S51 Unterbrecherzündung - Zündfunke während Einstellvorgang "verlorengegangen"

  • Moin zusammen,

    Das hier ist mein erster Beitrag in dem Forum und ich komme gleich mit einem wahrscheinlich schon komplett zerkauten Thema um die Ecke. Ich hoffe aber erstmal, dass ich hier in der richtigen Ecke gelandet bin :)

    Mein Name ist Tom und ich habe im Keller einmal eine KR51/1er Schwalbe stehen, die mit der Vape auch einwandfrei läuft. Dann habe ich da noch so eine S51 B1-3, die noch die Unterbrecherzündung hat, das ist mittlerweile ein ganz schönes Elektrikprojekt geworden.

    Folgende Situation an der Zündanlage meiner S51, sie hat eine 6V Unterbrecherzündung verbaut, welche ich vor einiger Zeit nochmal als Neuteil eingebaut habe, die alte war von den Kabelisolierungen schon recht unschön. Mit der neuen Grundplatte hatte ich dann erst gar keinen Funken, habe dann aber angefangen, auf Durchgang zu prüfen von Grundplatte bis zur Zündkerze mit einem Multimeter, Durchgang war vorhanden.
    Dann habe ich auf der Grundplatte mehrere Messungen vom Zündschloss zur Masse der Grundplatte durchgeführt, um defekte Lötstellen an den Spulen auszuschließen, einmal mit Kondensator ab/angeschlossen und einmal Unterbrecher geöffnet/geschlossen. Bei der Messung ohne Kondensator und Unterbrecher geschlossen habe ich dann recht große Widerstände (etwa 12 Ohm) festgestellt, anschließend die Unterbrecherkontakte angeschliffen und war bei einem Widerstandswert von etwa 9 Ohm. Zusätzlich habe ich prophylaktisch den Kondensator noch getauscht weil ich nicht wusste ob der von der zwar neuen aber aus DDR Restbeständen (so stand es bei Kleinanzeigen) stammende Anlage noch funktioniert. Long story short, als ich mit allem fertig war hatte ich auf einmal einen Zündfunken.


    Bei der weiteren Einstellung ist mir dann leider ein Malheur passiert, und zwar habe ich bei der Kontrolle ob noch ein Funken kommt wenn ich die Grundplatte verschiebe, das Polrad nur aufgeschoben und nicht verschraubt, beim ersten Kick kam noch ein Funke, danach dann nicht mehr. Und das ist leider jetzt auch wieder der aktuelle Stand, meine Frage deswegen:


    Habe ich mir mit der Aktion jetzt doch wieder was gegrillt auf der Grundplatte? Kann der Kondensator davon kaputtgehen, wenn das Polrad seine relative Lage zur Kurbelwelle während des Zündens verdreht? Wie gesagt, es war nur aufgeschoben und hat sich dann von dem Halbmond runterbewegt. Habe ich eventuell auch einfach meine Unterbrecherkontakte gekillt, sodass mir die Zündung deswegen jetzt tot vorkommt? Wie gesagt, Durchgang ist von Grundplatte bis zur Zündkerze vorhanden.

    Ich hoffe meine Ausführungen sind einigermaßen nachvollziehbar und man kann mir irgendwie helfen. Mittlerweile sind doch ein paar Stunden Arbeit da reingeflossen und bisher hab ich noch den inneren Anspruch, die alte Unterbrecherzündung zu verwenden anstelle einer Vape.

    Danke schon mal und viele Grüße

    Tom

  • Hast Du den Halbmond schon ersetzt und das Polrad wieder korrekt montiert? Sofern nichts mechanisch Schaden genommen hat, sollte da nichts kaputt gehen.

    Einmal editiert, zuletzt von oel666 (5. Januar 2026 um 18:55)

  • Der Halbmond ist davon jetzt eigentlich nicht kaputtgegangen, ich hatte den Motor auch von Hand "gekickt" deswegen hat der jetzt nicht so viel abgekriegt. Oder macht es Sinn ihn trotzdem zu tauschen? Das Polrad hatte ich danach nochmal wieder richtig montiert, da war es auch fest in seiner Position

  • Dann lass es so. Du hast da nichts kaputt gemacht.

    mach mal das Zündkabel ab und kürze beide Enden um etwa 5mm

    Schau in die Zündspule (dort wo das Kabel reingeht) und schau ob der Kontaktpin noch ganz und nicht verrrottet ist.

    Dazu noch die Kabelschuhe an der Zündspule reinige und schauen ob die richtig verbaut wurden.

    Testweise eine andere Kerze und anderen Stecker nehmen.

    Zündspule muss eine 12V sein,keine 6V

    Biete Motorinstandsetzung an.

    Bei Fragen einfach fragen :)

  • Okay erstmal herzlichen Dank euch allen, ich schau mir die ganzen Sachen am Wochenende mal an und schreibe hier dann mal was rausgekommen ist. Die Zündspule ist eine 12V, also das passt schon mal. Ich habe als ich alles zusammengebaut habe, warum auch immer das alte Zündkabel nochmal verwendet und alles andere darum quasi erneuert, das könnte es tatsächlich gut sein. Mit dem neuen Kondensator kam ja bei den ersten Versuchen ein Funken, aber vielleicht hat sich da nochmal was verschoben.

