untengeführte Kurbelwelle

  • Hallo.


    Wollte mal Fragen ob man bei einer untengeführten Welle am oberen Pleuellager Anlaufscheiben benötigt?
    Wenn der Kolben montiert ist hab ich nach links und rechts 2mm Spiel.


    Mfg

  • Also bei der MZ (auch unten geführte Welle) sind keine Anlaufscheiben drin , würde aber Sicherheits weise Welchen einbauen

    Rechtschreib fehler dürfen behalten werden!

    Simson fahren mehr sparen!

    Mit Vape und DDR Zylinder wird selbest der größte Schinken wider zum Top Moped :crazy:

  • genau. keine anlaufscheiben oben, sondern ein breiteres nadellager. etwa 1mm kleiner wie der kolben innen ist.

    0,5mm spiel sollte das nadellager haben zu jeder seite. 2mm sind zu viel.

    MfG

  • Hallo!

    Der Hauptvorteil ist der, dass die Kräfte gleichmäßiger in die Welle eingeführt werden (weil das Pleuel exakt mittig steht) und man vorallem ein breiteres oberes Nadellager verwenden kann (besser für Kraftübertragung und Schmierung) die Kraftübertragung über diese paar kurzen Nadeln sind nämlich oft der Schwachpunkt einer Welle. Voraussetzung ist, dass bei einem solchen system KEINE oberen Anlaufscheiben verwendet werden, das schreiben wir auch in allen unseren Anleitungen! Werden dort oben zusätzlich Scheiben reingemacht, kann sich das Pleuel seitlich nicht ausrichten, läuft dann unter Umständen an einer Seite, wird heiß, zerstört den Nadelkäfig (unten oder oben) und im ungünstigsten Fall den gangen Motor. Klassischer Fall von "kleine Ursache- großer Schaden"!

    Mfg RZT

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  • Hallo!

    der Idealfall sieht natürlich ohnehin vor (egal ob das Pleuel oben oder unten geführt wird) dass dies genau mittig zum Kolben wie auch zu den Wangen steht. Leider ist das durch viele verschiedene Toleranzen nicht immer 100%ig so. Aber selbst wenn das Pleuel oben 1mm (dieses Extremmaß wird natürlich nicht erreicht!) seitlich versetzt ist werden die Kräfte genau senkrecht nach unten geleitet weil der Kolben auf den flachen Nadeln aufliegt.
    Ein viel größerer und oft unbeachteter Faktor ist die Schmierung des oberen Lagers: Bei einem oben geführten Pleuel ist der Nadelkäfig genau so breit wie das Pleuelauge und schließt mit seinem seitlichen Rand (den Ring der die Nadeln vor seitlichem Verrutschen sichert) bündig ab mit dem Pleuelauge sodass nur ein sehr schmaler Schlitz bleibt wo überhaupt Öl durch könnte. Dann sitzt da noch plan die Anlaufscheibe davor die das weiter verschließt, geschmiert wird praktisch nur durch die kleine Bohrung im Pleuelauge, alle Kräfte des Motors!!! werden nur über 3-4 Nadeln übertragen die nur 8-9mm lang sind und zudem schlecht geschmiert.
    Wird das Pleuel unten geführt sind die Anlaufscheiben dort oben weg und der Nadelkäfig schaut (besonders mit dem verschließenden äußeren Rand) seitlich etwas aus dem Pleuelauge heraus sodass dieser Rand den Zugang zu den Nadeln nicht so verschließt. Schmiermittel kommt dadurch deutlich besser dort rein, zudem ist durch die breitere Auflagefläche der Nadeln die Kraftübertragung aufs Pleuel und die vertikale Führung dessen besser.
    Aus all diesen Gründen ist mir (ausser dem Simson-Motor) kein ähnlicher Motor aus den letzten Jahrzehnten bekannt wo das Pleuel nicht unten geführt ist.

    MfG RZT

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  • Zitat von Firma RZT;2797744

    Aber selbst wenn das Pleuel oben 1mm (dieses Extremmaß wird natürlich nicht erreicht!) seitlich versetzt ist werden die Kräfte genau senkrecht nach unten geleitet weil der Kolben auf den flachen Nadeln aufliegt.

    Das würde ich so nicht unterschreiben, da du die Verformung der Kurbelwelle und die Knickung des Pleuels nicht beachtest.
    Wie groß die ist? Keine Ahnung, da braucht es etwas mehr als Bleistift und Papier.
    Die exakt senkrechte Krafteinleitung ist also nicht gegeben.
    Dem Rest würde ich dann aber so zustimmen.

    Grüße
    Lukas

  • Hallo!

    Ich meinte die seitliche Ausrichtung unbelastet, im stehenden Motor, also nur die kleinen seitlichen Verschiebungen durch die Ungenauigkeiten der Zentrierung.

    MfG RZT

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  • Zitat von Firma RZT;2797744

    Ein viel größerer und oft unbeachteter Faktor ist die Schmierung des oberen Lagers: Bei einem oben geführten Pleuel ist der Nadelkäfig genau so breit wie das Pleuelauge und schließt mit seinem seitlichen Rand (den Ring der die Nadeln vor seitlichem Verrutschen sichert) bündig ab mit dem Pleuelauge sodass nur ein sehr schmaler Schlitz bleibt wo überhaupt Öl durch könnte. Dann sitzt da noch plan die Anlaufscheibe davor die das weiter verschließt, geschmiert wird praktisch nur durch die kleine Bohrung im Pleuelauge, alle Kräfte des Motors!!! werden nur über 3-4 Nadeln übertragen die nur 8-9mm lang sind und zudem schlecht geschmiert.

    Aber wenn das Pleuel untengefüht ist, dann wird ja nun das untere Lager durch die Anlaufscheiben schlechter geschmiert (erfolgt dann analog fast nur noch durch den Schlitz). Und wenn ich so oberes und unters Lager vergleiche: Das obere muß "nur" bißchen hin- und herzappeln, während das untere die vollen Motor-Umdrehungen mitmachen muß.

    R.I.P. Flori

  • Sehe ich das richtig, dass bei einem Membraner (mit großen Kolbenfenster), dass obere Lager ebenfalls im Frischgasstrom steht und dadurch besser gekühlt/geschmiert wird, als bei einem Schlitzer!??

    Wer IFA fährt, fährt nie verkehrt.

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