Was habt ihr heute so Gemacht?! (Werkstatt)

  • AOA3.5

    Ich konnte den 30/32mm SaMo-Krümmer auf 220mm kürzen.
    Das Ganze in Serienverlegung. Kein 3° Knick oder solche Spielereien.

    Der Krümmer hat einen speziellen Biegeverlauf, der das ermöglicht.
    Zudem habe ich ihn noch gedreht und konnte weitere 10mm gewinnen.

    Auspuff MZA.

    8x6mm Löcher im Gegenkonus (original). <-- entspricht einem 17,5mm Rohr.

    Gegenkonusrohr zugequetscht. Kein Längstspalt im Gegenkonus

    Schalldämpfer erste/zweite Platte 17,5mm Rohr.

    Endrohr in der Tüte 17,5mm.

  • Deine Kreativität und technisches Umsetzungsvermögen in allen Ehren aber was du da gebaut hast würde ich nicht in geschlossenen Räumen betreiben und schon gar nicht mit Holzwänden. Das Grundproblem an deiner Konstruktion sind die sich ergebenden extrem hohen Oberflächentemperaturen. Im Prinzip betreibst du ein räumlich begrenztes aber dennoch offenes Feuer. Die Oberflächentemperaturen deiner Konstruktion, werden weit über 300°C bis 500°C liegen, du erzeugst damit eine enorme Infrarotstrahlung, in der Heizungstechnik spricht man hier von einem Dunkelstrahler, damit werden ganze Werkhallen beheizt, bei Distanzen von weit über zehn Meter zur Strahlungsquelle. Deine Umgebungsflächen (Holzwand/Bindemittel/etc.) heizen sich dabei dermaßen auf, dass es zur Pyrolyse kommen kann. Das heißt, aus den Werkstoffen entstehen, weit unter der Zündtemperatur, unbemerkt brennbare Gase, welche den Raum langsam füllen und sich beim Öffnen einer Tür oder etc. (Sauerstoffeintrag) explosionsartig entzünden können (Flashover).

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    Um dieser Problematik zu entgehen, werden Öfen von je her, mit einer Isolierung (Schamott) ausgestattet, diese reduziert die Oberflächentemperatur und erhöht das Wärmespeichervermögen um fast das Dreifache gegenüber Stahl. Werkstattöfen gibt es mit Zulassung für nen schmalen Thaler in jedem Baumarkt, selbst da ist der Betrieb in einer Holzhütte nicht unproblematisch.

  • Dein Fachwissen in allen Ehren aber im richtigen Leben läuft es anders als im Labor. Ich kenn ganz andere Holzhütten die zum Teil weit über 100 Jahre stehen und mit zum Teil offenen Feuerstellen beheizt werden. Und keine Angst das ist nicht der erste Ofen der an der Stelle steht.
    P.s sonen 0815 Baumarkt Ofen hatte ich auch schon das ist Mist. Öfen scheinen auch nicht dein Fachgebiet zu sein weil Fakt ist es gibt auch Öfen mit einer Schamottauskleidung.


  • Dein Fachwissen in allen Ehren aber im richtigen Leben läuft es anders als im Labor. Öfen scheinen auch nicht dein Fachgebiet zu sein.

    Saugeil :thumbup:

    Ich hoffe der Flymo bleibt uns noch lange erhalten. Die Diskussionen sind immer sehr lustig. Jemand zeigt voller Stolz seine Kreation und Flymo macht es mit seinen Theorien madig. Das lässt sich der Kreateur natürlich nicht gefallen und gibt Kontra. Ich liege jedesmal fast vor lachen. :D

  • Da ich es nicht mit geschrieben habe, die OSB Platten sind über zehn Jahre verbaut und standen vorher ca 5 Jahre auf dem Dachboden. Jedes handelsübliche Ofenrohr wird heißer als mein Ofen und das hat bei mir auch ne Wandstärke von knapp 5mm.
    Er ist ja echt ein kluges Köpfchen zumindest weiß er wo es steh aber manchmal weiß ich auch nicht was das soll.

  • Was das soll, ganz einfach, du hast den Beitrag vollkommen falsch aufgefasst. Es gingt nicht darum deine Arbeit schlecht zu machen, dass liegt mir vollkommen fern, sondern vielmehr dich auf die Gefahrenquelle hinzuweisen welche von dieser Feuerstätte ausgeht.

