Entstehung eines neuen 6 Gang Getriebe

  • Zitat von RenaeRacer

    Also ich habe wie angekündigt die von allen Seiten nadelgelagerte Schaltwalze trocken im Stand durchgeschalten und bereits dort ist ein merklicher Unterschied zu spüren.
    Wer sich was unter "knackig" vorstellen kann, weiß was ich meine.
    Auf jeden Fall sehr genaue Schaltpunkte.

    Um der mysteriösen Schaltwalze mal ein Gesicht zu geben, hier die Bilder:
    Die Schaltwalze passt so allerdings nicht auf den Serienbolzen.

  • lecker

    Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne. :)

  • Ich hab es gelesen :D Klar...der Projektbeginn war Feb. 2015 und bisher ist das Projekt nur wenig voran geschritten. Ich habe aber viel Fachwissen in diesem Thread gelesen und schon deswegen hat er seine Daseinsberechtigung. Was nun aus seinem Projekt wird, ist doch Wurst...nadelgelagerte Schaltwalze ist doch was feines...nachbauen und erfreuen! Zu Keo...seine Projekte find ich auch interessant, auch wenn es an der perfekten Umsetzung vielleicht noch Verbesserung gibt. Wir haben doch auch so angefangen ;)

    Einmal editiert, zuletzt von ZxMadX (3. Mai 2016 um 20:24)

  • Grüße,

    ich habe Morgen meine Distanzscheiben für die Getriebe.
    Da ich nur 1 Moped habe und den Motor nicht spalten möchte, würde ich das Forum bitten, mich bei den Haltbarkeitstest´s zu Unterstützen.
    Die Scheiben sind Nitriert und haben eine Härte von ca 72HRC.
    Ich würde die Distanzscheiben, kostenlos zur Verfügung stellen! Es handelt sich hierbei um 5x0,5 ; 1x1 und 1x0,8mm (32x24,1x0,5 ; 32x24,1x1 ; 32x20,1x0,8)
    So könnten die Verrückten unter euch, sich ein 5 Gang Getriebe zusammenstecken mit fast Serienbreite der DDR-Zahnräder (8,3mm pro Zahnrad 1-5 oder individuelle Anpassung nach eigenem ermessen)

    Wer das Testen übernehmen möchte, meldet sich einfach!

    Gruß Vincent

    5 Mal editiert, zuletzt von Vinni1993 (12. Mai 2016 um 15:14)

  • Also die Distanzscheiben zwischen den Zahnrädern die es zu kaufen gibt, sind alle durch die bank weg weich.
    Habe bei akf, Ostoase und langtuning bestellt zum probieren.
    Auch die ddr scheiben sind hier nur minimal härter.

    Lediglich Rico (Ronge Motorsport ) seine scheiben sind hart.

    Ich habe es lediglich mit der feile getestet und keine härte gemessen.

    Aber wenn ein ddr getriebe so lange hält ist es anscheinend nicht zwingend nötig das die scheiben so hart sind.
    Und wenn selbst lt nichts gehärtetes verbaut scheint es auch so sicher zu funktionieren.

    Was allerdings passiert wenn die scheiben zu weich sind hat man ja vor nicht allzu langer Zeit an dem zt tuning getriebe gesehen.


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    S51 Rennmoped :evil:
    Marzocchi, R.O.X Gabelbrücke, 280er SB vorn
    + SB hinten, Kastenschwinge, Koso und dieses Jahr neuer Renn-Motor

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  • ...ich mache ganz einfach den Biegetest.Kehrt eine Scheibe nach dem vorsichtigen Biegen in seine Ausgangsposition zurück ,liegt eine bestimmte Härte vor.Die Ausgleichscheibe an der Losradwelle zum 1.Gang im ZT -Getriebe hatte ich wie ein Stück Pappe verbiegen können ,die blieb auch so und der Seegering hatte sich bereits dort eingearbeitet.Nun tut seitdem eine DDR-Scheibe schon 2000km ihren treuen Dienst...

    ...man ist so alt ,wie man sich fühlt ...


  • Grüße,

    die Aussage ist so nicht richtig.
    Bei mir liegt ein MZA Getriebe, mit gehärteten Scheiben.
    Die DDR-Ausgleichsscheiben, sind mit ca 60HRC gemessen worden von einem Arbeitskollegen.
    Womöglich hast du einfach Pech gehabt.

    Ich hatte mich damals an Rico gewendet, daraus ist ja nichts geworden.
    Aber das ist jetzt auch Nebensache.
    Hab heute ja meine Laserteile abgeholt.
    Schaltwalze ist nun komplett. Stifte, Schaltkonsole und Gleitbuchse.


    Nur noch den 6H7 Stift rein, dann mal anpunkten und fertig :)
    Scheiben hole ich jetzt ab. Foto kommt später!

    Nebenbei muss ich auch noch einen Auspuff für unseren Golf 4 R32 bauen...
    Die Auspufflehre haben wir heute auch erst einmal zusammengebaut!


    Gruß Vincent

  • 72 kann man HRC garnicht mehr messen.
    (Ich weiß du hast Vickers gemessen)
    So harte dünne Scheiben da rein zu machen ist absolut sinnlos.
    Viel Spaß wenn die brechen.

