• Hallo,


    Fassen wir es mal zusammen: JEDER Einzylinder Rennmotor der letzten 40 Jahre hatte eine oder teilweise sogar 2 Ausgleichwellen (bzw wenn nicht war er zumindest nicht erfolgreich). Es ist keineswegs so dass der Kurbeltrieb so leicht wie möglich sein sollte. Gerade bei der Kurbelwelle geht man eher den Weg die oft etwas schwerer zu machen als rein von der Auswuchtung her nötig- kommt gerade sehr hoch verdichteten Motoren sehr zu gute! Und was die Auswuchtung angeht: Jede Unwucht ist Leistung die mal vom Motor erzeugt wurde, für den Vortrieb aber nicht genutzt werden kann. Je weiter die Unwuchten reduziert werden können (und da ist ohne Ausgleichwelle nunmal bei 50% Schluss) desto mehr Leistung kommt zum Hinterrad. Weitere Vorteile, dass man theoretisch alle Lager filigraner auslegen könnte und eine bessere Gemischbildung im Vergaser hat mal ganz ausser Acht gelassen.


    MFG RZT

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  • Danke für die Erklärungen.

    Jetzt verstehe ich warum an einen Ausgleichswellenmodul gearbeitet wird.


    Ich plane mir demnächst so ein Gehäuse zu kaufen. Selber habe ich keine passenden Messmittel zum nachmessen von den Lagersitzen.

    Das Gehäuse würde ich verleihen, wenn jemand Lust/interesse hat es zu vermessen.

  • Eine Ausgleichswelle reduziert keine freien Massenkräfte der Kurbelwelle sondern ist nur ein Gegenspieler. Die resultierende Lagerkräfte verdoppeln sich dadurch und ist für die effektiv Leistung nicht direkt zuträglich.

  • Eine Ausgleichswelle reduziert keine freien Massenkräfte der Kurbelwelle sondern ist nur ein Gegenspieler. Die resultierende Lagerkräfte verdoppeln sich dadurch und ist für die effektiv Leistung nicht direkt zuträglich.

    Denk bitte nochmal drüber nach. Stichwort Vektorielle Auslöschung vs. Verformungsarbeit. Eine Kraft, die keine Bewegung (Vibration) erzeugt, verrichtet physikalisch gesehen keine Arbeit . Wenn der Weg der Vibration durch die Ausgleichswelle eliminiert wird, sinkt die Verlustleistung durch Gehäuseschwingung gegen Null.

    Ja die Reibverluste an den Lagerstellen reduzieren sich nicht. Die Bilanz ist aber positiv, sowohl theoretisch, als auch praktisch.

  • So ich habe mir das Gehäuse gekauft

    Hier Bild, nur aus der Verpackung genommen.

    An paar Stellen muss der Grad noch entfernt werden z.b an der unteren Ölbohrung, sowie an der Bohrung von der Kupplungswelle.

    Die Bohrungen mit Gewinde für das Dritte Kurbelwellenlager waren schon drin.

    Der Lagersitz für das dritte Kurbelwellenlager geht saugen-schmatzen auf den Bund.

  • Hatte auch direkt nach Erscheinen eins gekauft.... was mir so garnicht gefällt ist dass der Lagersitz vom 16004 nur 7mm hoch ist.

    Den konnte man ruhig auf 8mm lassen und nur die Lauffläche für´s Zahnrad tiefer fräsen... hatte mal ein Gehäuse für 6 Gang bei RZT bearbeiten lassen, dort wurdes es so gemacht.

    How do you like your twostroke, angry or really angry?

  • ZT hat das bei ihrem Gehäuse zumindest optisch schöner gestaltet, die Arbeiten aber da mit zusätzlichen Verrippungen

    Was jetzt stabiler ist kann ich nicht beurteilen.


    Was das RZT Gehäuse noch unterscheidet ist das anstelle des 6000 Lager bei der Kupplungswelle ein 6200 eingesetzt wird.

    Ab und zu habe ich hier schonmal gelesen das dieses Lager bei getunten Motoren Probleme macht (z.b MTX).

    Aber ist das Lager sonst auch so anfällig?

    Wenn man darauf achtet nicht unnötig viel Axiallast auf das 6000 zu bringen ist ein größeres Lager an der Stelle gar nicht mehr soo nötig.

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