Entstehung eines neuen 6 Gang Getriebe

  • Grüße,

    ich wurde drum gebeten, ein neues Thema zu eröffnen!
    Na klar, mach ich das doch mal.

    Ich habe, ja schon einiges im anderen Thema geschrieben.
    Bisher bin ich soweit, das ich das Getriebe vollständig (inc Abstände der Wellen) Konstruiert und ausgeglichen habe.
    Also hier nochmal:

    Übersetzung vom Getriebe:
    1- 42/14
    2- 40/16
    3- 36/20
    4- 34/22
    5- 32/24

    Mateiral der Wellen ist 42CrMo4, wird vorgedreht, dann Nitriert und am Ende Rundgeschliffen.
    Zahnradmaterial ist 16MnCr5, er hat einfach mit die beste Kernzähigkeit, außerdem kommt man sehr leicht ans Material.
    Die Lochabstände hab ich auch geändert, so werden die Zahnräder direkt "mittig" mitgenommen.
    Spezielle Ausgleichsscheiben gibt es auch mit dazu.
    Ein Kickstartetritzel muss ich auch noch Konstruieren und nach fertigen, den durch den geänderten 1 Gang, passen die nicht mehr.

    Die breite der Zahnräder ist wie folgt:
    1- 8,7mm
    2-8,7mm
    3-8mm
    4-7,7mm
    5-7,6mm

    Demnächst werde ich mal Anfangen die Wellen vor zu drehen.
    Falls weitere Fragen da sind, immer her damit :)

    Gruß Vincent

  • An ner nitrierten Abtriebswelle wär ich auch interessiert, wenn sie dimensionell der MZA Welle gleicht. Schau, dass du den Einstich für SiRi am 1. Gang in der richtigen Breite machst, das ist bei den MZA Wellen ja ne Katastrophe. Kann den Sicherungsring bald 1,5mm hin und herschieben. Ich würd die Abtriebswelle anschließend noch phospatieren. Das minimiert die Reibung und Fressneigung der Losräder auf der Welle ungemein. Unsere Differentialbolzen werden carbonitriert und anschl. phosphatiert.

    Ich hab folgende Radbreiten realisiert:

    1.Gg 9,4
    2.Gg 9,3
    3.Gg 7,8
    4.Gg 7,8
    5.Gg 7,8

    Gruß Michael

    Simson S70E, G85+, Stock85
    Simson S70, LT90Reso

    Simson S51E Stino
    MZ ES250/2 Bj.68 5GG 275ccm
    Stihl 08S 56ccm 3,4PS
    Werus ES35 C

    Farymann Typ D

    Meine drei Buben heißen alle Fritz, außer der Karl, der heißt Schorsch.

  • Hallo!

    Jo, beides feine Projekte und definitiv sinnvoll. Bei der Ritzelbreite ist wie man sieht noch richtig Luft für Verbreiterungen. Der kleine "Nachteil": Je breiter die Ritzel sind (bzw je schmaler die Zwischenscheiben) desto genauer müssen die Getriebewellen untereinander und im Gehäuse ausgemittelt werden. Gerade bei Getrieben die einzeln an Kunden ausgeliefert werden muss man da höllisch aufpassen dass nix schiefgeht.

    MfG RZT

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  • Ja der axiale Abstand zwischen Losräder und Festräder der nebenan liegenden Radpaare wird da verdammt eng. Das war auch der Grund, warum ich den Siri am 1. Gang samt Lager mit Loctide hochfest auf die Welle geklebt hab. Schön isses nicht, funktioniert aber.

    Mal paar Pics zu den Rädern:

    Vorderseite:
    [ATTACH=CONFIG]13961[/ATTACH]

    Rückseite:
    [ATTACH=CONFIG]13962[/ATTACH]

    Rücknahme der Nabe zum Sicherungsring 1. Gg:
    [ATTACH=CONFIG]13963[/ATTACH]


    Abtriebswelle + Räder 3 - 5:
    [ATTACH=CONFIG]13964[/ATTACH]

    Man beachte die kleine Freßspur am Sitz 1. Gg.

    Laufleistung ca 5.000km.

  • Also falls es eine Version geben sollte mit einem kürzeren ersten Gang, ergo dem langen aus Suhl oder wie bei Ronge noch ein bissel kürzer würde ich direkt eins kaufen, wenn es dann endlich hällt :thumbup:

    Firma: Motoren Service Maul

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  • Hallo!

    Meine Meinung zu der langen Übersetzung des 1. Ganges kennst du ja auch. Soll keine Kritik sein, aber bei der Art und Weise wie du das fertigst wäre es für Dich nur ein kleiner Mehraufwand von der Kupplungswelle noch eine 12-Zahn-Version zu machen und dann hättest du ein perfektes Getriebe für Rennmotoren und eins für Alltagsmotoren.

    Mfg RZT

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  • Vinni was hat dich nochmal dazu gebracht den ersten so lang zu machen?

    Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne. :)

  • Hallo!