  • Moin,

    Folgender Stand bei mir, nachdem ich das Zündkabel gekürzt habe und auch die Position der Kabel am Kondensator kontrolliert habe, hatte ich wieder einen Zündfunken, allerdings hat das nicht lange gehalten, etwa 2-3 Startversuche. Dann habe ich tatsächlich noch ein anderes Kabel gefunden was ich einfach mal getauscht habe, auch hier jetzt leider dasselbe Spiel. Funke kam, Grundplatte minimal verdreht, bei neuen Startversuchen Funke wieder weg. Was kann das bedeuten? Hat meine Spule doch einen weg?

  • Fehlerbild würde passen. Aber nur weil zB der Kondensator neu ist, heißt das nicht zwingend dass er fehlerfrei ist. Wäre nicht der Erste. Womit hast Du die Kontakte vom Unterbrecher bearbeitet?

    Einmal editiert, zuletzt von oel666 (15. Januar 2026 um 18:05)

  • Die Unterbrecherkontakte hab ich mit 240er Nasschleifpapier ein paar Mal bearbeitet, feineres wäre wahrscheinlich besser gewesen. Ansonsten werde ich mich mal mit einer neuen Zündspule und Kondensatoren eindecken und sonst hier nochmal berichten.

  • Dann order am besten gleich mal auch nen neuen Unterbrecher. Die Kontaktflächen zu schleifen/feilen ist meistens ne Verschlimmbesserung und nichts langfristiges weil mehr oder weniger feine Kratzer bleiben.

    Wenn die Kiste dann mal läuft darf im Betrieb der Unterbrecher beim öffnen keinen Lichtbogen ziehen. Das killt die Kontakte.

  • Tomsen0305 ,

    ich lese hier von dir nur, das du durch verdrehen der GP versuchst den korrekten ZZP zu finden - weisst du überhaupt wie man eine U-Zündung bei diesen Modell einstellt - schau dir dazu mal die Videos die es da auf YT z.B. gibt an - so grob beschrieben - erst den Unterbrecher einstellen auf 0.4 mm max. im OT - und dann erst die Öffnung der Unterbrechers bei 1,8 vor OT

    MfG

    PS: als ich vor knapp 2Jaren mir einen s51B 1-3 zugelegt habe war das erste was ich getauscht habe die 6V U-Zündung gegen eine 12V Vape

  • Ja das Einstellen des Unterbrechers war das allererste was ich gemacht habe, mit Nachprüfen mit ner entsprechenden Messlehre. Zum Schluss hab ich das nicht mehr gemacht weil er ja eingestellt ist, so mein Gedanke. Trotz allem werde ich wenn ich wieder dabei bin nochmal prüfen, spätestens wenn ich meinen neuen Unterbrecher verbaue muss das ja sowieso.


    Abgesehen davon ist mir sehr stark bewusst, dass ne Vape besser wäre, gedanklich habe ich aus Frust auch schon mehrmals eine eingebaut, aber wie ich am Anfang schon geschrieben habe möchte ich gerne die U-Zündung drin lassen.

  • Es gibt 3 Dinge die bei der U zündung passen müssen.

    Abrissmarkierung, Unterbrecherabstand und Unterbrecher öffnungszeitpunkt (zzp)

    Man wird schnell merken das man hier Kompromisse eingehen muss, vorallem wenn man Nachbauteile verwendet.

    Ein Außenliegender Kondensator wäre auch zu empfehlen

    85/4 neu eastsideperformance :thumbup:
    [b][size=14]70/2 eastsideperformance :thumbup:
    [b][size=14]85/5M Adler tuning/esp :thumbup:

  • Erstmal muss ein brauchbarer Funke her. Dann einstellen.

    Aus welchen Grund ?

    Ich würde mal stark mutmaßen weil er schon Zeit, Geld und Hirnschmalz reingesteckt hat und das System theoretisch einsatzbereit ist. Bis auf den Fehler. Alles raus zu reißen, hunderte Euros + den Aufwand zu investieren ist doch in dem Fall Quatsch. Tomsen0305 wird schon wissen was eine Vape besser kann. Man muss wissen was man braucht/will.

  • Soo hallo nochmal, ich bin jetzt mal wieder an der S51 drangewesen. Ich habe am Anfang erstmal nur den Unterbrecher getauscht und diesen nochmal neu eingestellt, danach die Grundplattenposition auch nochmal neu verdreht. Passiert ist nicht viel, es kam kein Funken. Dann habe ich die Zündspule getauscht und seitdem habe ich wieder einen Zündfunken. Ein paar Startversuche hat es jetzt schon gehalten, der Motor lief auch kurzzeitig. Im Moment kriegt er aber glaub ich noch zu viel Sprit, die Kerze ist jedenfalls feucht und auch im Luftansaugstutzen lässt sich Sprit fühlen. Außerdem klingt es so als ob er absaufen würde, ich musste durch Gasgeben den Motor am Leben halten.

    Am Unterbrecher entstehen einzelne Funken beim Starten, ich habe gelesen, dass das normal sein soll, ist das auch wirklich so? Nicht dass ich mir den neuen Unterbrecher gleich verjackel

    Ansonsten bis hierhin schon mal vielen Dank für die ganzen Ratschläge, vor allem an oel666, ich glaube ich bin in jedem Fall weiter als vorher.:)

  • Ja eine Messuhr habe ich zum Einstellen da, ich musste den ZZP auch nochmal ein bisschen anpassen, weil er doch ein wenig "zu früh" war. Mittlerweile läuft das Moped soweit ohne dass es von selbst ausgeht und wartet auf die Saison:thumbup:

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