Mich würde mal interessieren welche Erkenntnisse da nun in die Entwicklung der GEN2 einfließen.
Konkret geht es bei den nächsten Entwicklungsstufen um gezielte Detailänderungen am bestehenden Basiszylinder. Der Fokus liegt dabei nicht auf mehr Spitzenleistung, sondern auf einer feineren Abstimmung des Zeit- und Strömungsverhaltens im unteren und mittleren Drehzahlbereich.
Betroffen sind zunächst die Steuerzeiten und Fenster in der Laufbuchse. Diese sollen nur sehr moderat verändert werden, um den nutzbaren Zeitquerschnitt besser zu treffen und das frühe, gleichmäßige Drehmomentband reproduzierbarer auszulegen, ohne die Charakteristik in Richtung Drehzahlmotor zu verschieben.
Ein weiterer Punkt sind die Überströmfenster. Hier geht es weniger um zusätzliche Fläche, sondern um die Fensterform und die Eintrittsgeometrie. Ziel ist eine gleichmäßigere Zylinderfüllung bei niedrigen und mittleren Drehzahlen statt maximalem Durchsatz.
Am Zylinderfuß bzw. der Anbindung zum Kurbelraum wurde in der frühen Ausführung sehr offen gearbeitet. In den nächsten Stufen soll dieser Bereich strömungsgeführter und definierter ausgeführt werden, also weniger Volumen „auf gut Glück“ und mehr gezielte Führung in Richtung Überströmer.
Auch am Auslass sind keine höheren Steuerzeiten vorgesehen, sondern ausschließlich Detailarbeit an Übergängen, Kanten und der effektiven Fensterform, um das Band stabiler und den Lauf thermisch ruhiger zu gestalten.
Ein wesentlicher Punkt ist zudem wie gesagt die Reproduzierbarkeit. Die angestrebte Charakteristik soll nicht vom Zufall eines gut laufenden Einzelzylinders abhängen, sondern mit vertretbarem Aufwand nachbaubar bleiben – bei seriennaher Peripherie, seriennaher Bedüsung und mit Fokus auf Standfestigkeit und Alltagstauglichkeit.