Maße der BVF Nadeln

  • Moin zusammen,

    trotz intensiver Suche konnte ich nirgends im Netz die Maßer der Nadeln finden.
    Hat jemand diese zu Hand, also Länge des konischen Abschnittes, Durchmesser der Spitze und Durchmesser bei den Kerben?

    Danke & Gruß
    Franz

    hier steht die Signatur 8-)

  • ... es gibt ja für die alten BVF vier (?) Nadeln mit der Kennzeichnung: 04, 08, 09, 10

    Welche Nadel führt zu einem "mageren" und welche zu einem "fetten" Gemisch im Teillastbereich?

    Gruß Franz

    hier steht die Signatur 8-)

  • Je dünner die Nadel, um so weiter wird die Öffnung in der Nadeldüse am Zerstäuber (verschraubtes langes Messingteil mit "unten" verschraubter HD) geöffnet.
    Also "0,4" ist dünn mit langem Konus. Je höher die Nadel hängt um so fetter wird das Gemisch. Aber... die Korrekturluftbohrungen die seitlich in der Nadeldüse sitzen sind auf das Kraftstoffniveau ausgerichtet!!
    Damit ist der Vergaser absolut von der Kraftstoffhöhe abhängig.

    mfG jason

  • Also die älteren Vergaser 16N1-5 u. -6 (KR51/1 u. alter Star SR4-2/4 haben ein Kraftstoffniveau von 7mm. Ab 16N1-8, -11 u. -12 wurde das Niveau auf 8 mm gesenkt.
    (die Kraftstoffhöhe wird gemessen von Schwimmergehäuseoberkante)
    Allerdings haben der 16N1-5 u. -6 eine 40er Leerlaudüse (kleines verschraubtes Messingröhrchen neben Nadeldüse) verbaut! Der Startvergaser läuft beim 16N1 immer mit!
    Das Kriterium ist immer das Übergangsverhalten von Standgas auf Teillast.
    Aber die 16N1-8, -11 u. 12er Vergaser sind günstiger konstruiert da diese über eine zusätzliche ovale Bohrung am Luftfilterstutzen verfügen. Dort wird der Lufteintritt durch einen Schlitz unterhalb des Liftfilterstutzens angesaugt.
    Also die 08, 09 u. 10er Nadeln haben zwar einen leicht zunehmenden dickeren Konus aber dass sollte man ausprobieren.
    Wichtiger ist aber das Niveau (Kraftstoffhöhe) Dafür braucht man aber schon ein transparentes Schwimmergehäuse o. Prüfgerät.

    mfG jason

  • Moin,

    Danke jason für den Hinweis auf die geänderte Kraftsstoffhöhe ab dem 16N1-8, das hatte ich nicht mehr so auf dem Schirm.
    Ich habe noch meine alte Vergaserwanne mit "Fenster". :rockz:

    Ich hole mal ein wenig aus wie ich auf die Frage zu den Nadelmaßen komme:

    Für meine Yamaha DT50 mit dem 80MX-Motor holte ich mir den PHBG21 BE.
    Vorher fuhr ich meist den 20er Dellonachbau von Spaco mit Klemmanschluß und hatte mit dem gute Erfahrungen gemacht - habe nun aber ein anderes Anschlußstück weswegen ich eine Vergaser zum Stecken brauchte.
    Der neue Vergaser passte gut zwischen Membran und Luftfilterkasten sah fast original aus, war preiswert aber die Düsen und die Nadel sind nicht gekennzeichnet/beschriftet :?
    Nun gut, also in den 21er Gaser asu der Erfahrung mit dem 20er eine 100er HD rein, die Nadel auf die dritte Kerbe und die Maschine ging kaum an so fett lief sie - speziell im Teillastbereich.
    Mmm, die HD auf 95 geändert (da ich noch am Einfahren war lieber etwas fetter) und die Nadel ganz tief gehängt. Damit ging es schon besser aber im Teillastbereich massives Viertaktern.
    Die LEerlaufgemsichschraube war im Prinzip kaum offen, also magerer ging das auch da nicht mehr einzustellen, der Schwimmer hatte das richtige Gewicht (4g) und war auch korrekt eingestellt.
    Nachdem ich im Netz ein wenig suchte las ich in Rollerforen das die PHBG-Vergaser im Grundzustand immer zu fett wären - egal ob die originalen von Dellorto oder die Nachbauten - mit anderen Nadeln und Leerlaufdüsen solle es besser laufen. Weiterhin fand ich im Netz die Maße der meisten Dellonadeln (z.B. hier) und identifizierte meine verbaute Nadel als 16.
    Daraufhin bestellte ich mir ein Nadelset und ein Nebendüsenset.

