Hallo Forumsgemeinde! ![]()
Dieses Jahr werde ich zum ersten mal beim Harzringtreffen dabei sein. ![]()
Natürlich braucht es für so einen Anlass einen vernüftigen Motor.
Deshalb habe ich die letzten Wochen genutzt und einen 85er 2 Kanal nach den Erkenntnissen die ich aus dem „Projekt 85ccm Rennmotor“ gewonnen habe,
und der Mithilfe von einigen Privattunern, gebaut.
Da einiges von diesem Wissen nicht auf meinen Mist gewachsen ist, werde ich mich mit Detailbeschreibungen zurück halten.
Dafür versuche ich die Details mit Bildern in Szene zu setzen. Das sagt meistens viel mehr aus...
Ein großes Dankeschön geht an Freddy von Adlertuning und Lucas und Benni von Eastside Performance, die ihr Fachwissen mit mir geteilt haben.
Zum Konzept:
Als Basis dient einen Motor mit 54mm Gehäusebohrung und leicht erweiterten Kanaltaschen.
Der Motor ist an allen gefährdeten Stellen verstärkt und bietet eine gute Basis für das Vorhaben.
Seit dem legendären Tunerbattle 2014, wollte ich auch immer mal so einen 85er bauen.
Die Leistungskurven haben sicher nicht nur mich beeindruckt.
Eine Erkenntnis aus dem Tunerbattle: Wer Leistung haben will, braucht einen großen Vergaser!
Ich war gerade in der Planungsphase und wie der Zufall es so will, wollte Hubraumsuchti seinen 30er PWK + Gummiflansch verkaufen.
Da musste ich zuschlagen. Ein feines Teil und ein wahres Monster an dem zarten Simsonzylinder.
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Nun ging es auf die Suche nach dem passenden Rohzylinder.
Ich hatte die Wahl zwischen dem 85er MZA Zylinder, dem RZT RS900 Basiszylinder und dem ZT 85 G Rohzylinder.
Die Wahl fiel auf den Zylinder von ZT.
Da dieser Zylinder ein kompletter Neuguss ist, bietet er er deutlich schwungvollere Außen- und Innenradien als die Konkurrenzprodukte.
Das wollte ich testen.
Da dieser als "schwungvoller" 2 Kanal-Zylinder konstruiert worden ist, übernahm ich das Konzept und sorgte dafür, dass überall genug Gas durchpasste.
Der 30er Vergaser soll ja auch zur Entfaltung kommen.
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Der Einlass ähnelt einem minimalen V. Im oberen Bereich ist er 38mm Sehne breit und geht zur unteren Kanalkante auf 37mm zusammen.
Gerade im unteren Bereich sind die Eckradien bewusst groß gewählt. Damit soll trotz des breiten Einlass ein Einkippeln des Kolbenhemdes verhindert werden.
Dazu kommt, dass der große Auslass diesen Effekt forciert.
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Die Kanalhöhe beträgt 20mm und bewegt sich am Maximum. Der Ringstoß sitzt im UT nur knapp 1mm über dem Einlass.
Die Einlassfläche entspricht abzüglich Eckradien ca. der Vergaserfläche.
Meine Erkenntnis: Irgendwann ist flächenmäßig beim Schlitzer Schluss, wenns haltbar sein soll!
Die Überströmer wurden auf satte 30mm Sehne breit gezogen. Vielleicht einen Tick zu breit.
Allerdings ist die Gasführung auch speziell gestaltet und es hat schon seinen Sinn mit der Breite.
Damit das Prinzip funktioniert müssen die Strömer möglichst weit Richtung Einlass gezogen werden.
Ich hoffe die Idee geht auf.
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Der großzügige Auslass bekommt selbstverständlich Nebenauslässe zur Seite gestellt. ![]()
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Die Stehbolzen werden im Bereich der NA um 1/3 geschmälert. So wird fast der komplette Querschnitt frei gegeben.
Oben dichten O-Ringe ab.
Um den Totraum zwischen Stehbolzen und Kühlkörper zu minimieren, wird ein 7x0,5mm Messingröhrchen in die Stehbolzenlöcher geklebt - mit Aussparung im Bereich der NA.
Die Steuerzeiten habe ich klassisch renntauglich gewählt.
Hauptauslass: 192°
Nebenauslässe: 187°
Überströmer: 130°
Einlass: 167°
Als Auspuffe stehen der LTM85, Battle 85 und die Fat Lady 3.0 zur Wahl.
Momentan ist der Zylinder beim Auschleifen. Sobald er wieder zurück ist, gibt es einen Fahrbericht.
Bis dahin!
Stay tuned! ![]()