Zylinderkopf mit Dichtring, wer hats schonmal gemacht?

  • Ich hab mal die Suche gequält und denke es interessiert auch andere hier außer mir :)
    Die Frage ist welche Art und Größe man von einem Dichtring bei verschiedenen Hubraum Arten einsetzen / einarbeiten kann.

    Es würde sich eine Tabelle oder ein Anbieter der Leistung bestimmt für je nach Connections ein Austausch interessieren.

    Persönlich spricht mich die Lösung nachdem sie hier öfters genannt worden ist mehr als eine Alu Dichtung an.
    Da es ja für um die 20€ gut gearbeitete Standart Köpfe made in Germany gibt kann man ja beim Maschinenbau um die Ecke sich den Einstich schnell setzen lassen :thumbup:

    Der Dichtbund des standard DDR 50er ist ja geschliffen und hat einen Innendurchmesser bis 39,50mm.
    Der Außendruchmesser ist bei 51,7 freihand.
    So könnte man einen 48x1 Dichtring einarbeiten oder sollte man doch etwas kleiner gehen damit der Spalt nicht weit außen sitzt?

    La le lu, nur der Mann im Mond hört zu ;)

  • Umsetzbar isses, nur wozu?

    Wenn alles Plan ist und korrekt angezogen wird isses auch dicht

    Gesendet von meiner Doosan Lynx 220 LSY mit Sinumerik 828D

  • Ich bearbeite und spiele gerne mit dem Setup der Zylinder, ein Dichtring macht da vieles einfacher.
    Wird ja auch im Automobilsektor gerne nachgerüstet.

    Haben will ^^"

    La le lu, nur der Mann im Mond hört zu ;)

  • Die Frage ist, was passiert mit der Wärmeübertragung von Zylinder zu Kopf.
    Durch das einbringen der Nut auf der Dichtfläche, wird dieser ja schlechter, da weniger Fläche vorhanden.
    Ich würde den Ring, sofern möglich, neben die eigentliche Dichtfläche setzen.


  • Umsetzbar isses, nur wozu?

    Wenn alles Plan ist und korrekt angezogen wird isses auch dicht

    Gesendet von meiner Doosan Lynx 220 LSY mit Sinumerik 828D

    Mein hunderter in der Schwalbe wurde von Rzt gemacht. Mit neuem Zylinder und Kopf. Ich gehe auch davon aus, dass die Schrauben am Kopf mit dem entsprechenden Drehmoment in der richtigen Reihenfolge angezogen wurden. Und trotzdem sabbert der Kopf bereits nach 1500 km ordentlich heraus. Und das meines erachtens nach auch nicht gerade unerheblich wenig.

    Wie bereits bei Polle im Thread erwähnt, haben wir dies früher bei unseren Mofa Rennmotoren gemacht, auch weil dort der Zylinder ständig demontiert werden musste.

    Da ich dies mittlerweile nicht mehr selber realisieren kann, hätte ich auch großes Interesse dass jemand sowas vielleicht als Dienstleistung für Simsonköpfe anbietet :)


  • Die Frage ist, was passiert mit der Wärmeübertragung von Zylinder zu Kopf.
    Durch das einbringen der Nut auf der Dichtfläche, wird dieser ja schlechter, da weniger Fläche vorhanden.

    Ich finde eine Wärmeentkopplung zwischen Kopf und Zylinder gar nicht schlecht. :idea:
    Weniger Wärmeübertragung vom Kopf auf Zylinder, hält den Kühlkörper kühler und stabiler.

    Wer IFA fährt, fährt nie verkehrt.

  • Ich finde eine Wärmeentkopplung zwischen Kopf und Zylinder gar nicht schlecht. :idea:
    Weniger Wärmeübertragung vom Kopf auf Zylinder, hält den Kühlkörper kühler und stabiler.

    Mir stellt sich allerdings die Frage: Ist es nicht sinnvoller ist, die Wärme gleichmäßig auf Kopf und Zylinder zu verteilen? Oder wirklich "trennen"?

  • Mir stellt sich allerdings die Frage: Ist es nicht sinnvoller ist, die Wärme gleichmäßig auf Kopf und Zylinder zu verteilen? Oder wirklich "trennen"?