    Mit der Feile kratzt man so bis maximal 50-55hrc an
    60hrc kann ein gutes japanisches Küchenmesser haben
    Ein stanzwerkzeug hat Schneidelemente mit 58-65 HRC
    Randschicht von Zahnrädern 50-60
    Geht auch weniger jeh nach Einsatz
    Einfachster baustahl hat gemessen 0
    Dafür nimmt man eine andere Methode weil es zu weich ist.
    Nur mal als Vergleich für die, die damit nix zu tun haben

    RGS Motorsport

  • Wenns klappt mess ich die härte nächste Woche mal nach von den verschiedenen scheiben die ich noch da habe.

    Aber die scheiben Glashart zu machen erschließt sich mir nicht.


    Und dies soll kein schlecht gerede von deinen Projekt hier sein.
    Dafür absoluten Respekt und Hochachtung wie viel Arbeit und Energie du hier investierst.

    Nur bin ich bei manchen Details etwas skeptisch.

    Trotz alledem hoffe ich das dein Projekt am ende mit Erfolg und langer Lebensdauer gekrönt wird.

    Mfg


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  • Nitrieren ist ein Randschichthärteverfahren.
    Die Schicht, ist gerade 0.1mm tief. Der Kern weich.
    Splittern/brechen tun die Scheiben also nicht.
    Ich möchte das jetzt erstmal so probieren, da die Scheiben ja gelasert sind, bekomm ich nur das 1.4301 oder halt Baustahl.
    Hält es nicht, kann ich immer noch aus anderen Material welche anfertigen.

    Bisher haben sich 2 Tester gefunden.
    Einen hätte ich noch gerne :)

  • Kannst du beim nitrieren angeben wie tief du gehärtet haben willst ?

    Bei uns auf arbeit sind die teile nach dem gasnitrieren ca 3-4 zehntel gehärtet.


    Mfg

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  • Grüße,

    hier geht es dann auch langsam weiter. :cheers:

    Zwischenzeitlich kam mein Teilapparat.


    Von da an ging es dann auch weiter mit dem Bohren der Wellen.
    Jeweils alle 120° wird zuerst Zentriert.
    Die Schaltkugelbohrungen sind jeweils um 60° versetzt zu einander gebohrt.


    Wenn man einmal herum ist mit dem Zentrierbohrer, wird vorgebohrt.


    Nur noch Endmaß bohren und fertig.
    Das ganze wiederholt sich dann bis man bis hinten ist.

    Um die Positionen exakt und 1/100 genau anfahren zu können, habe ich mir eine Messuhr besorgt, die ausreichend Zustellweg besitzt.


    Die setzt man dann einfach an den Frästisch und stellt somit ganz einfach zu, wenn man sich dann nicht beim Zählen vermacht. :oops:


    Am Ende setzt man dann noch die kleinen 4mm Kugelbohrungen.

    Ich habe hier bewusst auf Reibahlen verzichtet!
    Durch das anschließende Einsatzhärten, werden die Bohrungen minimal kleiner, deshalb reicht hier ein normaler Bohrer (gut geschliffen vorrausgesetzt)


    Es gab bis dahin viele Fehlschläge!
    Insgesamt habe ich 4 Losradwellen anfertigen müssen. 3 Stück waren für die Mülltonne. :D
    Mein Fertigungsverfahren vom Rohteil bis zum fertigen Werkstück, habe ich bis dahin auch immer wieder angepasst und optimiert.
    So zum Beispiel, sollte man zuerst radial Bohren und dann seine Einstiche setzen, sonst kommt man nicht mehr mit dem Bohrer rein und er verläuft. Die Bohrung wird dementsprechend auch ein Ei und nicht mehr winklig eingebracht.
    Zentrierbohrer brechen gerne mal ab und bleiben stecken. :ph34r:
    Oder man achtet nicht auf seine Zustellungen und die Bohrungen sind am Ende 0,6mm auf der falschen X-Position...
    Aber hier!


    Wie man sieht, klappt auch nicht alles beim ersten mal.
    Aber Welle 4 steht bis jetzt "perfekt" da :thumbup:

    Ich hatte bisher viele Diskussionen mit einzeln Usern, die mich fragten ob das 6 Gang den auch wirklich Plug and Play realisierbar ist.
    Das ist meine Antwort. :cheers:


    Schön zusehen die linke Original 4 Gang DDR Welle.
    Hoffe damit konnte ich die Zweifel beseitigen.

    Den Ziehkeil habe ich so konstruiert, dass er die Progressive Gestaltung der Welle beibehält.
    Somit steht der Ausdrücker immer Mittig über den Kugelbohrungen.
    Hier als Beispiel "eingelegter" 5ter Gang.
    Sieht man denke ich so am besten.


    Dann geht es weiter mit der Schaltwalze!
    Draufsicht!

    [Blockierte Grafik: http://fs5.directupload.net/images/160616/temp/n5hgbjzc.jpg]

    Hier die eingepressten Stifte.

    [Blockierte Grafik: http://fs5.directupload.net/images/160615/temp/mu4p86vw.jpg]


    Anschließend noch abgeplant.
    Die Schaltwalze aus 16MnCr5 zu drehen, war keine gute Idee...
    Der Stahl schmiert durch seine Legierungselemente so sehr...
    Die Zukünftigen kommen aus 42CrMo4!

    Am Freitag werde ich die Konsole auf der Schaltwalze anpunkten.
    Dann wäre das Thema Schaltwalze auch erledigt.

    Das war es erstmal wieder.
    Melde mich wenn es was neues gibt!

    Gruß Vincent

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