Drehzahlen mit dem PC messen

  • Hi,

    wie der Titel schon sagt. Es geht darum die KW-Drehzahl oder auch eine andere (Trägheitsrolle) ;) oder auch beide gleichzeitig mit dem PC zu messen und zu visualisieren und die Meßwerte dann auch zu verarbeiten.

    Hat sich daran schon mal jemand versucht? Ich schon, und ich hab auch ne Lösung. Nur weis ich nicht, ob ich damit glücklich sein soll, oder ob da noch mehr geht.

    Ich bin mal von nem Werkstattrechner mit WIN98 ausgegangen, unter XP läuft das auch. Also ganz primitiver DOS Modus. Ich muß dazusagen, ich hab von programmieren nicht viel Ahnung und habe mich da erst reingearbeitet.

    Hat da jemand Erfahrungen? Oder wäre zu einem Gedankenaustausch bereit?

    Gruß Oliver

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Hi,

    also ich habs momentan so gemacht: Impulse werden über die parallele Schnittstelle gelesen. Dann ein Tor-Intervall programmiert (250ms), in dieser Zeit wird die Anzahl der eintreffenden Impulse gezählt. Daraus wird Frequenz und Drehzahl berechnet und angezeigt.
    Der Haken dabei ist, die Anzahl der gezählten Impulse kann nur ganzzahlig sein, aber es ist eben so, das im Zeitintervall zB.11,3 Impulse anliegen aber eben nur 11 gezählt werden.

    Ich werd nun mal probieren 10 Impulse zu registrieren und die dafür verbrauchte Zeit zu messen und daraus die Frequenz zu errechnen.
    Also genau das umgedrehte Prinzip wie oben, aber ich bekomme diesen "Integer-Faktor" weg.

    Gruß Oliver

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Ja, dass er die Drehzahl berechnen will, is mir schon fast klar :strange: .
    Ich meine nur, vielleicht will er ja das ganze mobil in seine Simme einbauen und durch die vom Microcontroller gespeicherten Drehzahlkurven nach der Zeit die Leistung annähernd berechnen... Im 2. Gang wär das sogar relativ genau^^

    Wo er den Impuls abgreift, is ja relativ wurscht, hauptsache, er weiß das Verhältnis der Frequenz der gemessenen Impulse zu der Drehzahl.
    Ich persönlich würde nicht am Kerzenstecker abgreifen, weil der Geber ja schon einen Impuls von sich gibt, da muss ich dann nichts mehr ranbasteln, sonder nur noch anklemmen und gut.

    Wird aber eine spannende Sache, halt uns auf dem Laufenden! :cheers:

    @ Minimalkart:
    Genau, ich würde auch die Zeit messen, die 10 Impulse oder so brauchen, eben wegen den Integern ;)

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Hi,

    so habs ausprobiert. 10 Impulse gezählt und die Zeiten gemessen.
    Die Zeiten springen genauso. :motz:Hat keine Besserung gebracht.

    Vielleicht liegts ja an meinem Frequenzgenerator, das der so spinnt?
    Wär natürlich blöd, ich werd mir aber zum Vergleich mal die Frequenz aus der Netzspannung holen, die sollte ja relativ konstant bei 50Hz liegen. Mal sehen, was dann passiert.

    Gruß Oliver

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    hab da nu auch nich so den plan, aber könnte man das ganze nich auch mit ner billigen lüftersteuerung fürn pc machen? also so mit nem kleinen display, da kann man doch bestimmt auch was basteln, dass man iwie einfach nur son ollen lüfter nen bissl umbaut an der grundplatte befestigt und dann die drehzahl einfach auf dem display abliest?

    deine mutter machts für mopped-sprit

    MRS 60/6 Lugau-Schwalbe
    LT85 Alltagsschwalbe
    ZMT100/4M Mitnhundspaziernfahrschwalbe
    ZMT BB100 Sonntags S51

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Hi,

    naja ganz so einfach ists nicht.
    Derbys Begehr ist ganz einfach zu erklären. Sein GSF Prüfstand arbeitet bereits mit einer Elektonik von mir, die die Soundkarte nutzt. Nun ist es aber so, das man der Software jedesmal viele Daten neu füttern muss, insbesondere, wenn man ein fremdes Möp irgend einer Marke auf die Rolle stellt. Wer kennt da schon die einzelnen Übersetzungen?

    Deswegen der Gedanke 2 Drehzahlen am PC zu messen (KW und Rolle) und daraus das Gesamtübersetzungsverhältnis zu bestimmen. Da ich nicht viel brauchbares im Netz finden konnte hab ich mich also selbst dran gemacht. Und wenn ich einen DZM programmieren kann, kann ich auch 2. ;) Und eine Division krieg ich dann auch noch hin.

    Nun bin ich nicht so das Programmierass. Für vieles muss ich lang überlegen und das dauert halt.