    Der Tausch der 16er Nadel gegen die 07er brachte schon eine deutlich Besserung. Bei der Leerlaufdüse ging ich schrittweise auf 40 runter was das Übergangsverhalten weiter verbesserte (und auch den Benzinverbrauch senkte).

    Soweit so gut. Die Yamaha ist leider zwangsstillgelegt da sie amtlich mit vmax = 96km/h (abzüglich Toleranz) gemessen wurde und nun möchte ich meine zu 3/4 fertige 1er Schwalbe fahrbereit machen die seit ca. 8 Jahren im Keller rumstand und darauf wartet komplettiert zu werden. Verbaut ist ein 76er Dreikanalzylinder mit einem auf 20mm aufgebohrten BVF16N1 Vergaser.

    Was genau meinst Du mit "Aber die 16N1-8, -11 u. 12er Vergaser sind günstiger konstruiert da diese über eine zusätzliche ovale Bohrung am Luftfilterstutzen verfügen." ?

    Danke & Gruß
    Franz

    hier steht die Signatur 8-)

  • Ja, ich hab` vor längerer mal zwei BVF 16N1 u. 16N3 genau mittig von oben (Kolbenschieber) bis Halterung Nadeldüse durchgesägt. Ich wollte unbedingt verstehen wie "genau" so ein Vergaser arbeitet. Erst dann konnte ich sehen dass die Oberteile der 16N 1 Vergaser nicht identisch sind!
    Ja, die Ingenieure (der Versuchsabteilung in Suhl) wussten schon was es bedeutet, einen Vergaser zu einem bestimmten Zylinder richtig anzupassen.
    ZB. bei der 1er Schwalbe hatte man noch einen längeren Weg zwischen Zylinder u. Vergaser 16N1-5 (Ansaugstutzen) verbaut. Beim alten Star 16N1-6 (am Anfang) war dieser Ansaugstutzen kürzer.
    Es sollte das Kraftstoffluftgemisch bis hin zum Zylinder etwas beruhigen. In beiden Fallen war das Vergaseroberteil gleich! Lediglich beim 1-5 ist die HD =67 u. Nadel 08 aber beim 1-6 ist die HD = 50 u. Nadel 04.
    Alle anderen technischen Daten wie: Zündzeitpunkt , Auspuff u. Zylinder ist alles gleich. Trotzdem hat die 1er Schwalbe zwei Zehntel PS mehr als der alte Star.
    Das Vergaseroberteil des 16N1-6....12 hat eine Nadeldüse mit je 2 seitlichen (zusammen) also 4 Ausgleichluftbohrungen. Dann wird auch der Kanal (oval) vom Luftfilterstutzen bis hin zu den Ausgleichluftbohrungen (an der Nadeldüse) anders geführt. Durch diesen Schlitz unterhalb des Luftfilterstutzens wird in diesen kleinen ovalen Kanal zusätzlich Luft zu den (4) Ausgleichbohrungen (an der Nadeldüse) gefördert.
    Man ist dann (im Zuge der Entwicklung) dazu übergegangen die Ansaugseitige Luftregulierung zu verändern. Natürlich stand immer im Vordergrund einen langlebigen, umweltfreundlichen u. sparsamen Motor zu bauen.
    Wenn du den Lufteintrittsquerschnitt deines Vergaser vergrößert hast u. deinen Zylinder an diesen Querschnitt angepasst hast, brauchst du ja auch einen richtigen Luftfilter dazu.
    Bei der Schwalbe wird dass dann schon etwas schwieriger. Mit einem "passenden" Luftfilter würde ich bei einem niedrigem Niveau als 8mm anfangen. Die HD könnte mit 80...90 evl. passen. Den richtigen Zz. hast du sicherlich. Schätze mal bei 1,4.

    mfG jason

  • Moin,

    ja irgendwie bin ich schon verwundert das trotz der geballten Kompetenz in diesem Forum scheinbar niemand die Maße der vier verschiedenen BVF Nadeln kennt oder diese preisgibt :?

