Projekt S151 Touring

  • Glückwunsch zum erfolgreichen Erstlauf. Für mich ist es sehr beeindruckend zu sehen das eine Neuentwicklung direkt eine solche Kurve zaubern kann.

    Über 12PS am Rad bei 5000 1/min das ist ne Ansage und zeigt das Potential.

    Das dies Alles erreicht wurde in einer so unauffäligen und seriennahen Optik rundet das Paket ab.

    Genug Süßholz geraspelt, Danke für die detaillierten Einblicke und weiterhin Gutes Gelingen.

  • Das fährt sich bestimmt mega. Schade das es sowas nicht mal als Serienzylinder zu kaufen gibt. Irgendwas mit Minimum 130ccm in annähernd seriennaher Optik was wirklich Leistung aus dem Keller hat.

  • Sehr schön! Jetzt noch die gestrahlte Oberfläche etwas kosmetisch nachbehandeln, damit sie nicht so hell und ultrastumpf ist. Dann siehts wirklich fast aus wie orig und ist nicht so extrem schmutzanfällig ;):thumbup:

  • Kleines Update zum Schwesterzylinder. 2 Zylinder sind mitlerweile fertig bearbeitet und gehen nun zum Beschichten.

    Einmal als 100M mit 50mm Bohrung und 50mm Hub und einmal als 110M mit 53mm Bohrung und 50mm Hub. Die Fotos zeigen den Zylinder mit 53mm Bohrung.

  • Toll, was möglich ist! Hut ab!

    In Zeiten, in denen Titan-Auspuffanlagen für vierstellige Beträge gekauft werden, finden sich garantiert auch "Verrückte", die für einen gedruckten Zylinder eine Menge Geld ausgeben würden.

    Wer IFA fährt, fährt nie verkehrt.

  • Den Hufu in Serienoptik würde ich sofort kaufen. Knackpunkt ist nach wie vor ein Auspuff der nicht sofort optisch ins Auge sticht und trotzdem ordentlich Spaß macht. Den gibt's halt noch nicht für 100ccm +.

  • Es gibt ein paar wenige, die Rohlinge von 150er und 100M erworben haben. Namen nenne ich aus Datenschutzgründen nicht. Wenn es jemand gibt, der den Stand seines eigenen Projektes mit den Zylindern hier teilen möchte, kann das gerne tun.

  • Wahrscheinlich bekomme ich keine Antwort, aber fragen kostet ja nichts: Mich würde mal interessieren, wer diese Zylinder beschichtet. Hintergrund: mein Eigengusszyl. wurde (auch) nicht ge-hip-t (hot isostatic pressing) vor der Aushärtwärmebehandlung. Man sieht an den vielen Mikrolunkern oben, dass es hier nach dem Guss auch nicht passiert ist.

    Ich dachte damals -> ist auch gar nicht nötig und die Beschichtung hält vielleicht sogar besser durch eine Art „Einrasteffekt“, genauso wie das Öl. Pustekuchen. Aufgrund der Mirkolunker musste mein Zyl. ein zweites Mal beschichtet werden, was dann zwar letztlich auch qualitativ i.O. war, aber eben recht teuer insgesamt und ärgerlich. Zumal Versuch 2. Revaltec France fast die doppelte Summe aufruft im Vergleich zu Mitbewerb.


    Edit möchte gern noch zeigen was sie genau meint:

    Beschichtung Nummer 1, ausgeführt via namhaft, selbstbewußtem Anbieter aus Bruchsal (die Gründe für den Ausfall sind inzwischen besser verstanden, aber ohne hipen nicht abstellbar):

    Beschichtung Nummer zwei mit Ätzung vorab (nicht perfekt, brauchbar):



    Sah nach dem Bohren exakt aus wie weiter oben - daher die Frage. Professionelle Anbieter werden diese Fragestellung kennen. Ich weiß, dass es hier mehr um Werbung und dem Aufzeigen von Technologie und Fähigkeiten geht. Dennoch meine Frage auch als Hinweis für jene Mitmenschen, denen dieser Arbeitsschritt am Rohling auch noch bevorsteht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Scharlachdorn (23. Januar 2026 um 15:57)

  • Vorab: Um Werbung geht es mir hier Nicht, sondern darum die Szene mit Impressionen meiner Basteleien zu bereichern.

