!) wieder in eine Schallwelle (Dichteschwankung der Luft). Aber das ist dann eben keine Schallwelle mehr - da wird nur die Information auf ein anderes Trägermedium gepackt.

    Gebongt? :D

    (Hinweis: es geht hier um eine rein sprachliche Definition)

    PS: tatsächlich kann man physikalische "Gesetze" (eigentlich: Theorien) nicht beweisen. Man kann nur einen Gegenbeweis suchen, oder Versuche machen, die die Theorie in gewissen Grenzen bestätigen. Aber "Beweisen" ist grundsätzlich unmöglich. Schön sieht man das bei Newton, dem der Apfel auf dem Kopf landete. Man kann ohne weiteres mit Newtons Gravitationsgleichungen erklären, warum der Apfel zur Erde fällt. Und man kann auch experimentell prüfen, dass seine Rechnungen für den Apfel aufgehen. Dann kam irgendwann der gute Einstein, und hat hinten was an die Formel drangeschrieben. Für den Apfel stimmt damit der Newton immer noch - aber nur, wenn er sich nicht der Lichtgeschwindigkeit nähert. Dann stimmt plötzlich nix mehr, weil der neue Teil der Gleichung was anderes ergibt. Aber das liess sich dann im Versuch wiederum "prüfen" - und siehe da, Einsteins vorhersagen stimmen. Das bedeutet aber nicht, dass nach Einstein nicht noch mehr kommen kann - Dinge, die wir eben bisher noch nicht "überblicken".

    Simson-Fotos - Stino fährt ne Schwalbe von Hamburg bis Kapstadt; getuned nur bis zum nächsten Prüfstand - Dakar hin oder her, die Simson... wurde doch verkauft, aber nur in der Familie ;)

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