    Es ist vollkommen egal wie alt die OSB Platten sind, solange diese nicht vollständig verrottet sind stellen sie eine Brandlast dar. Ein Rauchgasrohr an einem Ofen mit Zulassung, wird am Anschluss kaum über 150°C heiß und das ist nur ein Bruchteil von dem was dein Ofen an Oberflächentemperatur aufweisen wird. Auch die Wandungsstärke der Rauchgasleitung hat hier keinerlei Einfluss auf das zu erwartende Temperaturniveau. Da es sich in diesem Fall um einen schwarzen Strahler handelt, kommt es mit der Umgebung zu einem Temperaturausgleich. Die pyrolytische Zersetzung beginnt ja nach Stoff bereits bei 150°C, auf Grund der Isolierwirkung von Holz wird diese an der Oberfläche dann recht schnell erreicht. Wenn der Strahler dann 400°C aufweist, ist das Ende der Geschichte schnell erzählt.

    Das deine Konstruktion nicht koscher ist, dürfte dir selber schon aufgefallen sein, das Blech steht nicht zufällig vor dem Regal und auch die unzähligen Ventilatoren haben sicher ihre Funktion. Es ist ein vollkommener Irrglaube, nur weil es in der Vergangenheit keinen Zwischenfall gegeben hat, dass auch in der Zukunft nichts passieren wird. Parallelen aus Feuerstätten von Holzhütten auf deine Eigene zu ziehen ist ebenfalls ein absoluter Blödsinn. So einfach ist das alles nicht wie sich das ein Mancher vorstellt, nicht ohne Grund beträgt die Lehrzeit eines Heizungsbauers knapp vier Jahr.

    Im richtigen Leben müsstest du vor der Errichtung einer Feuerstätte, bei deinem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger 2 Wochen vor Baubeginn dein Vorhaben anzeigen und eine entsprechende Genehmigung erwirken. Dazu benötigst du als erstes ein Kennziffernblatt, weiterhin eine Berechnung zur Rauchgasableitung gemäß DIN 13384, sowie den Nachweis über die Verbrennungsluftversorgung. Um Probleme bei der späteren Abnahme auszuschließen, ist es hilfreich die Feuerstätte vom BSF im vorab begutachten zu lassen. Sobald der BSF den Antrag bearbeitet und die Freigabe erteilt hat kann mit der Ausführung begonnen werden. Nach Fertigstellung muss die Anlage vom BSF abgenommen werden. Ein Betrieb der Feuerstätte ohne Abnahme ist wie vermutet unzulässig.

    Die gesamte Prozedur endet für dich jedoch schon am Kennziffernblatt, weil deine Konstruktion weder eine CE-Zertifizierung, noch eine DIBt-Zulassung hat, ebenso nicht dem aktuellen Ecodesign-Gesetz entspricht und auch nicht die Vorgaben aus der 1. BImSchV erfüllt.

    Kurzum, der Betrieb der von dir errichteten Feuerstätte ist von vorn herein illegal. Es ist davon auszugehen, dass dieser Umstand bei dir kaum auf Interesse stoßen wird, dass ist jedoch leider kein Kavaliersdelikt. Spätestens wenn die Rauchentwicklung bei einem deiner Nachbarn für Unbehagen sorgt, könnte wenig später der Feuerrüpel unangemeldet an die Pforte klopfen. Die Geschichte kann natürlich auch mit dem Szenario enden, bei dem die großen roten Autos vorfahren, weil der „Flaschenbrand“ schon auf das Wohnhaus übergeschlagen ist, das Thema Personenschäden…. Es ist durchaus möglich, dass die Brandermittler im Anschluss noch lobende Worte für deine handwerklichen Tätigkeiten finden, auch die Versicherung wird in die Hände klatschen aber keinen Applaus, sondern vielmehr vor Freude, weil sie in diesem Fall durch den illegalen Betrieb von der Regulierung befreit ist.

    Wie oben bereits erwähnt sind die Ratschläge nur gut gemeint und sollen nicht deine künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten in Frage stellen. Wie du mit den Informationen und den Fallstricken umgehst bleibt natürlich dir überlassen, vielleicht waren sie dir ja auch nur nicht bewusst, in diesem Sinne „Feuer frei“.

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