• Sehe ich ehrlich gesagt anders. Klar, die Verdichtung über Auslitern zu bestimmen ist fehlerbehaftet, dennoch aber durchaus brauchbar. Was man eben braucht ist eine entsprechend fein skalierte Spritze und ein niedrigviskoses Öl. Und ja, das ganze funktioniert natürlich nur im verbauten Zustand, mit in Waage ausgerichtetem Zylinder, mit Messuhr etc. . Nur den Kopf auszulitern, wie es der Fragesteller oben vorschlägt, macht natürlich keinen Sinn.

    Wenn du dich um einen halben Milliliter vertust, ist deine ganze Berechnung hinfällig ...


    Ich meine, dass bei korrekter Handhabung der Fehler weniger als 0,5ml sein wird. Dennoch, 0,5ml macht bei 86cc und einer Verdichtung von 10:1 grade mal 0,4:1 aus. Das ist sicherlich nicht Nichts, andererseits aber bei dem Verdichtungsbereich, über den wir hier sprechen, auch keineswegs dramatisch. Ob ein Kopf eine Verdichtung von 13:1 (entspricht 7,2ml) oder bspw. 11:1 (entspricht 8,5ml) hat oder eben 10:1 (entspricht 9,5ml), kann man durchaus messen. Keine Ahnung, was da das Problem sein soll. Eine grobe Richtung kann man damit auf jeden Fall bestimmen. Und in den meisten Fällen reicht die aus.
    Und zum Thema Originalbrennraum. Letzte Woche erst einen DDR-S50 Kopf ausgelitert. Grundmaßzylinder (Qm 1,3mm) --> 6ml gemessen --> 9,3:1 (Werksvorgabe 9,5:1). Mag sein, dass da ein geringfüger Fehler +- noch mit drin steckt. Wirklich relevant ist der aber nicht.

    Im übrigen glaube ich eher nicht, dass der Kopf des ZT90N sehr viel bzw. zu viel Verdichtung hat. Ich habe bisher nie einen S1- bzw. S2-Kopf vermessen. Der S3 Kopf (keine Ahnung ob der anders ist) hat aber deutlich weniger als 13:1.

    Wer dennoch Angst hat, zu viel Verdichtung zu haben, kann sich ja bei PZ einen 8,5:1 verdichteten Kopf für den 90er holen. Und sich dann über weniger Leistung, ein später einsetzendes Band, mehr Verbrauch etc. freuen :sorry:

  • Man kann den Kopf als solches durchaus Auslitern, das hat den Vorteil das man das Volumen der Zündkerze mitberücksichtigt. Dazu einfach eine passende Plexiglasscheibe in den Abschluss des Brennraumes legen und diese in der Mitte, zum Füllen mit einer Öffnung versehen. Damit ist sichergestellt, dass die Oberflächenspannung des Mediums keine Wölbung ausbilden kann, was unweigerlich zu einem Messfehler führen würde.
    Das rechnerische Volumen der Kolbenbodenwölbung ist von dem gemessenen Volumen abzuziehen und das Volumen der tatsächlichen eingestellten Quetschzone wieder hinzuzurechnen. Hierbei lassen sich auch schnell Änderungen des Quetschspaltes auf die Verdichtung ermitteln.

    Die Gen1 S1 Variante hatte ich mal mit 9,48:1 ermittelt.

  • Sind einige gute Vorschläge dabei, danke!

    Oktanbooster ist mMn nicht zielführend, auch nicht zum Probieren. Fahre 102er Sprit mit Motul800 1:50. Ich glaube viel mehr (=besser) geht kaum. Sind bestimmt wieder paar anderer Meinung, aber das ist ja immer so

    Nehmen wir mal an, ich lasse den Kopf etwas ausdrehen. Lass es ein Verdichtungsgrad weniger werden. Könnte man dann um untenraus wieder etwas mehr Kraft/Drehmoment zu erhalten die Zündung wieder früher stellen? So wäre mein Ansatz. Weiß man nur nie ob es dann vielleicht wieder leicht klingelt aber dann kann ich mit der Zündung nachregulieren. Mit dem Kopf ausgleichen geht nicht so schnell.
    War im PZ Video vom 130er zu sehen. Erklärung war für mich auch nachvollziehbar. Deshalb der Gedanke.

    Danke und LG

  • Wie kann ich Anlagewechselgeräusche genau erkennen?

    Ist ein neues ZT Gehäuse gewesen. Das passt soweit.
    Vergaserabstimmung passt: Bei Vollast kein Klingeln hörbar. Teillast ebenfalls nicht. Fährt butterweich. Leerlauf müsste eig fetter da er immernoch nach Vollgasfahrten >10sek etwas nachtaktet aber nicht extrem schlimm.