    Na für Rennmopeds ist das schon gut so denn so kann man den ersten Gang aktiv auf der Strecke nutzen, nur für die Alltagskunden passt es halt nicht so gut (und von denen gibts nunmal viel mehr).

    Mfg RZT

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  • Zitat von Mr.Eyeballz;2862788

    An ner nitrierten Abtriebswelle wär ich auch interessiert, wenn sie dimensionell der MZA Welle gleicht.

    Wird sie nicht, wenn man die Kugeln mittig laufen lassen will und die Zahnräder unterschiedliche Breiten haben.

    Zitat von Mr.Eyeballz;2862788

    Ich hab folgende Radbreiten realisiert:

    1.Gg 9,4
    2.Gg 9,3
    3.Gg 7,8
    4.Gg 7,8
    5.Gg 7,8

    Gruß Michael

    Was mich zur nächsten Frage bringt: Bei dir laufen die Kugeln aber nicht mittig!?

    Hab mein 5Gang, bei dem die ersten drei Losräder auch breiter sind, extra darauf ausgelegt, dass die Losräder mittig über den Kugelbohrungen laufen!

  • Hier mal der Übersetzungsvergleich.
    Original "mittleres 5-Gang": 10/44, 16/40, 19/36, 22/34, 24/32
    [ATTACH=CONFIG]13988[/ATTACH]:right: zu kurzer 1. Gang

    Vinni: 14/42, 16/40, 20/36, 22/34, 24/32
    [ATTACH=CONFIG]13989[/ATTACH]:right: 1. und 3. zu lang

    mein Vorschlag: 12/42, 16/40, 19/36, 22/34, 24/32
    [ATTACH=CONFIG]13990[/ATTACH]:right: alle Gänge mit schön ausgeglichenem Anschluß


    Zur Auslegung der Ritzelbreite:
    Könnte man sich nicht an den Normalkräften der Zahnflanken orientieren? Das würde bedeuten, daß bei gleichem Modul das Kupplungswellen-Ritzel des 1. Gangs doppelt soviel abhalten können muß wie das des 5. Gangs, d.h. die Ritzel des 5. Gangs müßten nur halb so breit sein wie die vom 1. Gang. Aber das wäre sicher übertrieben und schlecht realisierbar.

    R.I.P. Flori

  • Zitat von MS50Fahrer;2862873

    Wird sie nicht, wenn man die Kugeln mittig laufen lassen will und die Zahnräder unterschiedliche Breiten haben.


    Was mich zur nächsten Frage bringt: Bei dir laufen die Kugeln aber nicht mittig!?

    Hab mein 5Gang, bei dem die ersten drei Losräder auch breiter sind, extra darauf ausgelegt, dass die Losräder mittig über den Kugelbohrungen laufen!

    Die laufen mittiger als mittig :)
    Das Abdrehen des Plananlagenbunds machts möglich. Hab keine Scheiben von 1 -3 Gg.

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    Farymann Typ D

    Meine drei Buben heißen alle Fritz, außer der Karl, der heißt Schorsch.

  • Das klappt. Die Relativgeschwindigkeit und Kräfte zwischen den Rädern sind da so gering... Kenne 400Nm-Getriebe mit Schrägverzahnung, dort gibts auch keine Scheiben zwischen Rad und Plananlage.. Hab den 2. rumgedreht, dass zwischen 1-2 und 2-3 jeweils ne Schmiernut bleibt.

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  • Hallo!

    Übertrieben wäre das definitiv nicht denn es kommt noch der Umstand dazu dass in den unteren Gängen nur jeweils 1-2 Zähne im Eingriff miteinander stehen, in den höheren Gängen aber aufgrund des größeren Durchmessers jeweils 2-3 Zähne, die Kräfte also aufgeteilt werden.

    MfG RZT

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  • Grüße,

    das Getriebe hat einen ganz anderen Einsatzort wie ihr alle vermutet.
    Ich konstruiere das Getriebe auf Große Hubräume und nicht für 60ccm.
    Das Getriebe soll Einsatz ab 85ccm finden, eher noch darüber. Z.b ZT95 oder von RZT die ganzen 100er Motoren.
    Für die Private Abteilung 130er ++
    Die Übersetzung finde ich so am besten gewählt und am Einfachsten herzustellen, ohne dabei auf die Zahngeometrie Einfluss zu nehmen.

    Dazu kommt wie schon mal gesagt, ich wirke gegen das Ruppige anfahren einiger gleichzeitig mit entgegen, durch den langen ersten Gang.

    Warten wir einfach mal die Testphasen der Prototypen ab, danach kann man immer noch ändern!

    Gruß Vincent

  • Wenn de wirklich was für die "private Abteilung 130er++" machen willst, kannst de dich mal zwecks Übersetzung an mich wenden.

    Ein 85er und ein 130er++ sind schon unterschiedlich, wenn es um die Gangsprünge geht ;)

  • Das Getriebe wäre, wenn du ein paar davon bauen solltest, sicherlich für meinen Rennmotor interessant ;)

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