• Thema Wuchtung der Kurbelwelle. Da der Kolben sehr massiv ist, hab ich ihn mal gewogen. Er bringt 129 g inkl Bolzen und clips auf die Waage (51mm Kolben) . Im Vergleich dazu wiegt ein 49mm Zt Kolben 112g. Ist schon ein Unterschied von 15%. Was meint ihr. Zumal die Wellen ja für S70 Kolben Gewicht gewuchtet sind


    Das würde mich mal noch interessieren. Ab wann wirds denn kriminell mit ner S70 Welle? Bzw Zt BB Welle

  • Okay. Danke für den Tipp. Habe mich da noch nie mit beschäftigt. Besorge mal ne genaue Waage und werde mal einen versuchsaufbau erstellen um das Gewicht des oberen Pleuels, welches sich translatorisch bewegt, zu bestimmen.
    Wie messt ihr das?

  • Einfach mit der Achse möglichst waagerecht auf die Waage legen. Die 45 wären wie gesagt für mich eher der untere Grenzwert der noch irgendwie gegen wird. Solange du noch die Möglichkeit hast die Sichtung zu beeinflussen würde ich versuchen etwa 55-60% zu erreichen.

  • Aus der Erinnerung wiegt das obere Pleuelauge glaub ich irgendwas um die 32g. Muss nurnoch einer die abzuhängende Masse ermitteln. Ich hab leider aktuell keine S70 Welle da.

  • Das würde mich mal noch interessieren. Ab wann wirds denn kriminell mit ner S70 Welle? Bzw Zt BB Welle

    Hallo!

    Das kann man leider nicht genau sagen denn "eine S70-Welle" ist nur ein ganz ganz grobes Baumuster wo es große Unterschiede bei der Wuchtung gibt. Ein originaler S70-Kolben (DDR) liegt im Grundmaß bei ca 120g- wenn die Welle von der Wuchtung her diesem entspricht gibts keine Probleme. Ich habe aber auch schon "S70-Wellen" gesehen die von der Wuchtung her deutlich drunter lagen.

    MFG RZT

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  • Was rechnet ihr den zum Kolbengewicht ? Kolben, Kolbenring, Kolbenbolzen, Clips, Anlaufscheiben, Nadellager ? Komplett komme ich bei einen 48mm Kolben ( 80ccm ) von SA-Moped auf 138 Gramm ( mit Nadellager ).


  • Reden wir mal von einer MZA Welle.

    Kolben 70ccm inkl. allem 122g.
    Halbes Pleuel 37g
    Meistergewicht 50g.

    Dann liegst du bei 50/(122+37)=31,44%

    Allerdings kommt mir die obere Pleuelmasse bissl viel und das Meistergewicht eher wenig vor.

  • Hallo!