    Wenn sich was im Kurbelgehäuse verirrt hätte, wäre das Geräusch nicht immer bei der selben Stelle. So denke ich zumindest?


  • Wie kann ich Anlagewechselgeräusche genau erkennen?

    Die Frage, die im Raum steht, ist die, ob es sich bei deinen Geräuschen wirklich um Verbrennungsgeräusche (z.B. Klingeln), oder aber um (andere) mechanische Geräusche, z.B. durch den Anlagewechsel (Kolbenkippen) durch z.B. zu großes Einbauspiel, einen ausgeleierten oder nicht maßhaltigen Ring und -nut etc. handelt. Wie schon gesagt wurde, sind die ZT-Köpfe in Sachen Verdichtung eher moderat ausgelegt. Wenn deine Zündung nicht ganz falsch steht oder komische Sachen macht, dein Benzin von ordentlicher Qualität ist, du keine übermäßigen Ölkohleablagerungen im Brennraum oder auf dem Kolben hast und deine Vergaserabstimmung halbwegs passt, sollte da nichts klingeln. Deshalb flymos berechtigte Vermutung, dass das Problem - sofern es denn eines gibt - eher mechanischen Ursprungs ist.


    Wenn sich was im Kurbelgehäuse verirrt hätte, wäre das Geräusch nicht immer bei der selben Stelle. So denke ich zumindest?

    Es geht nicht um Dreck oder Fremdkörper im Kurbelgehäuse, sondern darum ob die Zylinderaufnahme (Winkligkeit der Planfläche und Deachsierung) maßhaltig ist. Letzteres hat Einfluss auf den Anlagewechsel, wobei ich kaum glaube, dass hier das Problem liegt.

  • Beim 1.Kolben war das Geräusch ebenfalls da. Nun, beim 2.Kolben auch. Zylinder wurde bei ZT gehont und passender Kolben ausgesucht. Da alles ZT Teile sind gehe ich von aus, dass es in Kombi keine Probleme geben sollte.
    Ölablagerungen sind ,wie beim Motul800 mit 1:50 bekannt, äußerst gering.
    Rumpf hat keine 5000km gesehen

  • Ein Stück vom Kolbenring ist abgebrochen. Klingt dramatischer als es ist. War ein ganz kleines Stückchen. Im Kurbelgehäuse war nichts auffindbar. Deshalb wird mein Geräusch nicht daher kommen (war ja davor auch schon). Hat ZT auf Kulanz behoben 😁

  • Gibt es Erfahrungswerte vom DailyRace90 oder LTM85 am 90N Stage 1/2 ?
    Gerade im Vergleich zum Reso D wie er von ZT angeboten wird...

    TÜV-Moped S51B 1985 (ZT90N, ZT-Reso D bzw. JMP Sport Classic, VM24, 5-Gang)

    S51 Enduro 1986 Schmitt Sportfreund 60ccm 4-Gang

  • Zitat von Mutzhunter94

    Gibt es Erfahrungswerte vom DailyRace90 oder LTM85 am 90N Stage 1/2 ?
    Gerade im Vergleich zum Reso D wie er von ZT angeboten wird...


    LTM85 drückt richtig kräftig ab der Mitte. Überdreht halt garnicht.

    Übersetzung muss mit dem ltm85 somit genau passen.

    Bsp.

    Reso in Serienoptik lief 105 gps mit gleichmäßig Druck

    LTM85 lief bei gleicher Übersetzung nur noch knapp 90 gps. Dafür deutlich mehr Druck ab der Mitte raus.

  • Zitat von JorisMuells51

    Am stage 2 und 3 läuft der Dailyrace90 top, mit Abstand der beste Auspuff den ich dranne hatte.


    Am stage 1 nicht?

  • Mal eine Frage zur Ansaugung auf dem Zylinder. Wie ist das mit dem 40mm Eingang am Herzkasten in Kombination mit nem 21er BVF. Bringt das was, der 40er Eingang anstatt 28? Der BVF hat ja nur 28 außen wie der Serien-Eingang am Herzkasten. Die Adaptermuffe hat ebenfalls erst hinten zum Kasten den großen Durchmesser.

    Jemand dabei, der Erfahrungswerte hat?

  • Ich fahr mit 40mm Herzkasten und BVF21 am 90N S2.

    Eigentlich hab ich in wegen dem 22er Mikuni Vergrößert, aber nachdem dieser nicht Abstimmbar war,

    habe ich den BVF verbaut und würde behaupten, er profitiert trotzdem davon.

    Weil du einen größeren Luftquerschnitt bis direkt vor den Vergaser hast.

    Ist natürlich sehr Subjektiv, aber an einen 90 N mit entsprechendem Setup ist das schon angebracht finde ich.

    Sonst kann es halt sein, dass man 0,5-1ps liegen lässt. Gehen wird es trotzdem.

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