    Einfach gesagt wollte ich nur wissen welche die "fetteste" Nadel ist (um mit dieser anzufangen) und dann schrittweise zu mageren Nadeln übergehen kann bis die Abstimmung passt.
    Desweiteren ist bei einem auf 20mm aufgebohrten Vergaser bei identischer Schieberstellung (sagen wir mal knapp über Leerlauf) schon ein größerer Querschenitt freigegeben als bei dem originalen 16mm Durchmesser. So sollte doch die Nadel entweder höher hängen oder dünner sein, oder täusche ich mich da und habe etwas übersehen?

    Der länger Weg zwischen Vergaser und Zylinder hatte das Ziel den Mitteldruck (Drehmoment) in niedrigen und mittleren Drehzahlen zu steigern.
    Bei den Vergasern für die Schwalbe wurde die Öffnung für Ausgleichsluft für die Ausgleichsluftbohrung ins Freie verlegt worden da die angesaugt Luft scheinbar niedrigfrequent mit zu hoher Amplitude schwingt und damit die Abstimmung nicht sauber möglich war (Quelle Berichte in der KFT zur KR51/1).

    Gruß Franz

    hier steht die Signatur 8-)

  • Zitat:
    "Da es ja unzählige Varianten der einzelnen Teillastnadeln gibt (mit Rillen,ohne Rillen,mit Bezeichnung,ohne Bezeichnung...) habe ich mal die Nadeln gemessen,damit man diese,wenn sie zu Hause rumliegen,auch zuordnen kann.
    Gemessen habe ich von unten bis zur untersten Kerbe.Die Maße können, je nach Hersteller, bis zu 0,2mm variieren.

    N1-8 Bezeichnung: 09 oder 2A521 :38,3mm

    N1-11 Bezeichnung: 10 oder 2A511: 36,8mm

    N1-12 und N1-5 Bezeichnung: 08 oder 2A512: 36,2mm

    N1-1,N1-3 und N1-6 Bezeichnung: 04 oder 2A413: 39,4mm

    Die Nadeln der 3-er Serie (2B511)sind alle gleich und leicht zu erkennen,da dort die Kerben etwa mittig liegen. "

  • Moin miba,

    ja wie das so ist: das Leben, Arbeit, Beziehungen, Familie usw. alles verändert sich und benötigt Zeit die leider begrenzt ist.
    Zudem war ich einige Jahre ohne Führerschein :(

    Nur habe ich Probleme mit Namen, ich kann Dich nicht zuordnen ;)

    Grüße Franz

    hier steht die Signatur 8-)

    2 Mal editiert, zuletzt von franzalt (6. September 2015 um 17:54)

  • Danke Spärber,

    das hatte ich im Netz auch gefunden nur fehlen da noch wichtige Maße (die Durchmesser).

    Also bei den PHBG-Nadeln für den Dello schaut es zum Beispiel so aus (siehe unten):
    Die 7, 8, und 9 unterscheiden sich nur in der Länge des Konuses, die 16er Nadel ist auch an der Spitze deutlich dünner usw.
    Die 10, 11 und 12 sind allesamt an der Spitze dicker -> bei Dreiviertelgas magerer. Die W16 Nadel insgesamt deutlich fetter als der Rest der hier zu sehen ist.
    Und der Wechsel von der W7 auf die W9 Nadel brachte bei meiner DT50R z.B. eine Besserung im Bereich Achtelgas - Viertelgas da sie nun genau dort etwas fetter läuft.

    Gruß Franz

  • mich kannst du auch nicht zuordnen können.

    ich hab zu der zeit wo die alten recken dieses forums, wie du, sandarina, petsen, roving und wie sie alle heißen, noch aktiv waren nur mitgelesen. schön, dass sich doch mal wieder einer aus der hall of fame zu wort meldet.

  • Zitat von franzalt

    Danke Spärber,

    das hatte ich im Netz auch gefunden nur fehlen da noch wichtige Maße (die Durchmesser).

    Also bei den PHBG-Nadeln für den Dello schaut es zum Beispiel so aus (siehe unten):
    Die 7, 8, und 9 unterscheiden sich nur in der Länge des Konuses, die 16er Nadel ist auch an der Spitze deutlich dünner usw.
    Die 10, 11 und 12 sind allesamt an der Spitze dicker -> bei Dreiviertelgas magerer. Die W16 Nadel insgesamt deutlich fetter als der Rest der hier zu sehen ist.
    Und der Wechsel von der W7 auf die W9 Nadel brachte bei meiner DT50R z.B. eine Besserung im Bereich Achtelgas - Viertelgas da sie nun genau dort etwas fetter läuft.