    Die Oberfläche der Gussrohlinge stellt bei unserem Beschichter keinerlei Probleme dar, weder mit Blick auf den Prozess, noch mit Blick auf Haltbarkeit u.s.w.. Schon sehr oft gemacht und nie Probleme damit gehabt.

  • Wahrscheinlich bekomme ich keine Antwort, aber fragen kostet ja nichts: Mich würde mal interessieren, wer diese Zylinder beschichtet. Hintergrund: mein Eigengusszyl. wurde (auch) nicht ge-hip-t (hot isostatic pressing) vor der Aushärtwärmebehandlung. Man sieht an den vielen Mikrolunkern oben, dass es hier nach dem Guss auch nicht passiert ist.

    Ich dachte damals -> ist auch gar nicht nötig und die Beschichtung hält vielleicht sogar besser durch eine Art „Einrasteffekt“, genauso wie das Öl. Pustekuchen. Aufgrund der Mirkolunker musste mein Zyl. ein zweites Mal beschichtet werden, was dann zwar letztlich auch qualitativ i.O. war, aber eben recht teuer insgesamt und ärgerlich. Zumal Versuch 2. Revaltec France fast die doppelte Summe aufruft im Vergleich zu Mitbewerb.


    Sah nach dem Bohren exakt aus wie weiter oben - daher die Frage. Professionelle Anbieter werden diese Fragestellung kennen. Ich weiß, dass es hier mehr um Werbung und dem Aufzeigen von Technologie und Fähigkeiten geht. Dennoch meine Frage auch als Hinweis für jene Mitmenschen, denen dieser Arbeitsschritt am Rohling auch noch bevorsteht.

    Diese Einschlüsse kommen von deiner Gussauslegung. Wenn das dort solche Fehlstellen gibt, stimmt was mit deinem Steiger nicht, oder dort ist zu viel Material... auf jeden Fall lassen sich solche Fehler vermeiden. Das ganze mit der Beschichtung zu überkleistern halte ich für problematisch. Hoffentlich hälts.

    uphill Ich hab in der Gießerei deine Zylinder liegen sehen- schon lustig, dass scheinbar alle aus er Szene die selbe Firma nutzen8)

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten! :)

  • Diese Einschlüsse kommen von deiner Gussauslegung. Wenn das dort solche Fehlstellen gibt, stimmt was mit deinem Steiger nicht, oder dort ist zu viel Material... auf jeden Fall lassen sich solche Fehler vermeiden. Das ganze mit der Beschichtung zu überkleistern halte ich für problematisch. Hoffentlich hälts.

    Ja, Teufel! Der lausige Dilettant vermurxt die Gussauslegung und dann kriegt er noch nicht mal seinen verdammten Steiger in den Griff!? Gott, hätte ich doch bloß vorher gefragt. Denn das scheint gerade hier in der wohlwollend hilfsbereiten, mit Detailknow-how grundsätzlich nie sparsam um sich werfenden jungen Tuning-Szene das Mittel der Wahl, wenn man mal nicht mehr weiter weiss 😂.


