Genau so hab ich das aber schon überprüft. Bin Werkzeugmacher in einem Sondermaschinenbau und dort haben wir eine QS Abteilung, 20°C temperiert und mit den üblichen Messmitteln, dort hab ich mit einem Lehrring gegen gemessen. Zwischen der digitalen Mitutoyo BMS und dem Lehrring gab es auf dem Into (Messuhr mit 1/100 Teilung) keinen Unterschied.
MZA S61 "Reso" Zylinderkit. Ein Langzeittest
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Hubraumsuchti -
7. August 2013 um 23:03
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Hier wird mal wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die meisten Hobby Schrauber werden keine Einstellringe besitzen. Die Ratsche dient dazu das Aufbiegen des Bügels zu verhindern. Die Sache mit dem "leicht saugend" hat sich seit 100 Jahren bewährt. Alternativ kann man das Kolbenspiel auch aus zwei Meßergebnissen berechnen und das Zylindergrundmaß an der Meßschraube einstellen.
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Also wenn ein Hobbyschrauber sich ein Into für paar hundert Euro in den Messmittelschrank legt ist es verständlich, dass unter Umständen das Budget für ein Einstellgerät bereits aufgebraucht ist, denn das kostet weitaus mehr als der Into selber und die Endmaße benötigt man auch noch aber für einen lappigen Einstellring sollten die finanziellen Mittel noch reichen, sonst macht die gesamte Investition keinen Sinn.
Wie ermittelt man denn den Sollwert für einen Kolben, wenn er mir physisch als Vergleichswert noch gar nicht zur Verfügung steht? Hier führt kein Weg an einem belastbaren Messergebnis vorbei.
Die o.g. Aussage zur Gefühlsschraube ist falsch, der bestimmungsgemäße Gebrauch der Rutschkupplung dient der Vermeidung von Messwertverfälschungen. Die Prüfkräfte sollen gleichbleibend und reproduzierbar gehalten werden, eine Messkraft von 5-10N hat nichts mit „leicht saugend“ zu tun, das gab es auch vor 100 Jahren nicht. Eine Überlastung der Messschraube (Aufbiegen) kann durch den Schnelltrieb dennoch erfolgen, ein hundertprozentiger Schutz ist hier nicht gegeben, weil es auch nur ein Nebeneffekt der Gefühlsschraube ist aber nicht deren Hauptfunktion. Wer analog noch genauer messen möchte (Kolbenkurve u. etc.) muss zu einem Passameter greifen, hier wird die Messkraft über eine Druckfeder generiert.
Bei einer regelmäßigen Messmittelüberprüfung ist die Messkraft mittels einer Messkraft-Prüfeinrichtung zu kontrollieren, erst danach erfolgt die Kallibrierung. Wer schon einmal in der Messmittelkontrolle tätig war, dem ist das geläufig.
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Hier soll doch nur auf Hundertstel gemessen werden. Das bekommt man mit ner Bügelmesschraube und nen Innenmessgerät ausreichend gut hin, auch ohne großes Tam Tam.
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Hallo flymo,
was die Theorie betrifft hast du vollkommen recht.
ZitatWie ermittelt man denn den Sollwert für einen Kolben, wenn er mir physisch als Vergleichswert noch gar nicht zur Verfügung steht?
In einer Motorradwerkstatt wie folgt: Als erstes wird die Meßschraube mit dem beiliegenden Endstück justiert. Dann wird das Zylindergrundmaß auf der Meßschraube eingestellt und die Meßuhr am Into entsprechend genullt. Bei einem frisch gehonten Zylinder wird dann das gewünschte Kolbenspiel vom kleinsten Meßwert abgezogen.
ZitatWer analog noch genauer messen möchte (Kolbenkurve u. etc.) muss zu einem Passameter greifen, hier wird die Messkraft über eine Druckfeder generiert.
Für ein normales Meßprotokoll im Werkstattalltag reicht eine Meßschraube völlig aus. -
Du gehst von falschen Voraussetzungen aus, nur weil eine Messschraube einen Skalenteilungswert von 1/100mm hat, dass dieser Wert dann tatsächlich dem Einstellwert entspricht (Thema objektiver/ tatsächlicher Messwert). Hier spricht man von sogenannten Abweichungspannen. Wenn dann noch mit unterschiedlichen Messkräften gearbeitet wird erhöht sich der Messfehler noch weiter. Bei dem o.g. Ablauf spricht man von einem systematischen Messfehler, der nicht korrigierbar ist, weil beide Messgeräte mit unterschiedlichen Messkräften arbeiten und zu dem noch den gleichen Skalenteilungswert besitzen.
Eine Justage eines Messmittels kann nur mit einem System erfolgen welches genauer ist als das man justieren möchte. Also eine Messschraube mit einer Ablesegenauigkeit von 1/100 kann man mittels eins Endmaßes (1/1000) oder Messdornes (liegt der Messchraube bei) justieren, umgekehrt funktioniert das ganze natürlich nicht oder justiert man etwa eine Messschraube mit einer Innenmessschraube? Ebenso verhält es sich mit einem Innenmessgerät (1/100), welches sich mittels Einstellring (1/1000) genau justieren lässt, alles andere führt unweigerlich zu vermeidbaren Messfehlern, die sich noch mit Messunsicherheiten paaren.
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Zurück zum Thema!
Möge ein Mod hier mal aufräumenGesendet von meinem SM-M225FV mit Tapatalk
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Also alles jenseits von Bügelmessschraube und Innenmesschraube halt ich für nicht angemessen für den Hobbybereich. Vielleicht sind ja auch Prüflehren eine Idee, das messen ist jedes mal zum KoXXen.
