• Das war auf flymo 's Post bezogen.

    Bei den verwendeten Ketten handelt es sich um Rollenketten und nicht um Hülsenketten. Eine Schmierung zwischen dem Kettenrad und der Rolle ist daher nicht von großem Belang, weil hier keine Gleitreibung, sondern Rollreibung auftritt. Die eigentliche Gleitreibung tritt nur im Gelenk, zwischen Rolle, Hülse und Bolzen auf.

    Bei einem äußerlichen Auftrag von etwaigem Fett bei Raumtemperatur, ist es unmöglich die inneren Gelenkflächen mit Schmierstoff zu benetzen. Es macht daher keinen Sinn von außen Fett aufzutragen, zumal dieses bei den derart hohen Kettengeschwindigkeiten sofort wieder ab geschleudert wird.

    Eine Schmierung mit Fett ist nur möglich, wenn dieses erhitzt und die Kette darin getaucht wird. Hierbei sollte die Kette bewegt werden, damit die eingeschlossene Luft aus den Gelenken entweichen kann, was an den aufsteigenden Luftblasen erkennbar wird.

    Diese Art der Schmierung beschränkt sich jedoch meist nur auf die Erstschmierung beim Hersteller.

    Wie will man nun die Gleitgelenkflächen erreichen ohne das der Schmierstoff im Betrieb das Lager gleich wieder verlässt?

    Die Wahl kann unter diesen Einsatzbedingungen nur auf einen hoch viskosen schleuderbeständigen Schmierstoff fallen, bei welchem zur Verarbeitung die Viskosität zuvor abgesenkt werden muss, um die Gelenke zu erreichen. Man kann wie o.g. den Weg über die Temperaturerhöhung wählen oder eben ganz Anwenderfreundlich durch ein Lösemittel, womit wir dann bei dem Kettenspray wären.

    Da heute kaum noch ein Fahrzeug, in Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit dem Serienzustand entspricht und die Kettengeschwindigkeiten durch noch ungünstigere Konstellationen weiter angestiegen sind, ist ein Getriebefett als Kettenschmierstoff, wie es vor fast hundert Jahren in den Büchern stand mehr als überholt.

    Einmal editiert, zuletzt von flymo (20. Februar 2026 um 18:33)

  • flymo

    Klingt alles plausibel. Dann stirbt quasi jede konventionell geschmierte Kette im gekapselten System innerhalb kürzester Zeit. Davon müssen meine Ketten in den letzten 30 Jahren nichts mitbekommen haben. Trotz 100km/h+. Die Hersteller haben es demnach auch immer falsch gemacht. Was für Trottel!

    Der Tropfpunkt (Verflüssigung) von gängigen Mehrzweckfetten und co. liegt übrigens bei ca. 160°C +/-.

    Der Sinn der Visikositätsabsenkung im Kettenspray ist dass das durch Lösemittel extrem verflüssigte Schmiermittel bei einer Kette für den Betrieb im Freien trotz Abdichtung (O,- X,- Ring usw) tief in die Gelenke eindringen kann und nach dem Ablüften dort (zwischen Rolle und Hülse) verbleibt. Beim Auftreffen aufs Metall findet ein aktiveffekt gepaart mit maximaler Kriechfähikeit statt. Schadet einer Ketten im geschlossenen System nicht, geht aber auch klassisch.

    Guck dir mal eine Stino-Mopedkette an. Da ist ein eleganter Spalt zwischen Rolle und Glied. Und genau da kann man wunderbar Fett reinschmieren, wenn man denn möchte.

    5 Mal editiert, zuletzt von oel666 (19. Februar 2026 um 22:46)

  • flymo

    Klingt alles plausibel. Dann stirbt quasi jede konventionell geschmierte Kette im gekapselten System innerhalb kürzester Zeit. Davon müssen meine Ketten in den letzten 30 Jahren nichts mitbekommen haben. Trotz 100km/h+. Die Hersteller haben es demnach auch immer falsch gemacht. Was für Trottel!

    Der Tropfpunkt (Verflüssigung) von gängigen Mehrzweckfetten und co. liegt übrigens bei ca. 160°C +/-.

    Der Sinn der Visikositätsabsenkung im Kettenspray ist dass das durch Lösemittel extrem verflüssigte Schmiermittel bei einer Kette für den Betrieb im Freien trotz Abdichtung (O,- X,- Ring usw) tief in die Gelenke eindringen kann und nach dem Ablüften dort (zwischen Rolle und Hülse) verbleibt. Beim Auftreffen aufs Metall findet ein aktiveffekt gepaart mit maximaler Kriechfähikeit statt. Schadet einer Ketten im geschlossenen System nicht, geht aber auch klassisch.

    Guck dir mal eine Stino-Mopedkette an. Da ist ein eleganter Spalt zwischen Rolle und Glied. Und genau da kann man wunderbar Fett reinschmieren, wenn man denn möchte.

    Jede handgeschmierte Kette erreicht nicht annähernd ihre Sollstandzeit und fällt frühzeitig aus, weil es immer zu einer Mangelschmierung kommt. Wenn die Rede von mehreren Ketten in 30 Jahren ist, bestätigt dies den o.g. Umstand.

    Ein Mehrzweckfett ist mehr als nur ungeeignet für eine Kettenschmierung in dem Einsatzbereich, weil nahezu keine Anforderung an eine Kettenschmierung erfüllt wird.

    Kettenschmierung kann so einfach sein. https://www.addinol-shop.de/addinol-ketten…y.html#Vorteile

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