    Warum der RevUp-Zylinder so ist wie er ist…

    Vielen Dank erstmal für das viele Feedback wovon der Großteil sachlich und vernünftig ist, das ist sehr wichtig.
    Es gibt viele Details beim RevUp, die auf den ersten Blick „nicht gewöhnlich“ sind und daher von einigen etwas skeptisch aufgenommen werden. Aber ich kann Euch versichern dass JEDES dieser Details nicht grundlos so gemacht ist, wir haben uns da wirklich viele Gedanken zu gemacht. Es ist natürlich so, dass nicht jedes Detail für jeden bestimmten Endkunden ideal ist (zB dem Kunde der schon einen 90er Fremdmotor fährt und den Zylinder einfach draufstecken möchte), trotzdem: seid Euch sicher dass Detail X einen Grund hat und wir uns etwas dabei gedacht haben.
    Um zu erklären warum manche Lösungen etwas „unkonventionell“ ausgefallen sind bzw in manchen Punkten Anpassungen nach sich ziehen möchte ich mal etwas weiter ausschweifen:
    • 1999 haben wir –neben diversen getunten 50ern und 70ern- erstmals einen „Big Bore“ Zylinder gebracht. Mit 57er Gehäusemaß und Membraneinlass (""wozu dieser Kram- geht doch genauso ohne"") und heute bescheidenen 13PS.
    • 2001 haben wir für diesen Zylinder erstmals eine Welle mit 46mm Hub rausgebracht die weitere Änderungen am Gehäuse nach sich zog. (""was bringen denn 2mm mehr???"")
    • Ca 2003 haben wir für diese Welle einen Zylinder mit 57er Kolben rausgebracht den wir „Big Bore 117“ genannt haben, 1 Jahr später dann die die erste Welle mit 51mm Hub dafür, damit war das geboren was heute als „MTX130“ verbreitet ist.
    • 2005 kam der erste RS700/900-Zylinder, nach oben hin länger, mit Innenzentriertem Kopf (""so ein Unsinn, der Kolben geht ja gar nicht bis nach oben"")
    • Und mit Steg im Einlass und Auslass um einerseits den Kanal breiter zu machen und andererseits das Kippeln zu verringern (""so ein Steg bricht doch sowieso"")
    • Ca 2008 haben wir diesen sowie alle unsere Zylinder ab RS700 aufwärts auf das jetzt noch übliche Buchsenmaß von 55mm erweitert. (""Wozu??? Jetzt muss ich mein Gehäuse für den 70er aufdrehen?"")
    • 2015 haben wir den RS1004 gebracht, der erste der heute so verbreiteten 100cc Quadrathuber und haben für diesen das Gehäusedesign nach unten (55mm/ 25 tief+ 52mm durchgängig bis unten) neu festgelegt. Auf dieses Maß passt heute noch jeder RevUp. (""wozu der Aufwand??? 20PS erreiche ich auch irgendwie mit einem 85er?!?"")

    Fazit: Wir haben als Firma schon sehr oft technisch neue Wege bestritten, die andere dann zu den heute üblichen Pfaden ausgetrampelt haben (geil formuliert, oder? :thumbup: ). Viele der heutzutage für Euch „üblichen Maße, Normen und Designs“ gehen auf Schritte zurück, die wir vor langer Zeit mal gesetzt haben. Mich würde interessieren, wo die ganze Simson-Szene heute stehen würde, wenn nicht Wir und auch einige Andere immer wieder neue, für manche „ungewöhnliche“ Schritte gemacht hätten sondern immer nur alles „kompatibel mit dem Bestehenden“ gebaut hätten. Hin und wieder müssen einfach Schritte gemacht werden und neue Normen gesetzt werden. Die gesamte Szene entwickelt sich nicht durch die Nachahmer und Anpasser sondern durch die welche Neues bringen, und Neues ist nunmal manchmal mit Umdenken verbunden wie ich in der obigen Aufstellung versucht habe zu erlären.
    Ich kann hier nicht alle Beweggründe des heutigen RevUp erklären will aber einige Details erklären:
    • Das Prinzip einen „großen Basiszylinder“ zu gießen und ihn dann durch entsprechende Nachbearbeitung der Höhenmaße an den Hub anzugleichen funktioniert sehr gut.
    • Die Toleranzen der Gehäusebohrung, Stehbolzenbohrung usw sind tip-top und exakt, passen aber eventuell nicht plug&play auf jedes verbohrte Nachbaugehäuse, sorry.
    • Das Aussendesign eines Simsonzylinders setzt diverse Grenzen und erfordert einige Kompromisse die bei einem frei konstruierten Zylinder kein Thema wären, allerdings war uns dieses Aussendesign extrem wichtig.
    • Unser Kopfdesign haben wir so bei vielen Motoren schon seit 2015, viele andere Firmen bei High-End-Zylindern (Polini….) schon viel länger. Es bringt keine Mehrleistung gegenüber einer runden Form (aber auch keine Minderleistung), ist aber exakter nachproduzierbar.
    • Der bisher verwendete Kolben ist ein Top-produkt. Es ist ein Kolben von Barikit mit dem wir schon extrem viel Erfahrung bei unseren RS1004-Motoren haben. Wir haben diesen gewählt, um das Risiko bei dieser ganzen Neukonstruktion zu minimieren denn ich weiß: Mit diesem Kolben gibt’s Null Probleme
    • Generell sind wir (schon immer) versucht das Risiko für uns wie auch für Kunden so gering wie möglich zu halten, wir sind da recht konservativ. Probleme wie zB die Beschichtungs-Desaster oder ähnliches kann und will ich mir nicht leisten. Dem sind zB auch unsere „sehr sicheren“ Kanalquerschnitte geschuldet- aber nacharbeiten geht immer….

