Hallo Simson Forum, ich bin gerade neu hier, und beginne mal damit, mein aktuelles Projekt vorzustellen.
Vor ein paar Tagen kam ich auf einer Familienfeier mit meinem Großcousin ins Gespräch, und erwähnte dabei meinen plan, meinen Trabbi zu verkaufen, und wieder Simson zu fahren. Angedacht war ursprünglich, für etwa 1000 Euronen eine gute Enduro zu kaufen. Allerdings hatte meine liebe Verwandschaft einen anderen vorschlag. Der gute hatte nämlich vor ein paar Monaten eine S51 gekauft, und direkt als Ersatzteilspender zerlegt (dass haben dort schon einige vor ihm gemacht, mitlerweile tummeln sich dort überreste von ca. 8 Simsons, alles in relativ desolatem Zustand.) Brauchte er jetzt nicht mehr, könnte ich für 70 Euro haben. Gut, was soll's Hand drauf und ab dafür...1. Problem war: es handelte sich um einen Blanken Hauptrahmen...alles andere musste ich mir Zusammenklauben, Bezüglich Motoren bot sich mir ein Angebot aus allem, was simson in den 70ern und 80ern so gebaut hat...leider stand das meiste davon Seit gefühlt 20 jahren ohne Öl und Zylinderkopf in einer scheune, un war entsprechend unbrauchbar...gut, 4 Gang Motor gefunden, scheinbar fest, aber die Gänge lassen sich schalten, also mitgenommen. Alles andere Mehr oder weniger wahllos eingepackt, Vergaser fand sich keiner mehr, Bowdenzüge ebensowenig und der Kabelbaum war mit dem Seitenschneider in handliche, vom Hersteller so jedoch nicht Vorgesehene Baugruppen zerlegt worden
. Da ich keine Zeit mehr hatte, das gerümpel auszuladen, fuhr das zerlegte moped im Kofferraum eines Renault Clio mit auf die Silversterparty, anwesend so um die 10 Leute aus der Simsonszene. Dort entstand auch folgende Wette: ich werde mit der Teilesammlung im Kofferraum am 2. April an der Angrillausfahrt bei AKF teilnehmen, und um die Sache interessanter zu machen habe ich ein Budget von 250 Euro (inklusive der 70 fürs Moped).
1. Schritt: Papiere Blick an den Rahmen, siehe da, ich bin stolzer Besitzer einer S51 B1. Antrag zum KBA und gut.
2. Schritt: Motor: Getriebeöl raus, siehe da, nur noch 250ml, aber sauber. Deckel ab, und mir Präsentiert sich ein Innenleben, frei von jeglichen Verschleißspuren. Nicht schlecht, Problem: das Primärritzel ist nicht gewillt, sich auch nur minimal zu bewegen. 1. Vermutung also: Kolbenfresser epischen Ausmaßes. Kopfrunter, Zylinder ab: blitzblank, keinerlei Riefen, Kolben und Ringe wie neu, und alles Originalteile. Leichte Ölkohle (das erklärt, wo das restliche getriebeöl hin ist
) Problem: drehen immernoch unmöglich. Also weiter zur Zündung. Deckel ab, sieht auch alles gut aus...Mutter runter...sitzt aber ganzschön locker...abzieher drauf, gedreht ud siehe da, Das innere des Polrades ergießt sich über die Werkbank. Den spuren nach zu urteilen hat sich Rost unter einem Magneten gebildet, und die Schraube angegriffen, worauf dieser bei laufendem Motor den Abflug machte, nicht ohne die Eisenkerne der Spuhlen allesamt beträchtlich zu schleifen.
Jetzt dreht der Motor, hat kein fühlbares Lagerspiel, und super Kompression. 6V Unterbrecherzündung hab ich noch da, ist also kein Problem. Morgen sollte meine Teilebestellung kommen, dann gehts weiter. Ich werde Berichten... ![]()