    Ich verstehe den Gedankengang von Mopedgarage und denke auch das es durchaus sinnvoll wäre Kopf und Zylinder zu entkoppeln. Jeodch entsteht die entkopplung garantiert nicht durch das einsetzen eines O-Dichtringes. Schließelich sitzt der Kopf nicht auf dem Gummiring auf sondern drückt diesen nur in seine Nut. Nichts desto trotz berührt die restliche Dichtfläche des Kopfes die des Zylinders.

    Ich kann mich nur widerholen: wir haben dies in 24h Mofacrossrennen gefahren und das mit 50ccm Motoren mit über 10 Ps und einer durchschnittsgeschwindigkeit von ~25 km/h bei gleichzeitigem Volllast. Da kam es nie zu Temperaturproblemen oder erhöhter Wärmeübertragung auf den Zylinder. Zumindets nicht so dass es sich negativ ausgewirkt hat.

  • In der Literatur (Bönsch) liest man das ca. 3/4 der Gesamthitze im Zylinderkopf entsteht.
    Die Reibungsenergie vom Kolben/Kolbenringe hat nur einen geringen Anteil.

    Trennt man Kopf und Zylinder thermisch (falls es denn technisch überhaupt geht),
    so bleibt der Zylinder kühler oder besser gesagt: Er erwärmt sich langsamer.

    Der Kopf allerdings hätte effektiv weniger Kühlfläche.
    (da er ja nicht mehr mit dem Zylinder verbunden wäre). Um hier die Hitze ausreichend rauszubekommen, müsste der Kopf größer dimensiert werden. Siehe Fächerkopf.

    Wer IFA fährt, fährt nie verkehrt.

  • Die Frage mit der Hitze hab ich mir natürlich auch gestellt beim 110er..
    Einerseits sollen ja die ganzen 110er mit abgeplatzter Beschichtung durch zu festes Anziehen des Kopfes kommen.Ich dachte da noch dran, dass vielleicht auch die Hitze überm Auslass der Grund sein könnte.Beide Probleme werden durch den Ring (weitestgehend) gelöst und im Praxisbetrieb hats bisher gehalten, trotz (anfangs) geringem Quetschmaß und total verstellter Zündung.
    Werde ich bei besonderen Projekten und wo es nicht auf jeden Cent ankommt, wieder so umsetzen

    RMBOrcng

  • na denn...
    Vielleicht an nem 50er oder 60er testen, da ja dort die Dichtflläche und Buchsenbund breiter ist.Dann brauchst du statt Kopf tauschen nur den Ring rausnehmen.
    Der Ring im 110er is aus FPM75 und macht MINDESTENS 200° mit.IdR etwas mehr laut Verkäufer.

    RMBOrcng


  • na denn...
    Vielleicht an nem 50er oder 60er testen, da ja dort die Dichtflläche und Buchsenbund breiter ist.Dann brauchst du statt Kopf tauschen nur den Ring rausnehmen.
    Der Ring im 110er is aus FPM75 und macht MINDESTENS 200° mit.IdR etwas mehr laut Verkäufer.

    Danke für die Tipps, Ringe sind bestellt in 45x1,5 und der Plan ist fast schon bei meinem Dreher des vertrauens.
    Hoffentlich macht der keinen Murks :)

    La le lu, nur der Mann im Mond hört zu ;)

  • Ich hab da hohe Ansprüche, ich hab hier drei Köpfe, einmal soll die Quetschkante 0,2 mm, 0,4mm und 0,6mm abgedreht und der Einstich für den Dichtring erfolgen.
    Hintergrund ist einfach die Möglichkeit kurzfristig ein Zylinderkit zu testen und oder mit der Quetschkante spielen zu können.

    Bei dem 70er ist schon wieder das Problem mit einer 50mm Buchse den dünnen Dichtbund oben.
    Da könnte man höchstens einen Dichtring mit 48x1,5 einbringen und hätte nurnoch wenig Ansitzfläche des Alus.
    Abdichten wird es bestimmt auch, nur nach einer gewissen Zeit nicht mehr so toll aussehen.

    La le lu, nur der Mann im Mond hört zu ;)

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