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Zitat
Möge ein Mod hier mal aufräumen
Nach 287 Seiten muß auch mal ein bisschen OT sein. Bei der sogenannten Wissensdatenbank wäre aufräumen aber angebracht.
Meistens wird das Kolbenspiel bei der Motorüberholung gemessen um den Verschleiß beurteilen zu können. Dafür wird dann aber nicht das kleinste Zylindermaß herangezogen sondern das größte gemessene Zylindermaß. Bei einem Verschleißmaß von 0,1mm interessiert niemanden die 3. Stelle nach dem Komma. Alles andere ist dann für gewöhnlich ein Fall für den Zylinderschleifeier.
Wenn es darum geht den möglichst größten Kolben mit dem möglichst kleinsten Kolbenspiel einzubauen, machen zusätzliche Messmittel bestimmt Sinn. Bei Tuningzylindern mit verhältnismäßig höherer Temperaturbelastung als üblich wird ein Kolbenspiel von 0,04mm bis 0,05mm angestrebt. -
Es ging doch auch um ein neues Zylinderset, und da wurde schon objektiv 1/10 Laufspiel gemessen was sich im Nachhinein als grober Messfehler entpuppte.
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Gut, dann sollte kein neuer Post von mir kommen, bin ja Inkompetenz hoch 10

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Seid gegrüßt,
Hat jmd von euch eine Erfahrung gemacht bei dem Reso der "neueren" Generation zwecks Quetschmaß?
Habe einen da und habe die eine mitgelieferte Dichtung verbaut, keine Alu Kopfdichtung und komme auf 1,4mm Quetschmaß... Fußdichtung ist ca 0,4mm stark. Also eine 0,25mm würde es nicht auf 0,8er/1,0er Quetschmaß bringen...LG
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War bei mir ebenfalls so. Ziemlich genau 1,4 mit selben Setup wie du.
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War bei mir ebenfalls so. Ziemlich genau 1,4 mit selben Setup wie du.Okay , eigentlich gut das es bei mir kein Sonderfall ist. Anderenfalls sehr ärgerlich so ein großes Quetschmaß zu haben... Bei den "alten" Generationen hat es fast immer gepasst....
Muss man also (wenn man ein gutes Quetschmaß haben will) den ZK abdrehen? Also wie bei den LT90RESO... Dort ist das ja bekannt..
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Ungeachtet von den Steuerzeiten hab ich einfach den Kopf passend gedreht und im gleichen Zuge noch einen O Ring eingesetzt.
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Wie soll man auch die Steuerzeiten prüfen wenn es dafür keine Angaben gibt. Ich hatte vor kurzen den 90'er bestellt und der Quetschspalt lag ohne Fußdichtung auch über 1mm. Die Kannten der Überströmer lagen 2mm über den Kolbenboden im UT.
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Ungeachtet von den Steuerzeiten hab ich einfach den Kopf passend gedreht und im gleichen Zuge noch einen O Ring eingesetzt.Wenn man selbst die Möglichkeit hat.... Ich hab sie leider nicht. Der Lt60reso fährt auch ziemlich schwach. Zwischen 7000-9000 fährt es okay aber davor ist nichts los. Verbaut ist ein 16n1-11 mit 78er HD, Serienluftfilter und Aoa2,5. Mit Standard bzw Aoa1 ist es nicht viel besser als sein Standard Almot 60er .... So das Gefühl. Mit aoa2 gehts in den genannten Drehzahlen aber schön ist es nicht. Ja ich weiß es ist ein Serienvergaser und Serienluftfilter verbaut....da kommt nicht enorm viel bei Rum, aber bei ganz leichter Steigung fährt er mit 5Gang und 14/34 ne 72gps. Er wollte 85 auf der Geraden fahren wo ich vorher schon meinte das ist eher schwierig wird.
Also doch enttäuschend.Ein Reso der 1. Gen ist mit 4 Gang, Standard Auspuff etc und 15/34 sauber bis knappe 80 gefahren was hier mit kurzem Krümmer schon schwer wird
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Rainer, der Zylinder will so oder so keine Drehzahlen. Mach einen 28er Serienkrümmer dran und kürze den einfach nur um 7cm.
Ps. probiere es auch mal im 5Gang mit 13/34, ging bei mir damals besser.
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Rainer, der Zylinder will so oder so keine Drehzahlen. Mach einen 28er Serienkrümmer dran und kürze den einfach nur um 7cm.Der Besitzer hatte einen Standard Krümmer, gekürzt bis zur Bördelung, Quasi aoa1. Gefahren ist das so: untenrum tot, in der Mitte nicht viel, Obenrum tot. Mit den aoa2,5 ist Obenrum wenigstens etwas los. 14/34 finde ich bei dem 5 Gang schon sehr gut. Ausdrehen tut er ja auch. Und der Besitzer möchte ca 85 fahren. Das macht ja mit dem 14er Ritzel kaum. Also das 13er Ritzel würde das nur verschlechtern. Der Zylinder dreht mit dem 14er Ritzel ca 9000 bzw knappe 9000. Also wirklich das was er tun soll.
Ich glaube die GEN2 sind tatsächlich schlechter. Hat man mir vorher schon gesagt, aber der Besitzer und ich vertrauen nur auf das was man selbst getestet hat.LG
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Da wäre ein zt60n wahrscheinlich besser gewesen bei den Erwartungen.
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