Prüfstand: Berechnung der Höchstgeschwindigkeit

  • Hab mal ne Frage:
    Bei Prüfstand-Protokollen steht ja oft ne Maximalgeschwindigkeit drin, z.B. 93,7 km/h (wobei das sinnvollerweise auf volle km/h gerundet werden müßte).

    Wie wird die berechnet/ermittelt?

    Wird da ne allgemeine Tabelle oder Funktion genommen, wieviel Leistung bei welcher Endgeschwindigkeit nötig ist und dann wird geschaut, wo sich die Funktion mit der gemessenen Leistungskurve schneidet? Bloß die Maximalleistung nehmen geht ja schlecht, denn meistens liegt die Höchstgeschwindigkeit ja bei höherer Drehzahl. Als Beispiel kann mit nem langen 5-Gang-Getriebe im 4. Gang (=stino) maximal 60 fahren und im 5. sind die 60 ebenfalls drin, obwohl der Motor nicht mehr so hoch dreht. Klappt deswegen, weil der Motor bei der verringerten Drehzahl im 5. wieder mehr Drehmoment hat.

    R.I.P. Flori

  • Ich denke mal berechnet wird da garnichts, sonder es ist nur der ermittelte "ist-Wert" auf der Rolle. Es wird, wenn man sich Prüfstandläufe so anschaut, nur kurz am Hahn gezogen...

    MMn. sagt dieser Vmax Wert sagt nichts aus, wenn man sich die Leistungsdaten mancher Zylinder ansieht.

  • Na ja, an der Rolle kann's schlecht liegen. Wenn man lange genug wartet, beschleunigt das Ding immer weiter, bis der Motor am Drehzahllimit ist, also weit über die reale Vmax (es fehlt ja ein Wirkwiderstand in Form einer Bremse).

    R.I.P. Flori

  • OK, dann kann man das wirklich vergessen. Erst recht die Nachkommastelle. :D
    Ist das immer so derbe daneben? Oder haut was mit der eingegebenen Übersetzung nicht hin?

    R.I.P. Flori

  • Das liegt einfach daran dass da die Messung nicht im letzten Gang gemacht wurde. Es wird ausprobiert in welchem Gang die Beschleuningungszeit am besten passt, so war es zumindest als ich auf der Rolle war.

    MfG

  • Hallo!

    Die Maximalgeschwindigkeit ist beim P4 die höchste Geschwindigkeit während des Prüflaufes.
    Um möglichst realitätsnah zu messen, sollte die Beschleunigungszeit auf dem Prüfstand in etwas der Beschleunigungszeit auf der Straße entsprechen.
    Braucht der Motor z.B. von 100 auf 130 km/h 8 Sekunden auf der Straße, sollte dies Zeit auch auf der Rolle nachgebildet werden. Dies schafft man mit der Anpassung der Übersetzung.

    Die geringe Geschwindigkeit des Leistungsdiagramms oben, liegt am Prüfstand von Andreas Lang. Dieser ist eigentlich für größerer Motorräder gedacht und hat einen größeren Widerstand bzw. Trägheitsmoment der Rolle. Deshalb muss dort kürzer übersetzt werden, als z.B. auf unserem Prüfstand der für Scooter und Mopeds konzipiert ist.

    MfG Martin

  • Warum muß da kürzer übersetzt werden? Je träger, desto besser (dachte ich eigentlich). Da verfälschen die im Moped steckenden Trägheitsmomente die Messung nicht so.

    R.I.P. Flori

  • Zitat von Elektromensch;2794392

    Warum muß da kürzer übersetzt werden? Je träger, desto besser (dachte ich eigentlich). Da verfälschen die im Moped steckenden Trägheitsmomente die Messung nicht so.


    Die verfälschen sowieso immer, normalerweise müsste man die ausrechnen/messen und beim Prüfstandslauf mit berücksichtigen. Aber der Aufwand...
    Prüfstandsmessungen sind sowieso so eine Sache. Da kann man ewig und 3 Tage drüber diskutieren und philosophieren.
    Nicht die Prüfstandsarbeit an sich, die ist unbedingt notwendig. Aber die Art und Weise und die Berechnung der Messungen.
    Es braucht eine vertretbare Endgeschwindigkeit, welche auch ungefähr reale Situation auf der Straße/Strecke abbildet, und dazu noch eine passende Beschleunigungszeit.

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