ihr seid doch hier unter euch
Genau das ist das Traurigste an der aktuellen Lage: Jeder hat natürlich seine eigene Meinung, doch die wenigsten trauen sich noch, sie frei und offen zu äußern. Dabei lebt eine gesunde Demokratie und gute Politik gerade vom offenen, respektvollen Diskurs.
Stattdessen wurde medial über Jahre hinweg systematisch auf Spaltung gesetzt. Wer nicht in das vorherrschende Narrativ passt, wird schnell mit moralisch vernichtenden Etiketten versehen – Verschwörungstheoretiker, Rechtsextremer, Rassist oder Ähnliches. Diese reflexartige Diffamierung ersetzt zunehmend die Auseinandersetzung mit Argumenten.
Besonders erschreckend ist, dass selbst lange gewachsene Freundschaften und Familienbande daran zerbrechen. Menschen, die sich jahrzehntelang nahestanden, brechen den Kontakt ab, nur weil sie politisch oder gesellschaftlich unterschiedlicher Meinung sind. Dabei sollte eine echte Freundschaft gerade stark genug sein, unterschiedliche Ansichten auszuhalten – und idealerweise sogar davon zu profitieren, indem man den eigenen Horizont erweitert.