    MFG RZT

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  • In diesem Threat wurde ja schon einiges über den Zylinder gesagt. Dennoch auch hier mein (vorläufiger) Erfahrungsbericht.

    Ich habe letztens so einen Zylinder für einen Freund überarbeitet und verbaut (Kurbelwelle 48/85--> knapp 100ccm). Der Motor läuft mitlerweile, konnte des Wetters wegen jedoch noch nicht wirklich getestet werden.

    Meines Erachtens nach ist der Zylinder gute, jedoch keine sehr gute Basis.

    Ich versuche mich mal in KONSTRUKTIVER Kritik. Ich bewerte den Zylinder als Rohzylinder. Welche BASIS bringt der Zylinder mit? Welche Möglichkeiten bietet der Zylinder Tunern als Basis?

    Positiv:
    - Optisch ein sehr schöner Zylinder
    - weil es hier angesprochen wurde: Stehbolzenbohrungen maßhaltig --> Montage war kein Problem
    - Anleitung zur Gehäusebearbeitung stimmt
    - Passung Kolben-Zylinder maßhaltig --> Zylinder ist rund, Einbauspiel 5/100 --> i.o.
    - Beschichtung macht einen guten Eindruck (optisch sowie vom fräsen her erinnert er mich sehr an den LT90Reso. Keine Ahnung ob der Hersteller bzw. Beschichter derselbe ist, möglich scheint es mir aus besagten Gründen).
    - Auslasssteg ausreichend hinterschliffen
    - Auslass- und Einlasskanal meiner Meinung nach gut dimensioniert (auf den ersten Bildern, die ich gesehen habe, hatte ich anfangs den Eindruck, dass der Auslasssteg in der Tiefe sehr kurz ist. Die Sorge hat sich dann aber nicht bestätigt. Auslass ist prinzipiell i.o.. Persönlich wäre mir ein mittelgroß dimensionierter einteiliger Hauptauslass mit großzügigen Nebenauslässen lieber. Im Grunde ist das aber Geschmackssache und nur die Meinung eines (von vielen) Tunern!)
    - Überströmerunterkante passt!