    Nein, quatsch. Ich verrate mal ein, zwei Geheimnisse. Ich hatte also einmalig einen 2T Zylinder hingemalt in CAD (und werde solch Zeit- und nachgeordnete Geldverbrennung wohl nicht wiederholen) und war durchaus recht froh, dass sich eine schwäbische Feingussfirma, die sonst Prototypen für Andreas Stihl oder Porsche fertigt, sich mit Einzelstücken eines Hobbybastlers überhaupt beschäftigen möchte. Diese Beschäftigung beinhaltete die „Durchsicht“ des Modells auf Abgussfähigkeit und dem ausdrücklichen Hinweis vorab, dass interne Feinstporen häufig auftreten und - von den großen Firmen stets beauftragt - durch hipen (teuer) zweifelsfrei beseitigt werden. Dazu sollte pauschal 0,2% zusätzlich zum Schwindaufschlag hochskaliert werden. Man gibt also dort lediglich ein CAD-Modell oder PLA 3D-Druckteil (ohne über jegliche Gusstechnik nachdenken zu müssen) ab und überlässt den Rest komplett dem Feingussmeister. Ich bin sicher, dass viele Herrschaften, die ähnliches vorhaben mit Kusshand auch diesen (komfortablen) Weg gehen würden, zumal Oberflächenqualitäten erreicht werden, wo der Papst von träumt und in diesem Falle paradoxerweise auch noch deutlich günstiger (ohne hipen auf Einzelteilbasis) als bei den Profis aus Großschirma. Denn mit diesen hätte ich gern zusammengearbeitet. Allerdings sieht die dort bestmöglich erreichbare Oberfläche einfach mal komplett Verdauungsrückstand aus, wenn man sichtseitig annähernd ein kokillengussartiges Erscheinungsbild wünscht. Sicher OK für geile Prototypen oder unter der Motorhaube, Ausschlusskriterium einst für mich, auch trotz offenbar (meist) völliger Feinstporenfreiheit ohne Zusatzprozessierung.

  • Ja, Teufel! Der lausige Dilettant vermurxt die Gussauslegung und dann kriegt er noch nicht mal seinen verdammten Steiger in den Griff!? Gott, hätte ich doch bloß vorher gefragt. Denn das scheint gerade hier in der wohlwollend hilfsbereiten, mit Detailknow-how grundsätzlich nie sparsam um sich werfenden jungen Tuning-Szene das Mittel der Wahl, wenn man mal nicht mehr weiter weiss 😂.

    Ganz ruhig. Ich hab dich nicht angegriffen. Vielleicht denkst du ja nochmal drüber nach. Meine Trabantzylinder sind in einer ähnlichen Größenordnung und haben dort nicht so einen Schwamm. Klar musst du dich bei der Firma evtl. nicht um den Einguss und Steiger kümmern, aber man sieht ja die Ergebnisse. Vielleicht kannst du dort konstruktiv etwas ändern- ich hatte dir den Hinweis mit dem vielen Material an der Stelle ja schon gegeben. Vielleicht muss man dort auch Kühlstellen anbringen- Die Bohrung spindelst du ja sowieso nochmal durch. Eine zweite Meinung kann bei sowas manchmal nicht schaden. Ich denke man kommt bei so einem Gussteil auch ohne Hightec Gussverfahren aus- andere schaffen das ja auch.

    Zu der Oberfläche: Mir persöhnlich gefällt die Sandgussoberfläche. Kokillenguss sieht nach "Massenware" aus. Außerdem erreicht man eine bessere Kühlwirkung- aber kann ja jeder selber entscheiden. Wenn man das will, kann man solche Formen übrigens auch beschichten lassen- dann werden die Oberflächen deutlich feiner. Vielleicht redest du nochmal mit deinem Feingussmeister und überarbeitest dein Modell nochmal.

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten! :)

  • uphill Ich hab in der Gießerei deine Zylinder liegen sehen- schon lustig, dass scheinbar alle aus er Szene die selbe Firma nutzen8)

    Das ist lustig. Alle Wege führen nach Rom.

    Scharlachdorn Ich hatte es oben ja schon gesagt. Dein Problem mit dem Beschichten der Gussoberflächen hatte ich noch nie, und wir haben schon viele Prototypen in dieser Art und Weise gefertigt und bei verschiedenen Beschichtern beschichten lassen. Das funktioniert einwandfrei.

    Mag sein dass dir die Sandgussoberfläche nicht gefällt. Hier mögen die Meinungen auseinander gehen. Mir persönlich geht es aber wie nu!, dass ich diese Oberfläche eigentlich für ziemlich stimmig zum Gesamtbild halte.

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