    Gruß Franz


    Der Durchmesser der Nadeln variiert je nach Hersteller (MZA/FEZ). Es gibt noch Nadeln aus Messing (die werden wohl in Ungarn hergestellt?!).Gr.

  • Moin Sperbär,

    aha, die erwähnten Messingnadeln aus sind dann sicher die, bei denen die Kerben "reingequetscht" sind.
    Ich habe hier solche Messingnadeln ohne Bezeichnung und die sehen "billig" aus.

    Ich werde mal MZA bzw. FEZ anschreiben, die müssten ja die Maße wissen wenn sie die Nadeln produzieren (lassen) ;)

    Grüße Franz

    hier steht die Signatur 8-)

  • Hello zusammen,

    Ich habe MZA & FEZ mal angeschrieben und wegen den Maßen nachgefragt, mal schauen ob sie sich zurückmelden.

    ... was anders, hat hier schon jemand einen direkten Vergleich der Nadeldüse mit 2 Löchern à 0,8mm und der Nadeldüse mit vier Löchern à 0,6mm vorgenommen?

    Und wenn ja, waren Unterschiede zu spüren und wie wirkte sich das aus?

    Grüße
    Franz

    hier steht die Signatur 8-)

  • Moinsen,

    ja von MZA & FEZ kam leider noch keine Antwort.

    Und das hier im Forum scheinbar niemand sagen kann ob die 08er Nadel dünner oder dicker ist als eine 09er oder 10er Nadel verwundert mich doch sehr.
    Da bleibt mir doch nichts weiter übrig als diverse Nadeln zu bestellen und auszumessen.
    (Nur ist das halt so eine Sache. Wer mal einige Originalzylinder vermessen hat um die Steuerzeiten zu ermitteln kennt das Problem).

    Und das hier noch niemand den Unterschied der zwei Nadeldüsentypen ausprobiert hat, kann ich mir schwer vorstellen.

    Grüße Franz

    hier steht die Signatur 8-)

  • Also ich hab` diese beiden unterschiedlichen Nadeldüsen "215" (mit 2 o. 4 Bohrungen) am stino Motor schon mal probiert. Das Ergebnis hat gezeigt dass bei der ND (mit 4 Bohrungen) eine kleinere HD als 70 notwendig war. Die Kerze war einfach nass. Aber....dann kam wieder die Teillastnadel zum Tragen!
    Man hat damals z.B. beim 16N 1-6 SR4-2/4 (weiterentwickelter Star/Drehmoment) eine 50er HD verwendet aber eine dünnere (04er) Nadel.
    Das war der Star der dann schon "keinen" alten runden Krümmer mehr hatte. Dieser hatte eine 50er HD u. eine 04er Nadel in der Nadeldüse mit 4 Bohrungen!
    Aber das Kraftstoffniveau war bei diesem Vergaser (16N 1-6) 8 mm!
    Also die 04 Nadel ist die dünnste u. die 10er die dickste.
    Die neuen Nadelbezeichnungen für die 2 A 5 1 2 = hat folgend Bezeichnung: 2 = Schaftdurchmesser, B = Lage der Kerben, 5 = Anzahl der Kerben, 1 = Anzahl der Rillen, 2 = Anzahl der Rillen "oben am Schaft.
    2A511 = 10er (alte Bezeichnung) hat 1 Rille oben u. 1 Rille unterhalb (über den Kerben).
    2A521 = 09er (alte Bezeichnung) hat 1 Rillen oben u. 2 Rillen unterhalb (über den Kerben).
    2A512 = 08er (alte Bezeichnung) hat 2 Rillen oben u. 1 Rillen unterhalb (über den Kerben).
    2A413= 04er (alte Bezeichnung) hat 3 Rillen oben u. 1 Rille unterhalb (über den Kerben).
    Die Bezeichnung 2A......ist nicht im Umlauf! Es gibt nur 2B.... Nadeln.
    Übrigens hatten die älteren Vergaser 16N 1-5.. in den Nadeldüsen mit 4 Bohrungen kleinere Bohrungen als 0,6 mm. Diese Nadeldüse hatte auch die Bezeichnung 212.
    Ich hoffe dass hilft dir etwas weiter.

    mfG jason

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