    Negativ:
    - sicherlich nur eine Kleinigkeit aber wie einige hier schon berichtet haben, bin ich auch kein Fan von besagter Brennraumform des Kopfes. Mag sein dass das funktioniert (da will ich RZT`s Expertise garnicht in Frage stellen), inwiefern diese Kontur jedoch aus fertigungstechnischer Sicht einfacher herzustellen bzw. besser reproduzierbar ist, ist mir schleierhaft. Eine kugelförmige Brennraumkontur lässt sich sowohl konventionell, als auch CNC sehr wohl (in ausreichenden Toleranzen) definiert drehen. Machen viele andere Tuner täglich.
    - die Kanalkanten sind nicht verrundet und teilweise sehr scharfkantig (hier ist meiner Meinung nach noch Nacharbeit erforderlich)
    - Zylinder ist meiner Meinung nach von den Höhen her nicht die beste Basis. Nach unten hin ist wenig Platz, weshalb der Kolben einlasseitig sehr weit gekürzt ist. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll, den Einlasskanal weiter unten einlaufen zu lassen. Mittels längerem Pleuel sollte das ja kein Problem sein. Inwiefern davon die seriennahe Optik Schaden nehmen soll, erschließt sich mir nicht. Letzten Endes geht es dabei (in der Gesamthöhe des Zylinders) um ca. 3-5mm. Die sollte man (von außen) beileibe nicht sehen.
    - der weit oben angeordneten Einlasskanal führt bei größeren Hüben dazu, dass der Kolbenring um den unteren Totpunkt über den Einlassschlitz läuft. Durch den Steg im Einlass, ist das prinzipiell erst einmal kein Problem. Wäre die Einlassoberkante aber tiefer (s.o.), wäre man (als Tuner) flexibler. Dann könnte man (bei extremeren Umbauten) auf den Einlassteg verzichten und die Vorteile eines einfachen Einlassschlitzes nutzen.
    - Von der Konstruktion mit den Fenstern in den Kanaltaschen + den seitlichen Kolbenfenstern bin ich kein wirklicher Fan. RZT wird das getestet haben, weshalb ich mir da kein Urteil erlauben mag, ohne es selbst getestet zu haben. Einen wirklich Vorteil erhoffe ich mir davon aber nicht. Füllung schafft man auch ohne diese Löcher, davon bin ich überzeugt.
    - die Spülung. Hier sehe ich die größten Defizite. Als Tuner kann man vieles Anpassen, um diese Sachen soll es mir hier deshalb nicht gehen. Ich beurteile daher nicht die Spülung selbst, sondern die Möglichkeiten, die ein Tuner in Sachen Anpassung etc. bei dem Zylinder hat. Schade finde ich, dass die A-Strömer im Außenradius unglaublich flach, nahezu 0° sind. Das ist meiner Meinung nach wenig sinnvoll bei einer 4Kanal-Spülung und leider ohne Kleben nicht anpassbar (zumal die SZ nicht so niedrig sind, dass man durch anheben der SZ die Möglichkeit bekäme, die Strömer steiler zu gestalten). Die B-Strömer hingegen fallen meiner Meinung nach deutlich zu steil aus. Am Außenradius ist das korrigierbar, weshalb ich hier kein Problem sehe. Leider ist der Innenradius (meiner Ansicht nach) zu steil In Richtung Kerze gerichtet. Der Sinn davon erschließt sich mir nicht. Ja es gibt an diesen Stellen verschiedene Philosophien und ja, der steile Innenradius mag den Vorteil mit sich bringen, Querschnitt/Volumen im recht engen B-Kanal zu schaffen. In Sachen Spülung selbst sehe ich in diesem Konzept jedoch keine Vorteile bzw. wenig Möglichkeit, eine (für mich stimmige) Spülung aufzubauen.

    Einmal editiert, zuletzt von uphill (5. März 2022 um 11:12)

  • Sorry dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Viel zu tun für die TH.

    Ich hatte den Zylinder inzwischen überarbeitet und auf dem Prüfstand und wollte das ernüchternd Ergebnis erst gar nicht präsentieren.
    Folgendes habe ich gemacht.
    Steuerzeiten auf 185/125/160 angehoben. B Strömer verbreitet.
    Auslasskanal unberührt, Esz über Einlasskanal ausgereizt.
    Verdichtung auf 12:1 erhöht. Brennraumkontur Rzt.

    Da die Eingangsmessung sehr ernüchternd war, der Zylinder leider ab sek 1 gerasselt hat und ich nicht wusste, was ich am Zylinder noch gross ändern sollte bzw um da noch 4 PS zu finden, habe ich mich dazu entschlossen, das Projekt vorschnell zu beenden und mich weiter dem Zt90n zu widmen, wenn wieder Zeit ist.

    Anbei die Leistungskurve die ich damals abgotorgrafiert hatte, mit Zt Reso und 140mm Konus. 22mm Mikuni
    Der Rw Early Performance hat auch leider gar nicht harmoniert, auch nicht am Zt90n weshalb der auch wieder veräußert wurde. Dieser hat einen sehr dünnen Krümmer, Innen 25mm an der Kalotte und geht dann langsam konisch auf. Evtl zu dünn in Kombi mit dem Doppelauslass und der recht hohen Steuerzeit.

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