Das war auf flymo 's Post bezogen.
Bei den verwendeten Ketten handelt es sich um Rollenketten und nicht um Hülsenketten. Eine Schmierung zwischen dem Kettenrad und der Rolle ist daher nicht von großem Belang, weil hier keine Gleitreibung, sondern Rollreibung auftritt. Die eigentliche Gleitreibung tritt nur im Gelenk, zwischen Rolle, Hülse und Bolzen auf.
Bei einem äußerlichen Auftrag von etwaigem Fett bei Raumtemperatur, ist es unmöglich die inneren Gelenkflächen mit Schmierstoff zu benetzen. Es macht daher keinen Sinn von außen Fett aufzutragen, zumal dieses bei den derart hohen Kettengeschwindigkeiten sofort wieder ab geschleudert wird.
Eine Schmierung mit Fett ist nur möglich, wenn dieses auf 80°C erhitzt und die Kette darin getaucht wird. Hierbei sollte die Kette bewegt werden, damit die eingeschlossene Luft aus den Gelenken entweichen kann, was an den aufsteigenden Luftblasen erkennbar wird.
Diese Art der Schmierung beschränkt sich jedoch meist nur auf die Erstschmierung beim Hersteller.
Wie will man nun die Gleitgelenkflächen erreichen ohne das der Schmierstoff im Betrieb das Lager gleich wieder verlässt?
Die Wahl kann unter diesen Einsatzbedingungen nur auf einen hoch viskosen schleuderbeständigen Schmierstoff fallen, bei welchem zur Verarbeitung die Viskosität zuvor abgesenkt werden muss, um die Gelenke zu erreichen. Man kann wie o.g. den Weg über die Temperaturerhöhung wählen oder eben ganz Anwenderfreundlich durch ein Lösemittel, womit wir dann bei dem Kettenspray wären.
Da heute kaum noch ein Fahrzeug, in Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit dem Serienzustand entspricht und die Kettengeschwindigkeiten durch noch ungünstigere Konstellationen weiter angestiegen sind, ist ein Getriebefett als Kettenschmierstoff, wie es vor fast hundert Jahren in den Büchern stand mehr als überholt.