    Gruß Oliver

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Zitat von Minimalkart


    so habs ausprobiert. 10 Impulse gezählt und die Zeiten gemessen.
    Die Zeiten springen genauso. :motz:Hat keine Besserung gebracht.

    ich verstehe es nicht ganz. wenn du nur die steigenden flanken
    zählst und z.b. 11,3 impulse hast, kriegste 11,11,11,11,12,11..., gelle?
    direkt für die motorendrehzahl würde es ja reichen, bei 10.000
    umdrehungen wären das sprünge von 41 umdrehungen.
    miss mal die genaue zeit zwischen den impulsen, dann
    1/T*60.. oder? ;)

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Zitat von WiZi

    @derbi

    was willst du denn noch alles?? dein selbstbaudyno nich genug?^^


    ndmss WiZi :strange:

    ich bekomme einfach nicht genug :sorry:

    das hier will ich:

    Zitat von Minimalkart

    Hi,


    Derbys Begehr ist ganz einfach zu erklären. Sein GSF Prüfstand arbeitet bereits mit einer Elektonik von mir, die die Soundkarte nutzt. Nun ist es aber so, das man der Software jedesmal viele Daten neu füttern muss, insbesondere, wenn man ein fremdes Möp irgend einer Marke auf die Rolle stellt. Wer kennt da schon die einzelnen Übersetzungen?

    Deswegen der Gedanke 2 Drehzahlen am PC zu messen (KW und Rolle) und daraus das Gesamtübersetzungsverhältnis zu bestimmen.

    Gruß Oliver


    Aber ich bin guter dinge und was das hier angeht auch geduldig und sehr dankbar :thumbup:

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Entschuldigt, wenn ich das hier nochmal ausgrabe. Ich finde das Thema interessant. :)

    Am besten läßt sich die Motor-Drehzahl messen, wenn man die Frequenz der Lichtmaschine mißt, also man hängt die Soundkarte an den Scheinwerfer bzw. an das Rücklicht. Damit die Soundkarte wegen der hohen Spannung 6 o. 12 V nicht zerstört/übersteuert wird, muß man aber noch einen Spannungsteiler vorschalten:
    http://%22http//www.sengpiela…teiler07.gif%22
    R1 z.B. 10 kOhm und R2 100 Ohm; bei U2 wird die Soundkarte angeschlossen.

    Der Frequenzzähler läßt sich natürlich auch dort anschließen.

    Wenn mich nicht alles täuscht, sind in der gängigen Lichtmaschine 6 Magneten angeordnet, d.h. die Frequenz muß am Ende noch durch 6 geteilt werden :right: Umdrehungen pro Sekunde. Oder das Ergebnis einfach mal 10 rechnen für Umdrehungen pro Minute.

    R.I.P. Flori

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Durchaus interessantes Thema.
    Wo man die Drehzahl herbekommt und mit welchem ganzahligem Vielfachen man multiplizieren oder dividieren muss ist wie gesagt egal bzw im Experiment bestimmbar.

    Was mir bei der Sache noch einfällt ist, dass eben noch Störsignale mitreinkommen, die die Ganze Sache doch stark beeinflussen können, wie Minimalkarts Erfahrungen zeigen. Daher ist Signale Zählen nicht gerade das Mittel der Wahl, wenn man nicht vorher Nutzsignal von Störsignal (Hintergrundrauschen) trennt.
    Eine elegantere Methode das zu tun ist die Fourieranalyse, die ein Signal in seine Frequenzen auftrennt (etwa 20-30 Zeilen Programmcode). Dann bekommt man wirklich saubere Werte ohne nennenswerte Artefakte.

    Einspeisen würde ich das Signal auch über die Soundkarte(ist der einfachste Weg). Allerdings würde ich parallel zum Spannungsteiler bzw parallel zum Eingang der Soundkarte noch zwei Dioden mit umgekehrter polarität einbauen um das Signal über 0,7V abzuschneiden und so die Soundkarte gegen eventuell auftretene Spannungsspitzen abzusichern.

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Genau. Wenn diese zwei Dioden anstelle R2 eingesetzt werden, ergibt sich eine ordentliche Begrenzung (Rechteck). Störungen sollten hier eigentlich nicht das Problem sein.

    Es wäre auch noch möglich, die Drehzahl an der Zündspule (primärseitig) abzunehmen. Dann ist aber eine angepaßte Eingangsschaltung erforderlich.

    R.I.P. Flori

  • Re: Drehzahlen mit dem PC messen

    Zitat von Elektromensch

    Genau. Wenn diese zwei Dioden anstelle R2 eingesetzt werden, ergibt sich eine ordentliche Begrenzung (Rechteck). Störungen sollten hier eigentlich nicht das Problem sein.

    Es wäre auch noch möglich, die Drehzahl an der Zündspule (primärseitig) abzunehmen. Dann ist aber eine angepaßte Eingangsschaltung erforderlich.


    Nein, die Dioden sollte schon parallel zu R2 reinkommen, sonst hast du ja keinen Spannungsteiler mehr. Und Störungen wie beispielsweise Oberwellen oder anderes sind genauso unwarscheinlich wie ein Tsunami in Japan.

    Die Fouriertransformation ist nicht irgendeine hochakademische Methode um ggf Störungen zu eliminieren, die ohnehin nicht auftreten, sondern eine relativ schlanker Algorithmus, der auf jedem Mikrocontroller laufen kann und einegtlich das Standardwerkzeug beim Umgang mit verschiedenen Frequenzen darstellt. Selbst GSF-Dyno nutzt ne Furiertransformation (oder ne Fourierreihe).

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