Einbau Ronge-Getriebe

  • Moin,

    ich hab mir eins der neuen Ronge-Getriebe geordert und stehe nun vor dem Einbau.
    Laut Ronge ist der Lagersitz für das Lager 6000 auf der Kupplungswelle etwas schmaler, um daraus einen Schiebesitz zu machen und das Lager somit axial zu entlasten. Gilt das auch für einen geradverzahnten Primärantrieb oder soll ich lieber einen Tropfen Loctite mit drauf geben? Ronge hat momentan Urlaub, daher richte ich die Frage an euch.

    Desweiteren wurden mehrere Ausgleichsscheiben mitgeliefert, die vor das Lager 6000 auf die Kupplungswelle kommen. Bei bis Anschlag montierten Lager in der rechten Gehäusehälfte merke ich erst bei der dünnsten Scheibe (0,5mm), dass die Festräder der Kupplungswelle axial entlastet werden und sie minimal Spiel haben. Bei der 0,8mm Scheibe lässt sich die Kupplungswelle minimal schwerer drehen (kaum spürbar) und die Festräder sind auch axial fest auf der Welle. Ich würde mich daher für die 0,5mm Scheibe entscheiden oder hat da jemand Einwand?

    Gruß

  • Kein einwand

    Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne. :)

  • Grüße,

    Ich habe mir die Einzelteile für das 4 Gang gekauft. Mit dicker Mitteldichtung habe ich auch eine 0,5mm Ausgleichscheibe zwischen 4. Gang Festrad und 6000er lager. Bei dickeren Scheiben ging es schwer zu drehen.

    LG Kevin

    Frauen zu verstehen ist genauso einfach wie Pudding an die Wand zu nageln!

    Mongo ist keine Frucht!

    KC-Racing

  • Immer auch die Mitteldichtung beim ausdistanzieren der Festräder mit dazu nehmen! Mach dir die Mühe und montiere alles in die linke Gehäusehälfte miss dann vom vierten Festrad mit nem Tiefenmaß/bestenfalls Endmaße bis zur Dichtfläche! Dann rechte Gehäusehälfte bis zum 6000er ausmessen! Toleranz ausdistanzieren!

    MFG Falk

  • Das wäre mir zu viel Gemesse und Gerechne.
    Ich würde, zum Ermitteln des Maßes anstatt der Ausgleichsscheibe ein Stück 1mm Lötzinn um die Welle legen und so einmal das Gehäuse montieren.. (mit Mitteldichtung, ohne KW usw).
    Scheibe = Quetschmaß minus ein,zwei Zehntel.
    Das mit dem Loctite würde ich lassen.

  • Du kannst das eigentlich lassen wie es ist. Ich kenne das von vielen Japanern so, dass du die Lager ohne Werkzeug von den Wellen schieben kannst.
    Erst unlängst hab ich meinen XT600 34L Motor revisioniert. Beim Getriebe auch wieder das gleiche.

    Ich habe diverse Sitze an den Getriebewellen der Simson leicht abgeläppt um die Montagefreundlichkeit zu erhöhen. Die Lager lassen sich dadurch mit der Hand stramm draufschieben.
    Das hält nun schon lange so ohne irgendwelche Laufspuren.

    Allerdings hab ich die Festräder mit einem schwachen Federring Richtung Planananlage 1. Gang geschoben. Das liegt bei meinen verwendeten breiten Gängen aber am knappen Abstand untereinander um bei Wärmeausdehnung des Gehäuses bei axialen Bewegungen der Räder auf der Welle eine Kollision mit den Losrädern zu vermeiden. Die axiale Belastung durch den Federring ist in meinem Fall vernachlässigbar. Allerdings kenne ich den Sitz der Räder des Rongegetriebe nicht.

    Wie Tuningkarl schreibt, gehts wunderbar. Gehäuse, Mitteldichtung, Antriebswelle. Und dann das Lötzinn durch den Lagersitz Abtriebswelle links rangeführt und montiert. So hab ich es damals auch gemacht.
    Lass die Dichtung aber kurz setzen. Das heisst, Montieren, 1h stehen lassen, Nachziehen, messen.

    Gruß Michael

    Simson S70E, G85+, Stock85
    Simson S70, LT90Reso

    Simson S51E Stino
    MZ ES250/2 Bj.68 5GG 275ccm
    Stihl 08S 56ccm 3,4PS
    Werus ES35 C

    Farymann Typ D

    Meine drei Buben heißen alle Fritz, außer der Karl, der heißt Schorsch.

  • Danke für die ganzen Tipps!
    Das mit dem Quetschmaß habe ich soeben mal probiert. Aufs Festrad vom 5. Gang habe ich Lötzinn um die Welle gelegt. Anschließend mit der rechten Gehäusehälfte, in der das Lager 6000 auf Anschlag sitzt, verschraubt (mit Mitteldichtung). Heraus kamen 0,9mm Quetschmaß. 1/10 abgezogen und wir wären bei der 0,8er Scheibe. Allerdings kamen ja dann die besagten Probleme...

    Da ich keine weiteren Ausgleichsscheiben habe, die unter das Lager 6000 kommen, habe ich unter das Festrad vom 5. Gang eine 0,1mm Scheibe gelegt. Das Festrad greift durch die geringe Differenz dennoch ordentlich mittig ins Losrad. Mit der nun neuen "0,6mm Scheibe" ist das fühlbare Axialspiel nahezu weg. Allerdings merkt man noch deutlich, dass die Festräder das gewohnte Spiel in der Verzahnung der Kupplungswelle habe, sie also axial keine Last haben. Ich werde daher alles so verbauen.

    Die Idee mit dem Federring finde ich auch echt top!

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